Kategorie: Business

Junge Unternehmerinnen im Portrait

Vor einiger Zeit habe ich mein Fotografie-Buch zur Produktfotografie veröffentlicht. Im Rahmen des Buchprojektes habe ich junge Unternehmerinnen aufgesucht, die in Handarbeit Produkte herstellen und im überwiegenden Fall im Internet – zum Beispiel bei Etsy oder Dawanda – verkaufen. Für mich war es spannend, diese Künstler, Handwerker und Freiberufler in ihrem Atelier, Büro, Werkstatt oder Ladengeschäft zu besuchen.

Dabei sind die unterschiedlichsten Portraits entstanden. Viel Wert habe ich auf natürliches Licht gelegt. Was die Porträtierten herstellen und wie man die Produkte perfekt in Szene setzt, kannst du in meinem Buch “Produktfotografie: Bilder die verkaufen ” nachlesen.

Du möchtest ein aussagekräftiges Portrait von dir in der Arbeitsumgebung haben? Ich komme gerne bei dir vorbei. Ebenso fotografiere ich für dich deine Produkte oder mache Making-Offs-Fotos von deiner Arbeit.

Last but not least kannst du einen Fotokurs zur Produkt- und Schmuckfotografie bei mir buchen. Ich unterrichte dich, sodass du deine Produkte kreativ und individuell fotografieren kannst.

Eine Dankeschön geht an Melanie Werth, Myriam Kemper, Andrea Fischer, Melanie Redlich, Ann Schilling und Erika Antrilli.

Blogparade: Frischer Wind für dein Business!

Vor ein paar Tagen habe ich eine sehr interessante Blogparade von Maria Husch im Internet entdeckt. Im Oktober bin ich schon fünf Jahre Freiberuflich tätig und das ist ein guter Moment darüber zu schreiben, wie ich frischen Wind in mein Business bringe. Leider ist die Blogparade schon abgelaufen und die Artikel der Teilnehmer veröffentlicht, aber das macht ja nichts, weil es ein Thema ist, das immer relevant ist, vor allem wenn man Selbstständig ist.

Wie man sich denken kann, ist das mit dem frischen Wind nicht immer so einfach. Vor allem wenn man sich Workflows über die Jahre erarbeitet hat, die gut funktionieren. Nicht umsonst heißt es so schön “Never change a running system“.  Trotzdem brauche ich immer wieder Veränderungen und wenn ich auf das erste Halbjahr von 2016 zurück schaue, sehe ich, das ich ganz schön viel geschafft habe.

1. Äußerliche Veränderungen

Ich bin nicht sonderlich an Mode interessiert. Meine Kleidung muss zweckmäßig, bequem, pflegeleicht und meistens sehr warm sein. Wenn ich Familienfotoshootings habe, muss ich einen Spagat schaffen zwischen dem Wunsch, mich mit meiner Kleidung für das beste Foto in Dreck werfen zu können und gleichzeitig ansprechend für den Anlass auszusehen. Daher habe ich Anfang des Jahres einen Modeberater gebucht, der mir bei dieser Frage sowie zum Stil, Farben usw sehr geholfen hat. Eine ganz ungewöhnliche Erfahrung für mich, einen Tag lang im Rampenlicht zu stehen und lauter Menschen um mich zu haben, die mich beraten, anziehen, begutachten, kritisieren. Ich bin aus dem Beratungsgespräch gegangen und wusste, was mir steht, was ich brauche und hat viel frischen Wind in meine Mode und Kleiderschrank gebracht. Und ich gehe viel selbstbewusster zum Kunden, weil ich weiß, das mir meine Kleidung steht und meinen Stil unterstreicht.

2. Frischer Wind in Buchhaltung und Finanzen

In den letzten Jahren habe ich meine Buchhaltung  ganz klassisch analog gemacht. Obwohl ich schon seit mehr als einem Jahrzehnt Onlinebanking mache, hatte ich nie an eine digitale Buchhaltung gedacht. Anfang des Jahres habe ich angefangen alles umzustellen. Seitdem habe ich eine aktuelle Buchhaltung und ist jetzt gar nicht mehr so schlimm wie früher, als ich alles analog zusammen suchen musste. Eine unglaubliche Befreiung, die sehr viel Schwung in mein Business gebracht hat.

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3. Aufräumen, umräumen, neu gestalten

Ich liebe es, meine Räume neu zu gestalten und Sachen aufzuräumen, zu sichten, wegzuwerfen oder zu verschenken. Im Frühjahr habe ich mein Büro komplett umgestaltet. Es ist soviel heller, übersichtlicher und offener geworden. Ich bin so unglaublich stolz darauf gewesen, umso mehr hat es mich geschockt, als ich eine Eigenbedarfskündigung für Wohnung und Atelier vor ein paar Wochen bekommen habe. Zusammen mit meinem Partner habe ich ein großartiges Einbauregal gebaut, das perfekt in mein Büro passt.  Das alte Regalsystem haben wir der Flüchtlingshilfe geschenkt. Derzeitig haben wir noch keine neue Wohnung gefunden, aber ich werde versuchen, etwas ähnliches im neuen Domizil zu integrieren. Beim Umbau habe ich viele Bücher ausgemistet und teilweise über Momox verkauft.

Leider hatte ich für mein neues Regel viel zu viele Buchhaltungsordner. Das Gesetz schreibt aber vor, dass ich diese Ordner 10 Jahre lang aufbewahren muss, sodass meine Ordner jährlich mehr werden. Glücklicherweise hatte ich vor ein paar Wochen entdeckt, dass es möglich ist, Buchhaltungsordner digital archivieren zu lassen. Im Moment sind viele Ordner bei einem Dienstleister, der das scannen und archivieren für mich übernimmt.

Jetzt ist mein Büro viel freundlicher und aufgeräumter und ich bin wieder gerne an meinem Schreibtisch und kann mich auf meine Arbeit besser konzentrieren.

Neben den Büchern habe ich auch meine digitales Archiv aufgeräumt. Viele Bilder gelöscht und mich von vielen digitalen Accounts wie Facebook abgemeldet.

2016-06-01 19.08.10

4. Kreativität

In der eigenen Kreativität kann es schnell passieren, das man einrostet und immer das selbe macht. Ob es Motivideen, Textideen oder Schulungsthemen sind, schnell ist man eingefahren. Ich selber habe das Gefühl und den Wunsch, dass ich Neues dazu lernen, das ich neue Dinge ausprobieren möchte. Das ist aber aus fotografischer Sicht gar nicht so einfach für mich, sodass ich mich entschlossen habe, einen kreativen Kurs in der Malerei zu besuchen. So war ich nicht mit Fotografen zusammen und habe völlig neue Ideen und Ansichten wie ein Schwamm aufgesogen. Thematisch fremd zu gehen und sich von anderen Künsten inspirieren zu lassen, kann unglaublich viel Schwung in das eigene Business bringen.

Ich lese unglaublich gerne. Meistens Belletristik. In den letzten Wochen habe ich aber ganz andere Literatur gelesen. Philosophische, gesellschaftliche Themen. Wunderbare Bücher, die mich sehr inspiriert haben.

