Kategorie: Tutorial

Windows Live Mail & Hotmail-Email Probleme

Hinweis: Ich kann leider keine Support Anfragen beantworten, da ich keine Windows-Mitarbeiterin bin. Wenn meine Anleitung auch nach genauem lesen und anwenden bei dir nicht funktioniert, kann es andere Gründe haben. Bitte habe Verständnis dafür und wende dich an das Windows Forum.

Seit ein paar Tagen funktioniert meine Hotmail Email in Windows Live Mail nicht mehr.
Es kommt die Fehlermeldung:
Es konnten keine Nachrichten für das Konto Hotmail gesendet oder empfangen werden.

Serverfehler: 3219
Server: ‘https://mail.services.live.com/DeltaSync_v2.0.0/Sync.aspx’
Windows Live Mail-Fehlernummer: 0x8DE00005

Daraufhin habe ich gegoogelt und bin auf das Forum von Microsoft Outlook gestoßen, bei dem viele User dieselbe Fehlermeldung gepostet haben. Am Anfang hieß es noch, das man seine E-Mail im Forum posten könnte und der Support würde sich um das Problem kümmern.

Bei diesem Fehlercode bitte ich Sie, uns Ihr betroffenes Microsoft-Konto anzugeben, sodass wir eine Aktualisierung vornehmen können. Dies können Sie hier ins Forum schreiben. Es wird nur für Sie, solange Sie angemeldet sind, und Moderatoren angezeigt werden.

Nachdem viele weitere Menschen die gleiche Fehlermeldung in den letzten Tagen gepostet haben, hieß es, das es sich um E-Mailkonten handelt, die auf einen neuen Server migriert wurden. Man könnte das daran erkennen,  wenn die Version der Windows Live Mail auf 0918 endet (war bei mir nicht der Fall). Bei anderen hieß es, dass das angegebene Konto auf das neue Outlook.com Mail Preview umgestiegen ist.
Ich blickte nicht mehr durch, denn keine der Varianten passten zu meinem Hotmailkonto. Ich wollte diese E-Mailkonto aber nicht verlieren, da ich es schon seit 1997 verwende. Für mich ist dieses Konto  ein Relikt aus Jenaer Studienzeiten und schon nostalgisch.

Vor zwei Tagen postete dann der Support die Nachricht:

Es kann hier, um das Problem zu lösen, von unserer Seite nichts mehr umgestellt werden. Diese Art von E-Mail-Konten werden schlicht und einfach von Windows Live Mail nicht mehr unterstützt. Mehr Informationen finden Sie in diesem Beitrag: Windows Live Mail 2012-Synchronisierung mit Outlook.com: Häufig gestellte Fragen (FAQ).

Meine Lösung wie Hotmail wieder in Windows Live Mail funktioniert (Windows Live Mail 2012 und Windows 10)

Nun war guter Rat teuer, da ich das Hotmail-Konto nach wie vor fleißig verwende. Die erste Lösung war, das ich bei Hotmail selber eine E-Mail Weiterleitung einrichte, sodass ich die E-Mails wieder in Live Mail sehe. Aber so richtig wollte mir das nicht gefallen. Dann fiel mir ein, das mein jetziges Hotmail-Konto automatisch über einen HTTP-Server https://mail.services.live.com/DeltaSync_v2.0.0/sync.aspx in Windows Live Mail eingebunden wird.

In den Eigenschaften unter Hotmail steht, dass auch Pop3 und IMAP funktionieren.
Da musste ich Windows Live Mail ein wenig austricksen.
imap-einstellungen-hotmail
Wenn man nämlich unter “Neues Konto” direkt die Hotmail-Adresse eingibt, wird man automatisch auf das HTTP-Server Emailkonto weitergeleitet.
neues-hotmailkonto-windows-livemail
An dieser Stelle habe ich einfach “jana@hotmaus.de” eingetragen und anschließend die Daten manuell geändert.
einstellungen-hotmail-windows-livemail-imap (1) einstellungen-hotmail-windows-livemail-imap (2)

Hinweis: Achte auf die Häkchen bei Klartextauthentifizierung und auf die geänderten Port-Nummern bei den Posteingangs- und Ausgangsservern!

Und siehe da, schon läuft mein Hotmail-Konto wieder in Windows Live Mail. Und soviel zum Support von Windows, die wissen auch nicht, was sie machen können….

PS: Bevor du das nachmachst, lösche nicht dein altes Hotmail-Konto in Windows Live Mail. Du wirst es noch brauchen, wenn du E-Mails archivieren willst. So übernimmt er z.B. nicht gesendete E-Mails in das neue IMAP Konto. Die musst du per Drag und Drop vom alten Hotmail Konto “Versendet” in den neuen gleichnamigen Ordner verschieben.

