Kategorie: Computer & Internet

Lightroom und Probleme mit einem gesperrten Katalog

Probleme mit dem Lightroom Katalog

Letztens hatte ich ein sehr außergewöhnliches Problem mit Lightroom. Wie gehabt habe ich meinen Windows10 Rechner morgens gestartet. Leider kann ich mich nicht erinnern, das Windows10 am vorherigen Tag beim schließen ein Update gemacht hat, aber anders kann ich mir das folgende Problem nicht erklären.

Nach dem Start von Windows10 wollte ich Lightroom öffnen. Doch statt das sich das Programm öffnete, kam die Fehlermeldung das ich keine gültige Lizenz hätte. Das kam mir schon sehr komisch vor, denn meine Lightroom CS6 Lizenz ist nun mittlerweile 2 Jahre alt und ich hatte bisher noch keine Lizenz-Probleme gehabt.

Hinweis: Hast du trotz einer aktuellen Lizenz das Problem, dass Lightroom sagt, das du keine gültige hättest? Dieses Problem kommt dann vor, wenn du vor dem Kauf der Lizenz eine Lightroom-Testversion bei einem Anbieter wie Chip.de heruntergeladen hast. Adobe liefert an fremde Anbieter eine andere Version aus, als die, die man bei Adobe direkt bekommt. Wenn du jetzt bei Adobe eine Lizenz kaufst und diese in die Testversion von Chip.de o.ä. einträgst, kommt es nach Ablauf der 30-tägigen Testphase zu diesem Problem. Das kannst du beheben, indem du die Testversion deinstallierst, dir die aktuelle Version aus deinem Adobe-Account herunterlädst und neu installierst. Den Katalog von der Testversion kannst du selbstverständlich einladen, sodass deine Arbeit nicht verloren geht.

Aber gut, da ich meine Lizenzen sorgsam verwalte (an dieser Stelle mein Tipp, das du das auch unbedingt tun solltest, am besten in eine Textdatei abspeichern) hatte ich schnell Zugriff darauf und konnte sie neu eintragen. Es schien, als wäre nun wieder alles in Ordnung. Das Programm öffnete sich wie gehabt doch es kam eine neue Fehlermeldung.

“Der Lightroom-Katalog kann nicht geöffnet werden, da er bereits von einer anderen Anwendung geöffnet wurde.”

Mein Katalog ließ sich nicht öffnen. Es hieß von seitens der Software, dass dieser von einem anderen Nutzer geöffnet wäre. Nun, das konnte nicht sein, da ich alleinige Nutzerin des Katalog bin. Also schloss ich das Programm und startete Windows neu. Wieder versuchte ich Lightroom mit meinem Katalog zu starten und wieder kam die selbe Fehlermeldung. Mir brach so langsam der Schweiß aus, da ich die Tage zuvor ein wichtiges Projekt bearbeitet hatte und keine tagesaktuelle Katalogkopie besaß. Noch zweimal versuchte ich meinen Rechner neu zu starten, doch die Fehlermeldung ging nicht weg.

Der-Lightroom-Katalog-kann-nicht-geoeffnet-werden-da-er-bereits-von-einer-anderen-Anwendung-geoeffnet-wurdeIch versuchte ruhig zu bleiben und suchte im Internet nach einer Lösung, die ich dann auch recht bald fand. Lightroom hatte meinen Katalog geschützt und im selben Ordner, in dem die Katalogdatei liegt, eine .lock Datei angelegt.

Diese kann man einfach unbenennen bzw. später, wenn der Lightroom Katalog wieder geladen wird, löschen.  Lightroom legt laut Foren wohl diese Datei automatisch an, wenn das Betriebssystem abstürzt. Das war bei mir nicht der Fall, sodass es höchstwahrscheinlich an einem Update gelegen haben muss.

Nachdem der Katalog wieder lief und meine Anspannung abfiel, optimierte ich meinen vorhandenen Katalog und speicherte ihn als Kopie neu ab. In dem Moment habe ich mir auch vorgenommen, in Zukunft den Katalog nach Beendigung von wichtigen Projekten einmal mehr absichern. Sicher ist sicher!

Du brauchst Hilfe mit deinem Lightroom? Du weißt nicht worauf du in den Grundeinstellungen von Lightroom achten musst? Ich helfe dir gerne.

Die schöne neue Welt der 4K/5K-Monitore

Vor einiger Zeit hat sich mein alter 24-Zoll Monitor verabschiedet. Nun, das hat mich nicht so sehr getroffen, da ich schon seit längerem vor hatte mir einen größeren Bildschirm für meine Bildbearbeitung zuzulegen. Bisher hatte ich ausschließlich mit Dell Monitoren der Ultrasharp Serie gearbeitet und war, was die Farbtreue meiner Fotografien betraf, sehr zufrieden. Wenn ich größere Fotografien ausbelichten lassen musste, habe ich vorab einen Softprof (z.B. bietet Saal-Digital für Fotografen ICC Profile für einen Photoshop Prof zum Download an) gemacht, sodass das Bild auf dem Bildschirm identisch mit dem späteren Print war.

Leider hatte ich mit dem 24 Zoll andere kleinere Probleme. So sah ich aufgrund der Auflösung oft kleine Sensorflecken oder andere Störungen nicht. Richtig schwierig wurde es, als ich Fotos zum entwickeln schickte, die mit einer weißen Hintergrundwand gemacht wurden. Als die Bilder aus dem Labor wiederkamen, sah ich lauter graue Flecken auf der weißen Raumwand. Als ich die Fotografien vor den Monitor legte, sah ich die verschmutzen Stellen in Lightroom nicht. Erst als ich Kontraste veränderte, wurden sie leicht sichtbar. Ab diesem Zeitpunkt wusste ich, dass ich einen besseren Bildschirm brauche und am besten einen, den ich kalibrieren kann. Bisher war die Notwendigkeit nicht dagewesen, dass ich mich mit diesem Thema auseinandersetzen musste, doch mit steigenden Anforderungen an die Fotografie verändert sich das Qualitätsbewusstsein. Ich recherchierte, welche Bildschirme in Frage kommen würden und da ich mit der Marke Dell seit vielen Jahren sehr zufrieden bin, wollte ich auch dabei bleiben.

