Kategorie: Natur & Pflanzen

Wie ich im Frühjahr zur Sturmjägerin wurde

Eindrucksvolle Gewitter- und Unwetterfront über Sachsen in Deutschland

Heftige Sturmfronten und Gewitter sieht man meistens eigentlich nur im Fernsehen. Im Frühjahr hatte ich auf dem Weg nach Hause das Glück, mitten in eine aufziehende Sturmfront hinein zu fahren. Wie immer in diesen Momenten muss ich einfach anhalten und Fotos machen – auch wenn die Familie im Hintergrund Zeter und Mordio schreit. Einfach nur weiterfahren, dass wäre ein Frevel gewesen.

Eindrucksvolle Gewitter- und Unwetterfront über Sachsen in Deutschland

Besonders spannend waren für mich nicht nur die Wolkenformationen am Himmel sondern auch das durchbrechende Licht. Das hat der Landschaft etwas magisches gegeben. Die aufsteigenden Nebel stammten dabei aber nicht von der Sturmfront, sondern von den vielen Osterfeuern, die an diesem Samstagabend entzündet wurden.

Eindrucksvolle Gewitter- und Unwetterfront über Sachsen in Deutschland

Wie fotografiert man Sturmlandschaften mit Sonneneffekten?

Fotografiert habe ich die Landschaftsbilder mit einer weit geschlossenen Blende (f8-16) und meinem 50mm Objektiv. Ich wollte nicht nur eine hohe Tiefenschärfe erreichen, sondern auch die durchbrechenden Sonnenstrahlen als Sternchen fotografieren. Dadurch wurden die Bilder gleichzeitig sehr dunkel und mystisch, was zur Stimmung des Moments sehr gut passte. Um diesen Effekt zu betonen, habe ich noch eine ganze Blende unterbelichtet.

Wenn du ebenfalls mit einer weit geschlossenen Blende arbeiten willst, dann achte auf die Belichtungszeit. Ist sie zu lang, können die Bilder verwackeln. Das kannst du entweder mit einem Stativ oder einer höheren ISO verhindern.

Als ungefähre Faustregel gilt: Verschlußzeiten unter 1/80Sek sind kaum verwacklungsfrei zu halten. Besser ist eine kürzere Belichtungszeit.

Eindrucksvolle Gewitter- und Unwetterfront über Sachsen in Deutschland

Zwischen den einzelnen Motiven bin ich auf Landstrassen und der A14 entlang der Sturmfront gefahren. Sie zog sich vor mir her, sodass ich das Geschehen am Himmel aus der Ferne beobachten konnte. Das Licht änderte sich minütlich. Ein grandioses Naturschauspiel, was ich nicht oft in dieser Dramatik zu sehen bekomme…

Eindrucksvolle Gewitter- und Unwetterfront über Sachsen in Deutschland

Wenn du mit mir einen Workshop zur Natur- und Landschaftsfotografie machen möchtest, dann kannst du mich ganz persönlich buchen! Ich freue mich auf dich…

2-tägiger Workshop: Sinnliche, kreative Landschafts- und Naturfotografie

Vom Wandern über dem Nebelmeer und vom Glück des Alleinseins

Landschaftsfotografie, Naturfotografie im Elbsandsteingebirge, Nationalpark Sächsische Schweiz

Vor einigen Jahren, als ich mich noch nicht so intensiv mit der Fotografie beschäftigte, war mir nicht bewusst, wie kurz oft der Moment ist, um ein besonderes Foto aufzunehmen. In meiner Vorstellung war das sogar recht einfach, vor allem wenn die Wettervorhersage stimmte und die Sonne schien. Wie trügerisch dieser Gedanke war, merkte ich erst, als ich mich ganz intensiv mit der Landschaftsfotografie auseinander setzte.

Spätestens als ich das fünfte Mal in Folge morgens um 3 Uhr losfuhr, um pünktlich zur blauen Stunde auf der Bastei zu stehen und um einmal den Sonnenaufgang fotografisch festzuhalten, der mir vorschwebte. Doch so einfach ist das nicht, vor allem wenn man nicht mal eben um die Ecke wohnt und man spontan losfahren kann.
So braucht es eine große Portion Glück mit seiner Kamera zur richtigen Zeit am richtigen Ort zu sein. Manchmal gelingt es nie und manchmal erlebt man dieses Glück ganz unverhofft.

Letztes Wochenende wurde ich vom Tourismusverband Sächsische Schweiz zu einem Fotografentreffen nach Bad Schandau eingeladen. Da die Sächsische Schweiz nicht mal eben um die Ecke liegt, bin ich das ganze Wochenende dort geblieben. Ich wollte mit meiner Familie ein bisschen wandern und ausspannen.

Da der August nicht unbedingt zu meinen fotografischen Lieblingsmonaten gehört (das Grün der Bäume und Wälder ist jetzt viel zu dunkel und schmutzig), hatte ich auch keine besonderen fotografischen Ambitionen. Ich mietete mich spontan mithilfe des Buchungsservices der Sächsischen Schweiz zwischen Bad Schandau und Rathen ein (eine große Auswahl gab es nicht, da fast alles belegt war) und da ich im Dunkeln nach meinem Termin anreiste, war ich mir der umliegenden Landschaft nicht wirklich bewusst.
Landschaftsfotografie, Naturfotografie im Elbsandsteingebirge, Nationalpark Sächsische Schweiz
Leider schlafe ich seit vielen Jahren an fremden Orten nicht besonders gut, sodass mich kurz nach Sonnenaufgang nichts mehr in den Federn hielt. Meine Hündin sah das genauso, sodass ich meine DSLR Nikon D750 mit dem leichten 50mm Objektiv schnappte und loszog. Die Unterkunft lag mitten in der Natur und als ich vor die Tür trat, sah ich wie der Nebel überall im Tag aufstieg und in der Morgensonne verdunstete.

Tage zuvor hatte es stark geregt und es war der erste Morgen, an dem die Sonne wieder schien. Wenige hundert Meter weiter sah ich den Felsen Gamrig zwischen den Nebelschwaden in der Landschaft leuchten. Er zog mich magisch an und ich spürte den Wunsch genau jetzt dort oben stehen zu wollen. Zu diesem Zeitpunkt wusste ich noch nicht, welcher Felsen dort vor mir lag und welche kunstgeschichtliche Bedeutung er hat.
Landschaftsfotografie, Naturfotografie im Elbsandsteingebirge, Nationalpark Sächsische Schweiz
Spontan zog ich los und tatsächlich führte ein schmaler Wanderweg hoch auf das 253 Meter hohe Plateau. Der Waldboden war nach dem langen Regen matschig und rutschig. Im Wald war es noch dunkel und die Bäume schüttelten die letzten Regentropfen von ihren Blättern.

