Monat: August 2017

Wie ich im Frühjahr zur Sturmjägerin wurde

Eindrucksvolle Gewitter- und Unwetterfront über Sachsen in Deutschland

Heftige Sturmfronten und Gewitter sieht man meistens eigentlich nur im Fernsehen. Im Frühjahr hatte ich auf dem Weg nach Hause das Glück, mitten in eine aufziehende Sturmfront hinein zu fahren. Wie immer in diesen Momenten muss ich einfach anhalten und Fotos machen – auch wenn die Familie im Hintergrund Zeter und Mordio schreit. Einfach nur weiterfahren, dass wäre ein Frevel gewesen.

Eindrucksvolle Gewitter- und Unwetterfront über Sachsen in Deutschland

Besonders spannend waren für mich nicht nur die Wolkenformationen am Himmel sondern auch das durchbrechende Licht. Das hat der Landschaft etwas magisches gegeben. Die aufsteigenden Nebel stammten dabei aber nicht von der Sturmfront, sondern von den vielen Osterfeuern, die an diesem Samstagabend entzündet wurden.

Eindrucksvolle Gewitter- und Unwetterfront über Sachsen in Deutschland

Wie fotografiert man Sturmlandschaften mit Sonneneffekten?

Fotografiert habe ich die Landschaftsbilder mit einer weit geschlossenen Blende (f8-16) und meinem 50mm Objektiv. Ich wollte nicht nur eine hohe Tiefenschärfe erreichen, sondern auch die durchbrechenden Sonnenstrahlen als Sternchen fotografieren. Dadurch wurden die Bilder gleichzeitig sehr dunkel und mystisch, was zur Stimmung des Moments sehr gut passte. Um diesen Effekt zu betonen, habe ich noch eine ganze Blende unterbelichtet.

Wenn du ebenfalls mit einer weit geschlossenen Blende arbeiten willst, dann achte auf die Belichtungszeit. Ist sie zu lang, können die Bilder verwackeln. Das kannst du entweder mit einem Stativ oder einer höheren ISO verhindern.

Als ungefähre Faustregel gilt: Verschlußzeiten unter 1/80Sek sind kaum verwacklungsfrei zu halten. Besser ist eine kürzere Belichtungszeit.

Eindrucksvolle Gewitter- und Unwetterfront über Sachsen in Deutschland

Zwischen den einzelnen Motiven bin ich auf Landstrassen und der A14 entlang der Sturmfront gefahren. Sie zog sich vor mir her, sodass ich das Geschehen am Himmel aus der Ferne beobachten konnte. Das Licht änderte sich minütlich. Ein grandioses Naturschauspiel, was ich nicht oft in dieser Dramatik zu sehen bekomme…

Eindrucksvolle Gewitter- und Unwetterfront über Sachsen in Deutschland

Wenn du mit mir einen Workshop zur Natur- und Landschaftsfotografie machen möchtest, dann kannst du mich ganz persönlich buchen! Ich freue mich auf dich…

2-tägiger Workshop: Sinnliche, kreative Landschafts- und Naturfotografie

Vom Wandern über dem Nebelmeer und vom Glück des Alleinseins

Landschaftsfotografie, Naturfotografie im Elbsandsteingebirge, Nationalpark Sächsische Schweiz

Vor einigen Jahren, als ich mich noch nicht so intensiv mit der Fotografie beschäftigte, war mir nicht bewusst, wie kurz oft der Moment ist, um ein besonderes Foto aufzunehmen. In meiner Vorstellung war das sogar recht einfach, vor allem wenn die Wettervorhersage stimmte und die Sonne schien. Wie trügerisch dieser Gedanke war, merkte ich erst, als ich mich ganz intensiv mit der Landschaftsfotografie auseinander setzte.

Spätestens als ich das fünfte Mal in Folge morgens um 3 Uhr losfuhr, um pünktlich zur blauen Stunde auf der Bastei zu stehen und um einmal den Sonnenaufgang fotografisch festzuhalten, der mir vorschwebte. Doch so einfach ist das nicht, vor allem wenn man nicht mal eben um die Ecke wohnt und man spontan losfahren kann.
So braucht es eine große Portion Glück mit seiner Kamera zur richtigen Zeit am richtigen Ort zu sein. Manchmal gelingt es nie und manchmal erlebt man dieses Glück ganz unverhofft.