Ich fand einen 27-Zoll 4K-Monitor, der sich softwarekalibrieren ließ. Die Freude war groß, als er endlich eintraf. Doch die Ernüchterung folgte auf dem Fuß. Ich konnte ihn nicht anschließen und ich verstand es nicht. Mein PC ist ein halbes Jahr alt und der Monitor lässt sich nicht anschließen? Ich wollte ja auch selbst die Frau sein und habe den Monitor ohne Nachfrage an meinen hardwarebegeisterten Partner bestellt. Wie sollte es sein, kam natürlich der Spruch „hättest du mich mal gefragt, dann hätte ich dir sagen können, dass du an deiner Grafikkarte einen Minidisplay-Anschluß brauchst und den hast du nicht“.

Super, also brauchte ich doch seine Hilfe, weil er mir eine passende Grafikkarte bestellen musste, die auch von Lightroom unterstützt wird und für die Zukunft Anschlüsse für bis zu drei Monitoren hat (man weiß ja nie, wozu man das brauchen kann). Für die, die sich dafür interessieren, haben wir eine schmale (damit sie ins Gehäuse passt) EVGA GeForce GTX 950 Superclocked, 2048 MB GDDR5 gekauft und eingebaut.

Endlich konnte es losgehen und die Freude währte genau 10 Minuten. Das Bild war super scharf, die Farben einfach gigantisch, aber die Ernüchterung folgte, als ich das erste Mal Lightroom und Photoshop öffnete. In Photoshop waren die Menüs und die Schriften gefühlte 4-Punkt groß und nichts war zu erkennen. Ich recherchierte in den Foren, weil ich noch annahm, dass ich am Monitor eine falsche Einstellung hatte. Doch leider war dem nicht so. Stattdessen las ich vom Frust anderer, die ebenfalls mit den nicht einstellbaren Schriftgrößen in Photoshop zu kämpfen hatten. Nur die User, die die Cloud mit PS CC haben, die haben die Möglichkeit, sich die Menügrößen einzustellen. An dieser Stelle war mein Ärger auf Adobe riesig, schließlich hatte ich mir erst vor 1 ½ Jahren die komplette CS6 Suite gekauft (bzw. sie ist auch jetzt noch erhältlich) und bekomme kein Update dafür. Die Arroganz Adobes gegenüber seinen Kunden ist unermesslich.

Ich rief  Kollegen und einen Monitor-Experten an und von allen bekam ich dieselbe Auskunft: Ein 4K/5K Monitor ist für die Bildbearbeitung mit Photoshop und Lightroom nicht geeignet. Obwohl sich die Menüs in Lightroom anpassen (ab der 6er Version wurde es eingeführt, wer noch die 5er hat, hat das selbe Problem wie in PS), gab es hier ein anderes Problem: Die Geschwindigkeit der Anzeige von Bearbeitungen. Wenn ich mit der Maus z.B. Sensorflecken retuschiere, verzögert sich die Anzeige um einige Millisekunden. Das hat mich daran erinnert, als ich noch einen ganz alten PC mit nicht genügend Arbeitsspeicher hatte. Auch hier recherchierte ich und stellte fest, dass das ein typisches 4K/5K Monitorproblem ist. Das Arbeiten in Lightroom wird so zum Kampf und wenn ich mehrere hundert Bilder aus einem Fotoshooting bearbeiten muss, ist der Workflow eine gefühlte Katastrophe.

Es nutzte alles nichts, so schön wie der Monitor war, verpackte ich ihn fein säuberlich und schickte ihn zurück.

Nun war guter Rat teuer, was brauche ich für meine Bildbearbeitung, denn es sollte unbedingt ein 27-Zoll Monitor werden. Momentan habe ich eine Zwischenlösung. Ich habe mir zuerst meinen zukünftigen Zweitmonitor, einen 27-Zoll Dell Monitor Dell U2715H mit einer Auflösung von 2560×1440, zugelegt. Das Arbeiten in Photoshop und Lightroom läuft einwandfrei, die Menüs sind alle zu lesen bzw. in LR ist die Verzögerung verschwunden. Die Bildqualität ist ok, auch wenn ich mit dem typischen leichten Gelbstich, der den Ultra-HD Monitoren wohl eigen ist, trotz Softwarekalibrierung vorläufig leben muss.

Im Laufe des Jahres werde ich mir einen hardwarekallibrierten Monitor von Eizo zulegen, damit ich zukünftig keine Probleme mehr mit unsichtbaren grauen Flecken auf weißen Wänden und nichts sichtbaren Sensorflecken habe. Ein sehr teure, aber zukunftsorientierte Lösung, die sich sicherlich amortisieren wird.

Solltest du dir Gedanken darüber machen, einen neuen Bildschirm für deine Bildbearbeitung zuzulegen, dann hoffe ich, dir mit meinem Artikel weiter geholfen zu haben und du nicht auf die schöne neue Welt der 4K/5K-Monitore herein fallen wirst (auch wenn im Netz was anderes steht). Denn so wurde es mir von mehreren Seiten bestätigt und ich habe es selber erfahren müssen: Sie sind für die heutige Bildbearbeitung mit Photoshop und Lightroom nicht geeignet. Warten wir mal noch ein paar Jährchen ab, denn mal wieder bestätigt es sich, dass das Neuste nicht immer das Beste ist.

Heute mache ich Buchhaltung…

Ich sage ja gerne, das ich Künstlerin bin. Das klingt so wie “ich bin Blond und kann das nicht” nur viel charmanter. Obwohl ich in vielen Dingen fit bin – WordPress, Photoshop oder Excel  – stehe ich mit allem, was mit meiner Buchhaltung, dem Steuerberater und Finanzamt zusammenhängt, auf Kriegsfuß. Ich werde das in diesem Leben nicht mehr verstehen und daher bin ich um jede Hilfe froh. Aus diesem Grund habe ich auch einen Steuerberater und mache es nicht selbst. Leider komme ich aber um meine Buchhaltung nicht drumherum, wer soll sie machen außer ich selbst?

Bis 2014 habe ich mich auch ganz old school mit vielen analogen Ordnern und Ablagen herumgequält und mich einmal im Jahr für eine Woche eingeschlossen und alles sortiert und für den Steuerberater abgeheftet. Das ging damals noch so, da ich freiberufliche Künstlerin keine Umsatzsteuer abführen musste. Doch seit diesem Jahr sind diese bequemen Zeiten leider vorbei und ich muss monatlich meine Umsatzsteuervoranmeldung machen. Ein Horror, der regelmäßig wieder kommt – wer selbstständig ist, weiß was ich meine :-)

Ein Vorteil hatte aber diese Umstellung: Ich musste mich nach 5 Jahren Selbstständigkeit noch einmal gründlich mit dem Thema auseinandersetzen und überlegen, wie ich einen für mich angenehmen und einfachen Workflow finden kann.

