Blogparade: Frischer Wind für dein Business!

Vor ein paar Tagen habe ich eine sehr interessante Blogparade von Maria Husch im Internet entdeckt. Im Oktober bin ich schon fünf Jahre Freiberuflich tätig und das ist ein guter Moment darüber zu schreiben, wie ich frischen Wind in mein Business bringe. Leider ist die Blogparade schon abgelaufen und die Artikel der Teilnehmer veröffentlicht, aber das macht ja nichts, weil es ein Thema ist, das immer relevant ist, vor allem wenn man Selbstständig ist.

Wie man sich denken kann, ist das mit dem frischen Wind nicht immer so einfach. Vor allem wenn man sich Workflows über die Jahre erarbeitet hat, die gut funktionieren. Nicht umsonst heißt es so schön “Never change a running system“.  Trotzdem brauche ich immer wieder Veränderungen und wenn ich auf das erste Halbjahr von 2016 zurück schaue, sehe ich, das ich ganz schön viel geschafft habe.

1. Äußerliche Veränderungen

Ich bin nicht sonderlich an Mode interessiert. Meine Kleidung muss zweckmäßig, bequem, pflegeleicht und meistens sehr warm sein. Wenn ich Familienfotoshootings habe, muss ich einen Spagat schaffen zwischen dem Wunsch, mich mit meiner Kleidung für das beste Foto in Dreck werfen zu können und gleichzeitig ansprechend für den Anlass auszusehen. Daher habe ich Anfang des Jahres einen Modeberater gebucht, der mir bei dieser Frage sowie zum Stil, Farben usw sehr geholfen hat. Eine ganz ungewöhnliche Erfahrung für mich, einen Tag lang im Rampenlicht zu stehen und lauter Menschen um mich zu haben, die mich beraten, anziehen, begutachten, kritisieren. Ich bin aus dem Beratungsgespräch gegangen und wusste, was mir steht, was ich brauche und hat viel frischen Wind in meine Mode und Kleiderschrank gebracht. Und ich gehe viel selbstbewusster zum Kunden, weil ich weiß, das mir meine Kleidung steht und meinen Stil unterstreicht.

2. Frischer Wind in Buchhaltung und Finanzen

In den letzten Jahren habe ich meine Buchhaltung  ganz klassisch analog gemacht. Obwohl ich schon seit mehr als einem Jahrzehnt Onlinebanking mache, hatte ich nie an eine digitale Buchhaltung gedacht. Anfang des Jahres habe ich angefangen alles umzustellen. Seitdem habe ich eine aktuelle Buchhaltung und ist jetzt gar nicht mehr so schlimm wie früher, als ich alles analog zusammen suchen musste. Eine unglaubliche Befreiung, die sehr viel Schwung in mein Business gebracht hat.

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3. Aufräumen, umräumen, neu gestalten

Ich liebe es, meine Räume neu zu gestalten und Sachen aufzuräumen, zu sichten, wegzuwerfen oder zu verschenken. Im Frühjahr habe ich mein Büro komplett umgestaltet. Es ist soviel heller, übersichtlicher und offener geworden. Ich bin so unglaublich stolz darauf gewesen, umso mehr hat es mich geschockt, als ich eine Eigenbedarfskündigung für Wohnung und Atelier vor ein paar Wochen bekommen habe. Zusammen mit meinem Partner habe ich ein großartiges Einbauregal gebaut, das perfekt in mein Büro passt.  Das alte Regalsystem haben wir der Flüchtlingshilfe geschenkt. Derzeitig haben wir noch keine neue Wohnung gefunden, aber ich werde versuchen, etwas ähnliches im neuen Domizil zu integrieren. Beim Umbau habe ich viele Bücher ausgemistet und teilweise über Momox verkauft.

Leider hatte ich für mein neues Regel viel zu viele Buchhaltungsordner. Das Gesetz schreibt aber vor, dass ich diese Ordner 10 Jahre lang aufbewahren muss, sodass meine Ordner jährlich mehr werden. Glücklicherweise hatte ich vor ein paar Wochen entdeckt, dass es möglich ist, Buchhaltungsordner digital archivieren zu lassen. Im Moment sind viele Ordner bei einem Dienstleister, der das scannen und archivieren für mich übernimmt.