Landschaftsfotografie, Naturfotografie im Elbsandsteingebirge, Nationalpark Sächsische Schweiz

Um mich Drumherum war es absolut still. Kein Mensch war zu sehen, aber auch kein Vogelgesang war zu hören. Nur das schmatzen meiner Schuhe im Matsch und das hecheln meines Hundes. Gemeinsam bestiegen wir den Gamrig.

Landschaftsfotografie, Naturfotografie im Elbsandsteingebirge, Nationalpark Sächsische Schweiz

Zwischendurch nahm ich meine Hündin auf den Arm, weil die Treppen schmal und steil wie Himmelsleitern nach oben führten. Kaum traten wir aus dem Wald heraus, umfingen uns wieder die warmen morgendlichen Sonnenstrahlen.
Landschaftsfotografie, Naturfotografie im Elbsandsteingebirge, Nationalpark Sächsische Schweiz
Überall glitzerten im Sonnenlicht die letzten Regentropfen, während im Tal der Nebel aufstieg. Eine Szenerie, die, wenn man sie nicht selber erlebt hat, kaum vorstellbar ist. So stand ich ganz alleine auf dem Gipfel des Gamrig und war überwältigt. Überwältigt, weil ich dieses Naturschauspiel ganz alleine und nur für mich bestaunen durfte. Weil ich nicht reden musste, kein Geräusch mich ablenkte und ich ganz still für mich alleine in der Landschaft versinken durfte.
Landschaftsfotografie, Naturfotografie im Elbsandsteingebirge, Nationalpark Sächsische Schweiz
Welch ein Privileg, denn die ausgetretenen Pfade hoch zum Gamrig zeugen davon, dass dieses Felsmassiv oft bestiegen wird und bei diesem Wetter hätte ich eine Vielzahl von Fotografen erwartet. Ich setzte mich auf einen Felsenvorsprung und genoss die warmen Sonnenstrahlen in meinem Gesicht.
Landschaftsfotografie, Naturfotografie im Elbsandsteingebirge, Nationalpark Sächsische Schweiz
In diesem Moment wusste ich noch nicht, dass mein Lieblingsmaler Caspar David Friedrich, den Gamrig als ein Motiv in seinem bekannten Bild „Der Wanderer über dem Nebelmeer“ verwendete, doch ich spürte, dass dieser Berg etwas Einzigartiges ist.

Das ich dieses Nebelmeer nun mit eigenen Augen sehen konnte, hat mich mit großer Freude erfüllt.
Ich kann die Faszination Friedrichs verstehen, diese Naturgewalt so gemalt zu haben. Zumal diese Nebel in dieser Art nicht täglich sind. Wäre ich nur 10 Minuten später gekommen, hätte ich nichts davon wahrnehmen können.
Landschaftsfotografie, Naturfotografie im Elbsandsteingebirge, Nationalpark Sächsische Schweiz
Denn das Glück der aufsteigenden Nebel in der Morgensonne hielt nur einen gefühlten Wimpernschlag an. Nach wenigen Minuten zogen schnell und ganz unbemerkt dunkle Wolken auf, die mich den ganzen Tag weiter begleiteten. Schlagartig verzogen sich die Verdunstungsnebel und alles wirkte wieder trüb und grau. Die blühende Heide hörte auf zu glitzern und es wurde Zeit für den Abstieg.
Landschaftsfotografie, Naturfotografie im Elbsandsteingebirge, Nationalpark Sächsische Schweiz
Mein Erlebnis ist ein paar Tage her, doch ich spüre nach wie vor den Zauber in mir. Ein Erlebnis was mich in seiner Einfachheit überwältigt hat. Ich freue mich darüber, dass ich meine Furcht überwunden habe, dort alleine hochzuklettern. Aber gerade weil ich dort alleine war, keine weiteren Menschen den Zauber des Augenblickes störten, bin ich dankbar für diesen wunderbaren Moment. Er ist so selten geworden und er hat mich über den Tag gerettet, als ich mit vielen anderen Menschen zum Prebisch-Tor gewandert bin. Doch das ist eine andere Geschichte.


Mit meinem Handy habe ich vor Ort ein Mini-Video gedreht. So schön wie die Nebelschwaden in der Morgensonne aufsteigen…

Außerirdisch schön: Bizarre Unterwasserwelt

Aquariumfotografie: Fantastische Unterwasserwelt im Aquarium

Aquariumfotografie ist meine heimliche Leidenschaft. Fische und andere Unterwasserbewohner haben eine magische Wirkung auf mich. Vielleicht liegt es daran, das ich selber im Sternzeichen der Fische geboren bin und selber gerne im See oder Meer schwimmen gehe. Nur mit dem Tauchen will es nicht so klappen und eine Unterwasserkamera kann ich auch nicht mein Eigen nennen.

Aquariumfotografie: Fantastische Unterwasserwelt im Aquarium

Fische zu fotografieren, hat etwas Meditatives, sehr beruhigendes. Man kann in deren Welt versinken und sich einfach an den Farben und Formen erfreuen.  Für mich ist dieses Thema der Fotografie ein wunderbarer Ausgleich zu meinem Beruf als Fotografin. Ich muss mit diesen Bildern kein Geld verdienen, ich muss keinen Kunden glücklich machen – ich mache sie einfach für mich.

Aquariumfotografie: Fantastische Unterwasserwelt im Aquarium

Daher ist die Aquariumfotografie eine tolle Alternative für mich. 2013 hatte ich schon einmal Fotoaquarianertipps veröffentlicht, die ich nach wie vor beherzige. In diesem Sommer habe ich es etwas anders gemacht.

Aquariumfotografie: Fantastische Unterwasserwelt im Aquarium

Ich habe die Blende und Belichtungszeit fest auf 1/125sek, f2.8, ISO 200 eingestellt. Fotografiert ohne Blitz und Stativ, aber mit sehr viel Ruhe und einer Fokussierung auf das Geschehen im Wasser.

Aquariumfotografie: Fantastische Unterwasserwelt im Aquarium

Im Display waren die Bilder zwar komplett unterbelichtet, teilweise fast schwarz (je nach Beleuchtung des Aquariums), aber ich wusste, das ich im RAW die Farben wieder herausholen kann. Mein Plan ist aufgegangen, der Autofokus hat meine Motive scharf gestellt.

Aquariumfotografie: Fantastische Unterwasserwelt im Aquarium

Schade das es an diesem Tag in den Aquarien des Zoos Leipzig sehr sehr voll war. Besonders angetan war ich von den neu angelegten Aquarien im Gondwanaland, die ich bisher noch nicht kannte. Wenn du noch nicht dort warst, kann ich  dir das Gondwanaland sehr empfehlen.