Kontoführung und Überweisungen mit Starmoney

Schon Anfang letzten Jahres 2014 hatte ich angefangen, meine Konten und Überweisungen über Starmoney zu verwalten. Das war schon einmal ein riesiger Fortschritt, da nun meine Kontodaten nicht, wie beim Onlinebanking direkt, nach drei Monaten gelöscht werden und ich nicht auf papierene Kontoauszüge zurückgreifen muss, wenn ich was suche. Und ich musste mich nicht mehr über einen Browser einwählen, sondern kann nun ganz bequem und ohne Zeitdruck mit mobilen Tans überweisen.

Erst diese Woche hatte ich ein Gespräch mit meinem GLS-Bankberater, weil mir ältere Daten aus 2014 fehlten.  Für eine Steuererklärung hätte ich sie digital gebraucht. So fragte ich mich, warum diese bei den Banken nicht langfristig gespeichert werden, wo doch sonst alles gespeichert wird in diesem Land und woanders… Eine erklärende Antwort habe ich nicht erhalten, außer das es nach wie vor nicht geht. Umso wichtiger, dass ich seit letztem Jahr eine digitale Speicherlösung für meine Kontoumsätze habe.

Geschäftskonto bei einer fairen Bank

Wichtig war für mich am Anfang meiner Selbstständigkeit, wo ich als Künstlerin mein Geschäftskonto haben möchte. Mir war eine faire Bank, die sich nicht wie meine vorherige an Lebensmittelspekulationen und anderen dubiosen Finanzgeschäften auf der Welt beteiligt, sehr wichtig, sodass ich mich für die GLS-Bank entschieden habe. Bisher habe ich die Entscheidung nicht bereut, zu einer Bank gegangen zu sein, die leider keine Filiale bei mir vor Ort hat. Dafür waren die Mitarbeiter sehr behilflich, als es darum ging, in meinen Shop eine Bezahl-Lösung für Kreditkarte und Bankeinzug (Sepa) einzubinden und direkt mit dem Bankdienstleister Paymill eine Lösung auszuhandeln. Das Aushandeln hat zwar schlappe drei Monate gedauert, aber am Ende ging es, wenn auch Sepa leider nur für deutsche Kunden…

Einfache Buchhaltung für Künstler

Doch leider ist ein bequemes Onlinebanking mit Starmoney nur die halbe Miete. In Starmoney konnte ich  keine saubere Buchhaltung machen (bzw. so richtig kann ich mich mit der starren Software nicht anfreunden), sodass ich eine andere Lösung brauchte. So kam ich über eine Empfehlung zu Debitoor. Eine Buchhaltungssoftware, die extra für Kleinunternehmer, Selbstständige Künstler gedacht ist. Die Einarbeitung war nicht ganz einfach und mit vielen Hürden behaftet. Heute habe ich einen funktionierenden Workflow, den ich gerne meinen selbstständigen Kollegen und Lesern weitergeben möchte, weil er richtig effizient ist.

PS: Auch wenn das so klingt, nein ich werde nicht von Debitoor für meinen Artikel bezahlt. Ich schreibe diesen Artikel, weil es mich wirklich überzeugt hat und ich anderen Künstlern einen einfachen Buchführungsweg zeigen möchte.

Die Cloud-basierte Software kann nämlich nicht nur Rechnung schreiben, verwalten, mahnen usw. sondern ist gleichzeitig mit den Bankkonten, Kreditkarten und Paypal (über Figo) verbunden.  In der Software kann ich die bezahlte Bestellung mit der Rechnung versehen bzw. eingegangene Rechnungen, die ich bezahlt habe, verbuchen. Er verrechnet gleichzeitig Bankgebühren und Umsatzsteuer. Der Nachteil: Ich mache das alles online und der Upload von Dokumenten z.B. abfotografierte Rechnungen führt manchmal zur Serverproblemen. Auch kann ich leider nicht direkt aus der Software heraus, Rechnungen überweisen, sodass ich hier wieder Starmoney oder meine direkte Bank-App verwenden muss.

Hinweis: Die Einbindung von Paypal in Figo ist noch sehr kompliziert. Du brauchst dafür eine API Verbindung, die du bekommst, wenn du dein Paypal als Geschäftskonto einrichtest. Die Daten findest du unter “Mein Profil” (oben rechts) -> Profil & Einstellungen -> Verkäufer & Händler -> API Zugriff -> API Signatur anzeigen. Hier findest du deinen Benutzername, Passwort und Unterschrift. Alle drei sehr langen Codes musst du bei Figo eintragen, achte darauf, dass bei Figo das Passwort und die Unterschrift in der Reihenfolge vertauscht sind und es dann zu Fehlermeldungen kommt, die der Support nicht lösen kann :-)

WordPress-Kundenbestellungen und Buchführung

Das alleine ist schon richtig genial. Aber es kommt noch besser. Ich habe auf meiner Webseite einen kleinen Onlineshop, den ich mit Woocommerce und dem deutschen Zusatzplugin Marketpress aufgesetzt habe.

Die Frage war: Wie bekomme ich automatisch meine Online-Bestellungen nach Debitoor? Diese sehr wichtige Frage führte mich über Umwege und viele viele Stunden Arbeit und Ärgernissen  (Debitoor empfiehlt IEX, aber der Support ist sehr schlecht) zu einem kleinen Unternehmen nach Wiesbaden, mit einem sehr netten Support (auf meinen Hinweis hin, wird das Plugin weiterentwickelt :-) ).

Mit dem WordPress Plugin WooRechnung wird nicht nur eine Rechnung als PDF erstellt und automatisch an die Email des Kunden verschickt, sondern die ganze Transaktion zeitgleich nach Debitoor übertragen. Dort muss ich nur noch händisch die Rechnung mit der Bezahlung in einem der Konten (z.B. wenn der Kunde mit Paypal bezahlt) verknüpfen und fertig ist die Buchhaltung.
Meinen Steuerberater kann ich ganz unkompliziert einbinden und wenn ich Hilfe brauche, darf ich Kollegen und Partner zum bearbeiten anmelden. So darf mir mein Mann mit meiner Buchführung helfen, schlau nicht?

