Warum ein Preset nicht auf jedes Foto angewendet werden kann

Warum ein Preset nicht auf jedes Foto angewendet werden kann

Letztens habe ich eine Nachricht bekommen, dass meine Presets nicht auf die Fotos passen würden. Die Aussage hat mich nachdenklich gestimmt, schon alleine deswegen, weil ich mir nicht vorstellen konnte, dass es die Annahme gibt, das ein Preset jederzeit und allgemeingültig einsetzbar ist. Warum nicht?

Was ist überhaupt ein Preset?

Ein Preset speichert Voreinstellungen wie Helligkeit, Kontrast, Farbe, Schärfe, Körnung aber auch Vignettierung, Körnung und Profilkorrekturen. Ein Preset kann eine Auswahl dieser Voreinstellungen speichern oder alles.

Da es in Lightroom eine unglaubliche Vielzahl an Einstellungen zum Thema Farbe, Schatten, Lichter usw. gibt, die man wiederum unterschiedlich miteinander verknüpfen kann, kann ein Preset diese Einstellungen speichern. Weil es so differenzierte Einstellungen gibt, gibt es ebenso ganz unterschiedliche Presets. Die einen machen ein Foto heller, freundlicher. Die anderen zaubern ein Vintage 70er Jahre Stil, andere bilden nur einen Filmstil z.B. Kodak Gold ab, andere gehen ins Mystische und machen ein Bild dunkel. Für jeden Geschmack gibt es ein Preset.

Wichtig ist aber die Grundlage, also das Foto selber. Wie wurde das Bild fotografiert, mit geöffneter oder geschlossener Blende, wie hell ist das Foto, was ist zu sehen, ein Portrait, eine Landschaft?

Je nachdem was für ein Motiv dargestellt ist, sollte ein entsprechendes Preset verwendet werden, damit die Aussage des Bildes unterstrichen wird. Ein Preset soll bzw. kann auch nicht ein Foto per se schöner oder besser machen, sondern das hervorheben, was man vor Ort beim fotografieren empfunden hat. Presets können Bilder auch zerstören, vor allem wenn man es bei den Reglern wie z.B. beim Kontrast, Schärfe, Farbe usw. übertreibt.

Das schöne an den Presets ist, dass sie jederzeit angepasst werden können. Es gibt kaum Presets die ich 1:1 übernehme. An jedem Bild justiere ich nach, passe ich an. Dazu gehört, dass ich die Funktionen in Lightroom im Schlaf beherrsche, sodass ich mich hundertprozentig auf den kreativen Flow einlassen kann. Müsste ich erst nach gewissen Funktionen suchen, wäre der kreative Prozess unterbrochen. Presets helfen dir dabei, gewisse Grundstimmungen und Aussagen hervorzuheben und sie geben die Möglichkeit, innerhalb kürzester Zeit einen Look auszuprobieren, sie erleichtern ungemein die Arbeit eines Fotografen. Doch die wahre Kunst besteht darin, das Preset dir nach deinen Wünschen und Vorstellungen anzupassen, etwas neues zu kreieren.

Und das tolle in Lightroom ist, dass du diese veränderten Einstellungen als neues Preset abspeichern kannst, sodass du Bilder aus der selben Reihe komfortabel anpassen kannst.

Hier eine kleine Auswahl von Landschaftsbildern, die mit ganz unterschiedlichen Presets von mir bearbeitet wurden.

 

 

2 Kommentare

  1. Schöne Presets. Ich bin auf diesen Artikel gestoßen, weil ich gerade wieder ein eigenes Preset erstellt habe. Ich musste dann aber wieder feststellen, dass es auf dem einen Bild traumhaft aussieht, auf dem nächsten wieder grausam. Ich suche gerade, ob es einen Weg gibt ein Preset zu erstellen, das auf fast jedes Bild passt. Hast du das schon einmal geschafft, dass ein Preset für fast alles Bilder passt?

    • Ja, ein Standard-Set, wenn ich meine Bilder in LR importiere. Das macht aber nur Grundeinstellungen wie Schärfen, Rauschen, Chromatische Aberrationen etc. Das andere mache ich dann immer individuell…

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