Monat: Februar 2016

Frisch erschienen: Zen – Die Leichtigkeit der Fotografie

Die Leichtigkeit der Fotografie Jana Mänz und Beatrix Rautenberg zeigen aus ihrem jeweiligen Blickwinkel, wie man einen persönlichen und auf das wesentliche konzentrierten Zugang zur Fotografie finden kann. Durch das bewusste Hinschauen entstehen Bilder, die nicht plakativ schön sind, sondern den Betrachter gerade durch ihre authentische Unvollkommenheit berühren. Übungsvorschläge helfen beim Umsetzen dieses Zugangs zur Fotografie.

Am 22.2.2016 ist die neue C’t digitale Fotografie erschienen. In ihr ein Artikel über Zen-Fotografie, den ich zusammen mit Beatrix Rautenberg geschrieben habe.

Erste Lesermeinungen:
Birgit:  “Ein wirklich schöner Artikel – ich habe gestern hier auch noch ein Heft aufgetrieben.
Kuni: Mittlerweile habe ich den Artikel gelesen. Toll geschrieben. Dabei habe ich festgestellt, dass ich mir die Inhalte des Photozen wieder mehr verinnerlichen muss.”
Manfred: “Ich habe mir die Zeitschrift schicken lassen, wirklich toll geschrieben, ich habe vorher nicht mit so einem umfangreichen Artikel gerechnet.

Kartoffelsalat!

Kreativer Landschafts- und Naturfotografie-Kurs [2 Tage] – Von der Inspiration zum fertigen Kunstwerk – Natur- und Landschaftsfotografie ist keine Frage der teuersten Fotoausrüstung und einer aufwendigen Fernreise. Viel wichtiger ist das Sehen und Wahrnehmen eines ganz besonderen Motivs. Das kann direkt vor deiner Haustür liegen und noch so klein und unscheinbar sein. Mit ein wenig Kreativität und der Anwendung von Komposition, Licht und Blende machst du aus einem langweiligen Bild ein ganz besonderes Foto. Wir möchten dir unsere Herangehensweise zur Naturfotografie vermitteln. Dabei gehen wir ganz individuell auf deine fotografischen Vorkenntnisse ein und verraten dir bei gemeinsamen Fotospaziergängen Übungen, kreative Bildgestaltung und persönliche Tipps. Dabei geht es nicht nur um die Kameratechnik, sondern auch um das Sehen, Wahrnehmen und die Inspiration, die du in der Natur in jeder Jahreszeit finden kannst. Wir werden dich nicht mit grauer Theorie langweilen, sondern vielmehr vor Ort auf deine Fragen eingehen. Individuell und persönlich. Der Kurs geht 2 Tage (2x8h) und kann ganz individuell von dir zu einem Zeitpunkt deiner Wahl gebucht werden. Der Kurs ist keine Gruppenveranstaltung, sondern wir sind ganz persönlich für dich da. Wir gehen auf deine Fragen sehr intensiv ein.

Letzten Sonntag habe ich mich bei der TV Sendung Kitchen Impossible  wunderbar amüsiert. Es war herrlich anzuschauen, wie Meta Hiltebrand Tim Mälzer „die Hosen runtergezogen hat“. Für denjenigen, der die Sendung nicht kennt, will ich sie ganz kurz beschreiben: Jede Woche kämpft Tim Mälzer in einem Kochduell gegen einen bekannten, meist sternedekorierten Koch. Meta ist bisher die einzige Frau in diesem Wettkampf gewesen. Jeder der Köche vergibt zwei Aufgaben, die darin bestehen, den Kontrahenten in ein fremdes europäisches Restaurant zu schicken und dort ein unbekanntes Gericht nachkochen zu lassen. Es wird Ihnen aber nicht gesagt, was gekocht wurde, sondern sie müssen das Gericht rein durch ihren Geruchs-, Tast- und Geschmackssinn analysieren. Danach wird einkaufen gegangen und nachgekocht. Tim dachte nun, er könnte Meta damit bezwingen, indem er ihr ein brutales Gericht als Aufgabe gab: Sie musste alle Bestandteile eines Lammkopfes verarbeiten. Ob Gehirn, Zunge oder Auge, alles wurde in verschiedenen Gerichten verarbeitet. Im ersten Augenblick erschien das ziemlich eklig und der Einkauf von Lammköpfen gehört sicherlich nicht zu den Shoppinghighlights einer Frau. Das Konzept des dänischen Restaurants in Kopenhagen, das diese Gerichte zubereitet, ist es aber, das komplette Tier zu verarbeiten und nichts davon wegzuwerfen. Eine Einstellung, die mir sehr gefällt. Während sich Meta wacker bei dem brachialen Zerhacken der Schädel hielt und für das Gericht eine gute Punktzahl der Jury (Stammgäste des jeweiligen Restaurants) einheimste, kam Tim im Gegenzug bei der Herstellung von ganz zarten süßen Pralinen in der Schweiz wesentlich schlechter davon und verlor in der zweiten Runde (zu meiner Freude) den Wettkampf.

