Fotoaquarianertipps

Familienfotografie Kinderfotografie by Jana Mänz, Grimma

Habe ich schon erzählt, das ich Aquarien liebe? Am liebsten hätte ich ja eins zu Hause, aber wie das immer so ist mit den vielen Wünschen. Ich bin mit Aquarien aufgewachsen. Mein Vater hatte auf dem Dachboden verschieden Größen mit verschieden Fischarten und er hatte die Zeitung für Aqarianer abonniert, die zu DDR Zeit leider nur auf dem Cover schöne farbige Unterwasserfotos zeigte und Innen mit  s/w Zeichnungen ausgestattet war.

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Ich könnte mich stundenlang vor ein Aquarium setzen und einfach nur zuschauen. Die Bewegungen der Fische und das Blubbern des Wassers haben eine sehr meditative Auswirkung auf mich. Einfach nur zuschauen und gucken, was die Fische machen. Früher waren die sogenannten “Scheibenknutscher” meine Lieblingsfische. Das sind Welse, die sich an der Glasscheibe des Aquariums festsaugen und die Scheibe von den Algen befreien. Jedenfalls ist wohl meine Kindheit daran schuld, das ich heute jede Gelegenheit ergreife und die großen Aquarien der Welt besuche. Zuletzt war ich wieder im Meeresmuseum und Ozeaneum in Stralsund. Aber auch der Zoo in Leipzig hat wunderschöne Aquarien (besonders habe ich es geliebt, als in der MDR Sendung “Elefant, Tiger und Co” der pfiffige Grappa, ein Tintenfisch, gezeigt wurde. Schade, dass diese klugen Tiere nicht so alt werden).

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Jedenfalls liebe ich es, Aquarien zu fotografieren. Im Meeresmuseum und im Ozeaneum Stralsund kann man sich für einen Euro eine private Fotolizenz kaufen. Aber auch wenn man eine Fotolizenz kauft, ist es nicht ganz einfach hier zu fotografieren. Zum einen ist es meistens nicht möglich, ein Stativ zu verwenden und zum anderen ist das Blitzen verboten (Blitzen würde ja auch nichts nützen, da die Scheibe den Blitz unschön reflektieren würde). Was kann man also tun, um trotzdem schöne Fotos zu erhalten?

Das ist eigentlich gar nicht so schwer, wenn du eine ruhige Hand hast.

Mein Tipp: Stell eine große Blende ein, sodass sich die Belichtungszeit verringert. Eine Festbrennweite wie mein 50mm 1.4 mit einer sehr hohen Lichtstärke ist prädestiniert dafür. Zum anderen habe ich die Iso erhöht. Hier arbeite ich zwischen Iso 800 und 2000. Ich gehe aber nie über eine Iso von 2000, da ich das Rauschen dann nicht mehr vernünftig entfernen kann ohne dass mein Bild davon negativ beeinflusst wird.

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Achte beim Fotografieren durch die Glasscheiben auf die Reflexionen. Sie werden immer da sein, aber du kannst sie als Gestaltungsmittel in das Bild einbauen bzw. durch die Verwendung einer offenen Blende reduzieren.

Ein letzter Tipp ist, Serienbildaufnahmen zu machen. Das widerspricht zwar meiner Philosophie, so wenig wie möglich Bilder zu machen, aber manchmal umgehe ich meiner persönlichen Auflage, um ein gutes Ergebnis zu erhalten.

Ich hoffe, meine Tipps helfen dir das nächste Mal, wenn du ein Aquarium besuchst. Vielleicht hast du aber auch eins zu Hause, dann kannst du wunderbar üben und vielleicht magst du mir ein Bild im Kommentar posten? Und da die Sommerferien vor der Tür stehen, findest du hier ein Liste der zehn schönsten Aquarien in Deutschland.

2 Kommentare

  1. Pingback: Geheimnisvolle Unterwasserwelt im Aquarium › Jana Mänz - Fotografin, Buchautorin, Mentorin

  2. Hi habe mein Aquarium bei axperto gekauft und wollte schon oft schöne Bilder machen. Habe eine Purpurprachtbarsch Pärchen und gerade jetzt bei der Paarung ist der Bauch von dem Weibchen so schön rot. Mein Problem war immer dass die Scheibe reflektiert hat. Habe leider nur eine Digicam wo ich keine Blende reduzieren kann. Dies aber als Gestaltungsmittel zu verwenden finde ich super. Da kann man ja mit Photoshop etwas nachhelfen dass das dann doch noch schön aussieht. Danke für deine ganzen Tipps und by the way schöne Fotos :)

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