Jetzt ist mein Büro viel freundlicher und aufgeräumter und ich bin wieder gerne an meinem Schreibtisch und kann mich auf meine Arbeit besser konzentrieren.

Neben den Büchern habe ich auch meine digitales Archiv aufgeräumt. Viele Bilder gelöscht und mich von vielen digitalen Accounts wie Facebook abgemeldet.

2016-06-01 19.08.10

4. Kreativität

In der eigenen Kreativität kann es schnell passieren, das man einrostet und immer das selbe macht. Ob es Motivideen, Textideen oder Schulungsthemen sind, schnell ist man eingefahren. Ich selber habe das Gefühl und den Wunsch, dass ich Neues dazu lernen, das ich neue Dinge ausprobieren möchte. Das ist aber aus fotografischer Sicht gar nicht so einfach für mich, sodass ich mich entschlossen habe, einen kreativen Kurs in der Malerei zu besuchen. So war ich nicht mit Fotografen zusammen und habe völlig neue Ideen und Ansichten wie ein Schwamm aufgesogen. Thematisch fremd zu gehen und sich von anderen Künsten inspirieren zu lassen, kann unglaublich viel Schwung in das eigene Business bringen.

Ich lese unglaublich gerne. Meistens Belletristik. In den letzten Wochen habe ich aber ganz andere Literatur gelesen. Philosophische, gesellschaftliche Themen. Wunderbare Bücher, die mich sehr inspiriert haben.

Druck rausnehmen - eine kleine Auszeit für mich

5. Druck rausnehmen und entspannen

Den wichtigsten Punkt habe ich an die letzte Stelle gestellt, denn damit möchte ich die Blogparade zum Thema “Wie bringe ich frischen Wind in mein Business” beenden. Am Anfang meiner Selbstständigkeit habe ich sehr unter Druck gestanden. Wirklich viel und immer gearbeitet und wenn ich mal nicht gearbeitet habe, ein schlechtes Gewissen gehabt. Hinzu kommt, dass ich gerne Abends und Nachts arbeite und weniger Vormittags (jetzt schreibe ich Sonntagabend an diesem Artikel, Montagsvormittags würde das nicht funktionieren). Schon in meiner Familie hieß es immer “Abends werden die Faulen fleißig” und ich brauchte lange, zu meinen Arbeitszeiten zu stehen und bin heute glücklich darüber, dass ich nicht mehr nach Arbeitszeiten anderer richten muss. Aber das war ein langer Weg und der Druck groß. Heute nehme ich mir Auszeiten, lese unter der Woche ein Buch, vor allem wenn ich das ganze Wochenende gearbeitet habe. Wenn keine Aufträge reinkommen, bleibe ich ganz optimistisch, das es weiter geht. Und die Erfahrung zeigt, das es auch immer so ist. Wenn ein Auftrag nicht klappt, dann kommt ein anderer. Gezielt nehme ich mir kleine Auszeiten. Oder beschäftige mich mit anderen Dingen. Da ich mich von vielen Social Media Accounts getrennt habe, habe ich wieder mehr Zeit, mich um andere Themen zu kümmern. Der Druck ist raus, irgendjemand gefallen zu müssen.  Das hat viel Schwung in mein Business gebracht. Dazu gehört auch viel Mut und eine positive Einstellung. Etwas was ich jeden Tag neu üben muss….

Kategorie Aktuelles, Business

„Fotografie aus Leidenschaft“, das ist das Motto der 1976 in Halberstadt geborenen künstlerischen Fotografin und Buchautorin Jana Mänz. Als Natur- und Landschaftsfotografin zeigt sie uns die Welt auf ungesehene Weise. Die Abbildung der Wirklichkeit lässt sie dabei gerne hinter sich, um mit ganz eigener Handschrift Bilder zu schaffen, die im Gedächtnis bleiben. Gerne gibt Jana Mänz ihr Wissen weiter: Sie unterrichtet Fotografie und Bildbearbeitung. www.janamaenz.photography

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