Beherzige dabei den Tipp: Gehe nicht gleich Morgens am Anfang dorthin, sondern drehe gegen den Uhrzeigersinn deine Runde durch den Zoo und besuche das Gondwanaland erst am Nachmittag. Dann wirst du dort fast alleine sein :-) Genieße die fahrt auf dem Boot und entdecke dann den Jungle…

Aquariumfotografie: Fantastische Unterwasserwelt im Aquarium

Ein Wintertag im Zauberwald – Workshop Sinnliche Naturfotografie

Fotospaziergang im Zauberwald am Hintersee Natur- und Landschaftsfotografie Workshop Inhalt: Natur- und Landschaftsfotografie ist keine Frage der teuersten Fotoausrüstung und einer aufwendigen Fernreise. Viel wichtiger ist das Sehen und Wahrnehmen eines ganz besonderen Motivs. Das kann direkt vor Ihrer Haustür liegen und noch so klein und unscheinbar sein. Mit ein wenig Kreativität und der Anwendung von Komposition, Licht und Blende machst du aus einem langweiligen Bild ein ganz besonderes Foto. Ich möchte dir meine Herangehensweise zur Naturfotografie gerne vermitteln. Dabei gehe ich ganz individuell auf deine fotografischen Vorkenntnisse ein und verrate bei einem gemeinsamen Fotospaziergang Übungen, kreative Bildgestaltung und persönliche Tipps. Dabei geht es nicht nur um die Kameratechnik, sondern auch um das Sehen, Wahrnehmen und die Inspiration, die Sie in der Natur in jeder Jahreszeit finden können. Ich werde dich nicht mit grauer Theorie langweilen, sondern vielmehr vor Ort auf deine Fragen eingehen. Individuell und persönlich. Komm mit mir auf einen Naturfotografie Spaziergang an einem der schönsten Orte im Berchtesgadener Land: Der Zauberwald am Hintersee (Ramsau), laden zu jeder Jahreszeit zu einem Naturfotografie-Workshop ein.

Kennst du mein Buch „Naturfotografie mal ganz anders“? Wenn ja, weißt du sicherlich, dass ich leidenschaftlich gerne im Winter an der Ostsee als auch in den Alpen unterwegs bin. Gegensätzlicher können die Landschaften nicht sein, aber genau das liebe ich. Die raue winterliche See als auch die klaren kalten Tage in den Bergen.
Beide Gegenden haben im Winter eines gemeinsam: Jenseits der touristischen Gebiete kann man stundenlang alleine in der Natur sein. Es ist traumhaft schön, im Berchtesgadener Land durch den Schnee zu wandern, Tierspuren zu entdecken und dann nach einem langen Fotospaziergang sich in einer Hüte am Kamin mit einem Glas Jagertee aufzuwärmen.
Möchtest du mit mir genau so einen Fotospaziergang erleben? Dafür habe ich einen der schönste Orte im Nationalpark Berchtesgadener Land auserkoren: Den Zauberwald am Hintersee (Ramsau).

In den letzten Weihnachtsferien war ich dort und habe bei frühlingshaften Temperaturen auf den Schnee gewartet, der sich erst zögerlich durch Schneeregen ankündigte. Dabei sind wunderschöne Naturbilder entstanden.

Denn egal ob wir am 27.12.2017 Schnee haben werden oder nicht, der Rundwanderweg durch den Zauberwald ist traumhaft schön. Ich möchte dich herzlich dazu einladen.

Eine gute Gelegenheit, sich nach Weihnachten zu bewegen, neue Menschen kennen zu lernen und sich gemeinsam über unsere Leidenschaft der Fotografie auszutauschen. Der Spaziergang startet um 10 Uhr am Parkplatz Hintersee und dauert ca 6 Stunden und wer mag, kehren wir gemeinsam auf einen Jagertee und einer Brotzeit anschließend ein.

Wenn du nicht dabei sein kannst, vielleicht magst du meinen Fotospaziergang als Gutschein zum Fest verschenken? Für alle die im Großraum München-Salzburg wohnen, ist der Parkplatz im Nationalpark innerhalb von ein bis zwei Stunden erreichbar.

Hier geht es zur Buchung

PS: Kinder sind herzlich willkommen und können bis zum 12. Lebensjahr kostenlos dabei sein!

Tulpenblüte wie in Holland

Workshop: Vom Foto zum Gemälde

Wonne Monat Mai – doch wo ist er hin? Ist es bei dir auch so kalt und verregnet? Mit einem dicken Pullover und einer heißen Tasse Tee sitze ich in meinem neuen Atelier und sichte und bearbeite Fotos vom letzten Wochenende. Das lange erste Mai Wochenende war in diesem Jahr ganz besonders für mich und meine Familie. Nach vielen Jahren waren wir mal wieder zu einer Hochzeit eingeladen und es war schön nur als Gast und ohne Kamera den Abend zu genießen.

Der 30. April – die Walpurgisnacht- ist gleichzeitig mein Lieblingstag im Jahr. Nicht nur wie ich aus dem Harz stamme und die Hexen in dieser Nacht ihr Unwesen auf dem Brocken treiben, sondern weil ich an diesem Tag mit meinem Partner vor 20 Jahren auf der Leuchtenburg zusammen gekommen bin. Als Jenaer Student gehörte es dazu, an diesem Tag dort die Walpurgisnacht feiern zu gehen. Bis heute ist es ein besonderes Highlight, auch wenn ich seit meinen Studienzeit nie wieder dort gewesen bin.
Workshop: Vom Foto zum Gemälde

Seit vielen Jahren ist es Tradition, dass wir an unserem Lieblingstag zusammen etwas unternehmen. In diesem Jahr wollte ich in meine alte Heimat zurück. Im Winter hatte ich eine Reportage über die größten Tulpenfelder Deutschlands gesehen, die wie sollte es anders sein, in meiner alten Heimat in der Magdeburger Börde gedeihen. Es ist manchmal unglaublich, was man alles nicht weiß (obwohl ich als Kind nicht weit entfernt davon aufgewachsen bin) und das wir im Osten Deutschlands ebenso wie in Holland wunderschöne Tulpenfelder haben und das schon seit über 100 Jahren.

Workshop: Vom Foto zum Gemälde

Da die letzten Wochen sehr kalt waren, stand die Aussicht nicht schlecht, die Tulpenblüte in voller Pracht zu erleben. Und nachdem wir eine halbe Stunde auf einem verstaubten Feldweg durch grüne Getreidefelder gelaufen sind, offenbarten sie sich am Horizont. Es ist immer wieder ergreifend, so eine Blütenpracht in einer Fülle zu erleben, die einem glatt den Atem raubt. 45ha Tulpenfelder, die in vielen Farben blühen. In ihrer Masse eine unglaubliche Farbenvielfalt, im Einzelnen eher eine Monokultur auf nacktem Ackerboden. Ich war fasziniert von dem Gesamteindruck und der doch fehlenden Individualität. Obwohl – so ganz stimmt das auch nicht. Ich fand es vor allem fotografisch toll, zwischen den Monokulturen Ausreißer zu entdecken. Eine gelbe Tulpe zwischen Lila-Farbenen. Eine rote Blüte im gelben Tulpenmeer.