Lightroom und Probleme mit einem gesperrten Katalog

Probleme mit dem Lightroom Katalog

Letztens hatte ich ein sehr außergewöhnliches Problem mit Lightroom. Wie gehabt habe ich meinen Windows10 Rechner morgens gestartet. Leider kann ich mich nicht erinnern, das Windows10 am vorherigen Tag beim schließen ein Update gemacht hat, aber anders kann ich mir das folgende Problem nicht erklären.

Nach dem Start von Windows10 wollte ich Lightroom öffnen. Doch statt das sich das Programm öffnete, kam die Fehlermeldung das ich keine gültige Lizenz hätte. Das kam mir schon sehr komisch vor, denn meine Lightroom CS6 Lizenz ist nun mittlerweile 2 Jahre alt und ich hatte bisher noch keine Lizenz-Probleme gehabt.

Hinweis: Hast du trotz einer aktuellen Lizenz das Problem, dass Lightroom sagt, das du keine gültige hättest? Dieses Problem kommt dann vor, wenn du vor dem Kauf der Lizenz eine Lightroom-Testversion bei einem Anbieter wie Chip.de heruntergeladen hast. Adobe liefert an fremde Anbieter eine andere Version aus, als die, die man bei Adobe direkt bekommt. Wenn du jetzt bei Adobe eine Lizenz kaufst und diese in die Testversion von Chip.de o.ä. einträgst, kommt es nach Ablauf der 30-tägigen Testphase zu diesem Problem. Das kannst du beheben, indem du die Testversion deinstallierst, dir die aktuelle Version aus deinem Adobe-Account herunterlädst und neu installierst. Den Katalog von der Testversion kannst du selbstverständlich einladen, sodass deine Arbeit nicht verloren geht.

Aber gut, da ich meine Lizenzen sorgsam verwalte (an dieser Stelle mein Tipp, das du das auch unbedingt tun solltest, am besten in eine Textdatei abspeichern) hatte ich schnell Zugriff darauf und konnte sie neu eintragen. Es schien, als wäre nun wieder alles in Ordnung. Das Programm öffnete sich wie gehabt doch es kam eine neue Fehlermeldung.

“Der Lightroom-Katalog kann nicht geöffnet werden, da er bereits von einer anderen Anwendung geöffnet wurde.”

Mein Katalog ließ sich nicht öffnen. Es hieß von seitens der Software, dass dieser von einem anderen Nutzer geöffnet wäre. Nun, das konnte nicht sein, da ich alleinige Nutzerin des Katalog bin. Also schloss ich das Programm und startete Windows neu. Wieder versuchte ich Lightroom mit meinem Katalog zu starten und wieder kam die selbe Fehlermeldung. Mir brach so langsam der Schweiß aus, da ich die Tage zuvor ein wichtiges Projekt bearbeitet hatte und keine tagesaktuelle Katalogkopie besaß. Noch zweimal versuchte ich meinen Rechner neu zu starten, doch die Fehlermeldung ging nicht weg.

Der-Lightroom-Katalog-kann-nicht-geoeffnet-werden-da-er-bereits-von-einer-anderen-Anwendung-geoeffnet-wurdeIch versuchte ruhig zu bleiben und suchte im Internet nach einer Lösung, die ich dann auch recht bald fand. Lightroom hatte meinen Katalog geschützt und im selben Ordner, in dem die Katalogdatei liegt, eine .lock Datei angelegt.

Diese kann man einfach unbenennen bzw. später, wenn der Lightroom Katalog wieder geladen wird, löschen.  Lightroom legt laut Foren wohl diese Datei automatisch an, wenn das Betriebssystem abstürzt. Das war bei mir nicht der Fall, sodass es höchstwahrscheinlich an einem Update gelegen haben muss.

Nachdem der Katalog wieder lief und meine Anspannung abfiel, optimierte ich meinen vorhandenen Katalog und speicherte ihn als Kopie neu ab. In dem Moment habe ich mir auch vorgenommen, in Zukunft den Katalog nach Beendigung von wichtigen Projekten einmal mehr absichern. Sicher ist sicher!

Du brauchst Hilfe mit deinem Lightroom? Du weißt nicht worauf du in den Grundeinstellungen von Lightroom achten musst? Ich helfe dir gerne.

Behind the Scene: Kinderfotografien mit Lightroom und DeNoise Bilder perfekt entrauschen

Familienfotografie Kinderfotografie by Jana Mänz, Grimma

Kinderfotografie ist seit der Geburt meines Sohnes eines meiner Lieblings-Genre in der Fotografie. Einmal im Jahr organisiere ich deshalb ein Kinderfotoshooting nach einem frei gewählten Thema. So sind in den letzten drei Jahren wunderbare Kinderfotos in der Natur entstanden.
In diesem Jahr habe ich mich an ein neues Thema herangewagt. Ein Teil des Fotoshooting entstand in einer großen, liebevoll eingerichteten Landhausküche zum Thema „Gesundes und ungesundes Frühstück“. Ein Traum für mich und meine Familie, soviel Platz und Licht, sodass ich mit meiner Hündin Stella, die farblich mit der Küche harmonierte, am liebsten eingezogen wäre.