Die EU-Mehrwertsteuer für digitale Produkte

Mit diesem neuen Workflow musste ich auch noch mal Verbesserungen an meinem Shop vornehmen. Da ich mittlerweile auch international meine eBooks und Presets verkaufe, brauchte ich zusätzlich ein Plugin für die EU-Regelung zur Mehrwertsteuer. Das betrifft vor allem digitale Produkte wie meine E-Books. WooCommerce EU-Mehrwertsteuer schaltet sich nämlich bei Verkäufen von digitalen (herunterladbaren) Produkten ins EU-Ausland in den Bestellvorgang ein. Es berechnet die in den Endpreisen für Verbraucher enthaltene Mehrwertsteuer dynamisch neu, sobald eine Rechnungsadresse angegeben wird, und weist die enthaltene Mehrwertsteuer anschließend nach dem Steuersatz des Empfängerlandes aus. Aber auch hier musste ich manuell nacharbeiten.

Woocommerce liefert zwar fertige Steuersätze für digitale Produkte mit, aber nicht für Standardprodukte wie meine Schulungen. So musste ich tatsächlich die Steuersätze für die EU händisch eintragen, glücklicherweise gibt es Tabellen von der EU, wo man die MwSt der jeweiligen Länder nachlesen kann.

Seitdem möchte ich in Luxemburg mit 17% MwSt wohnen, zumal eine Flasche Wein hier nur mit 13% MwSt besteuert wird.  Ungarn hat stattdessen mit 27% MwSt den Spitzensteuersatz und ist zusammen mit einem gewissen Victor Orban nicht besonders attraktiv für Europa.

Auch wenn ich wieder dazu gelernt habe, finde ich es nicht kundenfreundlich, dass die Steuersätze manuell eingetragen werden müssen. Denn das darf ich nicht vergessen, natürlich ist das ganze nicht kostenlos und da sollte der Service stimmen.

Was kostet der Spaß?

  • Debitoor 12,- € im Monat
  • WooRechnung 5,- € im Monat
  • Plugin Woocommerce EU-Mwst ca 6,- € im Monat
  • Plugin Woocommerce ca 8,- € im Monat
  • Plugin Landingpages ca 7,- € im Monat
  • Mailchimp Newsletter ca 15,- € im Monat

Das sind ca 50 Eur Kosten im Monat zum reinen technischen Unterhalt der WordPress-Webseite und der angeschlossenen Buchhaltung und Kundenkommunikation (ohne Kosten Provider, Internetanschuß, Steuerberater etc.). Ein Betrag, den ich gerne zahle, wenn es mir viel viel Arbeit abnimmt und für meine Kunden und Leser vorteilhaft ist.

Ganz funkelnagelneu ist mein Chat-Support von Livezilla. Seit ein paar Tagen ist dieser unten rechts auf meiner Webseite online. Die Frage die sich für mich stellt ist, ob er von meinen Lesern zukünftig angenommen wird.  Ich bin gespannt, was die Zeit bringen wird…

Fazit

Dieser Artikel ist ganz schön lang geworden. Wenn du jetzt bis zum Ende gelesen hast, Glückwunsch. Wenn du nicht alles verstanden hast, dann ist das normal. Diese Erfahrungen habe ich die letzten 3 Jahre gesammelt. Ich musste mir den Workflow Schritt für Schritt aufbauen. Hätte ich alle Funktionen, Dienstleister und Abläufe innerhalb eines Jahres machen müssen, wäre ich grandios gescheitert. Manche Monate, z.B. die Geschichte mit meiner Hausbank und Paymill, haben mich schier zur Verzweiflung gebracht, weil nichts ging und mir auch die Hände gebunden waren. Hier brauchte ich viel Geduld und Spucke und eine große Portion Beharrlichkeit. Mal eben so einen Webshop und eine funktionierende digitale Buchhaltung aufbauen ist kein Zuckerschlecken. Ich musste sehr viel telefonieren, um Abläufe zu verstehen und Hilfe konkret anzufragen. Wäre ich technisch mit WordPress und Co nicht so sehr versiert, hätte mich die technische Realisierung viele Euro gekostet. So hat mich die Realisierung nur viel Zeit gekostet.

Wenn du von meinen Erfahrungen profitieren möchtest, dann ruf mich einfach an. Ich helfe gerne mit meinen persönlichen Schulungen weiter…

Picasa stirbt zum 1. Mai 2016

Suchmaschinenoptimierung (SEO) für künstlerische, fotografische Webseiten - Wordpress

Google ist immer gut für Hiobsbotschaften. War ich schon vor ein paar Jahren sehr unglücklich darüber, das der Google Reader geschlossen wurde. Jetzt darf das Bildbearbeitungsprogramm Picasa zum 1.5.2016 sterben.

Dabei dürfte mich Picasa gar nicht weiter tangieren, da ich ja meine Fotos ausschließlich mit Lightroom verwalte und bearbeite. Beides wichtige Funktionen, die mir in Picasa nie gefallen haben und einen professionellen Workflow nicht ermöglichen. Im Internet dagegen wird vor allem die Schließung der Picasa Cloud beweint, auch ein Punkt, der mich nicht weiter stört, da ich meine RAW-Dateien nicht in einer Cloud speichern würde. Dafür habe ich ein NAS und wenn dann verwende ich für Kundenprojekte eher die Drobpox oder andere Anbieter.

Trotzdem bin ich über die Schließung nicht sehr glücklich. Denn Picasa hat eine Funktion, die ich liebe und sehr oft verwende: Die Collagenfunktion: Sie geht einfach und schnell und ist unglaublich vielfältig. Sicherlich wird nach der Schließung die Desktop-Version ohne die Cloud weiter funktionieren. Aber für die Zukunft, vll. mit einem neuen Betriebssystem wird die Software wahrscheinlich nicht mehr funktionieren. Alternativen gibt es nicht so wirklich, da sie mich nicht überzeugen. Es gibt online Collagen-Programme wie Canva. Die sind zwar ganz nett, aber sehr langsam und unkomfortabel. Im Browser stürzt Canva gerne ab, sodass aus Spaß schnell zum Frust wird.. Zumal Canva neben dem PC ausschließlich eine iPad-App anbietet und Android-User vernachlässigt.