Workshop: Vom Foto zum Gemälde

Am Ende unserer Tulpenwanderung habe ich mir noch einen großen Strauß Tulpen für zu Hause mitgenommen, da selber pflücken leider nicht erlaubt war. Während der Blumenstrauß langsam verblüht, habe ich noch meine Fotos zur Erinnerung.
Heute ist so wunderbarer verregneter Tag, der dazu einlädt, die Bilder zu bearbeiten. Im Hinblick auf meinen Bildbearbeitungsworkshop nächste Woche hatte ich mal wieder Lust, meine eigenen Fotos mit Texturen zu bearbeiten. Eine wunderbare entspannte Arbeit, bei der ich gerne in einen kreativen Flow komme und meine Außenwelt dabei gerne vergesse.

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Vielleicht hast du Zeit und Lust nächste Woche in meinem Workshop dabei zu sein. Du kannst gerne eigene Fotos mitbringen bzw. wir haben auch Zeit, neue Fotos zu machen. Wenige Minuten von meinem Atelier sind wir direkt an der Mulde. Im angrenzenden Auenwald blüht es zurzeit in allen Ecken, sodass wir hier wunderbare Naturmotive finden und mit denen wir später im Atelier weiter arbeiten können. Selbstverständlich habe ich im Atelier auch einen Übungslaptop da, falls du keinen eigenen Rechner mitbringen kannst.
Wenn du Fragen hast, ruf mich an. Ich freue mich auf dich!

Workshop: Vom Foto zum Gemälde

Spaziergang im Wald

Im Einklang mit der Natur: Mit kreativen Motiven zu mehr Ruhe un

Heute Morgen war ich schon früh im Wald mit meiner Hündin unterwegs. Es sollte wieder ein heißer Tag werden und da sind die Morgen- und Abendstunden mir die liebsten, unterwegs zu sein. Überall glitzerte es im frühen Morgenlicht und die Sonnenstrahlen brachen durch das dichte Laub. Ein bisschen Herbstgeruch liegt schon in der Luft. Die Birken sind an einigen Stellen schon richtig gelb und im Wald wachsen die Pilze und verströmen ihren eigenen erdigen Pilzgeruch.

Im Einklang mit der Natur: Mit kreativen Motiven zu mehr Ruhe un

Eine wunderbare Zeit. Ich begegne so gut wie keinen Menschen und im gleichmäßigen Rhythmus des Gehens kommen und gehen viele Gedanken und Ideen. Manchmal bin ich so sehr versunken, dass ich gar nicht bemerke, wie weit ich schon gelaufen bin. In den letzten Tagen hatte ich wieder sehr viel Sehnsucht nach der ruhigen Zeit aus meiner Kindheit. Wenn am Wochenende meine Oma beim klassischen Sonntagskonzert im Radio Nudelteig ausrollte und diesen anschließend in den Garten auf einem alten Holzbrett zum trocknen stellte. Es war so friedlich, so ruhig. Wir lebten in den Tag hinein und im Sommer lag ich stundenlang leicht schaukelnd in der Hollywoodschaukel und habe den Bewegungen von Licht und Schatten, die bei der leichten Bewegung entstanden, zugeschaut. Das flirren in der Luft, die Sonnenstrahlen die in mein Gesicht fielen.  Es gab kein Handy, kein Telefon und Radio oder Fernseher waren die meiste Zeit ausgeschaltet.  Einen Computer kannte ich noch nicht, trotzdem war mir nie langweilig.

Im Einklang mit der Natur: Mit kreativen Motiven zu mehr Ruhe un

Heute bin ich erschrocken über die Menschen, die Armbänder tragen, die ihnen vorschreiben, was sie essen und trinken, wie viel Blutdruck sie haben und wie viele Bewegung sie noch machen müssen. Ginge es nach den Krankenkassen, würden diese Daten übertragen werden und entsprechende Boni bei Wohlverhalten ausgeschüttet werden. Eine gruselige Vorstellung, die sicherlich schon bald Realität wird. Und es wird noch absurder, wenn im Radio gebracht wird, dass die Kirchen verbieten, dass auf Friedhöfen und Kirchen kein Pokemon gespielt werden darf, weil Kindergräber bei der Suche geschändet wurden. Letztens stand ich in der Schlange vor einer Reihe Einkaufswagen, weil die Frau in vorderster Reihe einige Whatsapp schreiben musste und nicht bemerkte, das mittlerweile viele Leute hinter ihr standen und auch einen Wagen nehmen wollten.

Im Einklang mit der Natur: Mit kreativen Motiven zu mehr Ruhe un

Während die einen mitten auf der Autobahn wenden, um einen Pokemon zu fangen, geschehen in Belgien, Frankreich und sicherlich auch in Deutschland Dinge, die mich ängstigen. Eltern, die ihre Kinder verlieren, weil diese sich entschließen, als Kämpfer nach Syrien zu gehen. Eltern, die von Staat und Gesellschaft keine Unterstützung erfahren, wenn sie ihre Kinder aufhalten möchten, stattdessen als Schuldige angesehen werden. Die Gesellschaft bricht immer mehr auseinander und Informationen erhält man nur, wenn man nachts um 2 Uhr auf Nischensendern durch Zufall eine Reportage zu dem Thema sieht. Als Mutter frage ich mich, wie kann ich mein Kind davor schützen, wie kann ich es verhindern, dass es in die Fänge solcher Menschen gerät, dass es ein Opfer von verschiedenen Machtinteressen wird.

Im Einklang mit der Natur: Mit kreativen Motiven zu mehr Ruhe un

Das sind die Momente in denen ich mich nach der Küche meiner Oma sehne. In der leise klassische Musik in der Ecke dudelte, auf dem Herd die Kartoffeln vor sich blubberten, während auf der Fensterbank in der Sonne ein einfacher Hefeteig wuchs und dabei sein unnachahmlichen Geruch verströmte. Ich saß dabei am Küchentisch und entsteinte mit dem alten Holzmesser Pflaumen. Die süßesten Hälften wanderten in meinen Mund. Das Licht brach sich in der Gardine und ich sah den Staubflusen beim tanzen in den Sonnenstrahlen zu.

Im Einklang mit der Natur: Mit kreativen Motiven zu mehr Ruhe un

Das flirrende Licht heute Morgen im Wald hat mich auf diese Gedanken gebracht. Es sieht nicht anders aus als bei meiner Oma in der Küche, nur das es nicht nach Hefeteig und Pflaumen roch, sondern ganz erdig und moosig nach Wald. Die Luft war noch kühl und die Sonne verfing sich in den vielen Spinnennetzen am Wegesrand. Heute morgen hatte ich seit langem mal wieder meine Kamera dabei. Seitdem ich eine Joggingleine habe, kann ich einen Hundespaziergang auch wieder mit Fotografie verbinden, ohne Angst zu haben, dass mein Jack-Russel seinem Jagdtrieb fröhnt und mir dabei die Kamera aus der Hand reißt oder das Bild verwackelt.