Natürliche Hundefotografie in der Landschaft
Für meine Kamera allerdings waren die Lichtverhältnisse leider doch nicht ganz optimal. So musste ich als Fotografin abwägen, wie ich das Fotoshooting mit dem vorhandenen Tageslicht und künstlichem Licht gestalte. Aus Gestaltungs- und Postprocessing-Gründen entschied ich mich gegen zusätzliche Tageslichtlampen. Ich hätte im Raum mehrere Lampenstative aufstellen müssen und der Retuscheaufwand wäre immens gewesen, wenn nicht sogar unmöglich. Da Blitzen nicht meinem Geschmack entspricht (mal davon abgesehen, dass der zusätzliche Blitz die Kamera noch schwerer gemacht hätte), war auch dies keine Option für ein freies Kinderfotoshooting, bei dem es zudem sehr sehr schnell zugehen kann.
Familienfotografie Kinderfotografie by Jana Mänz, Grimma
Also blieb nur noch eine Variante: Die Iso zu erhöhen.
Wie immer habe ich mit meinen lichtstärksten 50mm 1.4 und 24-70mm 2.8 Objektiven fotografiert. Um viel Licht zu haben – gerade mit dem 50er Objektiv – habe ich überwiegend eine geöffnete Blende verwendet. Doch auch das reichte nicht, um mit meinen sonst üblichen 100-400er Iso Werten zu arbeiten. Ich musste in der Küche bis Iso 2500 gehen, um verwacklungsfreie Belichtungszeiten zu erhalten. Ein Spagat, der nicht einfach ist, da mit höheren Iso-Werten auch der Autofokus langsamer wird.
Mit meiner letzten Kamera, der Nikon D700, hätte ich diese hohen Iso-Werte niemals verwenden können, da das Bildrauschen nicht retuschierbar gewesen wäre. Mit der neuen D750 konnte ich soweit gehen, allerdings hatte ich leichte Bauchschmerzen dabei. Höher hätte ich nicht gehen können und das Postprozessing war nicht einfach. Ich merkte in der Lightroom-Nachbearbeitung, dass meine bisherigen Einstellungen zur „Rauschreduzierung“ in Kombination mit „Schärfen“ nicht den erwünschten Erfolg brachten.
Familienfotografie Kinderfotografie by Jana Mänz, Grimma
So tauchte ich noch einmal tiefer in die Thematik ein und stellte fest, dass ich in meinen Lightroom-Voreinstellungen ein wichtiges Häkchen vergessen hatte. Unter dem Menüpunkt „Vorgaben“ gibt es die Funktion „Standardeinstellungen an den Iso-Wert der Kamera ausrichten“. Ist dieser aktiviert, dann stellt sich die Rauschreduzierung schon beim Hochladen der Bilder automatisch ein (das heißt aber nicht, dass damit das Optimum der Entrauschung erfolgt ist).
Da ich zu diesem Zeitpunkt besagtes Häkchen nicht aktiviert hatte, musste ich die Rauschreduzierung manuell anpassen. Ich musste lange probieren, um die richtige Kombination mit der Schärfe zu finden (je weiter man das Rauschen reduziert, um so mehr verliert das Bild an Schärfe und kann bei Übertreibung auch sehr matschig werden). Wichtig ist, das Bild dabei mindestens auf 100% oder höher zu betrachten. Doch so gut Lightroom das Rauschen bei Bildern bis Iso 800 entfernt, bei Iso 2500 kommt es auch an seine Grenzen.
Familienfotografie Kinderfotografie by Jana Mänz, Grimma
Von meiner Bildagentur erhielt ich den Tipp, mit Topaz DeNoise weiter zuarbeiten, nachdem ich mit „DENOISE projects professional“ keine brauchbaren Ergebnisse erzielt habe. Topas DeNoise bewirbt zwar die Software mit einer Schnittstelle zu Lightroom, doch diese ist nicht wirklich komfortabel und kompatibel mit meinem Workflow. So habe ich alle Bilder mit DeNoise als Plugin in Photoshop entrauscht. Das tolle an dieser Software ist, dass sie die Exif-Daten des Bildes ausliest und Entrauschungs-Presets für verschiedene Kameraprofile anbietet. So konnte ich meine Fotografien mit einem Nikon D750-Preset automatisch mit einer eigens angelegten Photoshop-Aktion entrauschen. Dabei habe ich die Funktion aus Lightroom mit dem DeNoise Preset in Photoshop kombiniert. Das Entrauschen von Lightroom war nicht gut genug und die DeNoise-Variante alleine entsprach ebenso nicht meinen Vorstellungen. Erst die Kombination aus beiden war erfolgreich.
Falls du zukünftig auch einmal in die Verlegenheit kommst, mit hohen Iso-Werten arbeiten zu müssen, hoffe ich, dir einen Lösungsweg zur Reduzierung gezeigt zu haben.
Entrauschen mit Lightroom und DeNoise