Natürlich gibt es diverse Collagen Apps. Aber es verlangsamt meinen Workflow, wenn ich meine Fotos zwischen dem PC und meinem Smartpone hin und her schieben muss und zum anderen brauche ich die Collagen in einer hohen Druckqualität. Momentan kann das kein Smartphone mit den derzeitigen Speicher- und Rechenressourcen leisten. Wie oft ist mir schon mein LG G3 abgestürzt, wenn ich mit einem hochauflösenden Jpg arbeiten wollte.

Ich werde Picasa auch deswegen vermissen, weil ich es gerne meinen Fotoschülern empfohlen habe, die nur eine einfache unkomplizierte Bildbearbeitungsmöglichkeit brauchen. RAW-Bilder einlesen, Fotos zuschneiden, fürs Web speichern, in s/w umwandeln oder mit einem Filter bearbeiten ist selbstverständlich möglich. Und wer die Fotografie als Hobby betreibt, braucht auch oft nicht mehr.

Jetzt stellt sich die Frage, was all die Nutzer machen, die mit blogger.com bloggen und Picasa als Bildbearbeitungs- und Verwaltungsprogramm damit verknüpft haben. Jahrelang haben blogger.com und Picasa gemeinsam Werbung für diese Verbindung gemacht und jetzt?

Im ersten Schritt habe ich mir als Sicherung die letzte Picasa-Version herunter geladen. Dabei habe ich festgestellt, das man jetzt schon nicht mehr auf den offiziellen Download kommt und auf Google Fotos umgeleitet wird. So habe ich mir die letzte Version bei der Computerbild herunter geladen….

Ja, was sind gute Alternativen? Ich weiß es nicht und auch in den gleichnamigen Foren und Blogs sind die vorgeschlagenen Lösungen für mich und meine Fotoschüler nicht wirklich eine. Aber warten wir mal ab, schließt sich eine Tür, öffnet sich eine neue. Bis dahin werde ich meine Desktop-Version einfach weiter verwenden. Ein Gutes hat es ja, jetzt kommen keine weiteren Updatefunktionen.

Die Mär vom heilsversprechenden Facebookmarketing

Die Mär vom heilsversprechenden Facebookmarketing

Auf meinen letzten Beitrag zum Thema Facebook habe ich natürlich auch emails erhalten, in der mir geschrieben wurde, das ich das doch mit Facebook nicht machen könnte. Das ich nur dort viel Traffic erreichen könnte. Parallel dazu habe ich erst die Tage einen supertollen Artikel darüber gelesen, warum Facebook das Marketingtool schlecht hin ist, warum man damit machen muss, um Erfolgreich als Selbstständige/r zu werden.
Ich musste ein wenig schmunzeln darüber und es juckte mich wirklich in den Fingern zu Fragen: Wie viele Kunden und welcher Umsatz über Facebook tatsächlich erreicht wurde. Nackte Zahlen auf den Tisch! Was Erfolg überhaupt ist und wie man den definiert. Die Autorin des Artikel verkauft “Erfolgreich” mit zwei neuen Kundenanfragen. Ja, wenn das Erfolgreich ist….

Aber da man ja sowieso keine reale Antwort erhält und lieber das nachplappert, was schon tausend andere zum Thema Social-Media-Marketing geschrieben haben, ist es müßig.
Meine 10-jährige praktische Erfahrung mit Facebook zeigt eine andere Bilanz und ich möchte erklären, warum man geschäftlich nicht alleine auf Facebook setzen sollte bzw. für sich klären muss, wie viel Marketingbudget man für Facebook ausgeben möchte und was man sich von diesen Fans real erwartet. Denn Facebook ist nicht kostenlos, wie viele denken.

Zwölf gute Gründe, warum Facebook kein erfolgversprechendes Marketingtool ist

  1. “Content ist King” aber wo auf Facebook? Facebook wird inhaltlich nicht von den Suchmaschinen indiziert und Inhalte können nicht wiedergefunden werden.
  2. Die interne Facebook-Suche sucht nicht nach Inhalten, sodass Inhalte auch nicht gefunden werden.
  3. Facebook begrenzt seine Reichweite, sodass Posts nur von ganz wenigen Followern gelesen werden können.
  4. Facebook-Pages sind nicht mehr von außen ohne Login einsehbar, sodass interessierte Kunden gezwungen werden sich einen Account anzuschaffen.
  5. Inhalte sind nach wenigen Stunden aus der Timeline verschwunden und werden so von den Lesern nicht mehr wahrgenommen.
  6. Die Reichweite von Hashtags ist sehr eingeschränkt. Klickt man einen Hashtag an, werden nur 10 oder weniger Inhalte eingeblendet. Ältere Artikel sind verschwunden.
  7. Leser mögen keine Werbung und Werbeposts werden ganz selten geliked oder geteilt.
  8. User sind privat auf Facebook und haben verständlicherweise wenig Interesse daran, andere beruflich zu unterstützen oder etwas zu kaufen. Gutscheine und Rabatte werden gerne genommen, aber ein Produkt kaufen?
  9. Inhalte mit einem Link ins Internet werden in ihrer Reichweite so sehr beschnitten, dass Leser diese nicht sehen können (Eigene Test haben dies belegt)
  10. Die Inhalte der Timeline werden nicht mehr nach Veröffentlichungsdatum angezeigt, sondern wie wichtig/relevant Facebook sie empfindet.
  11. Facebook fordert nach jedem Post auf, Werbung zu schalten, wenn man möchte, das der Artikel von allen Followern gelesen werden soll.
  12. Als Seitenbetreiber sehe ich nicht mehr in seiner Vollständigkeit, wer meine Seite liked und Posts teilt. Ich sehe nur die Anzahl, aber nicht wer, sodass ich mich bei einem geteilten Post auch nicht bedanken kann.