Kreativer Landschafts- und Naturfotografie-Kurs [2 Tage] – Von der Inspiration zum fertigen Kunstwerk – Natur- und Landschaftsfotografie ist keine Frage der teuersten Fotoausrüstung und einer aufwendigen Fernreise. Viel wichtiger ist das Sehen und Wahrnehmen eines ganz besonderen Motivs. Das kann direkt vor deiner Haustür liegen und noch so klein und unscheinbar sein. Mit ein wenig Kreativität und der Anwendung von Komposition, Licht und Blende machst du aus einem langweiligen Bild ein ganz besonderes Foto. Wir möchten dir unsere Herangehensweise zur Naturfotografie vermitteln. Dabei gehen wir ganz individuell auf deine fotografischen Vorkenntnisse ein und verraten dir bei gemeinsamen Fotospaziergängen Übungen, kreative Bildgestaltung und persönliche Tipps. Dabei geht es nicht nur um die Kameratechnik, sondern auch um das Sehen, Wahrnehmen und die Inspiration, die du in der Natur in jeder Jahreszeit finden kannst. Wir werden dich nicht mit grauer Theorie langweilen, sondern vielmehr vor Ort auf deine Fragen eingehen. Individuell und persönlich.  Der Kurs geht 2 Tage (2x8h) und kann ganz individuell von dir zu einem Zeitpunkt deiner Wahl gebucht werden. Der Kurs ist keine Gruppenveranstaltung, sondern wir sind ganz persönlich für dich da. Wir gehen auf deine Fragen sehr intensiv ein.

Jetzt wirst du dich sicherlich fragen, was meine Kochgeschichte mit der Fotografie zu tun hat? Im ersten Augenblick natürlich gar nichts, denn es ging ja nicht um dieses Thema dabei. Doch die Sendung hat mich bis in den nächsten Tag hinein stark beschäftigt. Es ging nämlich unter anderem auch um den typischen Geschlechterkampf und dem damit zusammenhängenden beruflichen Erfolg. Immer wieder wurde in der Sendung die Geschlechterolle thematisiert. Meta wurde gefragt, warum es so wenige Küchenchefinnen und noch weniger „berühmte“ Köchinnen gibt. Sie wusste nicht wirklich eine Antwort darauf und vermutete, dass es wohl daran läge, dass wir Frauen irgendwann gerne Kinder möchten und uns dann zwischen Kinder und Beruf entscheiden müssten.
Tim wurde diese Frage ebenso gestellt und seine Antwort hat mir die Augen geöffnet. Wäre er ein Fotograf, ich glaube nicht, dass ich ihn besonders leiden könnte. Er ist schon sehr überzeugt von sich. Selbst wenn er verliert oder etwas nicht besonders gut gemacht hat, so ist er doch immer noch der Beste. Er antwortete sinngemäß auf die Frage so: Wenn Frauen einen einfachen Kartoffelsalat zubereiten, dann ist es nach ihrem Verständnis immer ein Kartoffelsalat. Auch wenn es noch so lecker ist, es bleibt ein Kartoffelsalat. Wenn er dagegen einen Kartoffelsalat zubereitet, dann ist das mehr. Dann ist das eine Offenbarung, ein Gedicht. Egal wie schlecht oder gut dieser gemacht wurde.