Iso-Praxistipp:

Vergiss bitte nicht, an deiner Kamera die Funktion „Iso-Automatik“ zu deaktivieren, sodass bei ungünstigen Lichtverhältnissen die Kamera nicht auf zu hohe Iso-Werte umschwenkt. Stelle die Iso lieber per Hand ein.
Oft werde ich auf meinen Fotospaziergängen gefragt, nach welchen Kriterien man die Iso einstellen muss. Hast du sehr schönes Wetter, viel Licht, einen blauen Bilderbuchhimmel, dann reichen 50-200 Iso. Ist es dagegen sehr trübe, dichte Wolken oder du bist in Innenräumen mit wenig oder künstlichem Licht, dann gehe auf ca 400-800 Iso. Die Iso musst du immer dann höher einstellen, wenn bei deiner gewählten Blende die Belichtungszeit so lang werden würde, dass du nicht mehr freihändig fotografieren kannst ohne zu verwackeln (Faustregel: Die Belichtungszeit sollte kürzer als ein 1/80s oder 1/100s sein). Arbeite lieber mit einem Stativ, wenn du die Iso niedrig halten möchtest. Teste deine Kamera darauf, ab welchem Iso-Wert das Rauschen für dich unerträglich wird. Das ist bei jeder Kamera anders. Mache am besten eine Iso-Testreihe von der niedrigsten bis zur höchsten Iso und werte die Bilder anschließend bei 100% Zoom an deinem Bildschirm aus. Dann weißt du in Zukunft, wie weit du gehen kannst … .

18 Tipps für bessere Naturfotos

Einfache Tipps für beeindruckende Naturaufnahmen

Einfache Tipps für beeindruckende Naturaufnahmen

Wie gehst du bei der Naturfotografie vor? Auf meinen Fotospaziergängen und Wanderungen in der Natur habe ich oft die Möglichkeit, Menschen beim fotografieren zu beobachten. Das ist oft ganz interessant, dabei zuzuschauen, wie Fotos entstehen. Meistens kann ich nur verwundert den Kopf schütteln, wenn ganz schnell der Apparat aus der Tasche gezogen wird, das Foto mit einer weit entfernten Armhaltung geschossen und weitergegangen wird. Dabei wird weder nach links und rechts geguckt – noch durch den Sucher, es wird keine Perspektive angeschaut und noch weniger wird sich körperlich bewegt – der Zoom wird es schließlich richten.

Einfache Tipps für beeindruckende Naturaufnahmen

Auf meinen Fotospaziergängen an der Mulde werde ich deswegen auch oft gefragt, wie ich denn mit einer Festbrennweite überhaupt fotografieren könnte. Ich muss dann oft schmunzeln und sage „ich bewege mich viel“. Lege mich auf den Boden, klettere auf Mauern und vor allem schaue ich genau hin und nehme mir Zeit – spricht ich mache alles um vll. die Perspektive und das Motiv zu finden, das mir vorschwebt.

An dieser Stelle bemerke ich auch immer wieder einen Widerspruch in mir selber. Zum einen behaupte ich, das es egal ist, welche Ausrüstung man besitzt, auch mit einem einfachen Smartphone, einer einfachen Kompaktkamera kann man ein schönes Foto machen, wenn man auf das Motiv, Licht und Komposition achtet. Grundsätzlich ist das auch nicht verkehrt.

Einfache Tipps für beeindruckende Naturaufnahmen

Aber spätestens dann, wenn ich Übungen zur Blende mache und meinen Teilnehmern die Blende als Gestaltungsmittel erkläre, spielt die Ausrüstung eine wichtige Rolle. Wenn ich an meiner Kamera keine Blende einstellen kann oder nur ganz rudimentär (z.B. Objektive, deren Blende nicht weit zu öffnen gehen), dann kann ich mein Bild nicht so gestalten wie ich es möchte. Dank günstiger Preise auf dem Fotomarkt, ist die Anschaffung einer besseren Technik aber nicht das Problem. Zum Problem werden die fehlenden Technikkenntnisse (und oft auch die Verweigerung sich damit auseinanderzusetzen) und was noch viel entscheidender ist, die innere Haltung zur Fotografie.

Mit 18 einfachen Schritten zum besseren Naturfoto

Ich habe die Tipps zusammen gefasst, die mir im Laufe der Jahre dabei geholfen haben, besser zu werden.