Faktor Content

Es gibt sicherlich noch mehr Gründe, warum Facebook kein besonders gutes Marketingtool ist. Aber für mich war das Stichwort “Content” ein ganz wichtiger Grund, Facebook nicht weiter zu betreiben. Mein Content geht nach wenigen Stunden bei Facebook unwiderruflich verloren. Er wird von den Suchmaschinen nicht indiziert. Jede Zeit und jeder Inhalt, den ich in Facebook investiere, unterliegt einer minütlichen Halbwertzeit. Durch die Reichweitenbeschränkung wird mein Inhalt vielen Lesern nicht angezeigt.
Zudem kommt die veränderte Wahrnehmung. Auf einer Webseite ist ein Artikel auch noch nach Monaten oder Jahren relevant, wenn ich mich als Leser für den Inhalt interessiere. Auf Facebook gilt ein Artikel von gestern in meiner Timeline schon nicht mehr als wichtig. Es gibt sich kaum jemand die Mühe, die Timeline zu scrollen – da sich noch weniger Menschen überhaupt die Mühe machen, die Facebook-Fanpage direkt zu besuchen. Es wird nur aus der eigenen Timeline heraus agiert und alles was ich dort aufgrund des Filtermechanismus von Facebook nicht sehe, kann auch nicht kommentiert oder geteilt werden.
Daher ist ein gut geführter Blog bzw. eine Webseite mit aktuellen Inhalten die bessere Marketingstrategie. Alle Inhalte stehen Jahre zur Verfügung, sie werden von den Suchmaschinen indiziert und auf der Webseite kann man selber suchen und filtern. Ich kann konkret auf eine verbesserte Suchmaschinenoptimierung Einfluss nehmen. Alle Inhalte sind Barrierefrei zugänglich und ich muss mich nicht – insofern der Webseitenbetreiber keinen Schutz eingebaut hat, anmelden. Ich bin nicht mehr abhängig von Uhrzeiten, wann auf Facebook besonders viel los ist, um mehr Leser zu erreichen.

Faktor Zeit

Ein ganz wichtiger Aspekt, den viele Vergessen, ist der Faktor Zeit. Ich habe mit Menschen gesprochen, die tausende von Followern haben. Ich fragte mich natürlich wie sie das geschafft haben. Das Geheimnis ist Zeit, viel Zeit. Bekannte Facebookstars verbringen täglich mindestens 8 Stunden und mehr in Facebook und anderen Social-Media-Plattformen. Diese Zeit war ich nicht gewillt zu investieren. Ich möchte lieber Zeit in meine Fotografie und Weiterbildungen als auch in meine Familie investieren und nicht die ganze Zeit und überall abhängig vor meinem Smartphone und Tablet sitzen.

Ein weiterer Zeitkiller ist, das Facebook ständig seine Funktionen verändert. Was heute noch ging, ist morgen auf einmal verschwunden und dafür gibt es eine neue Funktion, die aber kein User versteht. So habe ich mich unlängst als Facebookseitenbetreiberin sehr unter Druck gefühlt, als der Button „Very responsive Badge”, auf deutsch „Hohe Reaktionszeit bei Nachrichten“ eingeführt wurde. Dieser Button wird als Belohnung angezeigt, wenn der Administrator einer Seite bei über 90% der Kommentare innerhalb von 5 Minuten antwortet. Dieser Button kam und ging bei mir, je nachdem wie viel Zeit ich hatte, zu antworten. Aber was hat es mir für einen Nutzen für mein Business gebracht? Nichts. Die Anfragen die ich bekam, hatten meistens nichts mit einem Auftrag zu tun und waren eher privater natur. Geschäftliche Anfragen hätte ich per E-Mail oder Telefon auch viel schneller und persönlicher beantworten können.

Faktor Nachhaltigkeit

Oft wird Facebook als DIE Kommunikationsplattform mit seinen Kunden gepriesen. Doch die Frage ist, worüber möchten sich Kunden dort mit mir austauschen? Was kann ich auf Facebook anders und besser, als auf meiner Webseite? Ich hatte für mich festgestellt, dass ich dort nichts anders oder besser kann. Denn was ist Facebook überhaupt? Eine Plattform auf der viele Zerstreuung und Unterhaltung suchen. Nicht umsonst boomen Katzenvideos und Esotheriksprüche. Informationen werden dort weniger gesucht. Wie kann ich als Selbstständiger dort für Unterhaltung sorgen? Wie kann ich Spaß und Freude auf leichte Kost vermitteln? Ist ein verrücktes Video über mich für meine Arbeit zielführend? Vielleicht ist es amüsant und wird von vielen angeklickt, aber verkaufe ich mich deswegen besser? Wie nachhaltig ist ein Gewinnspiel, eine Verlosung? Gewinnspiele sind oft an Bedingen geknüpft: „Like und teile diesen Post, kommentiere… erst dann wanderst du in den Lostopf“. Nach der Gewinnermittlung entfolgen die meisten User der Seite wieder und löschen den geteilten Post. Der User, der den Preis gewonnen hat, bedankt sich meistens nicht einmal öffentlich für den Gewinn oder schreibt über das Produkt. Was habe ich mit der Marketingaktion erreicht, außer das sie viel Geld und Zeit gekostet hat und der Lohn, nämlich eine gute Empfehlung, ausgeblieben ist? Gewinnspiele sind nicht nachhaltig, was aber für viele Selbstständige wichtig ist.

Faktor Kunde

Drehe ich meinen Blickwinkel und schaue ich als Kundin auf Facebook, habe ich einen anderen Aspekt im Kopf. Es gab schon mal ein, zwei Momente, in denen ich mich über ein Produkt/Dienstleistung großer Firmen geärgert habe. Über die Hotline konnte ich mein Problem nicht klären und auf E-Mails habe ich keine Antwort erhalten. So habe ich als Kundin mein Problem auf der Firmen-Facebookpage direkt gepostet. In allen Anliegen die ich bisher hatte, habe ich daraufhin eine zufriedenstellende Reaktion und Lösung erfahren. Aber nur, weil ich das Problem dort öffentlich und für alle einsehbar gepostet habe. Es ist an sich ein Armutszeugnis für alle Firmen, die erst eine Facebookpage brauchen, um einen Kunden glücklich zu machen.