Kreativer Landschafts- und Naturfotografie-Kurs [2 Tage] – Von der Inspiration zum fertigen Kunstwerk – Natur- und Landschaftsfotografie ist keine Frage der teuersten Fotoausrüstung und einer aufwendigen Fernreise. Viel wichtiger ist das Sehen und Wahrnehmen eines ganz besonderen Motivs. Das kann direkt vor deiner Haustür liegen und noch so klein und unscheinbar sein. Mit ein wenig Kreativität und der Anwendung von Komposition, Licht und Blende machst du aus einem langweiligen Bild ein ganz besonderes Foto. Wir möchten dir unsere Herangehensweise zur Naturfotografie vermitteln. Dabei gehen wir ganz individuell auf deine fotografischen Vorkenntnisse ein und verraten dir bei gemeinsamen Fotospaziergängen Übungen, kreative Bildgestaltung und persönliche Tipps. Dabei geht es nicht nur um die Kameratechnik, sondern auch um das Sehen, Wahrnehmen und die Inspiration, die du in der Natur in jeder Jahreszeit finden kannst. Wir werden dich nicht mit grauer Theorie langweilen, sondern vielmehr vor Ort auf deine Fragen eingehen. Individuell und persönlich.  Der Kurs geht 2 Tage (2x8h) und kann ganz individuell von dir zu einem Zeitpunkt deiner Wahl gebucht werden. Der Kurs ist keine Gruppenveranstaltung, sondern wir sind ganz persönlich für dich da. Wir gehen auf deine Fragen sehr intensiv ein.

Eine Offenbarung – das saß bei mir. Bei mir ist ein Kartoffelsalat auch immer nur ein Kartoffelsalat. Und nicht nur das, ich frage mich dabei noch, ob er auch wirklich gut genug ist und was ich hätte wissen müssen, um ihn noch besser machen zu können. Ich denke, ich kann im übertragenen Sinn vielmehr, als nur einen Kartoffelsalat zu machen.
In meinen Strandspaziergängen grübelte ich, was eine Offenbarung ausmacht, woraus sie besteht. Dabei fiel mir ein Freund und Kollege ein, der im letzten Jahr leider verstarb. Mit ihm konnte ich wunderbare Gespräche über die Fotografie und Selbstständigkeit führen. Immer wieder bestätigte er mich in dem was ich machte. Aber er war auch ehrlich und kritisierte gerne. So sagte er einmal, dass das was ich mache viel zu lieb und nett (langweilig) wäre.
Ist Tim Mälzer lieb und nett? Nein, er ist sogar manchmal ein richtiges Arschloch. Trotzdem ist er für mich persönlich ein sympathisches Arschloch. Jemand der sagt was er denkt und sehr authentisch ist. Und dabei auch gerne mal übertreibt und aus einem schnöden Kartoffelsalat eine Offenbarung macht. Wir Frauen sollten zeigen was wir können und nicht so sehr daran zweifeln, ob wir auch wirklich gut genug sind. In diesem Sinn, lasst uns aus einem einfachen Kartoffelgericht eine Offenbarung machen. Was haben wir zu verlieren?

Einsamer Strandspaziergang in Nordjütland

Kreativer Landschafts- und Naturfotografie-Kurs [2 Tage] – Von der Inspiration zum fertigen Kunstwerk – Natur- und Landschaftsfotografie ist keine Frage der teuersten Fotoausrüstung und einer aufwendigen Fernreise. Viel wichtiger ist das Sehen und Wahrnehmen eines ganz besonderen Motivs. Das kann direkt vor deiner Haustür liegen und noch so klein und unscheinbar sein. Mit ein wenig Kreativität und der Anwendung von Komposition, Licht und Blende machst du aus einem langweiligen Bild ein ganz besonderes Foto. Wir möchten dir unsere Herangehensweise zur Naturfotografie vermitteln. Dabei gehen wir ganz individuell auf deine fotografischen Vorkenntnisse ein und verraten dir bei gemeinsamen Fotospaziergängen Übungen, kreative Bildgestaltung und persönliche Tipps. Dabei geht es nicht nur um die Kameratechnik, sondern auch um das Sehen, Wahrnehmen und die Inspiration, die du in der Natur in jeder Jahreszeit finden kannst. Wir werden dich nicht mit grauer Theorie langweilen, sondern vielmehr vor Ort auf deine Fragen eingehen. Individuell und persönlich. Der Kurs geht 2 Tage (2x8h) und kann ganz individuell von dir zu einem Zeitpunkt deiner Wahl gebucht werden. Der Kurs ist keine Gruppenveranstaltung, sondern wir sind ganz persönlich für dich da. Wir gehen auf deine Fragen sehr intensiv ein.