Druck rausnehmen - eine kleine Auszeit für mich

5. Druck rausnehmen und entspannen

Den wichtigsten Punkt habe ich an die letzte Stelle gestellt, denn damit möchte ich die Blogparade zum Thema “Wie bringe ich frischen Wind in mein Business” beenden. Am Anfang meiner Selbstständigkeit habe ich sehr unter Druck gestanden. Wirklich viel und immer gearbeitet und wenn ich mal nicht gearbeitet habe, ein schlechtes Gewissen gehabt. Hinzu kommt, dass ich gerne Abends und Nachts arbeite und weniger Vormittags (jetzt schreibe ich Sonntagabend an diesem Artikel, Montagsvormittags würde das nicht funktionieren). Schon in meiner Familie hieß es immer “Abends werden die Faulen fleißig” und ich brauchte lange, zu meinen Arbeitszeiten zu stehen und bin heute glücklich darüber, dass ich nicht mehr nach Arbeitszeiten anderer richten muss. Aber das war ein langer Weg und der Druck groß. Heute nehme ich mir Auszeiten, lese unter der Woche ein Buch, vor allem wenn ich das ganze Wochenende gearbeitet habe. Wenn keine Aufträge reinkommen, bleibe ich ganz optimistisch, das es weiter geht. Und die Erfahrung zeigt, das es auch immer so ist. Wenn ein Auftrag nicht klappt, dann kommt ein anderer. Gezielt nehme ich mir kleine Auszeiten. Oder beschäftige mich mit anderen Dingen. Da ich mich von vielen Social Media Accounts getrennt habe, habe ich wieder mehr Zeit, mich um andere Themen zu kümmern. Der Druck ist raus, irgendjemand gefallen zu müssen.  Das hat viel Schwung in mein Business gebracht. Dazu gehört auch viel Mut und eine positive Einstellung. Etwas was ich jeden Tag neu üben muss….

Heute mache ich Buchhaltung…

Ich sage ja gerne, das ich Künstlerin bin. Das klingt so wie “ich bin Blond und kann das nicht” nur viel charmanter. Obwohl ich in vielen Dingen fit bin – WordPress, Photoshop oder Excel  – stehe ich mit allem, was mit meiner Buchhaltung, dem Steuerberater und Finanzamt zusammenhängt, auf Kriegsfuß. Ich werde das in diesem Leben nicht mehr verstehen und daher bin ich um jede Hilfe froh. Aus diesem Grund habe ich auch einen Steuerberater und mache es nicht selbst. Leider komme ich aber um meine Buchhaltung nicht drumherum, wer soll sie machen außer ich selbst?

Bis 2014 habe ich mich auch ganz old school mit vielen analogen Ordnern und Ablagen herumgequält und mich einmal im Jahr für eine Woche eingeschlossen und alles sortiert und für den Steuerberater abgeheftet. Das ging damals noch so, da ich freiberufliche Künstlerin keine Umsatzsteuer abführen musste. Doch seit diesem Jahr sind diese bequemen Zeiten leider vorbei und ich muss monatlich meine Umsatzsteuervoranmeldung machen. Ein Horror, der regelmäßig wieder kommt – wer selbstständig ist, weiß was ich meine :-)

Ein Vorteil hatte aber diese Umstellung: Ich musste mich nach 5 Jahren Selbstständigkeit noch einmal gründlich mit dem Thema auseinandersetzen und überlegen, wie ich einen für mich angenehmen und einfachen Workflow finden kann.

Kontoführung und Überweisungen mit Starmoney

Schon Anfang letzten Jahres 2014 hatte ich angefangen, meine Konten und Überweisungen über Starmoney zu verwalten. Das war schon einmal ein riesiger Fortschritt, da nun meine Kontodaten nicht, wie beim Onlinebanking direkt, nach drei Monaten gelöscht werden und ich nicht auf papierene Kontoauszüge zurückgreifen muss, wenn ich was suche. Und ich musste mich nicht mehr über einen Browser einwählen, sondern kann nun ganz bequem und ohne Zeitdruck mit mobilen Tans überweisen.

Erst diese Woche hatte ich ein Gespräch mit meinem GLS-Bankberater, weil mir ältere Daten aus 2014 fehlten.  Für eine Steuererklärung hätte ich sie digital gebraucht. So fragte ich mich, warum diese bei den Banken nicht langfristig gespeichert werden, wo doch sonst alles gespeichert wird in diesem Land und woanders… Eine erklärende Antwort habe ich nicht erhalten, außer das es nach wie vor nicht geht. Umso wichtiger, dass ich seit letztem Jahr eine digitale Speicherlösung für meine Kontoumsätze habe.

Geschäftskonto bei einer fairen Bank

Wichtig war für mich am Anfang meiner Selbstständigkeit, wo ich als Künstlerin mein Geschäftskonto haben möchte. Mir war eine faire Bank, die sich nicht wie meine vorherige an Lebensmittelspekulationen und anderen dubiosen Finanzgeschäften auf der Welt beteiligt, sehr wichtig, sodass ich mich für die GLS-Bank entschieden habe. Bisher habe ich die Entscheidung nicht bereut, zu einer Bank gegangen zu sein, die leider keine Filiale bei mir vor Ort hat. Dafür waren die Mitarbeiter sehr behilflich, als es darum ging, in meinen Shop eine Bezahl-Lösung für Kreditkarte und Bankeinzug (Sepa) einzubinden und direkt mit dem Bankdienstleister Paymill eine Lösung auszuhandeln. Das Aushandeln hat zwar schlappe drei Monate gedauert, aber am Ende ging es, wenn auch Sepa leider nur für deutsche Kunden…

Einfache Buchhaltung für Künstler

Doch leider ist ein bequemes Onlinebanking mit Starmoney nur die halbe Miete. In Starmoney konnte ich  keine saubere Buchhaltung machen (bzw. so richtig kann ich mich mit der starren Software nicht anfreunden), sodass ich eine andere Lösung brauchte. So kam ich über eine Empfehlung zu Debitoor. Eine Buchhaltungssoftware, die extra für Kleinunternehmer, Selbstständige Künstler gedacht ist. Die Einarbeitung war nicht ganz einfach und mit vielen Hürden behaftet. Heute habe ich einen funktionierenden Workflow, den ich gerne meinen selbstständigen Kollegen und Lesern weitergeben möchte, weil er richtig effizient ist.

PS: Auch wenn das so klingt, nein ich werde nicht von Debitoor für meinen Artikel bezahlt. Ich schreibe diesen Artikel, weil es mich wirklich überzeugt hat und ich anderen Künstlern einen einfachen Buchführungsweg zeigen möchte.

Die Cloud-basierte Software kann nämlich nicht nur Rechnung schreiben, verwalten, mahnen usw. sondern ist gleichzeitig mit den Bankkonten, Kreditkarten und Paypal (über Figo) verbunden.  In der Software kann ich die bezahlte Bestellung mit der Rechnung versehen bzw. eingegangene Rechnungen, die ich bezahlt habe, verbuchen. Er verrechnet gleichzeitig Bankgebühren und Umsatzsteuer. Der Nachteil: Ich mache das alles online und der Upload von Dokumenten z.B. abfotografierte Rechnungen führt manchmal zur Serverproblemen. Auch kann ich leider nicht direkt aus der Software heraus, Rechnungen überweisen, sodass ich hier wieder Starmoney oder meine direkte Bank-App verwenden muss.