Im Einklang mit der Natur: Mit kreativen Motiven zu mehr Ruhe un

Am Wochenende soll es weiterhin so heiß bleiben. Vielleicht nutzt du die ganz frühen Stunden, um in die Natur zu gehen? Eine halbe Stunde vor der Arbeit kann kleine Wunder vollbringen. Also schnapp dir deine Kamera und wenn es nur die Handykamera ist und geh spazieren. Du wirst sehen, wie leicht sich der Arbeitsbeginn anfühlen wird….

Möchtest du auch auf einen kontemplativen Fotospaziergang in die Natur mitkommen? Im Oktober beginnt mein neuer Fotografie Onlinekurs: Im Einklang mit der Natur. Ich freue mich auf dich.

Naturfotokurs mal ganz anders: Pinscher meets Jack-Russel

Hundefotografie-naturfotografiekurs (2)

In den letzten zwei Jahren habe ich in meinen Kursen ganz besondere Menschen kennen gelernt. Da ich mich auf Einzelkurse spezialisiert habe, ist jeder Kurs intim und je nach Teilnehmer auch ganz unterschiedlich und spannend für mich. Jeder kommt mit anderen Wünschen und Themen und ich habe die Chance, auf meine Schüler besonders einzugehen und mit Ihnen zu reden.

Ich habe früher, in meiner Zeit als Redakteurin und Projektmanagerin, ganz andere Kurse geleitet und auch selber besucht. Dabei war ich nie wirklich glücklich, da ich nicht das Gefühl hatte, auf die persönlichen Fragen eingehen zu können. Ich mag sehr gerne den Menschen in seiner Persönlichkeit kennen lernen, mit seinen Meinungen, Vorstellungen und Eigenheiten. Und ich finde es so schön, wenn sich meine Schüler nach einer kurzen Aufwärmphase öffnen, darüber sprechen, was ihnen wichtig ist, was sie bewegt und berührt. Gerade in den letzten Monaten hatte ich diesbezüglich wunderbare Kurse: Fremde Menschen kommen und gehen wieder in Freundschaft.

Hundefotografie-naturfotografiekurs (4)

In der letzten Woche hatte ich einen ganz besonderen Kurs: Andrea von Newspinscher hat mich mit ihrer Hündin Linda besucht. Für mich war es das erste Mal, dass mich eine Fotoschülerin mit Hündin besucht hat. Am Anfang war ich natürlich neugierig, wie meine Hündin Stella reagiert. Ich weiß, das sie sehr eifersüchtig werden kann, vor allem wenn ich einen fremden Hund streichle.

Hundefotografie-naturfotografiekurs (5)Um so erfreuter war ich, wie nach einer kurzen Kennenlernenphase beide Hündinnen friedlich und ganz entspannt miteinander agierten. Stella hat wie gehabt die Kuscheldecke von Linda okkupiert, sodass Linda in Stellas Körbchen musste.

Wir haben zusammen lange Spaziergänge und dabei viele praktische Fotoübungen gemacht. Im Gegensatz zu meiner Hündin läßt sich Linda sehr gern fotografieren und hatte sehr viel Muße, sich in Position zu setzen.

DSC_9133Stella läßt sich dagegen gerne in ihrer Jack-Russel-Manier von ihrem Jagdtrieb leiten und nölt, wenn es ihr zu langsam und langweilig wird. Da wird auch mal vor Frust das Blümchen kaputt gebissen, welches ich gerade fotografieren wollte.

Wir hatten Glück, dass das Wetter wunderbar mitspielte und unsere Fotospaziergänge ganz entspannt und harmonisch verliefen. Linda fing sich unterwegs einen kleinen Maus-Snack während ich in meinen letzten Blogartikel über die Natur im Muldental nicht zu viel versprach und wir auf dem Rückweg einer meiner Lieblings-Blindschleichen “Guten Tag” sagen konnten.

Der Naturfotografie-Workshop verging wie im Fluge. Zwei Tage voll gepackt mit vielen Gesprächen, Übungen und Bildbearbeitungen am PC. Ich fand es toll, das Andrea den langen Weg von Karlsruhe ins Muldental auf sich genommen hat und wir zusammen einen tollen Workshop hatten.

Wenn du auch gerne zu mir kommen möchtest, dann melde dich einfach bei mir. Natürlich darfst du auch gerne mit deinem Hund kommen. Im Hotel “Kloster Nimbschen”, indem auch Andrea übernachtet hat, sind selbstverständlich Vierbeiner gerne gesehen. Und auch bei mir steht immer ein Körbchen und ein leckerer Keks für deinen besten Freund bereit. Und wenn du magst, üben wir zusammen Hundefotografie – mal ganz anders. Mit vielen wertvollen Gesprächen und in einer entspannten Atmosphäre. Ich freue mich auf euch!

Hundefotografie-naturfotografiekurs (3)

 

Einladung zum Mittsommernachts-Fotospaziergang

Einladung zum Mittsommernachts-Fotospaziergang

Die Abende im Juni sind die schönsten im Jahr. Das Licht ist unglaublich romantisch und ich liebe die langen lauen Sommernächte. Was gibt es schöneres, als zu dieser Jahreszeit in den Abendstunden fotografieren zu gehen? Aus diesem Grund findet mein Fotospaziergang im Juni erst am Abend statt.
Wer mag, bringt sein Makro mit (bzw. für Nikon habe ich eins zum üben da) und wir fotografieren zarte Blumen- und Insektenfotografie.

In diesem Jahr findet mein Mittsommernachtsspaziergang am Samstag dem 18.6.2016 um 18 Uhr statt. Treffpunkt ist wie gehabt der Parkplatz an der Schiffsmühle. Nach dem Spaziergang treffen wir uns zu einem kleinen Absacker im Biergarten der Schiffsmühle. In einer kleinen Gruppe mit Gleichgesinnten hast du die Chance, mir alle Fragen zu stellen, die dir auf der Seele brennen.

Sei dabei, wenn die Junisonne nach einem langen Tag hinter der Mulde versinkt.

Hier geht es zur Anmeldung…

Smartphone Fotospaziergang mit vielen Tipps & Tricks für besser

Smartphone Fotospaziergang mit vielen Tipps & Tricks für bessere Fotos

Wusstest du schon, das ich Smartphone-Fotospaziergänge (max. 5 Personen, 25,- € p.P.) anbiete? Gerne auch für Jugendliche ab 12 Jahren, die ein eigenes Smartphone besitzen und gerne damit fotografieren.
Letztens war ich mit fünf coolen Mädchen an der Mulde unterwegs und wir hatten richtig viel Spaß zusammen.
Du kannst meinen Kurs als Gutschein zur Kommunion oder Geburtstag verschenken. In meinen Smartphonekursen gehe ich nicht nur auf die Fotografie und Bearbeitung mit Apps sein, sondern kläre auch gerne über Risiken über die Veröffentlichung von Fotos in den sozialen Netzen auf.
Melde dich einfach bei mir, wenn du einen Smartphonekurs für dich, deine Familie oder Kinder buchen möchtest. Gerne auch unter der Woche, am Wochenende und an einem Ort der Wahl.
Ich freue mich auf dich!