Die Winterferien haben begonnen und wir dürfen uns in Sachsen auf zwei wunderschöne Februarwochen freuen. Als ich ein Kind war, da dauerten die Winterferien noch drei Wochen. Wir fuhren in dieser Zeit nie weg und ich erinnere mich an eine langsam vergehende Zeit, in der ich mit den wenigen Kindern, die in meiner Nachbarschaft wohnten, auf der festgefrorenen Straße Gleitschuh lief oder einen Schneemann baute.
Heute ist das beinahe unvorstellbar, denn wenn einmal Schnee fällt, dann ist die Straße schon nach wenigen Stunden matschig grau und kein Kind könnte aufgrund des hohen Verkehrsaufkommens darauf spielen. Wenn ich an meine Kindheit denke, dann kommt mir dagegen alles ganz langsam und ruhig vor. Wir hatten endlos Zeit – so schien es mir. Sicherlich ist die Wahrnehmung als Kind immer anders, trotzdem bin ich immer wieder auf der Suche nach dieser Ruhe und Langsamkeit.
Gerade in den letzten Wochen hat mich die Schnelllebigkeit unserer Zeit eingeholt. Anfang des Jahres habe ich von meinem Verlag die Nachricht bekommen, ob ich nicht an einem neuen Buch zur Natur- und Landschaftsfotografie interessiert sei. Es ging nicht darum, mein zwei Jahre altes Buch zu überarbeiten sondern ein komplett neues Buch zu schreiben. Aber wie kann es sein, das ein Buch nach zwei Jahren veraltet ist, in dem es nicht um Themen geht, die einem Alterungsprozess unterliegen, wie zum Beispiel Technik, sondern um Grundlagen? Ich würde meinen Titel heute nicht anders schreiben und neue Erkenntnisse sind mir auch nicht gekommen.

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Die Erfindung des Buchdruckes galt 200 Jahre lang als eine völlig neue Technologie, Feiningers Standardwerk zur Fotografie wird seit den 1960er Jahren unverändert veröffentlicht. Verlangen heute die Leser innerhalb weniger Monate andere Erkenntnisse zur Landschafts- und Naturfotografie? Natürlich könnte ich, wie es mir bei so manchen meiner Kollegen erscheint, agieren, und ein und demselben Inhalt in verschiedenen Buchtiteln publizieren. Ich möchte aber meine Leser nicht enttäuschen. Gleichzeitig muss ich mit den Ärgernissen kämpfen, dass anscheinend immer wieder Inhalte aus meinen Büchern in anderen Werken auftauchen. Unlängst habe ich ein ganzes Kapitel aus meinem Wabi-Sabi-Buch entdeckt, natürlich, so versteht es sich, ohne eine Zitatangabe.
Aus diesem Grund war ich froh, mir eine zwei-wöchige Auszeit zu gönnen. Wie immer habe ich mir ein einsames Ferienhaus gesucht, dessen Gegend, so hoffte ich, jetzt im Winter völlig menschenleer ist. Ich befinde mich derzeit im hohen Norden Dänemarks in Skagen. Obwohl das Häuschen in einer Ferienhaussiedlung liegt, bin ich völlig alleine. Alle umliegenden Wohnungen sind verwaist. Die Temperaturen sind frühlingshaft mild und nach den letzten stürmischen Tagen liegt die Ostsee wie ein Spiegel vor mir. Ich war stundenlang am Strand spazieren, mit dabei meine Hündin und meine Kamera. Während ich zu Hause immer Angst habe, sie alleine laufen zu lassen, ist es hier ein Traum, mit ihr am Strand spazieren zu gehen. Es ist wunderbar anzuschauen, wie viel Freude sie am Strand hat. Möwen nachzujagen und sich in betagten Fischresten zu parfümieren, muss wohl ein Hundetraum höchster Güte sein. Im Moment in dem ich hier schreibe, liegt sie völlig fertig in ihrem Körbchen und träumt mit leisem Schnarchen vor sich hin.

