Monat: Januar 2013

Fotobuch-Workflow für Profis mit Lightroom & Blurb

Als ich vor ein paar Monaten mein Lightroom von der Version von 3 auf 4 geupdatet habe, war ich von der neuen Funktion “Buch” sehr überrascht. Wenige Tage später probierte ich die Funktion auch gleich aus und stellte fest, wie nützlich diese Funktion für mich als professionelle Fotografin ist. Bisher habe ich die Fotobücher für meine Kunden immer in InDesign gesetzt. Viele werden den aufwändigen Workflow kennen, wenn man mit Lightroom, Photoshop und InDesign ein Fotobuch erstellt. Fotos müssen als 300dpi gespeichert werden, in InDesign importiert und gesetzt werden, usw. Das ist manchmal schon sehr mühselig gewesen. Natürlich hätte ich auch eine Fotobuchsoftware benutzen können, doch ist es mehr als nur ärgerlich, nach der Installation festzustellen, dass wieder eine Funktion oder Schriftart fehlt. Daher blieb ich lieber bei InDesign, auch wenn es für mich mehr Arbeit bedeutete. Zumal ich nicht gerne auf meinen Rechner eine weitere unbekannte Software installiere und mein Betriebssystem verändere. Inzwischen aber bin ich von der neuen Funktion in Lightroom 4 voll und ganz überzeugt, da ich dadurch erheblich Zeit bei der Erstellung eines Fotobuchs einsparen kann.

lightroom-buchfunktion

Was ist das nützliche an der Buchfunktion?

  1. Ich muss keine Bilder in ein anderes Format umwandeln.
  2. Ich kann, direkt aus dem Buch heraus, das Bild nochmal bearbeiten.
  3. Mit der Sammlungsfunktion kann ich alle Bilder für das Buch zusammenfassen und einfügen.
  4. Es stehen ganz viele Layoutvorlagen zur Verfügung und wenn ich mag, kann ich alle Bilder per Zufall einfügen lassen.
  5. Das Buch kann als PDF oder JPG gespeichert werden.
  6. Das Buch kann direkt aus Lightroom heraus zu Blurb zum Druck geschickt werden.

Da mich der 6. Punkt ganz besonders interessiert hat (aus Erfahrung weiß ich, das Blurb.com neben Saal-Digital.de und Fotobuch.de eine sehr gute Fotobuchqualität, sprich Druckbild, Papierart und Bindung, anbietet) habe ich das für mein persönliches Fotografenportfolio ausprobiert. Ich habe für das Testing das Format “Standardquerformat” ausgewählt, das etwas schmaler als das normale A4 Format ist. Für mein Fotobuch habe ich einen schlichten schwarzen Hintergrund gewählt. Natürlich ist es auch möglich, eigene Hintergründe einzubinden. Nachdem ich alle Seiten gestaltet habe, habe ich mit meinem Blurb-Login das Buch hochgeladen. Aufgrund der hohen Bildqualität und der daraus resultierenden großen Dateigröße hat das natürlich ein wenig gedauert.

An dieser Stelle sollte man sich als Profifotograf einen einheitlichen Workflow in Lightroom erarbeiten, sodass die Fotobücher für den Endkunden relativ schnell und einfach zu erstellen sind.
Nach wenigen Tagen wurde das Buch ordentlich verpackt geschickt und ich wurde von der Druckqualität des Buches nicht enttäuscht.

Das Highlight – die besondere Dienstleistung für ihre Kunden

Doch das war noch nicht alles. Interessant ist die neue Funktion bei Blurb, bei der man aus allen Büchern, die man drucken läßt (das ist die Bedingung) auch ein e-Book (Beispiel) für das iPad, iPhone oder iPad touch erstellen kann. Aus der Druckdatei erstellt Blurb automatisch eine e-Pub-Datei, die man als Fotograf nachträglich im Browser bearbeiten kann. Diese Funktion ist immens wichtig, wenn sich Texte aufgrund veränderter Schriftschnitte verschieben. Aus Erfahrung weiß ich nun, das man jede  Seite noch einmal kontrollieren sollte, um Fehlumwandlungen zu beheben. Laufen Bilder oder Texte über den Rahmen hinaus, werden diese von dem Programm als Fehler markiert. Nach der Speicherung verschickt Blurb eine e-Mail mit dem Downloadlink, über den man sich das e-Book direkt auf das iPad laden kann.

Blurb-iPad-eBook-bearbeiten

Dadurch ergibt sich für Hochzeitsfotografen (als Beispiel, das gilt natürlich auch für andere Eventfotografen) die Gelegenheit, seinen Kunden eine ganz besondere Dienstleistung anbieten zu können: das eigene Hochzeitsbuch für das iPad oder iPhone – die vor allem für Fotografen ohne Mac interessant ist. (Für alle Nicht-Apple-User arbeitet Blurb auch an anderen Varianten).