 

Fotoworkshop auf Rügen: Sinnliche Naturfotografie im Winter

Rügen im Winter ist ein Traum. Vor ein paar Jahren habe ich mir diesen erfüllt, weil ich immer von einem Aufenthalt am Meer geträumt hatte. Ursprünglich dachte ich an die raue Ostsee ganz weit im Osten, doch ich fand keine geeignete Unterkunft für einen längeren Zeitraum, sodass es mich unverhofft nach Rügen verschlug. Ich kannte die Insel nur aus dem Sommer und aus meiner Kindheit in der DDR. Im Winter lernte ich sie nun auf eine völlig andere Art kennen und verliebte mich unsterblich. Seitdem war ich noch ein paar Mal im Winter auf meiner Lieblingsinsel und habe wunderschöne, einsame Orte kennen gelernt. Orte, die im Winter einen ganz speziellen Charme haben, eine Tierwelt die unglaublich ist und eine Natur, die nicht wilder, rauer und gleichzeitig lieblich sein kann. Die Ostsee im Winter ist für jeden Fotografen ein Highlight, vorausgesetzt, er mag Kälte und Einsamkeit. Über meinen Aufenthalt auf Rügen sind neben einem Buch auch verschiedene Fachartikel erschienen. Ich habe sehr viel positive Resonanz bekommen und gleichzeitig den Wunsch, das auch einmal zu erleben. Warum nicht als Fotoreise mit integriertem Foto- und Bildbearbeitungskurs? In einer kleinen Gruppe mit max. 8 Teilnehmern und einem gemeinsamen Ferienhaus, indem wir uns Abends am Kamin über Fotografie austauschen, Bilder besprechen und zusammen Abendessen. Mit gemeinsamen Fotoausflügen zu meinen Lieblingsplätzen auf Rügen, wobei niemand gezwungen wird an allem Teilzunehmen. Die Fotografie steht im Mittelpunkt, aber nicht die Fotoausrüstung. Daher wünsche ich mir, wenn sich die TeilnehmerInnen auf max 2 Objektive beschränken würden, sodass wir mit leichtem Gepäck unterwegs sind. Ich möchte mit meinen KursteilnehmerInnen ebenso kreativ werden: Collagen erstellen, Fotos bearbeiten, Muscheln und Steine sammeln, zusammen kochen. Eine winterliche Reise mit allen Sinnen.

Sieben Tage Naturfotografie pur auf einer der schönsten Inseln Deutschlands. Komm mit mir auf einen ganz besonderen Fotoworkshops, hinein in die Stille. Naturfotografie mal ganz anders!

Hinweis: Im Februar 2018 findet eine neue Fotoreise nach Rügen statt. Hier kannst du dich anmelden… 

Schon lange habe ich davon geträumt, einmal in meinem Leben einen einsamen Winter an der Ostsee zu verbringen. Ich stellte mir das sehr romantisch vor, ein Leben in einem allein stehenden Reetdach Häuschen direkt hinter den Dünen. Ein wärmendes knisterndes Feuer im Kamin und alleine mit dem Heulen des Winterwindes und dem tosenden Brechen der Meereswellen.
Vor einiger Zeit war es dann soweit und ich ließ meinen Traum Realität werden. Im Internet entdeckte ich ein Häuschen, bei dem, neben dem Kamin, sogar der heißbegehrte Internetanschluss vorhanden war. Und so packte ich meine Fotoausrüstung, meinen Laptop und viel dicke Winterkleidung ein und zog für zwei Monate auf die Insel Rügen.
Schon Anfang Dezember machte der Winter seinem Namen alle Ehre und die Insel war mit einer wunderschönen weißen Schneedecke bedeckt. Weite Gebiete des Boddens froren zu
und die Insel verfiel in einen Winterschlaf, der durch das Schreien der Wintervögel untermalt wurde. Und ich war mittendrin. Alleine mit meiner Kamera bin ich stundenlang durch knie tiefen Schnee gewandert, um all die Eindrücke festzuhalten. Dabei habe ich bewusst nicht die typischen touristischen Ziele der Insel besucht. Die Landschaft Rügens ist im Winter einmalig. Die Strände sind menschen leer und die Strandkörbe lagern in ihrem Winterquartier. Die Straßen in den Kurorten, die im Sommer laut und hektisch sind, liegen verwaist da. All die Türen und Fenster der Restaurants sind verschlossen. Es ist nur noch die Stimme der Natur zu hören, das Rauschen des Meeres und das Rufen der Salzwasserschwäne, die auf dem Bodden überwintern. Ein ganz besonderes Highlight sind die leuchtenden Sanddornbüsche, deren Früchte goldorange in der Wintersonne leuchten – besonders sehenswert im Kontrast zum weißen Schnee und dem grünblauen Wintermeer.

Fotoreise - Fotografieworkshop - Rügen, eine Winterreise Sinnli

Ich habe die schneebedeckten Kreidefelsen in der untergehenden Wintersonne gesehen. Das winterliche Naturschauspiel war unbeschreiblich. Und ein anderer Ort wird mir ganz besonders in Erinnerung bleiben: Der zugefrorene Bodden im Südosten der Insel: Kniehoher Schnee bedeckte alle Wege und so suchte ich mir einen Pfad über Wiesen hin bis zum Wasser. Dort angekommen verschlug es mir die Sprache: Tausende von Wasservögeln, die zum Überwintern nach Rügen gekommen waren, sangen eine wunderschöne Wintermelodie. Überall auf der Insel finden sich im Winter solche kleinen, magischen Orte, die zum spazieren und verweilen einladen. Man kann dort überall wunderbar Kraft tanken und sich einfach inspirieren lassen.

Exklusive Fotoreise mit Jana Mänz: Sinnliche Naturfotografie auf der Insel Rügen

In diesem Jahr möchte ich dich an meinen Erlebnissen auf Rügen teilhaben lassen. Möchtest du mit mir im Dezember auf eine Fotoreise und Fotoworkshop auf Rügen mitkommen? Mit einer kleinen Gruppe von max. 8 Teilnehmern möchte ich dir die Schönheit Rügens zeigen und fotografisch festhalten. Dabei geht es auf meiner Fotoreise in erster Linie nicht um die Fototechnik, sondern vielmehr auch um die Kreativität, um das “Sehen lernen”. Mit mir kannst du lernen, mit einer reduzierten Fotoausrüstung bessere Bilder zu machen. Wir werden Bilder besprechen. Du kannst von mir lernen, wie ich meine Bilder bearbeite. Wenn du magst, werden wir Abends gemeinsam kochen und uns dabei kennen lernen.