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Während sie am Strand ihren Aktivitäten nach ging, konnte ich mir ganz bewusst Zeit nehmen, den Spaziergang zu genießen. Kein Mensch war zu sehen und ich war völlig mit mir alleine. Am Anfang machte mir das immer ein bisschen Angst, weil es so ungewohnt ist, Niemanden zu sehen und zu hören. Doch nun gehe ich darin auf. Heute war es frühlingshaft mild, die Wellen rauschten langsam vor sich hin und ich konnte neben den Fotografieren meiner zweiten Lieblingsbeschäftigung nachgehen: Muscheln suchen. Dabei habe ich mich auf eine einzige Muschel- bzw. Schneckenart fokussiert. Zwischen den tausenden von Muscheln habe ich nur eine einzige Art gesucht. Das ist sehr beruhigend und die Gedanken kommen zur Ruhe. Es schärft das Sehen, die Wahrnehmung. Alles kommt in einem Fluss. Und dabei den frischen Seewind und die Sonne genießen. Nichts stört, kein menschliches Geräusch, außer der eigene Atem und das Knirschen, wenn eine Muschel unter den Schuhen zerbricht, ist zu hören. Das sind die Momente, in denen ich instinktiv Motive sehe und kreativ werden kann. Es ist kein Müssen da und niemand der bewertet oder drängelt.
Jetzt liegen die Bilder auf der Kamera. Einige wenige habe ich schon gelöscht, der Rest wird zu Hause am großen Bildschirm ausgewertet. Jetzt werde ich mich vor den Kamin setzten, lesen, die Ruhe genießen und dem Holz beim Verbrennen zuschauen. Dabei werde ich ein schönes Glas Rotwein genießen.
Was gibt es Schöneres?

Kleine Momente

Vor einiger Zeit las ich unter einem von mir veröffentlichten Interview über meine Arbeit als freiberufliche Fotografin, dass man mich für meinen Mut, diesen Schritt gegangen zu sein, sehr bewundern würde.
Als ich diesen Schritt jedoch tat, fühlte sich dies für mich gar nicht so mutig an. Es war eher eine Möglichkeit für mich, etwas in meinem damaligen Leben zu ändern, aus den vorher so geordneten Bahnen eines sicheren Jobs auszubrechen, der mich die letzten Jahren nicht mehr so recht glücklich gemacht hatte. Ich war unzufrieden und ich träumte von einer besseren Zukunft.

Ich dachte damals zudem, mit einem Kind würde alles besser werden und das Leben ergäbe dann einen Sinn. Als mein Sohn gesund geboren wurde, erfüllte sich mein Traum. Doch schnell merkte ich, dass die Rolle der selbstaufopfernden Mutter so gar nicht mein Ding war und ich wollte schnell wieder arbeiten. Doch beide Dinge – einer Arbeit nachzugehen und Mutter zu sein – ließen sich für mich nicht in dem Maße vereinbaren, wie mein Kind und der Arbeitgeber es forderten.

Der Schritt in die Freiberuflichkeit war das, was mir nun die Möglichkeit bot, beides miteinander zu vereinbaren. Diese Entscheidung wird in diesem Jahr bereits fünf Jahre alt und ich habe seitdem soviel erlebt, dass ich eigentlich darüber auch mal ein Buch schreiben sollte.
Kreativer Landschafts- und Naturfotografie-Kurs [2 Tage] – Von der Inspiration zum fertigen Kunstwerk – Natur- und Landschaftsfotografie ist keine Frage der teuersten Fotoausrüstung und einer aufwendigen Fernreise. Viel wichtiger ist das Sehen und Wahrnehmen eines ganz besonderen Motivs. Das kann direkt vor deiner Haustür liegen und noch so klein und unscheinbar sein. Mit ein wenig Kreativität und der Anwendung von Komposition, Licht und Blende machst du aus einem langweiligen Bild ein ganz besonderes Foto. Wir möchten dir unsere Herangehensweise zur Naturfotografie vermitteln. Dabei gehen wir ganz individuell auf deine fotografischen Vorkenntnisse ein und verraten dir bei gemeinsamen Fotospaziergängen Übungen, kreative Bildgestaltung und persönliche Tipps. Dabei geht es nicht nur um die Kameratechnik, sondern auch um das Sehen, Wahrnehmen und die Inspiration, die du in der Natur in jeder Jahreszeit finden kannst. Wir werden dich nicht mit grauer Theorie langweilen, sondern vielmehr vor Ort auf deine Fragen eingehen. Individuell und persönlich. Der Kurs geht 2 Tage (2x8h) und kann ganz individuell von dir zu einem Zeitpunkt deiner Wahl gebucht werden. Der Kurs ist keine Gruppenveranstaltung, sondern wir sind ganz persönlich für dich da. Wir gehen auf deine Fragen sehr intensiv ein.