Hinweis: Die Einbindung von Paypal in Figo ist noch sehr kompliziert. Du brauchst dafür eine API Verbindung, die du bekommst, wenn du dein Paypal als Geschäftskonto einrichtest. Die Daten findest du unter “Mein Profil” (oben rechts) -> Profil & Einstellungen -> Verkäufer & Händler -> API Zugriff -> API Signatur anzeigen. Hier findest du deinen Benutzername, Passwort und Unterschrift. Alle drei sehr langen Codes musst du bei Figo eintragen, achte darauf, dass bei Figo das Passwort und die Unterschrift in der Reihenfolge vertauscht sind und es dann zu Fehlermeldungen kommt, die der Support nicht lösen kann :-)

WordPress-Kundenbestellungen und Buchführung

Das alleine ist schon richtig genial. Aber es kommt noch besser. Ich habe auf meiner Webseite einen kleinen Onlineshop, den ich mit Woocommerce und dem deutschen Zusatzplugin Marketpress aufgesetzt habe.

Die Frage war: Wie bekomme ich automatisch meine Online-Bestellungen nach Debitoor? Diese sehr wichtige Frage führte mich über Umwege und viele viele Stunden Arbeit und Ärgernissen  (Debitoor empfiehlt IEX, aber der Support ist sehr schlecht) zu einem kleinen Unternehmen nach Wiesbaden, mit einem sehr netten Support (auf meinen Hinweis hin, wird das Plugin weiterentwickelt :-) ).

Mit dem WordPress Plugin WooRechnung wird nicht nur eine Rechnung als PDF erstellt und automatisch an die Email des Kunden verschickt, sondern die ganze Transaktion zeitgleich nach Debitoor übertragen. Dort muss ich nur noch händisch die Rechnung mit der Bezahlung in einem der Konten (z.B. wenn der Kunde mit Paypal bezahlt) verknüpfen und fertig ist die Buchhaltung.
Meinen Steuerberater kann ich ganz unkompliziert einbinden und wenn ich Hilfe brauche, darf ich Kollegen und Partner zum bearbeiten anmelden. So darf mir mein Mann mit meiner Buchführung helfen, schlau nicht?

Die EU-Mehrwertsteuer für digitale Produkte

Mit diesem neuen Workflow musste ich auch noch mal Verbesserungen an meinem Shop vornehmen. Da ich mittlerweile auch international meine eBooks und Presets verkaufe, brauchte ich zusätzlich ein Plugin für die EU-Regelung zur Mehrwertsteuer. Das betrifft vor allem digitale Produkte wie meine E-Books. WooCommerce EU-Mehrwertsteuer schaltet sich nämlich bei Verkäufen von digitalen (herunterladbaren) Produkten ins EU-Ausland in den Bestellvorgang ein. Es berechnet die in den Endpreisen für Verbraucher enthaltene Mehrwertsteuer dynamisch neu, sobald eine Rechnungsadresse angegeben wird, und weist die enthaltene Mehrwertsteuer anschließend nach dem Steuersatz des Empfängerlandes aus. Aber auch hier musste ich manuell nacharbeiten.

Woocommerce liefert zwar fertige Steuersätze für digitale Produkte mit, aber nicht für Standardprodukte wie meine Schulungen. So musste ich tatsächlich die Steuersätze für die EU händisch eintragen, glücklicherweise gibt es Tabellen von der EU, wo man die MwSt der jeweiligen Länder nachlesen kann.

Seitdem möchte ich in Luxemburg mit 17% MwSt wohnen, zumal eine Flasche Wein hier nur mit 13% MwSt besteuert wird.  Ungarn hat stattdessen mit 27% MwSt den Spitzensteuersatz und ist zusammen mit einem gewissen Victor Orban nicht besonders attraktiv für Europa.

Auch wenn ich wieder dazu gelernt habe, finde ich es nicht kundenfreundlich, dass die Steuersätze manuell eingetragen werden müssen. Denn das darf ich nicht vergessen, natürlich ist das ganze nicht kostenlos und da sollte der Service stimmen.

Was kostet der Spaß?

  • Debitoor 12,- € im Monat
  • WooRechnung 5,- € im Monat
  • Plugin Woocommerce EU-Mwst ca 6,- € im Monat
  • Plugin Woocommerce ca 8,- € im Monat
  • Plugin Landingpages ca 7,- € im Monat
  • Mailchimp Newsletter ca 15,- € im Monat

Das sind ca 50 Eur Kosten im Monat zum reinen technischen Unterhalt der WordPress-Webseite und der angeschlossenen Buchhaltung und Kundenkommunikation (ohne Kosten Provider, Internetanschuß, Steuerberater etc.). Ein Betrag, den ich gerne zahle, wenn es mir viel viel Arbeit abnimmt und für meine Kunden und Leser vorteilhaft ist.

Ganz funkelnagelneu ist mein Chat-Support von Livezilla. Seit ein paar Tagen ist dieser unten rechts auf meiner Webseite online. Die Frage die sich für mich stellt ist, ob er von meinen Lesern zukünftig angenommen wird.  Ich bin gespannt, was die Zeit bringen wird…

Fazit

Dieser Artikel ist ganz schön lang geworden. Wenn du jetzt bis zum Ende gelesen hast, Glückwunsch. Wenn du nicht alles verstanden hast, dann ist das normal. Diese Erfahrungen habe ich die letzten 3 Jahre gesammelt. Ich musste mir den Workflow Schritt für Schritt aufbauen. Hätte ich alle Funktionen, Dienstleister und Abläufe innerhalb eines Jahres machen müssen, wäre ich grandios gescheitert. Manche Monate, z.B. die Geschichte mit meiner Hausbank und Paymill, haben mich schier zur Verzweiflung gebracht, weil nichts ging und mir auch die Hände gebunden waren. Hier brauchte ich viel Geduld und Spucke und eine große Portion Beharrlichkeit. Mal eben so einen Webshop und eine funktionierende digitale Buchhaltung aufbauen ist kein Zuckerschlecken. Ich musste sehr viel telefonieren, um Abläufe zu verstehen und Hilfe konkret anzufragen. Wäre ich technisch mit WordPress und Co nicht so sehr versiert, hätte mich die technische Realisierung viele Euro gekostet. So hat mich die Realisierung nur viel Zeit gekostet.

Wenn du von meinen Erfahrungen profitieren möchtest, dann ruf mich einfach an. Ich helfe gerne mit meinen persönlichen Schulungen weiter…

Die Mär vom heilsversprechenden Facebookmarketing

Auf meinen letzten Beitrag zum Thema Facebook habe ich natürlich auch emails erhalten, in der mir geschrieben wurde, das ich das doch mit Facebook nicht machen könnte. Das ich nur dort viel Traffic erreichen könnte. Parallel dazu habe ich erst die Tage einen supertollen Artikel darüber gelesen, warum Facebook das Marketingtool schlecht hin ist, warum man damit machen muss, um Erfolgreich als Selbstständige/r zu werden.
Ich musste ein wenig schmunzeln darüber und es juckte mich wirklich in den Fingern zu Fragen: Wie viele Kunden und welcher Umsatz über Facebook tatsächlich erreicht wurde. Nackte Zahlen auf den Tisch! Was Erfolg überhaupt ist und wie man den definiert. Die Autorin des Artikel verkauft “Erfolgreich” mit zwei neuen Kundenanfragen. Ja, wenn das Erfolgreich ist….