Ändern wir den Blickwinkel auf unser eigenes Verhalten. Wir sind ja nicht nur Selbstständig und möchten unsere Produkte besser verkaufen, wir sind auch privat auf Facebook unterwegs. Wie verhalten wir uns privat dort? Wie viele Produkte und Dienstleistungen kommentieren und teilen wir? Wenn ich mein Verhalten analysiere, gehöre ich auch nicht zu den Menschen, die bei Facebook posten, wenn ich ein Produkt toll finde. Ich like auch keine bezahlte Werbung.
Letztens hatte ich eine Freundin zu Besuch. Wir haben beide Hunde. Ich erzählte von einer neuen Form der Floh- und Zeckenbekämpfung bei meinem Hund. Wir hatten ähnlich schlechte Erfahrung mit anderen Anti-Zecken-Produkten. Ich erklärte ihr, was ich gefunden habe und das es nach einem Jahr wirklich gut funktioniert. Hätte ich diese Erfahrung bei Facebook gepostet? Eher weniger, warum auch? Ein Großteil meiner Freunde auf Facebook hat keinen Hund. Ich würde stattdessen das Produkt, sofern ich es bei einem Händler wie Amazon gekauft habe, eher dort bewerten, weil ich weiß, dass andere Produktbewertungen mir schon oft geholfen haben. Wieder ein Argument, was ich entkräften kann. Viele Marketing-Spezialisten beziehen sich auf das Empfehlungsmarketing bei Facebook. Die User, die das betreiben bekommen das Produkt entweder geschenkt oder werden dafür bezahlt. Aber welcher Nutzer postet von sich aus regelmäßig, wenn er etwas besonders gut findet? Das wird eher mit Freunden bei einem gemeinsamen Treffen diskutiert. Und wie glaubwürdig ist bezahltes Empfehlungsmarketing?

Warum schreibe ich diesen Artikel?

Mir ist es wichtig, dass man einmal selber darüber nachdenkt, was man wirklich braucht – für sich persönlich und seinen geschäftlichen Bereich. Und wie man sich selber verhält und seine Erwartungen an andere überprüft.

Es gibt unglaublich viele Menschen, die damit ihr Geld verdienen, zu behaupten, man müsse das heutzutage alles mitmachen. Nein, das muss man nicht. Im Gegenteil, oft ist die Zeit, Energie und Kreativität an anderen Orten viel besser aufgehoben und wirken sich erfüllend aus.
Ich würde mir wünschen, wenn es differenziertere Artikel zum Thema “In 7 Schritten erfolgreich als Selbstständiger mit Social-Media” geben würde. Artikel, die nicht einfach nachplappern sondern ganz individuell auf das Thema eingehen. Ich sage nicht, das Facebook für alle nichts taugt aber auch nicht, das es Heilsbringend für alle ist.

Glaube nicht alles, was sogenannte Social-Media-Experten von sich geben, überprüfe und bilde dir eine eigene Meinung! Und noch wichtiger, mache es selber, probiere dich aus und überprüfe von Zeit zu Zeit deine Einstellungen. Lerne und bilde dich weiter! Gib nicht alles in so genannte Expertenhände. Nur so kannst du wirklich erfahren, was gut für dich und dein Geschäft ist. Alles andere sind Märchen!

Warum tue ich mir Facebook noch an?

Natur- und Landschaftsfotografie Workshop

Was bleibt, wenn wir morgen sterben und feststellen, dass wir zuviel Zeit in den sozialen Medien verbracht haben, anstatt sich ganz persönlich mit anderen Menschen auszutauschen, zu diskutieren und gemeinsam ein schönes Essen oder einen Ausflug gehabt zu haben?

Die Frage habe ich mir gestellt, als ich mich an einem Sonntagabend über einen Facebookpost einer unbekannten Dame geärgert hatte und auf dem ich auch noch schriftlich statt persönlich im Gespräch reagieren musste.
Dabei ist das heutige Leben so unruhig. Nicht nur die politischen und wirtschaftlichen Fragen unserer Zeit, die auch mich ganz persönlich betreffen sondern auch Schicksale im Freundeskreis, die zeigen wie zerbrechlich und fragil unser Lebensentwurf ist. Wie schnell sich alles ändern kann, ohne das man darauf viel Einfluss nehmen kann. Und so saß ich spät am Abend vor dem Fernseher und schaute mir eine Reportage über das heutige Rom an. Das Dolce Vita, der morgendliche Espresso, die heißen Alleenstraßen, die von Zypressen gesäumt werden, das Kolosseum, die kühlen Katakomben unter der Stadt und die belebten Straßen in der Nacht. Ich spürte förmlich die Mittelmeersonne auf meinem Gesicht und das Flair dieser Stadt und genoss die Fahrt auf der Vespa mit der Moderatorin so als wenn ich live dabei gewesen wäre. Dabei habe ich die ewige Stadt auf meinen Italienreisen nie besucht, da ich Verkehrslärm und viele Menschen gerne meide. Und gleichzeitig viel mir der Stress mit Facebook ein und ich dachte, warum tue ich mir das noch an? Für wen und warum? Was ist noch an Facebook sozial, war es das überhaupt einmal?

Natur- und Landschaftsfotografie Workshop

Als ich Facebook 2006 kennen lernte, gab es die Plattform noch nicht einmal in der deutschen Sprache. Mindestens weitere drei Jahre war ich dort meist mit Foto- und Blogfreunden verbunden, die ich nicht persönlich kannte, da mein Freundeskreis vor Ort von Facebook noch nie etwas gehört hatte. Damals fühlte ich mich wie eine Außerirdische und fand Facebook irgendwie cool, weil es sich so international anfühlte. 2010 gründete ich mit dem Namen meines damaligen privaten Blogs eine Fanpage und als ich auf meinem Blog die Frage an meine Leser stellte, wer dort Fan werden möchte, ging ein Aufschrei durch alle Kommentare. Trotz aller negativen Reaktionen hatte ich damals schnell 600 Leser, die aber statt zu kommentieren, wie ich das auf meinem Blog gewöhnt war, nur noch mal schnell ein Like hinterließen.

Mit der Eröffnung meiner Fotografie-Page sollte alles anders werden. Aber ich hatte die Rechnung ohne Facebook gemacht. Mit der künstlichen Verknappung von Reichweite und der Ausblendung wer meine Seite liked – und stattdessen täglicher Facebook E-Mails, ob ich nicht Werbung schalten möchte um meine Reichweite zu erhöhen, ging es nicht voran. Von all meinen Lesern kenne ich nur eine Handvoll, die regelmäßig liken und kommentieren. Egal bei welchem Thema. Nicht einmal mein Partner liked meine Posts und als ich ihn erbost ansprach, das er mich doch wenigsten medial unterstützen könnte, sagte zu mir „Ich like nie, egal welche Seite, das findet er dumm und überhaupt, wer weiß ob darüber nicht ein Mißbrauch stattfinden kann“. Von dieser Seite hatte ich das auch noch nicht betrachtet…

Natur- und Landschaftsfotografie Workshop

Natürlich hätte ich auch wie einige meiner Kollegen 10.000 Fans + Likes + Kommentare für ein paar Euro einkaufen können, doch das fühlte sich für mich und mein Business nicht richtig an. Auch wenn das mittlerweile fast alle machen, sah ich nicht den Nutzen. Keiner von diesen – teilweise in Asien computergenerierten Profilen – würde jemals bei mir einen Kurs buchen, ein E-Book kaufen oder sich einfach mal auf einen Kaffee mit mir treffen wollen.