Letztes Wochenende wurde ich vom Tourismusverband Sächsische Schweiz zu einem Fotografentreffen nach Bad Schandau eingeladen. Da die Sächsische Schweiz nicht mal eben um die Ecke liegt, bin ich das ganze Wochenende dort geblieben. Ich wollte mit meiner Familie ein bisschen wandern und ausspannen.

Da der August nicht unbedingt zu meinen fotografischen Lieblingsmonaten gehört (das Grün der Bäume und Wälder ist jetzt viel zu dunkel und schmutzig), hatte ich auch keine besonderen fotografischen Ambitionen. Ich mietete mich spontan mithilfe des Buchungsservices der Sächsischen Schweiz zwischen Bad Schandau und Rathen ein (eine große Auswahl gab es nicht, da fast alles belegt war) und da ich im Dunkeln nach meinem Termin anreiste, war ich mir der umliegenden Landschaft nicht wirklich bewusst.
Landschaftsfotografie, Naturfotografie im Elbsandsteingebirge, Nationalpark Sächsische Schweiz
Leider schlafe ich seit vielen Jahren an fremden Orten nicht besonders gut, sodass mich kurz nach Sonnenaufgang nichts mehr in den Federn hielt. Meine Hündin sah das genauso, sodass ich meine DSLR Nikon D750 mit dem leichten 50mm Objektiv schnappte und loszog. Die Unterkunft lag mitten in der Natur und als ich vor die Tür trat, sah ich wie der Nebel überall im Tag aufstieg und in der Morgensonne verdunstete.

Tage zuvor hatte es stark geregt und es war der erste Morgen, an dem die Sonne wieder schien. Wenige hundert Meter weiter sah ich den Felsen Gamrig zwischen den Nebelschwaden in der Landschaft leuchten. Er zog mich magisch an und ich spürte den Wunsch genau jetzt dort oben stehen zu wollen. Zu diesem Zeitpunkt wusste ich noch nicht, welcher Felsen dort vor mir lag und welche kunstgeschichtliche Bedeutung er hat.
Landschaftsfotografie, Naturfotografie im Elbsandsteingebirge, Nationalpark Sächsische Schweiz
Spontan zog ich los und tatsächlich führte ein schmaler Wanderweg hoch auf das 253 Meter hohe Plateau. Der Waldboden war nach dem langen Regen matschig und rutschig. Im Wald war es noch dunkel und die Bäume schüttelten die letzten Regentropfen von ihren Blättern.

Landschaftsfotografie, Naturfotografie im Elbsandsteingebirge, Nationalpark Sächsische Schweiz

Um mich Drumherum war es absolut still. Kein Mensch war zu sehen, aber auch kein Vogelgesang war zu hören. Nur das schmatzen meiner Schuhe im Matsch und das hecheln meines Hundes. Gemeinsam bestiegen wir den Gamrig.

Landschaftsfotografie, Naturfotografie im Elbsandsteingebirge, Nationalpark Sächsische Schweiz