Aber da man ja sowieso keine reale Antwort erhält und lieber das nachplappert, was schon tausend andere zum Thema Social-Media-Marketing geschrieben haben, ist es müßig.
Meine 10-jährige praktische Erfahrung mit Facebook zeigt eine andere Bilanz und ich möchte erklären, warum man geschäftlich nicht alleine auf Facebook setzen sollte bzw. für sich klären muss, wie viel Marketingbudget man für Facebook ausgeben möchte und was man sich von diesen Fans real erwartet. Denn Facebook ist nicht kostenlos, wie viele denken.

Zwölf gute Gründe, warum Facebook kein erfolgversprechendes Marketingtool ist

  1. “Content ist King” aber wo auf Facebook? Facebook wird inhaltlich nicht von den Suchmaschinen indiziert und Inhalte können nicht wiedergefunden werden.
  2. Die interne Facebook-Suche sucht nicht nach Inhalten, sodass Inhalte auch nicht gefunden werden.
  3. Facebook begrenzt seine Reichweite, sodass Posts nur von ganz wenigen Followern gelesen werden können.
  4. Facebook-Pages sind nicht mehr von außen ohne Login einsehbar, sodass interessierte Kunden gezwungen werden sich einen Account anzuschaffen.
  5. Inhalte sind nach wenigen Stunden aus der Timeline verschwunden und werden so von den Lesern nicht mehr wahrgenommen.
  6. Die Reichweite von Hashtags ist sehr eingeschränkt. Klickt man einen Hashtag an, werden nur 10 oder weniger Inhalte eingeblendet. Ältere Artikel sind verschwunden.
  7. Leser mögen keine Werbung und Werbeposts werden ganz selten geliked oder geteilt.
  8. User sind privat auf Facebook und haben verständlicherweise wenig Interesse daran, andere beruflich zu unterstützen oder etwas zu kaufen. Gutscheine und Rabatte werden gerne genommen, aber ein Produkt kaufen?
  9. Inhalte mit einem Link ins Internet werden in ihrer Reichweite so sehr beschnitten, dass Leser diese nicht sehen können (Eigene Test haben dies belegt)
  10. Die Inhalte der Timeline werden nicht mehr nach Veröffentlichungsdatum angezeigt, sondern wie wichtig/relevant Facebook sie empfindet.
  11. Facebook fordert nach jedem Post auf, Werbung zu schalten, wenn man möchte, das der Artikel von allen Followern gelesen werden soll.
  12. Als Seitenbetreiber sehe ich nicht mehr in seiner Vollständigkeit, wer meine Seite liked und Posts teilt. Ich sehe nur die Anzahl, aber nicht wer, sodass ich mich bei einem geteilten Post auch nicht bedanken kann.

Faktor Content

Es gibt sicherlich noch mehr Gründe, warum Facebook kein besonders gutes Marketingtool ist. Aber für mich war das Stichwort “Content” ein ganz wichtiger Grund, Facebook nicht weiter zu betreiben. Mein Content geht nach wenigen Stunden bei Facebook unwiderruflich verloren. Er wird von den Suchmaschinen nicht indiziert. Jede Zeit und jeder Inhalt, den ich in Facebook investiere, unterliegt einer minütlichen Halbwertzeit. Durch die Reichweitenbeschränkung wird mein Inhalt vielen Lesern nicht angezeigt.
Zudem kommt die veränderte Wahrnehmung. Auf einer Webseite ist ein Artikel auch noch nach Monaten oder Jahren relevant, wenn ich mich als Leser für den Inhalt interessiere. Auf Facebook gilt ein Artikel von gestern in meiner Timeline schon nicht mehr als wichtig. Es gibt sich kaum jemand die Mühe, die Timeline zu scrollen – da sich noch weniger Menschen überhaupt die Mühe machen, die Facebook-Fanpage direkt zu besuchen. Es wird nur aus der eigenen Timeline heraus agiert und alles was ich dort aufgrund des Filtermechanismus von Facebook nicht sehe, kann auch nicht kommentiert oder geteilt werden.
Daher ist ein gut geführter Blog bzw. eine Webseite mit aktuellen Inhalten die bessere Marketingstrategie. Alle Inhalte stehen Jahre zur Verfügung, sie werden von den Suchmaschinen indiziert und auf der Webseite kann man selber suchen und filtern. Ich kann konkret auf eine verbesserte Suchmaschinenoptimierung Einfluss nehmen. Alle Inhalte sind Barrierefrei zugänglich und ich muss mich nicht – insofern der Webseitenbetreiber keinen Schutz eingebaut hat, anmelden. Ich bin nicht mehr abhängig von Uhrzeiten, wann auf Facebook besonders viel los ist, um mehr Leser zu erreichen.

Faktor Zeit

Ein ganz wichtiger Aspekt, den viele Vergessen, ist der Faktor Zeit. Ich habe mit Menschen gesprochen, die tausende von Followern haben. Ich fragte mich natürlich wie sie das geschafft haben. Das Geheimnis ist Zeit, viel Zeit. Bekannte Facebookstars verbringen täglich mindestens 8 Stunden und mehr in Facebook und anderen Social-Media-Plattformen. Diese Zeit war ich nicht gewillt zu investieren. Ich möchte lieber Zeit in meine Fotografie und Weiterbildungen als auch in meine Familie investieren und nicht die ganze Zeit und überall abhängig vor meinem Smartphone und Tablet sitzen.

Ein weiterer Zeitkiller ist, das Facebook ständig seine Funktionen verändert. Was heute noch ging, ist morgen auf einmal verschwunden und dafür gibt es eine neue Funktion, die aber kein User versteht. So habe ich mich unlängst als Facebookseitenbetreiberin sehr unter Druck gefühlt, als der Button „Very responsive Badge”, auf deutsch „Hohe Reaktionszeit bei Nachrichten“ eingeführt wurde. Dieser Button wird als Belohnung angezeigt, wenn der Administrator einer Seite bei über 90% der Kommentare innerhalb von 5 Minuten antwortet. Dieser Button kam und ging bei mir, je nachdem wie viel Zeit ich hatte, zu antworten. Aber was hat es mir für einen Nutzen für mein Business gebracht? Nichts. Die Anfragen die ich bekam, hatten meistens nichts mit einem Auftrag zu tun und waren eher privater natur. Geschäftliche Anfragen hätte ich per E-Mail oder Telefon auch viel schneller und persönlicher beantworten können.

Faktor Nachhaltigkeit

Oft wird Facebook als DIE Kommunikationsplattform mit seinen Kunden gepriesen. Doch die Frage ist, worüber möchten sich Kunden dort mit mir austauschen? Was kann ich auf Facebook anders und besser, als auf meiner Webseite? Ich hatte für mich festgestellt, dass ich dort nichts anders oder besser kann. Denn was ist Facebook überhaupt? Eine Plattform auf der viele Zerstreuung und Unterhaltung suchen. Nicht umsonst boomen Katzenvideos und Esotheriksprüche. Informationen werden dort weniger gesucht. Wie kann ich als Selbstständiger dort für Unterhaltung sorgen? Wie kann ich Spaß und Freude auf leichte Kost vermitteln? Ist ein verrücktes Video über mich für meine Arbeit zielführend? Vielleicht ist es amüsant und wird von vielen angeklickt, aber verkaufe ich mich deswegen besser? Wie nachhaltig ist ein Gewinnspiel, eine Verlosung? Gewinnspiele sind oft an Bedingen geknüpft: „Like und teile diesen Post, kommentiere… erst dann wanderst du in den Lostopf“. Nach der Gewinnermittlung entfolgen die meisten User der Seite wieder und löschen den geteilten Post. Der User, der den Preis gewonnen hat, bedankt sich meistens nicht einmal öffentlich für den Gewinn oder schreibt über das Produkt. Was habe ich mit der Marketingaktion erreicht, außer das sie viel Geld und Zeit gekostet hat und der Lohn, nämlich eine gute Empfehlung, ausgeblieben ist? Gewinnspiele sind nicht nachhaltig, was aber für viele Selbstständige wichtig ist.