Wichtig für den Profi ist, dass man bei diesem Workflow die Preise für den Endkunden gut kalkulieren kann. Gleichzeitig kann man für seine Kunden das Buch als e-Book und als gedrucktes Buch in den Verkaufsraum stellen, sodass sich auch die Gäste ein Buch bestellen können. Bezahlung und Versand übernimmt Blurb, sodass hier keine weiteren Kosten oder Zeitaufwand für den Fotografen entstehen. Man muss an dieser Stelle nur entscheiden, ob die Gäste sich das Buch kostenlos herunterladen dürfen und die Kosten vorab vom Brautpaar übernommen werden oder ob man diese Dienstleistung extra honorieren lässt. Diesen Punkt sollte man auf alle Fälle in das Kundenvorgespräch mit aufnehmen.

Natürlich ist die Buchfunktion auch für alle Hobbyfotografen interessant, die aus ihren eigenen Bildern ein Fotobuch erstellen möchten und dem Umweg über einen weiteren Anbieter gerne einsparen möchte. Sicherlich bietet Lightroom keine Hintergrundsammlung oder Cliparts an, aber wer gerne so wie ich ein Fotobuch ohne diesen SchnickSchnack erstellt, wird diese Elemente sicherlich nicht vermissen.

Probiert die Funktion mal aus!

Kinderportraits an ausgefallen Orten

Natürliche und moderne Familienfotos in Grimma,Leipzig und Umgebung, fotografiert von mobilder Fotografin Jana Mänz.

Letztens haben wir einen interessanten Familien-Ausflug ins Ozeaneum nach Stralsund unternommen. Vor Ort habe ich wunderschöne Kinderportraits aufgenommen. Vielleicht haben Sie einen speziellen Wunsch bzw. einen ganz besonderen Ort, wo sie als Familie oder Ihre Kinder portraitiert werden möchten:

  • Im Zoo oder Tierpark
  • Auf einer Burg oder einem Schloss
  • Im Vergnügungspark oder Kirmes
  • Auf einem Bauernhof oder im Schwimmbad

Ich liebe schöne, ausgefallene Orte und ich würde mich freuen, wenn ich sie einen Tag lang fotografisch begleiten könnte.

Familienfotografie Kinderfotografie by Jana Mänz, Grimma

Freundschaftsbilder & natürliche Kinderportraits, Grimma

Freundschaftsbilder sind eine tolle Erinnerung an eine schöne Kindheit. Warum verschenken Sie nicht zum Kindergeburtstag einen Gutschein für Freundschaftsbilder? Als besondere Dienstleistung ziehe ich Ihnen die Fotos mit einem wunderschönen Büttenpapier auf Holz auf. Ob 20×20, kleiner oder größer, Sie können es sich aussuchen. Alle Bilder sind mit einer Aufhängung versehen. Die aufgezogenen Bilder erstelle ich ganz exklusiv in Handarbeit. Jedes Foto ist ein Unikat! Rufen Sie mich an und wir vereinbaren einen Termin …

Familienfotografie Kinderfotografie by Jana Mänz, Grimma

 

Frucht-Zwerge

Kinder in ihrer natürlichen Umgebung zu fotografieren, halten die schönsten Erinnerungen fest. Warum nicht einmal im Frühling auf ein Erdbeerfeld gehen und die Kinder die süßen Früchte naschen lassen. Eine Idee für ein Frühlings-Fotoshooting. Ob im Erdbeerfeld oder in einem eigenen Garten – ich begleite gerne ihre Kinder oder die gesamte Familie an schönen Orten.

 

Zauberhafte Babyfotografie

Babyfotografie bzw. die Fotografie von Neugeborenen ist eine wunderschöne Aufgabe. Vor allem, wenn ich vorweg die werdende Mama mit Kullerbauch fotografiert habe und dann Wochen später beide wieder treffe.

Bei der Babyfotografie ist es mir ganz wichtig, dass ich diese mit ganz viel Ruhe und Geduld fotografiere. Ich plane immer viel Zeit zum wickeln, stillen und kuscheln ein. Auch wenn das Baby erst wenige Tage alt ist, merkt es sofort, wenn jemand Fremdes sich im Raum aufhält. Aus diesem Grund finden die Shootings in gewohnter Umgebung statt, das heißt, ich komme gerne zu dir nach Hause.

Ich liebe es, die Babys so natürlich wie möglich zu fotografieren. Babys in Blumentöpfen mit Kostümen sind nicht mein Stil. Auch verwende ich kein Blitzlicht. Sollten die Fotos in der Wohnung gemacht werden, verwende ich Tageslichtlampen und Reflektoren. Der Vorteil der Tageslichtlampen ist, dass sie nicht blenden und gleichzeitig eine schöne Wärme abstrahlen, sodass dein Baby nicht friert. Bei schönem warmen Wetter können wir die Babyfotos auch in der freien Natur machen.

Wenn du ebenso natürliche Babyfotos magst, dann freue ich mich auf deinen Anruf.

Fotocommunities und die Sache mit der Kritik

Mein Fotocommunity-Leben wird genau heute, am 4.1.2013, 11 Jahre alt. Ich erinnere mich noch genau daran, wie ich im Januar 2002 der FC beigetreten bin und voller Enthusiasmus mein erstes Bild hochgeladen habe. Wenige Minuten später folgte der erste Kommentar und seitdem hat es mich nicht mehr losgelassen. Aus einem anfänglichen “Schaun wir mal” und “ich habe Spaß” folgte der ernsthafte Wechsel zu “ich möchte mich entwickeln, weiterbilden, lernen”.