Leider ist das Leben als freiberufliche Mutter nicht so rosig, wie das von außen vielleicht wirken mag. Schöne Fotografien täuschen oft über die Realität hinweg. Das schwierigste dabei ist für mich, meinen eigenen Weg und Stil zu finden und diesem dann treu zu bleiben. So habe ich Projekte gemacht, die ich im Nachhinein hätte niemals beginnen dürfen, weil sie einfach nicht zu mir gepasst haben. Bei denen ich inhaltlich und persönlich in der Umsetzung nicht mit mir zufrieden war. Vor allem haben diese mich viel Kraft gekostet, Kraft, die ich lieber in andere Dinge hätte stecken sollen.

Manche Monate sind so an mir vorbei gegangen, in denen ich die Veränderung der Jahreszeiten nicht mehr wahrgenommen habe. Berge von Verpflichtungen – Abgabetermine, unzählige Nachrichten, die beantwortet werden sollten, bürokratische Aufgaben und, nicht zu vergessen, die familiären Termine– führten zu viel Unruhe und Stress.
Am meisten hat mich bedrückt, keinen Antrieb mehr zu haben, für mich fotografieren zu gehen und kreativ zu werden. Die finanziellen Unbeständigkeiten verstärkten die Anspannung und jede Stunde, die ich nicht gearbeitet habe, verursachten Schuldgefühle, zu wenig gemacht zu haben. In dieser Zeit habe ich angefangen, Bücher und Zeitschriften zu suchen, in denen ich mich und meine Gedanken wieder finden konnte. Schnell stellte ich fest, dass ich die vielen tollen Tipps aus Magazinen, wie Flow oder Emotion Slow, nicht umsetzen konnte. Sie fühlten sich fremd für mich an, aufgezwungen und realitätsfern. Untermalt mit schönen Bildchen, die mir eine Realität vorgaukeln, die es nicht gibt. Ich fühlte mich beispielsweise von Frauen, die über ihr Burnout geschrieben haben und heute als „Juice-Coach“ andere glücklich machen, einfach nicht angesprochen.

(Solltest du wie ich nach “sinnvoller” Literatur suchen, empfehle ich gerne das Buch “Die Sinn-Diät“. Ein Buch, in dessen Inhalt dem ich mich oft wiedergefunden habe. )

Kreativer Landschafts- und Naturfotografie-Kurs [2 Tage] – Von der Inspiration zum fertigen Kunstwerk – Natur- und Landschaftsfotografie ist keine Frage der teuersten Fotoausrüstung und einer aufwendigen Fernreise. Viel wichtiger ist das Sehen und Wahrnehmen eines ganz besonderen Motivs. Das kann direkt vor deiner Haustür liegen und noch so klein und unscheinbar sein. Mit ein wenig Kreativität und der Anwendung von Komposition, Licht und Blende machst du aus einem langweiligen Bild ein ganz besonderes Foto. Wir möchten dir unsere Herangehensweise zur Naturfotografie vermitteln. Dabei gehen wir ganz individuell auf deine fotografischen Vorkenntnisse ein und verraten dir bei gemeinsamen Fotospaziergängen Übungen, kreative Bildgestaltung und persönliche Tipps. Dabei geht es nicht nur um die Kameratechnik, sondern auch um das Sehen, Wahrnehmen und die Inspiration, die du in der Natur in jeder Jahreszeit finden kannst. Wir werden dich nicht mit grauer Theorie langweilen, sondern vielmehr vor Ort auf deine Fragen eingehen. Individuell und persönlich.  Der Kurs geht 2 Tage (2x8h) und kann ganz individuell von dir zu einem Zeitpunkt deiner Wahl gebucht werden. Der Kurs ist keine Gruppenveranstaltung, sondern wir sind ganz persönlich für dich da. Wir gehen auf deine Fragen sehr intensiv ein.