1. Habe deine Kamera, auch wenn die Kamera dein Smartphone ist, täglich dabei und mache ein Foto. Naturfotos kannst du auch mitten in der Stadt machen.

2. Gehe mit offenen Augen durch deine Umgebung, ob mitten in der Natur oder im urbanen Raum. Die schönsten Motive findest du im Verborgenen, im Kleinen, im Unscheinbaren. Schau genau hin.

3. Versuche das „Sehen“ zu lernen. Oft laufen wir durch unsere Umgebung und sehen nur das, was wir erwarten und nicht das was tatsächlich da ist. Schenke dem Motiv deine völlige Achtsamkeit. Verlass dich nicht auf deine Gedanken, die das Motiv bewerten und beurteilen. Lasse dich auf den Moment ein und schau dir das Motiv so an wie es ist.

4. Warte nicht darauf, die schönsten Fotos zu machen, wenn du erst eine neue Kamera hast oder der atemberaubende Urlaub in der Ferne anbricht. Mach heute ein Foto und warte nicht auf den besonderen Moment, der dann nämlich nie eintreten wird.

5. Gehe vor die Tür, auch wenn mieses Wetter ist. Das Wetter kann sich schnell ändern. Oder du arrangierst dich mit dem Nebel, dem Regen, dem Sturm und machst Fotos, die ganz anders sind.

6. Achte auf deine Gedanken beim fotografieren und beim durchsichten. Bewerte nicht und beschimpfe dich nicht selber, wie misslungen die Bilder mal wieder sind. Mache deine Fotos vor dir selber nicht schlecht und vor allem nicht, wenn du deine Bilder Freunden oder deiner Familie zeigst.

7. Vergleiche dich nicht ständig mit anderen. Andere machen Fotos so wie sie es können und du machst deine Fotos so, wie du es kannst.

8. Versuche nicht andere zu kopieren, außer zu Übungszwecken. Suche dir deine Motive und deine Art der Bildbearbeitung, versuche deine eigene Handschrift zu entwickeln.

9. Freue dich über deine Fotos. Freue dich darüber, dass du dir die Zeit für dein liebstes Hobby genommen hast. Genieße die Zeit mit dir.

Einfache Tipps für beeindruckende Naturaufnahmen

10. Nimm dir Zeit für deine Fotografie. Mach es nicht mal eben schnell. Setz dich mit dem Motiv auseinander und überlege, warum du das Foto machen möchtest, was dir daran gefällt, was es dir persönlich bedeutet.

11. Mach kein Foto für andere oder weil es gerade Mode ist. Mach sie für dich persönlich. Wenn du anfängst, dich ausschließlich nach anderen zu richten, wirst du nie die Fotos machen, die dir etwas bedeuten.

12. Wenn du keine Lust hast zum fotografieren oder dir die Ideen fehlen, dann lege die Kamera in die Ecke. Lies ein Buch, zeichne, schaue einen schönen Film. Oder gehe in den Garten, jäte Unkraut oder genieße die Sonne. Entspann dich und du wirst merken, wie schnell du wieder Lust dazu bekommst Fotos zu machen.

13. Setzte dich mit der Technik deiner Kamera auseinander. Erst wenn man die Technik gut beherrscht, sind die Gedanken frei für die Kreativität. Wenn ich erst überlegen muss, wie ich die Blende einstellen muss, ist u.U. das Motiv schon wieder verschwunden. Wenn ich die Bedienung meiner Kamera im Schlaf beherrsche, kann ich auch schnell agieren und Momentaufnahmen einfangen.

14. Schaue dir jeden Tag Fotos an. Ob in Zeitschriften, auf Fotoplattformen, in Modekatalogen oder Tageszeitungen. Schaue dir wenn du magst Fotoausstellungen in Galerien oder Museen an. Wie sind die Bilder aufgebaut, woher kommt das Licht? Wie sieht die Komposition aus?

15. Beschäftige dich mit Kompositionsregeln, mit Farben und mit dem Licht. Kombiniere diese.

16. Wenn du keine Zeit hast, dann lass es mit dem fotografieren. Entweder du machst es mit Liebe und Muße oder gar nicht.

17. Wenn jemand dein Foto kritisiert, höre es dir an und überlege, was du davon für dich annimmst und was nicht. Kritik kann sehr weh tun, aber wenn sie ehrlich ist, kannst du viel daraus mitnehmen. Unterbrich denjenigen aber nicht, du weißt nicht, was er noch sagen will. Erkläre dich nicht und schon gar nicht dein Foto. Wenn du anfängst mit Begründungen, warum du dies oder jenes nicht gemacht hast und warum, davon wird es auch nicht besser. Speichere die Kritik für dich ab und denke bei der nächsten Umsetzung daran.

18. Gebe nicht auf. Mach weiter. Jeden Tag ein bisschen. Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen…

Erkennst du dich in manchen Punkten wieder? Wo siehst du deine Schwächen und Stärken? Woran möchtest du arbeiten?