Faktor Kunde

Drehe ich meinen Blickwinkel und schaue ich als Kundin auf Facebook, habe ich einen anderen Aspekt im Kopf. Es gab schon mal ein, zwei Momente, in denen ich mich über ein Produkt/Dienstleistung großer Firmen geärgert habe. Über die Hotline konnte ich mein Problem nicht klären und auf E-Mails habe ich keine Antwort erhalten. So habe ich als Kundin mein Problem auf der Firmen-Facebookpage direkt gepostet. In allen Anliegen die ich bisher hatte, habe ich daraufhin eine zufriedenstellende Reaktion und Lösung erfahren. Aber nur, weil ich das Problem dort öffentlich und für alle einsehbar gepostet habe. Es ist an sich ein Armutszeugnis für alle Firmen, die erst eine Facebookpage brauchen, um einen Kunden glücklich zu machen.

Ändern wir den Blickwinkel auf unser eigenes Verhalten. Wir sind ja nicht nur Selbstständig und möchten unsere Produkte besser verkaufen, wir sind auch privat auf Facebook unterwegs. Wie verhalten wir uns privat dort? Wie viele Produkte und Dienstleistungen kommentieren und teilen wir? Wenn ich mein Verhalten analysiere, gehöre ich auch nicht zu den Menschen, die bei Facebook posten, wenn ich ein Produkt toll finde. Ich like auch keine bezahlte Werbung.
Letztens hatte ich eine Freundin zu Besuch. Wir haben beide Hunde. Ich erzählte von einer neuen Form der Floh- und Zeckenbekämpfung bei meinem Hund. Wir hatten ähnlich schlechte Erfahrung mit anderen Anti-Zecken-Produkten. Ich erklärte ihr, was ich gefunden habe und das es nach einem Jahr wirklich gut funktioniert. Hätte ich diese Erfahrung bei Facebook gepostet? Eher weniger, warum auch? Ein Großteil meiner Freunde auf Facebook hat keinen Hund. Ich würde stattdessen das Produkt, sofern ich es bei einem Händler wie Amazon gekauft habe, eher dort bewerten, weil ich weiß, dass andere Produktbewertungen mir schon oft geholfen haben. Wieder ein Argument, was ich entkräften kann. Viele Marketing-Spezialisten beziehen sich auf das Empfehlungsmarketing bei Facebook. Die User, die das betreiben bekommen das Produkt entweder geschenkt oder werden dafür bezahlt. Aber welcher Nutzer postet von sich aus regelmäßig, wenn er etwas besonders gut findet? Das wird eher mit Freunden bei einem gemeinsamen Treffen diskutiert. Und wie glaubwürdig ist bezahltes Empfehlungsmarketing?

Warum schreibe ich diesen Artikel?

Mir ist es wichtig, dass man einmal selber darüber nachdenkt, was man wirklich braucht – für sich persönlich und seinen geschäftlichen Bereich. Und wie man sich selber verhält und seine Erwartungen an andere überprüft.

Es gibt unglaublich viele Menschen, die damit ihr Geld verdienen, zu behaupten, man müsse das heutzutage alles mitmachen. Nein, das muss man nicht. Im Gegenteil, oft ist die Zeit, Energie und Kreativität an anderen Orten viel besser aufgehoben und wirken sich erfüllend aus.
Ich würde mir wünschen, wenn es differenziertere Artikel zum Thema “In 7 Schritten erfolgreich als Selbstständiger mit Social-Media” geben würde. Artikel, die nicht einfach nachplappern sondern ganz individuell auf das Thema eingehen. Ich sage nicht, das Facebook für alle nichts taugt aber auch nicht, das es Heilsbringend für alle ist.

Glaube nicht alles, was sogenannte Social-Media-Experten von sich geben, überprüfe und bilde dir eine eigene Meinung! Und noch wichtiger, mache es selber, probiere dich aus und überprüfe von Zeit zu Zeit deine Einstellungen. Lerne und bilde dich weiter! Gib nicht alles in so genannte Expertenhände. Nur so kannst du wirklich erfahren, was gut für dich und dein Geschäft ist. Alles andere sind Märchen!

Warum tue ich mir Facebook noch an?

Was bleibt, wenn wir morgen sterben und feststellen, dass wir zuviel Zeit in den sozialen Medien verbracht haben, anstatt sich ganz persönlich mit anderen Menschen auszutauschen, zu diskutieren und gemeinsam ein schönes Essen oder einen Ausflug gehabt zu haben?

Die Frage habe ich mir gestellt, als ich mich an einem Sonntagabend über einen Facebookpost einer unbekannten Dame geärgert hatte und auf dem ich auch noch schriftlich statt persönlich im Gespräch reagieren musste.
Dabei ist das heutige Leben so unruhig. Nicht nur die politischen und wirtschaftlichen Fragen unserer Zeit, die auch mich ganz persönlich betreffen sondern auch Schicksale im Freundeskreis, die zeigen wie zerbrechlich und fragil unser Lebensentwurf ist. Wie schnell sich alles ändern kann, ohne das man darauf viel Einfluss nehmen kann. Und so saß ich spät am Abend vor dem Fernseher und schaute mir eine Reportage über das heutige Rom an. Das Dolce Vita, der morgendliche Espresso, die heißen Alleenstraßen, die von Zypressen gesäumt werden, das Kolosseum, die kühlen Katakomben unter der Stadt und die belebten Straßen in der Nacht. Ich spürte förmlich die Mittelmeersonne auf meinem Gesicht und das Flair dieser Stadt und genoss die Fahrt auf der Vespa mit der Moderatorin so als wenn ich live dabei gewesen wäre. Dabei habe ich die ewige Stadt auf meinen Italienreisen nie besucht, da ich Verkehrslärm und viele Menschen gerne meide. Und gleichzeitig viel mir der Stress mit Facebook ein und ich dachte, warum tue ich mir das noch an? Für wen und warum? Was ist noch an Facebook sozial, war es das überhaupt einmal?

Natur- und Landschaftsfotografie Workshop

Als ich Facebook 2006 kennen lernte, gab es die Plattform noch nicht einmal in der deutschen Sprache. Mindestens weitere drei Jahre war ich dort meist mit Foto- und Blogfreunden verbunden, die ich nicht persönlich kannte, da mein Freundeskreis vor Ort von Facebook noch nie etwas gehört hatte. Damals fühlte ich mich wie eine Außerirdische und fand Facebook irgendwie cool, weil es sich so international anfühlte. 2010 gründete ich mit dem Namen meines damaligen privaten Blogs eine Fanpage und als ich auf meinem Blog die Frage an meine Leser stellte, wer dort Fan werden möchte, ging ein Aufschrei durch alle Kommentare. Trotz aller negativen Reaktionen hatte ich damals schnell 600 Leser, die aber statt zu kommentieren, wie ich das auf meinem Blog gewöhnt war, nur noch mal schnell ein Like hinterließen.