Zwischendurch nahm ich meine Hündin auf den Arm, weil die Treppen schmal und steil wie Himmelsleitern nach oben führten. Kaum traten wir aus dem Wald heraus, umfingen uns wieder die warmen morgendlichen Sonnenstrahlen.
Landschaftsfotografie, Naturfotografie im Elbsandsteingebirge, Nationalpark Sächsische Schweiz
Überall glitzerten im Sonnenlicht die letzten Regentropfen, während im Tal der Nebel aufstieg. Eine Szenerie, die, wenn man sie nicht selber erlebt hat, kaum vorstellbar ist. So stand ich ganz alleine auf dem Gipfel des Gamrig und war überwältigt. Überwältigt, weil ich dieses Naturschauspiel ganz alleine und nur für mich bestaunen durfte. Weil ich nicht reden musste, kein Geräusch mich ablenkte und ich ganz still für mich alleine in der Landschaft versinken durfte.
Landschaftsfotografie, Naturfotografie im Elbsandsteingebirge, Nationalpark Sächsische Schweiz
Welch ein Privileg, denn die ausgetretenen Pfade hoch zum Gamrig zeugen davon, dass dieses Felsmassiv oft bestiegen wird und bei diesem Wetter hätte ich eine Vielzahl von Fotografen erwartet. Ich setzte mich auf einen Felsenvorsprung und genoss die warmen Sonnenstrahlen in meinem Gesicht.
Landschaftsfotografie, Naturfotografie im Elbsandsteingebirge, Nationalpark Sächsische Schweiz
In diesem Moment wusste ich noch nicht, dass mein Lieblingsmaler Caspar David Friedrich, den Gamrig als ein Motiv in seinem bekannten Bild „Der Wanderer über dem Nebelmeer“ verwendete, doch ich spürte, dass dieser Berg etwas Einzigartiges ist.

Das ich dieses Nebelmeer nun mit eigenen Augen sehen konnte, hat mich mit großer Freude erfüllt.
Ich kann die Faszination Friedrichs verstehen, diese Naturgewalt so gemalt zu haben. Zumal diese Nebel in dieser Art nicht täglich sind. Wäre ich nur 10 Minuten später gekommen, hätte ich nichts davon wahrnehmen können.
Landschaftsfotografie, Naturfotografie im Elbsandsteingebirge, Nationalpark Sächsische Schweiz
Denn das Glück der aufsteigenden Nebel in der Morgensonne hielt nur einen gefühlten Wimpernschlag an. Nach wenigen Minuten zogen schnell und ganz unbemerkt dunkle Wolken auf, die mich den ganzen Tag weiter begleiteten. Schlagartig verzogen sich die Verdunstungsnebel und alles wirkte wieder trüb und grau. Die blühende Heide hörte auf zu glitzern und es wurde Zeit für den Abstieg.
Landschaftsfotografie, Naturfotografie im Elbsandsteingebirge, Nationalpark Sächsische Schweiz
Mein Erlebnis ist ein paar Tage her, doch ich spüre nach wie vor den Zauber in mir. Ein Erlebnis was mich in seiner Einfachheit überwältigt hat. Ich freue mich darüber, dass ich meine Furcht überwunden habe, dort alleine hochzuklettern. Aber gerade weil ich dort alleine war, keine weiteren Menschen den Zauber des Augenblickes störten, bin ich dankbar für diesen wunderbaren Moment. Er ist so selten geworden und er hat mich über den Tag gerettet, als ich mit vielen anderen Menschen zum Prebisch-Tor gewandert bin. Doch das ist eine andere Geschichte.


Mit meinem Handy habe ich vor Ort ein Mini-Video gedreht. So schön wie die Nebelschwaden in der Morgensonne aufsteigen…

Außerirdisch schön: Bizarre Unterwasserwelt

Aquariumfotografie: Fantastische Unterwasserwelt im Aquarium

Aquariumfotografie ist meine heimliche Leidenschaft. Fische und andere Unterwasserbewohner haben eine magische Wirkung auf mich. Vielleicht liegt es daran, das ich selber im Sternzeichen der Fische geboren bin und selber gerne im See oder Meer schwimmen gehe. Nur mit dem Tauchen will es nicht so klappen und eine Unterwasserkamera kann ich auch nicht mein Eigen nennen.

Aquariumfotografie: Fantastische Unterwasserwelt im Aquarium

Fische zu fotografieren, hat etwas Meditatives, sehr beruhigendes. Man kann in deren Welt versinken und sich einfach an den Farben und Formen erfreuen.  Für mich ist dieses Thema der Fotografie ein wunderbarer Ausgleich zu meinem Beruf als Fotografin. Ich muss mit diesen Bildern kein Geld verdienen, ich muss keinen Kunden glücklich machen – ich mache sie einfach für mich.

Aquariumfotografie: Fantastische Unterwasserwelt im Aquarium

Daher ist die Aquariumfotografie eine tolle Alternative für mich. 2013 hatte ich schon einmal Fotoaquarianertipps veröffentlicht, die ich nach wie vor beherzige. In diesem Sommer habe ich es etwas anders gemacht.