Wenn du mehr über Naturfotografie lernen möchtest, empfehle ich dir mein Buch „Naturfotografie mal ganz anders“ oder ich freue mich, dich in meinem Workshop Naturfotografie oder in einem meiner monatlichen Fotospaziergänge im Muldental begrüßen zu können.

Einfache Tipps für beeindruckende Naturaufnahmen

Einladung “Bilderzeit für mich”

Die Welt ist voller Bilder: schöne Bilder, traurige Bilder, Bilder die mir Freude bereiten und in mir Sehnsüchte hervorrufen und leider eine ganze Menge Bilder, die ich sofort wieder vergessen habe. Vor ein paar Tagen habe ich mein eigenes „Anschau“ Verhalten bei Instagram hinterfragt. Es ist ein netter Zeitvertreib kurz vor dem Aufstehen, zwischendurch beim Frühstück, während der Hunde-Runde, abends im Restaurant und kurz vor dem Schlafen gehen, noch mal schnell die Bilderliste bei Instagram durchzuscrollen. Bilder, die mir gefallen, bekommen ein Herzchen, ganz besondere Bilder auch mal einen Kommentar und alles andere wird einfach auf dem Display weggewischt.

Das Traurige daran ist, dass ich schon nach wenigen Stunden gar nicht mehr weiß, was ich mir angeschaut habe und mich, was noch schlimmer ist, nicht entsinnen kann, wer überhaupt das Bild gemacht hat. Obwohl ich „nur“ 200 Menschen bei Instagram folge, sind mir die Wenigsten als Name geläufig und erkenne anhand der Bildsprache, wer dahinter steckt. Mein Verhalten potenziert mit über 300 Millionen Nutzern und täglich über 55 Millionen hochgeladenen Bildern ist eine nicht besonders schöne Vorstellung. Alleine der Gedanke, dass ein Bild bei Instagram nur für vier Stunden von anderen Usern als „neu“ gesehen wird, nach 24 Stunden schon veraltet ist und aus den Stream ins Archiv verschoben wird, wirkt verstörend auf mich. Vor allem, wenn ich bedenke, dass die Entstehung eines Bildes für mich nicht nur ein kleiner kurzer Druck auf den Auslöser bedeutet, sondern eine Menge an Vorbereitungs-, Durchführungs- und Nachbereitungszeit beinhaltet. Auch sehe ich diese Qualität und Leidenschaft in Bildern anderer Fotografen und weiß, dass diese nicht mal eben entstanden sind.
Vielleicht geht es dir ähnlich, wenn du dein Bild in eines der sozialen Netzwerke hoch lädst. Sicherlich kennst du dann auch das Gefühl der Enttäuschung, dass dein Bild nicht wahrgenommen wird, und nur wenige Herzchen und Likes bekommt.

Ich habe mir persönlich die Frage gestellt, wie ich aus dieser Spirale, „immer mehr Fotos innerhalb kürzester Zeit zu produzieren“ und dem Druck, „gesehen“ zu werden wieder heraus komme? Ein Lösungsansatz ist für mich ist, dass ich nicht mehr als 1-2 Bilder pro Tag hochlade. Weniger ist bekanntlich mehr. Dazu kommt, dass ich diese Fotos bewusst auswähle und einen kurzen Text dazu schreibe. Gleichzeitig versuche ich meine Wertschätzung in Form von Kommentaren bei anderen Fotokünstlern zu zeigen. Zudem lasse ich mir für das Anschauen besonderer Fotos mehr Zeit und genieße die kleine Auszeit aus meinem Alltag.

Es ist schade, dass wir in die schönen Dinge im Leben oft so wenig Zeit investieren. Wie sagte letztens jemand so treffend:

Fünf Wochen für mehr Lebensfreude, Leichtigkeit und Inspiration durch geführte kontemplative PhotoZen-Spaziergänge mit Kamera oder Smartphone und vielen Kreativübungen für alle Sinne. Mit Audios, Texten und vielen schönen Fotografien bieten die Künstlerinnen Jana Mänz und Beatrix Rautenberg einen kontemplativen, inspirierenden Online-Kurs, eine Einladung, das eigene Leben durch bewusstes Sehen und kreatives Spiel zu bereichern. Auch ohne großes technisches Wissen können durch einfache Tipps und Tricks und vor allem durch sowohl bewusstes als auch intuitives Sehen Bilder für die Seele mit der eigenen Kamera (oder dem Smartphone) entstehen. Jede Woche ergänzt ein Sinn den grundsätzlich sehr visuellen Ansatz des PhotoZen-Kurses. Passend dazu gibt es einen thematischen PhotoZen-Spaziergang pro Woche (Zeitpunkt und Länge des Spaziergangs kann frei festgelegt werden). Außerdem gibt inspirierende Fotoslideshows, mit einfachen Mitteln zu gestaltende Foto- und Kreativübungen und einen Sinnesexkurs mit vielen Tipps und Ideen (z.B. herbstliche Kochrezepte für die Geschmacksknospen oder originelle Playlisten für die Ohren). Der kreative Umgang mit Fotografie und das kontemplative Sehen stehen im Vordergrund und werden durch die Verbindung zu den anderen Sinnen erweitert. Es gibt keine festen Regeln, kein Richtig oder Falsch, keine komplizierten Techniken zu erlernen. Es ist eine Einladung, die eigene Kreativität zu wecken und wie ein Kind mit neugierigem Blick die Welt um sich herum zu erleben. Der Kurs findet in einem geschlossenen virtuellen Klassenraum statt und beinhaltet die Begleitung der Teilnehmer durch den Austausch mit den Dozentinnen