Kaum hatte ich diese Schwelle übersprungen, wurde jedoch aus Spaß allmählich Frust. Denn Kommentare wie “toll, super Schuss, grandiose Farben” waren nicht die, die ich haben wollte. Meine Vorstellungen und Erwartungen tendierten zu eine analytisch sauberen und vor allem konstruktiven Kritik. Doch genau das Gegenteil war der Fall. Entweder es regnete Lobhudeleien oder ich wurde mit böser Kritik persönlich sehr verletzt. Beides brachte mich nicht weiter, auch nicht der Wechsel von der FC zu Flickr und später zu 500px.
Mein persönlicher Blog über Fotografie half ebenfalls nicht weiter und der Frust ging soweit, dass ich darüber nachdachte, alle Community-Zugänge im Internet zu löschen und keine Bilder mehr zu zeigen. Doch wäre es der Weisheit letzter Schluss gewesen, sich allem zu versagen? Nein, sicherlich nicht.

Stattdessen half mir ein persönliches Gespräch mit einem Fotofreund und ich stellte meine Gedanken und Erwartungen komplett um. Was sich jetzt nach einer 180° Wandlung innerhalb einer Stunde anhört, war jedoch ein Prozess, der über Wochen ging.

Heute suche ich nicht mehr nach der sauber formulierten tiefgreifenden Kritik. Stattdessen stelle ich meine Fotos ein, um zu zeigen was ich mache. Ich benutze die Plattformen dazu, mich bekannt zu machen und freue mich über nette positive Kommentare, die mir zeigen, dass das, was ich mache, anderen gefällt. Punkt.

Die Kritik dagegen hole ich mir von Menschen, die aus meinem Umfeld stammen. Bei denen ich auch weiß, das sie mich trotz aller Kritik persönlich schätzen. Bei denen ich weiß, dass sie etwas von Fotografie verstehen, auch wenn sie selber es nicht können. Im Internet beurteile ich den Kritiker nur nach seinen eigenen Fotos und ordne dementsprechend auch seine Kritik ein. Da ich die Person nicht persönlich kenne, sind deren Fotos der entscheidende Anhaltspunkt und ich kann darüber hinaus nicht einschätzen, wie viel diese von Fotografie versteht.

Ich musste lernen, dass nicht jeder Musikkritiker selber perfekt singen oder ein Instrument spielen kann, stattdessen aber ein ausgezeichnetes Gehör und Sachverstand besitzen muss. In der Fotografie ist es das Sehen und das ist nicht einfach zu erlernen. Denn wenn das so wäre, dann gäbe es nur einzigartige und perfekte Fotos auf dieser Welt… .

Ein weiterer Aspekt, der mich zum Umdenken gebracht hat, war eine sehr persönliche Einschätzung meiner Selbst: Wie oft habe ich einem anderen Fotografen eine tiefgründige Kritik geschrieben? Wie oft habe ich mir die Mühe gemacht, die Fehler sachlich zu äußern, mir Zeit zu nehmen für ein einziges Bild und es zu analysieren. Ich befürchte, die Bilder kann ich an 10 Fingern abzählen. Wie kann ich dann von anderen erwarten, dass sie dies für mich tun: Sich Zeit nehmen und schreiben? Obwohl sie mich nicht persönlich kennen und schätzen. Ist diese Erwartungshaltung nicht völlig überdimensioniert?

Stattdessen sollte man die Communities dieser Welt als das nehmen was sie sind: Freizeit, Spaß und wenn man so will: Marketing. Erfreuen wir uns an den Kontakten, die dort entstehen. Vor allem an jenen, bei den aus Online- echte Offline-Freunde geworden sind. Vielleicht ist es dann eines Tages möglich, eine wirklich gute und weiterbringende Kritik zu erhalten.

Bis dahin sollte jeder seinen eigenen Blick schärfen. Am besten ist es, ein Foto nach der Aufnahme, respektive Bearbeitung, ein paar Tage ruhen zu lassen und es sich dann noch einmal anzuschauen. Häufig merke ich mit zeitlichem Abstand, wenn die erste Euphorie des Shottings vorbei ist, die Schwachstellen in einem Bild. Gefällt mir ein Foto besonders gut, dann lasse ich es manchmal einen ganzen Tag lang an meinem großen Bildschirm offen und schaue es mir immer wieder an. Gleichzeit sehe ich mir immer wieder andere Fotos an und analysiere sie. Was macht das Bild einzigartig? Warum bleibe ich daran hängen? Ist das Motiv, die Lichtstimmung, die Komposition oder ist eine Mischung aus allem? Seinen eigenen Blick zu schulen, dafür sind die Communities eine ganz besondere Bereicherung. Suchen wir doch eher das Positive in dieser Art der Gemeinschaft und hören wir auf, über die fehlende tiefgründige Kritik zu wettern. Die Fotocommunities sind nur so gut, wie jeder einzelne sich persönlich einbringt.