Mit der Eröffnung meiner Fotografie-Page sollte alles anders werden. Aber ich hatte die Rechnung ohne Facebook gemacht. Mit der künstlichen Verknappung von Reichweite und der Ausblendung wer meine Seite liked – und stattdessen täglicher Facebook E-Mails, ob ich nicht Werbung schalten möchte um meine Reichweite zu erhöhen, ging es nicht voran. Von all meinen Lesern kenne ich nur eine Handvoll, die regelmäßig liken und kommentieren. Egal bei welchem Thema. Nicht einmal mein Partner liked meine Posts und als ich ihn erbost ansprach, das er mich doch wenigsten medial unterstützen könnte, sagte zu mir „Ich like nie, egal welche Seite, das findet er dumm und überhaupt, wer weiß ob darüber nicht ein Mißbrauch stattfinden kann“. Von dieser Seite hatte ich das auch noch nicht betrachtet…

Natur- und Landschaftsfotografie Workshop

Natürlich hätte ich auch wie einige meiner Kollegen 10.000 Fans + Likes + Kommentare für ein paar Euro einkaufen können, doch das fühlte sich für mich und mein Business nicht richtig an. Auch wenn das mittlerweile fast alle machen, sah ich nicht den Nutzen. Keiner von diesen – teilweise in Asien computergenerierten Profilen – würde jemals bei mir einen Kurs buchen, ein E-Book kaufen oder sich einfach mal auf einen Kaffee mit mir treffen wollen.

Gleichzeitig erfuhr ich in persönlichen Gesprächen mit meinen Kunden, das die Mehrheit gar nicht bei Facebook ist und wenn doch, mit Facebook nicht allzu viel am Hut haben. Meine letzten Kurse sind größtenteils über diesen Newsletter, meinen Blog, mein Naturfotografiebuch oder über persönliche Empfehlungen zustande gekommen. Aber niemand kam über Facebook und Co. Das ist die berufliche Seite, aber die private sieht nicht besser aus.

Gerade die letzten Monate haben mich sehr geschockt. Ich musste Facebook wirklich meiden, weil ich die politischen Statements, in Verbindung mit Katzenvideos, Werbung, esoterischen Sinnsprüchen und am allerschlimmsten, die bösartigsten Streitereien um Flüchtlinge nicht mehr ausgehalten habe. Wie viele Menschen in den letzten Monaten bei Facebook ihr wahres Gesicht zeigen, wie menschen verachtend viele denken, wie hässlich die Gemeinschaft in allen politischen Lagern ist, ist unerträglich. Und wieder die Frage, was ist an den Social-Medien sozial? Nichts, die einen die mal eine gute Sache erfunden haben, sind heute nur noch auf immer mehr Gewinne aus und die anderen haben eine Plattform gefunden, in der sie sich ohne Achtung vor anderen ausleben können und dabei auch keine Angst vor Konsequenzen befürchten müssen.

Natur- und Landschaftsfotografie Workshop

Auf Facebook wird Krieg geführt! Krieg um Geld und Macht.

Schon vor einem Jahr habe ich darüber nachgedacht, Facebook abzumelden (hier findest du weitere 10 gute Gründe dafür). Doch überzeugten mich andere, dass es doch ein wichtiges Marketinginstrument sei und jeder Fotograf müsste dort vertreten sein.

Nach fast 10 Jahren habe ich mein Konto auf Eis gelegt. Ich möchte lieber reisen, als mich vor den Bildschirm zu setzen und ich möchte lieber die Menschen persönlich kennen lernen. Ich würde mich darüber freuen, wenn wir uns alle wieder persönlich zum Geburtstag gratulieren würden und Feste ohne Facebook-Veranstaltungstool spontan gefeiert werden. Und am allerwichtigsten – ich möchte mich keinen Wettkampf mehr um Likes stellen und mich über die Anzahl meiner Leser definieren. Meine Arbeit ist nicht schlechter, nur weil ich kein Facebook-Shootingstar bin.

Mein Blog und der dazugehörige Newsletter – das ist mein Medium. Seitdem ich im Herbst letzten Jahres die Themen meines Newsletters geändert habe, bekomme ich ganz viel Post. So viele persönliche Geschichten, die mir geschickt werden. Erzählungen bei denen ich Pipi in die Augen bekomme und meine Leser und Kunden auf einer ganz anderen Ebene kennen lernen darf. Ich kann mich nur für das Vertrauen bedanken und ich vermute mal, auf Facebook wird mich niemand vermissen, da es mich ja hier gibt. Viel persönlicher, authentischer und mit ganzem Herzen dabei.

Social-Media-Hype: Lohnt sich der Kauf von Followern für Fotografen?

Wunderst du dich manchmal  über Facebook-Fanpages oder andere Social-Media-Seiten, wenn diese über Nacht berühmt werden? Und du dich fragst, wie konnte das passieren? Wo doch offensichtlich keine Marketingaktionen gestartet wurden, die in der Timeline noch einsehbar sind, noch das die Seite mediale Aufmerksamkeit in anderen Portalen hatte.

Bis vor einiger Zeit war ich noch so naiv und habe mir den Kopf darüber zerbrochen wie das wohl gehen mag. Woher stammte nur diese plötzliche Aufmerksamkeit und ich fragte mich, wie bekomme ich dies wohl auch selber hin?  Ich las viele Artikel mit dem Thema “Wie bekomme ich mehr Fans” und probierte vieles aus. Aber der Erfolg stellte sich nicht wirklich ein.

Dann allerdings lass ich eines Tages einen Artikel darüber, wie einfach es doch ist, sich für jedes soziale Netzwerk, ganz gleich ob Twitter, Facebook, Instagram oder Pinterest, Follower, Likes und Kommentare zu kaufen. So ganz einfach per ebay oder über Onlineshops.

Wer aufmerksam unterwegs ist, der merkt schnell, ob es bei der Entwicklung eines Bekanntheitsgrades mit rechten Dingen zugehen kann oder nicht (wie du gekaufte Fans erkennst, das kannst du hier nachlesen). Eine Kollegin, die beispielsweise jahrelang nicht mehr als 300 Follower hatte, wurde über Nacht zum “Facebookstar” mit über 5.000 Followern, Likes und Kommentaren. Ein Blick in die seiteneigene Statistik, die für jeden Follower einsehbar ist, offenbarte den Kauf. Dabei wurde natürlich nicht bedacht, wie unglaubwürdig die ganze Angelegenheit damit gemacht wurde.

Die Frage, die sich nämlich stellt, ist, was wir Fotografen verkaufen möchten und wie wir unser Angebot bewerben können. Die einen setzen auf Fotoshootings, andere auf ihre Fotografien (digital oder gedruckt) andere wiederum auf Workshops, Tutorials und Bücher. Alles sind Produkte, die – sofern man nicht international aufgestellt ist und auf englisch kommuniziert – wohl kaum außerhalb des deutschsprachigen Raumes verkauft werden. Kaufe ich Follower auf der ganzen Welt ein, die nun meine Produkte mit “pretty” oder “amazing” kommentieren, muss ich mich fragen, was ich effektiv davon habe. Sie bringen mir keine echten Kunden und ich weiß morgens beim Blick in den Spiegel, das ich nicht einmal über die Lobeshymnen geschmeichelt sein darf.