PhotoZen – Bilder für die Seele Dein Online-Fotokurs für mehr Leichtigkeit und Freude Fünf Wochen für mehr Lebensfreude, Leichtigkeit und Inspiration durch geführte kontemplative PhotoZen-Spaziergänge mit Kamera oder Smartphone und vielen Kreativübungen für alle Sinne. Mit Audios, Texten und vielen schönen Fotografien bieten die Künstlerinnen Jana Mänz und Beatrix Rautenberg einen kontemplativen, inspirierenden Online-Kurs, eine Einladung, das eigene Leben durch bewusstes Sehen und kreatives Spiel zu bereichern. Auch ohne großes technisches Wissen können durch einfache Tipps und Tricks und vor allem durch sowohl bewusstes als auch intuitives Sehen Bilder für die Seele mit der eigenen Kamera (oder dem Smartphone) entstehen. Jede Woche ergänzt ein Sinn den grundsätzlich sehr visuellen Ansatz des PhotoZen-Kurses. Passend dazu gibt es einen thematischen PhotoZen-Spaziergang pro Woche (Zeitpunkt und Länge des Spaziergangs kann frei festgelegt werden). Außerdem gibt inspirierende Fotoslideshows, mit einfachen Mitteln zu gestaltende Foto- und Kreativübungen und einen Sinnesexkurs mit vielen Tipps und Ideen (z.B. herbstliche Kochrezepte für die Geschmacksknospen oder originelle Playlisten für die Ohren). Der kreative Umgang mit Fotografie und das kontemplative Sehen stehen im Vordergrund und werden durch die Verbindung zu den anderen Sinnen erweitert. Es gibt keine festen Regeln, kein Richtig oder Falsch, keine komplizierten Techniken zu erlernen. Es ist eine Einladung, die eigene Kreativität zu wecken und wie ein Kind mit neugierigem Blick die Welt um sich herum zu erleben. Der Kurs findet in einem geschlossenen virtuellen Klassenraum statt und beinhaltet die Begleitung der Teilnehmer durch den Austausch mit den Dozentinnen

Wir leben in einer komplexen Welt, die uns jeden Tag vor unzählige Entscheidungen stellt. Zusätzlich sind wir in unserer Gesellschaft von einem ständigen “Zuviel” an Informationen, Bildern und Produkten aller Art konfrontiert. Wir sehnen uns nach mehr Einfachheit, Leichtigkeit und Zufriedenheit. Wie schön wäre es, wenn uns unsere Leidenschaft, das Fotografieren, helfen könnte, diese Sehnsucht nach Einfachheit, Leichtigkeit und kreativer Freiheit zu stillen?

Das Spiel mit der Wassersprühflasche

Als ich im letzten Herbst mein Buch zur Naturfotografie schrieb und recherchierte, fand ich die schönen Naturbilder von Olivia. Umso mehr freute ich mich, dass Sie einen kleinen Gastbeitrag “Das Spiel mit der Wassersprühflasche” für mein Buch schrieb.

Bisher kam ich gar nicht auf die Idee, diesen kleinen Trick in der Natur auszuprobieren. Damit kann man wunderschöne Lichtspiegelungen, Wasserreflexe und Bokehs erzeugen und als besonderen Effekt in die Bildgestaltung einbinden. Ich habe heute den Wassersprühflascheneffekt einfach mal im Garten ausprobiert. Dafür habe ich eine Fensterreinigungsflasche zweckentfremdet und Wasser eingefüllt. Ich musste eine ganze Weile sprühen, bis der Wassertropfeneffekt auf den Bildern sichtbar wurde. Aber es hat so viel Spaß gemacht und ich konnte gleich meinen Sohn gewinnen, mir zu assistieren. Fotografiert habe ich mit meinem Tokina 100mm Makroobjektiv, ein sehr schönes Objektiv für die Makrofotografie.