An dieser Stelle sollte eigentlich die positive Geschichte kommen, wie ich anderen zeigen kann, wie man als Freiberuflerin, Mutter und Ehefrau superglücklich und erfolgreich werden kann. Doch diese Geschichte gibt es nicht. Es kommen noch immer viele Tage vor, in denen ich alles hinwerfen möchte und überlege, ob man mich bei Aldi um die Ecke als Kassiererin nehmen würde. Wäre dann das Leben nicht um so vieles Einfacher?
Aber den Gedanken verwerfe ich dann wieder, denn man würde mich bestimmt nach einem Tag schon wieder rauswerfen, da ich mit Zahlen wenig im Sinn habe und so alles durcheinander bringen würde.
So versuche ich, mir immer wieder, ohne schlechtes Gewissen Auszeiten zu nehmen und Dinge zu tun, die mir mein reines Pflichtbewusstsein eigentlich verbieten.

Ich war vor kurzem an einem Montagmorgen im Botanischen Garten mit einer Kanne Kaffee und mit meiner Kamera und habe dort – zur Belustigung der dortigen Gärtner – fotografiert und den kalten sonnigen Wintermorgen genossen. Auch mit dem Bewusstsein, dass ich diese Bilder beruflich so gar nicht gebrauchen kann. Ich hatte mich in letzter Zeit oft dabei ertappt, Bilder machen zu wollen, von denen ich glaubte, die wären sinnvoll für die Bildagentur oder für ein Buchprojekt.
Wo bleibt dabei  die persönliche künstlerische Freiheit?

Ich erlaube mir auch, kurze Reisen zu unternehmen, obwohl ich weiß, dass man sich in meinem Umkreis bestimmt darüber auslässt, wie ich mir dies leisten kann. Doch das Leben ist viel zu kurz und was gibt es schöneres, als sich Landschaften anzuschauen und fremde Kulturen kennen zu lernen. Es müssen ja nicht die aufwendigen teuren Flugreisen in fremde Länder sein, Reisen innerhalb Deutschlands und Europa machen mich so dankbar und glücklich, vor allem wenn mich meine Familie begleitet und wir diese Zeit zusammen erleben.
In diesen Momenten sammle ich dann wieder die Kraft für zukünftige Projekte und es entstehen neue Ideen. Die Suche nach dem allumfassenden Glück habe ich jedoch aufgegeben. Nun ja, was ist schon Glück? Vielmehr versuche ich dankbar zu sein, die wenigen schönen Momente mit meiner Familie erleben zu können. Ich bin nicht glücklicher, wenn ich erfolgreicher bin und mehr konsumieren könnte. Ich versuche mich von dem gesellschaftlichen Druck zu lösen, der den Erfolg nach der Zahl der Leser in den eigenen Social-Media-Accounts bemisst. Diese Welt ist nicht real. Was ist schon ein Like gegen eine Umarmung meines Sohnes? Was ist schon eine Stunde vor dem PC gegen eine Stunde in der Natur? Ich versuche langsam zu begreifen, was für mich persönlich zählt, was mich zufrieden macht und mir Freude bringt.

Ich möchte gerne mit dir meine persönliche Geschichte teilen. Vielleicht geht es dir auch so, dass du denkst, die anderen sind ja soviel erfolgreicher und glücklicher. Doch meine Erfahrung zeigt mir, dass der Schein oft trügt. Wir können nicht hinter jede Fassade gucken, wir würden dann vielleicht etwas ganz Anderes entdecken. Stattdessen sollten wir den Blick nach Innen richten. Etwas tun, was uns selber gut tut, egal was die anderen darüber denken. Wir leben in einer Gemeinschaft, in denen uns gesellschaftliche Konventionen und Konsumdruck unserer persönlichen Freiheit berauben. Es ist nicht leicht dem zu widerstehen und sich nach anderen Dingen zu orientieren.

Ich versuche es jeden Tag ein bisschen.