Du möchtest mehr wissen? Hier gelangst du zu meiner exklusiven Fotoreise “Sinnliche Naturfotografie auf der Insel Rügen”

Zeitraum: 5.12. – 11.12.2016

7 Tipps zur Hundefotografie

Familienfotografie Kinderfotografie by Jana Mänz, Grimma

Hundefotografie – das hört sich so einfach an. Doch das ist es meistens nicht, weil sich der Hund schnell bewegt und der Fotograf sich auf Augenhöhe begeben und ebenfalls schnell beweglich sein muss. Wichtig ist, nicht nur immer wieder zu üben, zu üben und zu üben sondern auch die Technik der Kamera zu beherrschen. Wenn man erst lang an der Blende herumfummeln muss und nicht weiß, wie man diese einstellt, dann ist die schöne Situation meist schon vorüber und das Motiv unwiderruflich verloren. Doch wenn man die Technik beherrscht, dann ist viel Platz für die Kreativität vorhanden und man kann mit dem Hund, dem Licht und der Umgebung spielen. In den nächsten Tagen habe ich dir acht Tipps zusammen gestellt, wie du bessere Hundfotos machen kannst.

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Der wichtigste Tipp gleich zuerst: Gehe mit deinem Liebling auf Augenhöhe. Ähnlich wie in der Kinderfotografie solltest du den Hund nicht von oben fotografieren. Auch wenn das heißt, das du dich ebenfalls in den Dreck legen musst und deine Hose schmutzig wird. Die Fotos die so entstehen, werden all deine Mühe belohnen.
Achte auf einen ruhigen Hintergrund und auf einen geraden Horizont. Am besten aktiviere die Gitterlininenfunktion in deinem Display. Versuche deinen Hund im goldenen Schnitt zu platzieren. Achte darauf wo der Hund hin schaut. Bei einem klassischen Portrait sollte er in die Kamera schauen, bei anderen Fotos kann es spannend sein, wenn der Hund aus dem Bild herausschaut und der Bildbetrachter diesem Blick folgt.

Natürliche Hundefotografie in der Landschaft

Welches Objektiv? Das häng davon ab, was du fotografieren möchtest. Möchtest du den Hund in einer Landschaft zeigen, ist ein Weitwinkel 35mm hilfreich. Für ein klassisches Hundeportrait empfiehlt sich ein 50mm oder auch ein 100mm Objektiv – je nachdem wie nah du den Hund fotografieren willst und wie der Hintergrund aussehen soll. Der Vorteil eines 100mm Objektives ist, dass du aufgrund der Entfernung das Portrait zum Hintergrund gut herausarbeiten kannst. Der Nachteil bei sogenannten Tele- bzw. Makroobjektiven ist, dass diese Bilder schnell unscharf werden, da sie mitunter nicht so schnell fokussieren können. Ein lichtstarkes 50mm Objektiv ist für sich schnell bewegende Tiere oft besser geeignet, vor allem wenn du den Hund in Action fotografieren möchtest.

Natürliche Hundefotografie in der Landschaft

Welche Blende? Möchtest du ein klassisches Hundeportrait mit einem unscharfen, ruhigen Hintergrund fotografieren, dann öffne die Blende je nach Objektiv auf 2.8 oder 3.5. Stelle am besten bei sich schnell bewegenden Hunde den Autofokus ein, sodass die Kamera die Schärfe nachstellst. Fokussiere bei Hundeportraits ähnlich wie bei Menschenportraits immer auf die Augen. Das schönste Hundeportrait ist versaut, wenn die Augen unscharf sind. Der Vorteil von geöffneten Blenden ist das schöne Bokeh im Hintergrund.
Möchtest du den Hund oder mehrere Hunde in ihrer Umgebung zeigen, solltest du die Blende auf Blende 8 – 10 schließen, sodass die Landschaft ebenfalls scharf ist. Beachte aber, dass weniger Licht bei einer geschlossenen Blende einfällt und die Bilder unscharf werden können, weil sich die Belichtungszeit verlängert hat. Hier hilft es dann, entweder die Iso von 100/200 auf 400 oder 800 zu erhöhen. Beachte, je nach Kameramodell ist das Bildrauschen ganz unterschiedlich, bei manchen Modellen verrauschen die Bilder schon ab Iso 800, bei meiner Kamera kann ich unbedenklich bis 2000 gehen. Oder du verwendest ein Stativ, was dann aber dazu führen kann, dass der Hund in seiner Bewegung unscharf wird und die unflexibel in der Bildgestaltung wirst, wenn der Hund durch die Landschaft flitzt. Hunde in der Landschaft würde ich daher möglichst bei guten oder äußergewöhnlichen Lichtverhältnissen fotografieren, während klassische Portraits mit einer geöffneten Blende auch bei Regenwetter oder in der untergehenden Sonne sehr schön zu fotografieren sind.

Familienfotografie Kinderfotografie by Jana Mänz, Grimma

Der zu fotografierende Hund ist nicht deiner? Dann mach dich mit dem Hund bekannt. Lass ihn zuerst an deiner Hand schnuppern oder lecken, streichle ihn liebevoll und wenn der Besitzer des Hundes damit einverstanden ist, dann bestich ihn mit ein paar leckeren Hundekeksen. Kein Hund der Welt kann widerstehen und wird dich dafür lieben. Plane genügend Zeit für das Hundeshooting ein. Zwei Stündchen solltest du mindestens Zeit haben, um den Hund aus diversen Perspektiven und Umgebungen fotografieren zu können. Auch solltest du Zeit für Pausen mit Fresschen, Wasser und einem kleinen Hundeschläfchen einplanen. Wusstest du, dass Hunde tagsüber gerne 10-20 Stunden schlafen bzw. dösen?
Arbeite immer mit dem Herrschen des Hundes zusammen: Er hört auf die Kommandos und weiß, was der Hund gerne spielt. Tolle Fotos kannst du so einfangen, wenn das Herrschen/Frauschen beim Fotoshooting mit seinem Hund arbeitet. Möchtest du die Bilder eines fremden Hundes später ins Netz stellen oder sogar verkaufen, dann brauchst du ein Property Release vom Hundebesitzer.