Hinzu kommt die Problematik, das viele Menschen Facebook und andere Social-Media-Portale wie Instagram oder Pinterest ausschließlich zum privaten Vergnügen besuchen und wenig Interesse an Werbung haben. Schnell kann es passieren, das man wieder entfolgt wird, wenn man zuviel Werbung macht und für den Leser keinen Mehrwert bietet. Für mich als Fotografin war es immer eine Gradwanderung zwischen dem zeigen an Fotografien und Unterhaltung sowie dem Bewerben meiner Dienstleistung. Ersteres hatte oft viele Likes und Kommentare während letzteres kaum Aufmerksamkeit erwarb. Und wie sagte letztens eine Kundin zu mir, nachdem ich sie über ihre Facebookgewohnheiten befragte “Wenn ich einen Fotografen suche und brauche, like ich doch keine Facebookseite sondern gehe zu Google“….

Warum kauft man sich überhaupt Follower?

Wir leben in einer Welt, in der eine Vielzahl an Likes in der Öffentlichkeit definieren, wie erfolgreich man ist. Hat jemand viele Follower, so muss er natürlich zwangläufig ein “gutes Produkt” haben und so muss man ihm folgen.  Diese angenommene Gesetzmäßigkeit verleitet wiederum dazu, ebenfalls viele Likes besitzen zu müssen, um als Erfolgreich wahrgenommen zu werden.

Was denkst du, wenn du Seiten siehst, die viele Follower haben? Der erste Impuls wird bestimmt sein: “Boah ist der erfolgreich, das möchte ich mit meinem Produkt auch sein“.  Fast jeder von uns möchte erfolgreich und besser als die anderen sein. Sich diesem inneren und äußeren Drang entgegen zu stemmen, ist sehr schwer.

Natürlich gibt es auch Menschen, an denen der Social-Media-Hype gänzlich vorbei geht, die auch nicht auf Marketing angewiesen sind. Aber spätestens dann, wenn man freiberuflich Marketing für sein Produkt und Dienstleistung betreiben muss, ist man nicht mehr vor diesen Gedanken und Gefühlen gefeit. Der finanzielle Druck treibt einen immer weiter an.

Also warum dem Erfolg nicht ein kleines bisschen nachhelfen? Schließlich erzählt doch jeder Marketingratgeber, dass man heutzutage um Social-Media nicht drumherum kommt und es quasi eine Pflicht ist, täglich seine Fans mit gutem Content zu bespaßen. Da ist das Kaufen von Fans doch wesentlich einfacher und kostet nicht viel. Für 59,– Euro beispielsweise bekommt man derzeit bereits 10.000 Instagram Follower.

Warum sich das Kaufen von Likes und Followern nicht lohnt!

Da ich gerne weiß, worüber ich genau schreibe, habe ich natürlich einen Selbstversuch gestartet. Für eine unbekannte Facebookseite habe ich 1.000 Follower gekauft. Ich wollte wissen, was das eventuell für zukünftige Projekte bringt. Um auf Nummer sicher zu gehen, kaufte ich sie bei einem “Tüv-geprüften” deutschen Shop (inkl. Impressum) in Thüringen mit 100%-iger Garantie, dass die Follower alle aus Deutschland stammen und echte Profile besitzen. Also keine gefakten “indischen Kinderhände” Profile … :-)

Ich buchte und wartete, aber es geschah nichts. Nach drei Tagen fragte ich höflich nach, was denn nun mit meinen 1.000  Followern wäre, aber ich erhielt keine Antwort. Weitere Tage gingen ins Land und ich wurde ungeduldig. Erst nachdem ich damit drohte, den Banktransfer rückgängig zu machen, kam Bewegung in mein Profil. Wohlweislich hatte ich vor dem Kauf einen Screenshot gemacht, sodass ich genau wusste, wann die 1.000 Follower vollzählig werden. Es gingen zwei Monate ins Land, in denen ca. 800 Follower mein Profil bereicherten. Dabei entdeckte ich darunter viele ausländische Profile, die scheinbar eigens dafür angelegt worden waren. Die 1.000 versprochenen deutschen Follower erreichten meine Seite nie. Stattdessen machte Facebook nach ein paar Monaten eine Aufräumaktion, indem es ungenutzte Fakeprofile löschte. Mit dieser Aktion “verlor” ich 200 Follower. Am Ende hatte ich von 1.000 gekauften Followern 600 übrig, von denen mehr als die Hälfte aus Asien stammten. Doch was brachten die? Nichts! Kein Like, kein Kommentar, keine Empfehlung, kein Share – Nichts.  Nun, vielleicht hätte ich nicht so geizig sein und Shares und Kommentare gleich mitkaufen sollen.

Hätte ich an dieser Stelle mein Geschäft als Fotografin auf diese Kampagne aufgesetzt, dann wäre ich unweigerlich baden gegangen. Und wenn man einmal ehrlich zu sich selbst ist, was erwartet man eigentlich von asiatischen Fake-Profilen? Das sie die Dienstleistung kaufen? Ein Produkt empfehlen? Und wenn sie es empfehlen, was sollen die Nutzer in Asien damit?

Warum man mit Likes kein Geld verdient!

Parallel dazu recherchierte ich auf der anderen Seite des Geschäftes. Ich meldete mich mit meinem Test-Facebookprofil bei verschiedenen Portalen an, die versprachen, richtig viel Geld mit Likes verdienen zu können. Es war unglaublich, was mich dort erwartete! Pro Like gab es 0,001 Cent. Anfänglich dachte ich noch, dass ich mal eben 1000 Facebookseiten an einem Tag like und das einen ganzen Monat lang machen werde, damit der Rubel so richtig rollt. Doch ich hatte die Rechnung nicht mit den Portalen gemacht. Diese waren reglementiert auf max. 10 Likes pro Tag. Dann war das Kontingent erschöpft und man durfte erst einen Tag später weiter machen. Wenn man aber Pech hatte, dann gab es am nächsten Tag nur 5 Seiten zum Liken oder manchmal auch gar keine. In den zwei Wochen, indem ich diesen Selbstversuch unternahm, kam ich nicht einmal in Sichtweite der Auszahlungsuntergrenze  von 50,– Euro. Diese hätte ich auch nie erreicht … ich habe einmal hochgerechnet, dass ich auf 3,60 Euro in 12 Monaten gekommen wäre… unglaublich nicht?

Mein Fazit

Meine Selbstversuche habe mir gezeigt, dass die Vielzahl an Likes und Followern nicht ausschlaggebend darüber ist, wie erfolgreich man ist. Vor allem wenn man Social-Media beruflich nutzt. Erst letztens habe ich mich mit einem Handwerker unterhalten, der auf Instagram so viele Follower hat, dass man glatt neidisch werden könnte. Das Traurige daran ist jedoch, dass zwar seine Bilder geliked werden, er aber von seinem Geschäft nicht leben kann und auf finanzielle Unterstützung angewiesen ist. Er verkauft Nichts über Instagram, obwohl er wunderbare Produktfotos veröffentlicht. Erst ein Blick hinter die Kulissen zeigt, wie es wirklich aussieht. Nämlich das Likes etwas vorgaukeln, was real nicht existent ist.