Aquariumfotografie: Fantastische Unterwasserwelt im Aquarium

Ich habe die Blende und Belichtungszeit fest auf 1/125sek, f2.8, ISO 200 eingestellt. Fotografiert ohne Blitz und Stativ, aber mit sehr viel Ruhe und einer Fokussierung auf das Geschehen im Wasser.

Aquariumfotografie: Fantastische Unterwasserwelt im Aquarium

Im Display waren die Bilder zwar komplett unterbelichtet, teilweise fast schwarz (je nach Beleuchtung des Aquariums), aber ich wusste, das ich im RAW die Farben wieder herausholen kann. Mein Plan ist aufgegangen, der Autofokus hat meine Motive scharf gestellt.

Aquariumfotografie: Fantastische Unterwasserwelt im Aquarium

Schade das es an diesem Tag in den Aquarien des Zoos Leipzig sehr sehr voll war. Besonders angetan war ich von den neu angelegten Aquarien im Gondwanaland, die ich bisher noch nicht kannte. Wenn du noch nicht dort warst, kann ich  dir das Gondwanaland sehr empfehlen.

Beherzige dabei den Tipp: Gehe nicht gleich Morgens am Anfang dorthin, sondern drehe gegen den Uhrzeigersinn deine Runde durch den Zoo und besuche das Gondwanaland erst am Nachmittag. Dann wirst du dort fast alleine sein :-) Genieße die fahrt auf dem Boot und entdecke dann den Jungle…

Aquariumfotografie: Fantastische Unterwasserwelt im Aquarium

Ein Wintertag im Zauberwald – Workshop Sinnliche Naturfotografie

Fotospaziergang im Zauberwald am Hintersee Natur- und Landschaftsfotografie Workshop Inhalt: Natur- und Landschaftsfotografie ist keine Frage der teuersten Fotoausrüstung und einer aufwendigen Fernreise. Viel wichtiger ist das Sehen und Wahrnehmen eines ganz besonderen Motivs. Das kann direkt vor Ihrer Haustür liegen und noch so klein und unscheinbar sein. Mit ein wenig Kreativität und der Anwendung von Komposition, Licht und Blende machst du aus einem langweiligen Bild ein ganz besonderes Foto. Ich möchte dir meine Herangehensweise zur Naturfotografie gerne vermitteln. Dabei gehe ich ganz individuell auf deine fotografischen Vorkenntnisse ein und verrate bei einem gemeinsamen Fotospaziergang Übungen, kreative Bildgestaltung und persönliche Tipps. Dabei geht es nicht nur um die Kameratechnik, sondern auch um das Sehen, Wahrnehmen und die Inspiration, die Sie in der Natur in jeder Jahreszeit finden können. Ich werde dich nicht mit grauer Theorie langweilen, sondern vielmehr vor Ort auf deine Fragen eingehen. Individuell und persönlich. Komm mit mir auf einen Naturfotografie Spaziergang an einem der schönsten Orte im Berchtesgadener Land: Der Zauberwald am Hintersee (Ramsau), laden zu jeder Jahreszeit zu einem Naturfotografie-Workshop ein.

Kennst du mein Buch „Naturfotografie mal ganz anders“? Wenn ja, weißt du sicherlich, dass ich leidenschaftlich gerne im Winter an der Ostsee als auch in den Alpen unterwegs bin. Gegensätzlicher können die Landschaften nicht sein, aber genau das liebe ich. Die raue winterliche See als auch die klaren kalten Tage in den Bergen.
Beide Gegenden haben im Winter eines gemeinsam: Jenseits der touristischen Gebiete kann man stundenlang alleine in der Natur sein. Es ist traumhaft schön, im Berchtesgadener Land durch den Schnee zu wandern, Tierspuren zu entdecken und dann nach einem langen Fotospaziergang sich in einer Hüte am Kamin mit einem Glas Jagertee aufzuwärmen.
Möchtest du mit mir genau so einen Fotospaziergang erleben? Dafür habe ich einen der schönste Orte im Nationalpark Berchtesgadener Land auserkoren: Den Zauberwald am Hintersee (Ramsau).