Gleichzeitig erfuhr ich in persönlichen Gesprächen mit meinen Kunden, das die Mehrheit gar nicht bei Facebook ist und wenn doch, mit Facebook nicht allzu viel am Hut haben. Meine letzten Kurse sind größtenteils über diesen Newsletter, meinen Blog, mein Naturfotografiebuch oder über persönliche Empfehlungen zustande gekommen. Aber niemand kam über Facebook und Co. Das ist die berufliche Seite, aber die private sieht nicht besser aus.

Gerade die letzten Monate haben mich sehr geschockt. Ich musste Facebook wirklich meiden, weil ich die politischen Statements, in Verbindung mit Katzenvideos, Werbung, esoterischen Sinnsprüchen und am allerschlimmsten, die bösartigsten Streitereien um Flüchtlinge nicht mehr ausgehalten habe. Wie viele Menschen in den letzten Monaten bei Facebook ihr wahres Gesicht zeigen, wie menschen verachtend viele denken, wie hässlich die Gemeinschaft in allen politischen Lagern ist, ist unerträglich. Und wieder die Frage, was ist an den Social-Medien sozial? Nichts, die einen die mal eine gute Sache erfunden haben, sind heute nur noch auf immer mehr Gewinne aus und die anderen haben eine Plattform gefunden, in der sie sich ohne Achtung vor anderen ausleben können und dabei auch keine Angst vor Konsequenzen befürchten müssen.

Natur- und Landschaftsfotografie Workshop

Auf Facebook wird Krieg geführt! Krieg um Geld und Macht.

Schon vor einem Jahr habe ich darüber nachgedacht, Facebook abzumelden (hier findest du weitere 10 gute Gründe dafür). Doch überzeugten mich andere, dass es doch ein wichtiges Marketinginstrument sei und jeder Fotograf müsste dort vertreten sein.

Nach fast 10 Jahren habe ich mein Konto auf Eis gelegt. Ich möchte lieber reisen, als mich vor den Bildschirm zu setzen und ich möchte lieber die Menschen persönlich kennen lernen. Ich würde mich darüber freuen, wenn wir uns alle wieder persönlich zum Geburtstag gratulieren würden und Feste ohne Facebook-Veranstaltungstool spontan gefeiert werden. Und am allerwichtigsten – ich möchte mich keinen Wettkampf mehr um Likes stellen und mich über die Anzahl meiner Leser definieren. Meine Arbeit ist nicht schlechter, nur weil ich kein Facebook-Shootingstar bin.

Mein Blog und der dazugehörige Newsletter – das ist mein Medium. Seitdem ich im Herbst letzten Jahres die Themen meines Newsletters geändert habe, bekomme ich ganz viel Post. So viele persönliche Geschichten, die mir geschickt werden. Erzählungen bei denen ich Pipi in die Augen bekomme und meine Leser und Kunden auf einer ganz anderen Ebene kennen lernen darf. Ich kann mich nur für das Vertrauen bedanken und ich vermute mal, auf Facebook wird mich niemand vermissen, da es mich ja hier gibt. Viel persönlicher, authentischer und mit ganzem Herzen dabei.

Wie finde ich meine Passwörter wieder?

Schmuckfotografie - Produktfotografie

Immer wieder erlebe ich es, ob in Schulungen aber auch an mir selber, das ich nicht mehr weiß, welche Passwörter ich verwendet habe. Zwar habe ich wie viele andere auch 3-4 Standard-Passwörter, doch oft muss man diese alle paar Wochen ändern oder mit Zusatzzeichen versehen, die man schon eine Stunde später vergessen hat.

Und mal Hand aufs Herz, wer schreibt sich alle Passwörter auf? Im Grunde genommen braucht man am Arbeitsplatz ein Passwort Heftchen, indem man jede Seite im Internet, jedes E-Mail Passwort, jede Serienummer  einträgt. Aber wer macht das schon?

Wie komme ich  an meine Passwörter heran, wie kann ich die auslesen?

Vor allem dann, wenn die Funktion “Passwort an E-Mail zusenden” versagt, weil man auch schon vergessen hat, mit welcher E-Mail man eingetragen ist. Jeder Browser, ob Chrome, Firefox, Safari oder Internet-Explorer erlauben es dem Anwender, die Passwörter auszulesen. Meine Erfahrung ist aber, das ich meistens eine Stunde lang suchen muss, bis ich die entsprechende Funktion gefunden habe. Das liegt daran, das Screenshots aus der Hilfe oder im Internet veraltet sind und die Funktion nun woanders und unter einem anderen Namen zu finden ist. Das ist häufig nervig.

Wer mit dem PC unter Windows arbeitet, hat nun die viel einfachere Möglichkeit, sich ein kostenloses Programm herunter zu laden, mit dem du in den unterschiedlichsten Browsern nach Passwörtern suchen kann. Wenn du deine Passwörter für E-Mails (z.B. Windows Mail) verloren hast, auch hierfür gibt es eine kostenlose Software – ebenso für die Produktkeys für Windows und Office.

Mein Tipp:

Lade dir die Software herunter, sodass du im Notfall schnell und einfach deine Passwörter auslesen und speichern kannst. Wichtig: Druck dir die Liste auch aus und hefte sie in einem Ordner ab, sodass du nach einem Computer-Absturz und Neuinstallation des Betriebssystems auf deine Passwörter zugreifen kannst bzw. speichere die Listen als *.txt Datei auf einen externen Speicher, aber so, das Fremde keinen Zugriff darauf haben (Die Dropbox wäre z.B. ein schlechter Ort, da diese gerne mal von außen geknackt und ausgelesen wird)!

Jetzt muss ich das auch mal endlich machen, immer diese klugen Reden :-)