Lass dich also nicht von den vielen Likes verunsichern. Frag dich immer, was es dir bringt. Wie viel Zeit du investieren möchtest und wo es sich wirklich für dich lohnt, Energie aufzubringen. Frage dich vor allem, wer dein Zielkunde ist und ob er überhaupt in den sozialen Medien zu finden ist. Probiere dich aus und wenn du nach zwei bis drei Jahren (ja, das dauert mindestens so lange) merkst, das es nichts bringt, dann lass es. Ich habe meine berufliche Facebookfanpage nach vielen Jahren auf Eis gelegt. Vielleicht aktiviere ich sie irgendwann mal wieder oder auch nicht. Aber für mich war sie in den letzten drei Jahren ein nutzloser Zeitfresser, der mich letztlich nicht zu meinen Lieblingskunden geführt hat. Diese kamen letztlich, ganz banal und konservativ, über das Lesen meines Blogs, meinem Newsletter und über die Mundpropaganda.

“Ganz oldschool” magst du vielleicht denken. Aber das ist doch egal oder? Hauptsache, deine Lieblingskunden finden dich….

Und auch aus der Sicht des Konsumenten: Schau nicht nur hin, wie viele Likes eine Social-Media-Seite hat. Wie du jetzt weißt, sind viele Likes gekauft, um das Produkt zu bewerben. Es sagt aber nichts über die Qualität des Produktes aus. Hinterfrage und schau dir die Qualität der Inhalte und Kommentare an.

 

 

Fotobuch-Workflow für Profis mit Lightroom & Blurb

Als ich vor ein paar Monaten mein Lightroom von der Version von 3 auf 4 geupdatet habe, war ich von der neuen Funktion “Buch” sehr überrascht. Wenige Tage später probierte ich die Funktion auch gleich aus und stellte fest, wie nützlich diese Funktion für mich als professionelle Fotografin ist. Bisher habe ich die Fotobücher für meine Kunden immer in InDesign gesetzt. Viele werden den aufwändigen Workflow kennen, wenn man mit Lightroom, Photoshop und InDesign ein Fotobuch erstellt. Fotos müssen als 300dpi gespeichert werden, in InDesign importiert und gesetzt werden, usw. Das ist manchmal schon sehr mühselig gewesen. Natürlich hätte ich auch eine Fotobuchsoftware benutzen können, doch ist es mehr als nur ärgerlich, nach der Installation festzustellen, dass wieder eine Funktion oder Schriftart fehlt. Daher blieb ich lieber bei InDesign, auch wenn es für mich mehr Arbeit bedeutete. Zumal ich nicht gerne auf meinen Rechner eine weitere unbekannte Software installiere und mein Betriebssystem verändere. Inzwischen aber bin ich von der neuen Funktion in Lightroom 4 voll und ganz überzeugt, da ich dadurch erheblich Zeit bei der Erstellung eines Fotobuchs einsparen kann.

lightroom-buchfunktion

Was ist das nützliche an der Buchfunktion?

  1. Ich muss keine Bilder in ein anderes Format umwandeln.
  2. Ich kann, direkt aus dem Buch heraus, das Bild nochmal bearbeiten.
  3. Mit der Sammlungsfunktion kann ich alle Bilder für das Buch zusammenfassen und einfügen.
  4. Es stehen ganz viele Layoutvorlagen zur Verfügung und wenn ich mag, kann ich alle Bilder per Zufall einfügen lassen.
  5. Das Buch kann als PDF oder JPG gespeichert werden.
  6. Das Buch kann direkt aus Lightroom heraus zu Blurb zum Druck geschickt werden.

Da mich der 6. Punkt ganz besonders interessiert hat (aus Erfahrung weiß ich, das Blurb.com neben Saal-Digital.de und Fotobuch.de eine sehr gute Fotobuchqualität, sprich Druckbild, Papierart und Bindung, anbietet) habe ich das für mein persönliches Fotografenportfolio ausprobiert. Ich habe für das Testing das Format “Standardquerformat” ausgewählt, das etwas schmaler als das normale A4 Format ist. Für mein Fotobuch habe ich einen schlichten schwarzen Hintergrund gewählt. Natürlich ist es auch möglich, eigene Hintergründe einzubinden. Nachdem ich alle Seiten gestaltet habe, habe ich mit meinem Blurb-Login das Buch hochgeladen. Aufgrund der hohen Bildqualität und der daraus resultierenden großen Dateigröße hat das natürlich ein wenig gedauert.

An dieser Stelle sollte man sich als Profifotograf einen einheitlichen Workflow in Lightroom erarbeiten, sodass die Fotobücher für den Endkunden relativ schnell und einfach zu erstellen sind.
Nach wenigen Tagen wurde das Buch ordentlich verpackt geschickt und ich wurde von der Druckqualität des Buches nicht enttäuscht.

Das Highlight – die besondere Dienstleistung für ihre Kunden

Doch das war noch nicht alles. Interessant ist die neue Funktion bei Blurb, bei der man aus allen Büchern, die man drucken läßt (das ist die Bedingung) auch ein e-Book (Beispiel) für das iPad, iPhone oder iPad touch erstellen kann. Aus der Druckdatei erstellt Blurb automatisch eine e-Pub-Datei, die man als Fotograf nachträglich im Browser bearbeiten kann. Diese Funktion ist immens wichtig, wenn sich Texte aufgrund veränderter Schriftschnitte verschieben. Aus Erfahrung weiß ich nun, das man jede  Seite noch einmal kontrollieren sollte, um Fehlumwandlungen zu beheben. Laufen Bilder oder Texte über den Rahmen hinaus, werden diese von dem Programm als Fehler markiert. Nach der Speicherung verschickt Blurb eine e-Mail mit dem Downloadlink, über den man sich das e-Book direkt auf das iPad laden kann.

Blurb-iPad-eBook-bearbeiten

Dadurch ergibt sich für Hochzeitsfotografen (als Beispiel, das gilt natürlich auch für andere Eventfotografen) die Gelegenheit, seinen Kunden eine ganz besondere Dienstleistung anbieten zu können: das eigene Hochzeitsbuch für das iPad oder iPhone – die vor allem für Fotografen ohne Mac interessant ist. (Für alle Nicht-Apple-User arbeitet Blurb auch an anderen Varianten).

Wichtig für den Profi ist, dass man bei diesem Workflow die Preise für den Endkunden gut kalkulieren kann. Gleichzeitig kann man für seine Kunden das Buch als e-Book und als gedrucktes Buch in den Verkaufsraum stellen, sodass sich auch die Gäste ein Buch bestellen können. Bezahlung und Versand übernimmt Blurb, sodass hier keine weiteren Kosten oder Zeitaufwand für den Fotografen entstehen. Man muss an dieser Stelle nur entscheiden, ob die Gäste sich das Buch kostenlos herunterladen dürfen und die Kosten vorab vom Brautpaar übernommen werden oder ob man diese Dienstleistung extra honorieren lässt. Diesen Punkt sollte man auf alle Fälle in das Kundenvorgespräch mit aufnehmen.

Natürlich ist die Buchfunktion auch für alle Hobbyfotografen interessant, die aus ihren eigenen Bildern ein Fotobuch erstellen möchten und dem Umweg über einen weiteren Anbieter gerne einsparen möchte. Sicherlich bietet Lightroom keine Hintergrundsammlung oder Cliparts an, aber wer gerne so wie ich ein Fotobuch ohne diesen SchnickSchnack erstellt, wird diese Elemente sicherlich nicht vermissen.

Probiert die Funktion mal aus!