In den letzten Weihnachtsferien war ich dort und habe bei frühlingshaften Temperaturen auf den Schnee gewartet, der sich erst zögerlich durch Schneeregen ankündigte. Dabei sind wunderschöne Naturbilder entstanden.

Denn egal ob wir am 27.12.2017 Schnee haben werden oder nicht, der Rundwanderweg durch den Zauberwald ist traumhaft schön. Ich möchte dich herzlich dazu einladen.

Eine gute Gelegenheit, sich nach Weihnachten zu bewegen, neue Menschen kennen zu lernen und sich gemeinsam über unsere Leidenschaft der Fotografie auszutauschen. Der Spaziergang startet um 10 Uhr am Parkplatz Hintersee und dauert ca 6 Stunden und wer mag, kehren wir gemeinsam auf einen Jagertee und einer Brotzeit anschließend ein.

Wenn du nicht dabei sein kannst, vielleicht magst du meinen Fotospaziergang als Gutschein zum Fest verschenken? Für alle die im Großraum München-Salzburg wohnen, ist der Parkplatz im Nationalpark innerhalb von ein bis zwei Stunden erreichbar.

Hier geht es zur Buchung

PS: Kinder sind herzlich willkommen und können bis zum 12. Lebensjahr kostenlos dabei sein!

Erinnerungen: Ein Sommertag am Meer

Middelhagen, Mönchgut, Ostsee, Rügen

Sommerferien 2017 ade. Wie unglücklich waren wir am letzten Wochenende, als wir von Rügen durch einen kilometerlangen Stau nach Hause fuhren und wussten, dass die Sommerferien schon wieder vorbei sind und mein Sommertag am Meer nur noch Erinnerungen auf Papier sind.

Ich möchte dir gerne von Rügen erzählen. Anfangs hatte ich ein wenig Bedenken, mitten in der Hochsaison auf die Insel zu fahren. Zuletzt war ich in den 1990er Jahren im Sommer auf Rügen gewesen und die letzten Jahre kannte ich die Insel nur im Winter. Nun, was das Verkehrschaos im Sommer auf der Insel betrifft, hat es meine Vorstellungen noch übertroffen. Es ist unglaublich, welche Staus sich bilden. Wer noch nie auf Rügen war: Es gibt verkehrstechnisch so gut wie keine Ausweichmöglichkeiten, sodass sich alles auf wenigen Strassen bewegt.

An unserem Anreisetag war ich schon nachmittags auf der Insel und ich wurde mit einer grandiosen malerischen Gewitterlandschaft begrüßt. Die ersten Bilder sind entstanden und wie schrieb ich bei Instagram „Caspar David Friedrich hätte es nicht schöner malen können“. Die Farben haben mich einfach überwältigt. Ich fühlte mich sofort heimisch.

Wettertechnisch ging es die eine Woche durcheinander zu. Von reinstem Badewetter bis hin zum kalten Regentag war alles dabei.

Instagram
So war ich zufrieden, als am Tag meiner Ausstellungseröffnung es nicht besonders schön war und viele Besucher im Naturerbezentrum waren. Auch diesen Ort kenne ich nur im Winter und ich war geflasht, was dort im Sommer los ist. Nach vielen Stunden hingen meine Bilder und ich habe mich sehr über meine Besucher gefreut und das wir so tolle Gespräche vor Ort hatten.

Ostsee, Rügen, Sommer, Strand

In den Tagen zwischen Ausstellungseröffnung und Workshoptag verbrachten wir unsere Zeit am Strand, auf Wanderungen im Mönchgut und ich besuchte im Nationalpark Jasmund Sabine und Thomas, die im September die Sommerakademie ausrichten. Es war toll die beiden persönlich zu treffen und zu schauen, wie es vor Ort aussieht.

Die beiden wohnen direkt in der Nachbarschaft zum Nationalpark und haben einen ganz zauberhaften Ort mitten in der Natur geschaffen. Jetzt freue ich mich umso mehr, dass ich im September die Fotografiegruppe anleiten darf, schon alleine bei den beiden im Garten gibt es Millionen Fotomotive. Es gibt noch einen freien Platz in einer wunderbaren künstlerischen Gemeinschaft.