Natürliche Hundefotografie in der Landschaft

Styling: Nicht was du jetzt denkst, du sollst den Hund nicht schminken. Aber es könnte u.U. je nach Rasse hilfreich sein, den Hund vorweg zu bürsten oder die Füße, wenn der Hund zuvor im Dreck gewühlt hat, mit einem Lappen zu säubern. Achte darauf, bei Hunden die von Natur aus gerne sabbern, dass du den Speichel mit einem Lappen wegwischst – vorausgesetzt du möchtest nicht, dass diese Eigenschaft des Hundes portraitiert wird. Achte auf tränende Augen oder saubere Nasen und Ohren.
Verkleide deinen Hund nicht, aber manchmal kann es sehr schön aussehen, wenn der Hund ein farbiges, sauberes Hundegeschirr oder ein schmuckes Halsband trägt. Auch eine optisch schöne Leine kann das Bild sehr aufwerten.
Mache deinen Hund nicht mit Hüten, Brillen und anderen Accessoires lächerlich. Es ist schon erschreckend, welche Bilder von Haustieren ins Internet gestellt werden. Auch wenn das oft lustig aussieht, bezweifle ich, ob es dem Hund immer gefallen hat.

Natürliche Hundefotografie in der Landschaft

Bildmotive: Langweilst du dich auch, wenn du das einemillionste Hundebild in einem Fotografie-Forum siehst? Woran liegt das? Einfach, weil die meisten sich keine Mühe geben, den Hund aus einer außergewöhnlichen Perspektive, einer besonderen Bewegung oder mit einem interessanten Hintergrund und Licht zu fotografieren. Meistens wird von oben herab im Automatikmodus das Tier abgelichtet, oft werden die Tiere noch geblitzt. Was kannst du also besser machen? Überlege dir, wo kannst du den Hund mit einer fotogenen Umgebung ablichten? Möglichst ohne Strassen, Zäune, Pfähle, Autos etc. Wenn du ihn zu Hause ablichtest, achte auf die Umgebung. Was liegt im Zimmer alles herum? Was stört im Bild, wie z.B. ein Fernseher im Hintergrund, Essensreste oder leere Flaschen auf dem Wohnzimmertisch etc.pp? Stimmt das Umgebungslicht? Ist es im Zimmer hell genug? Fotografierst du den Hund draußen im Schatten oder steht der Hund in der prallen Sonne und das Fell wird überstrahlt?
Überlege dir besondere Situationen, die äußerst spannend sind, zum Beispiel wenn dein Hund spielt und dabei in die Luft springt. Wenn er gerade aus dem Wasser kommt und sein Fell ausschüttelt. Geh ganz nah ran und fotografiere nur seine Augen und die Schnauze. Mach ein Detailbild von seinen Füssen oder fotografiere ihn wenn er schläft. Werde kreativ. Was macht deinen Hund aus? Welche Geschichte möchtest du erzählen? Arbeite mit unterschiedlichen Formaten. Ein Hochformat kann in der Hundefotografie das Portrait besonders unterstreichen. Fotografiere im Gegenlicht, achte darauf, das der Hund nicht mittig im Bild sitzt oder die Füße angeschnitten sind.


 

Meine Hündin Stella mit dem Smartphone fotografiert. Meistens bearbeite ich die Fotos mit einem Instagram-Filter und lade die Fotos in der App hoch. Wenn du magst, folge mir dort…

Hunde-Fotografie mit dem Smartphone? Ja, das geht, warum nicht. Der Nachteil von der Smartphonekamera ist, dass du nicht mit der Blende spielen kannst und der Autofokus oft so langsam ist, dass die meisten Hundebilder unscharf werden. Ich mache daher mehrere Fotos hintereinander, ein oder zwei in der Serie werden scharf. Ansonsten musst du bei einem Smartphonebild auf die selben Tipps achten, die ich zuvor geschrieben haben: Besonderes Licht, besonderes Perspektive, besondere Bildidee, dann werden Smartphonebilder genauso gut wie mit einer anderen Kamera auch, nur das du Abstriche an der Bildqualität machen musst und leider nicht mit Unschärfen arbeiten kannst.
Ein Tipp: Arbeite bei einem Hundeporträt mit dem Makromodus und geh ganz dich ran an den Hund, auch dann ist es möglich, mit einem unscharfen Hintergrund zu arbeiten. Wichtig ist nur, dass der Hund stillhält. Werte deine Hundebilder mit einer Bildbearbeitungsapp auf. Ob Instagram, VSCOcam oder Hipstamatic (um nur einige zu nennen), mit den mitgelieferten Filtern (auch Presets genannt) kannst du bestimmte Stimmungen hervorheben.

Familienfotografie Kinderfotografie by Jana Mänz, Grimma

Mensch und Hund: Was gibt es schöneres, als den Hund mit seiner Familie zu portraitieren. Oder ein Hund-Kind Foto? Setze den Hund in eine Beziehung. Ob das Kind mit dem Hund spielt oder das Kind den Hund streichelt und lieb hat. Versuche die Beziehung herauszuarbeiten, das ist nicht immer einfach, aber die Mühe zu üben lohnt sich. Wichtig ist dabei, das sich der zu porträtierende Mensch wie der Fotograf auch, auf die Augenhöhe des Hundes begibt. Große Menschen können den Hund auf den Arm nehmen oder sich mit ihm auf die Wiese legen. Die schönsten Foto entstehen, wenn der Hund kleinere Leckerlis bekommt und immer wieder gelobt wird. Arbeite hier mit einer Blende die nicht ganz offen ist, z.B. 4 oder 5. Warum? Wenn Hund und Mensch nicht ganz auf einer Linie/Augenhöhe stehen, werden bei einer Blende von 2.8 oder 3.5 nicht alle Augen scharf. Beispiel: Der Hund sitzt auf dem Schoss seines Herrschen, dann ist der Hund weiter vorne. Wenn du dann auf die Augen des Herrschen fokussiert und die Blende ist ganz weit offen, dann werden die Augen des Hundes unscharf. Daher schließe ein wenig die Blende, auch wenn das bedeutet, das der Hintergrund nicht ganz so verschwimmt wie bei einer weiter geöffneten Blende. Wie weit du schließen musst, das hängt von der Entfernung zum Motiv und dem Objektiv ab. Das musst du vor Ort ausprobieren.

Ich hoffe, du konntest ein paar Tipps für dich und deinen Hund mitnehmen. Achte vor allem immer darauf, dass ihr alle – vor allem der Hund – Spaß an dem Fotoshooting hat. Wenn der Hund an dem Tag keine Lust hat, dann versuche es an einem anderen Tag. In der Kinderfotografie ist es ja ähnlich, auch Kinder kann man nicht zu einem Fotoshooting zwingen. Wenn es mal nicht klappt, schimpfe mit dem Hund nicht. Wie sagt unser Hundetrainer immer so schön “Loben, wenn der Hund alles richtig macht und ignorieren, wenn er etwas nicht gut macht”. Und vergiß das Leckerli nicht!

An dieser Stelle an dickes Dankeschön an meinen Sohn und dem Jack Russel Welpen Eddy und meine Jack-Russel-Mix Hündin Stella, für das tolle Fotoshooting.

Du möchtest mich für ein professionelles Hundefotoshooting buchen? Dann ruf mich  an, ich freue mich auf euch!