Wenn du dir spontan Urlaub nehmen kannst, dann komm mit. Informationen zum Rahmenprogramm findest du unter www.sommerakademie-ruegen.de

Leider ging die Woche schneller vorbei als ich schauen konnte und schon war der Workshoptag am Freitag angebrochen. Wir haben uns vormittags am ältesten Gasthofs Rügen getroffen und von dort ging zu Fuß in das Naturschutzgebiet Mönchgut. Das liegt ganz im Südosten Rügens, etwas abseits des Touristenstroms und einzigartig in seiner Flora und Fauna.

Als wir das Naturschutzgebiet betraten, stoppte ich die Gruppe und sagte „Ab hier beginnt das Paradies“. Tage zuvor hatte ich es schon bewandert und wusste, was uns erwartete: Alice im Wunderland hätte es nicht schön gedeihen lassen. Meterhoch wächst die wilde Möhre und bildet einen mystischen Miniwald. Über all blüht es: Blumenwiesen in allen Farben. Und alleine der Ausblick auf die wunderbare Ostsee, wenn sie in ihren blauen, grünen und türkisen Farben leuchtet.

Aufgrund des starken Windes konnten wir keine Seeadler beobachten. Ebenso waren die vielen Blumen und Blüten aufgrund des Windes schwierig zu fotografieren, sodass aus der Not eine Tugend gemacht wurde und verwischte Blumenwiesen aufgenommen wurden.

* Super Gadget Tipp für grelles Licht *
Dank Mirko, der als echter Insulaner meinen Workshop begleitete, hatten wir bei dem grellen Licht einen Viewfinder dabei. Ich kannte bisher dieses wirklich sinnvolle Gadget nicht. Wie oft habe ich meine Kamera unter meine Jacke gehalten, um bei grellem Licht etwas auf dem Display sehen zu können. Mit der Sucherlupe ist das nun Geschichte :-)

Die vielen Wassersportler auf dem Bodden waren begeistert. Es war eine Freude den Kitesurfern bei ihren meterhohen Sprüngen zuzuschauen und zum ersten Mal in meinem Leben dachte ich, dass ich das auch unbedingt mal machen möchte, so hoch über den Meer zu fliegen.
Nach der Wanderung im Mönchgut gab es die Gelegenheit für ein frisch gefangenes Fischbrötchen und einem richtig guten Kaffee und selbstgemachten Kuchen.

Middelhagen, Mönchgut, Ostsee, Rügen, Workshop

In der zweiten Hälfte des Workshops fuhren wir eine kurze Strecke nach „Klein Zicker“, das am südöstlichsten Ende Rügens liegt. Während der Vormittag sonnig und windig war (inkl. Sonnenbrand), zogen am späten Nachmittag Regenwolken auf, die sich mit Sonne und Wolken minütlich abwechselten. Eine grandiose Ostseekulisse erwartete uns bei diesen Lichtverhältnissen, sodass die Landschaftsfotografie nun richtig zum Einsatz kam. Wellengang, Gischt, Gegenlicht, dunkle Wolken – die Ostsee machte uns fotografisch glücklich.

Rot

Ich habe mich seit langem mal wieder glücklich und entspannt gefühlt, weil nicht nur das Wetter und die Landschaft meine Vorstellungen für den Workshoptag übertroffen waren, sondern auch weil ich so nette Workshopteilnehmer dabei hatte und wir viel Spaß zusammen hatten. Leider ging der Tag viel zu schnell vorbei und seitdem hat mich auch der Alltag wieder.

Geblieben sind viele, viele Fotos, die ich sichten und aussortieren muss. Um sehr mehr freue ich mich auf die Sommerakademie im September. Mein Programm für die 10 Tage steht und ich habe neue Fotoorte mit aufgenommen. Auch ich stelle immer wieder fest, dass ich nicht alles auf Rügen kenne und das immer wieder eine Überraschung auf mich wartet.

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