natufotografie-das-spiel-mit-der-Wasserspruehflasche-3

Mit der Sprühflasche kann man zusätzlich auch Regen und Regentropfen erzeugen. Gegen die Sonne fotografiert ergibt das einen wunderschönen Effekt.

natufotografie-das-spiel-mit-der-Wasserspruehflasche-2

 

 

 

Texturenspielerei

Auch mit Smartphone-Bildern kann man schön mit Texturen spielen. Ob mit der App Cymera oder mit der App Photoshop Touch. Erstere App liefert Texturen mit, während man in der Photoshop App mit Ebenen arbeiten  und dementsprechend eigene Texturen verwenden kann. Das Bild vollendet habe ich mit meiner Lieblings-App: VSCOcam. Ich liebe die Presets, mit denen die Bilder das “perfekte finish” bekommen.

Processed with VSCOcam with c3 preset

Suchanfrage: Mit welcher Belichtungszeit kann ich Palmen im Sonnenuntergang fotografieren?

Ich dachte, ich mache eine neue Rubrik auf, indem ich auf die Fragen antworte, mit denen Leser auf meine Seite kommen, aber sicherlich keine Antwort gefunden haben.

sonnenblumen-im-sonnenuntergang-2

Sonnenblumen im Sonnenuntergang 100er Makro f36 1/60s Iso 200 – belichtet auf die Blüte

In dieser Woche wurde gefragt, mit welcher Belichtungszeit Palmen im Sonnenuntergang fotografiert werden können. Die Frage ich nicht so einfach zu beantworten, da ich nicht weiß, welches Endergebnis derjenige sehen möchte. Möchte er schwarze Palmen wie eine Art Scherenschnitt vor orange-roten Himmel fotografieren oder soll das Bild so aussehen, das die Palmen bzw. der Vordergrund belichtet sind?  Von entscheidender Bedeutung ist, worauf fokussiert und gleichzeitig die Belichtungszeit ermittelt  und welche Blende genommen wird.

sonnenblumen-im-sonnenuntergang

Sonnenblumen im Sonnenuntergang 100er Makro f3.5 1/8000s Iso 200

Soll das Bild mit einer kleineren Blende und Tiefenschärfe aufgenommen werden, ist ein Stativ nötig, denn die Belichtungszeit wird sich so verlängern, dass es Freihand sicherlich verwackelt. Dieses Sonnenuntergangsbild mit Palmen wurde mit einer Blende 8 und 1/25 sek belichtet, während dieses Silhouettenfoto “Strand mit Palmen” mit einer 11er Blende und 1/200sek. belichtet wurde. Die gleiche Belichtungszeit aber eine größere Blende von 5 (ISO 200) belichtet dafür das Bild in allen Details. Hat man dagegen kein Stativ zur Hand und muss Freihand belichten, dann kann es helfen, die Iso von 200 auf 800 oder höher zu stellen. Die Belichtungszeit verringert sich dadurch deutlich, aber Achtung, je nach Kameratyp und Rauschverhalten kann man sich das Bild mit höheren Iso-Werten mit einem unschönen Rauschen versauen. Da hilft u.U. auch kein Bildbearbeitungsprogramm mehr, um das Rauschen so zu entfernen, sodass das Bild nicht zermatscht. Ebenso ist es wichtig zu beachten, welches Objektiv du benutzt. Die Lichtempfindlichkeit spielt dabei ein wichtige Rolle.

Mein Fazit: Eine Belichtungszeit auf die Komastelle genau anzugeben, ist schier unmöglich. Aber man kann in den Fotocommunitys sich die Exifdateien anschauen und  die Werte aufschreiben. Vor Ort kann man dann experimentieren und die Werte den jeweiligen Lichtverhältnissen anpassen. Und wer sich unsicher ist, sollte sich den internen Belichtungsmesser in der Kamera anschauen. Je nach Geschmack, kann man sich daran orientieren und ggf. die Werte nach oben oder nach unten anpassen.

An dieser Stelle keine Palmen im Sonnenuntergang sondern Sonnenblumen. Aber das Prinzip bleibt das gleiche :-)

sonnenblumen-im-sonnenuntergang-1

Sonnenblumen mit Blendensternchen  100er Makro f36 1/100s Iso 200 

Du siehst an meinem Sonnenblumenbeispiel, wie ein und die selbe Blüte vom selben Standpunkt aus mit unterschiedlichem Fokus, Belichtungszeit und Blende ganz unterschiedlich aussehen. So macht doch das experimentieren Spaß und ich finde, es gibt kein richtig oder falsch, alle Fotos sind auf ihre Art gelungen bzw. welches dir besser gefällt ist Geschmackssache.

 

 

Quick & Easy: In drei Schritten Sensorflecken mit Lightroom entfernen

Erinnerst du dich an das letzte Tutorial zum Thema Sensorfleckentfernung mit Lightroom4? Hier mussten wir noch ein aufwändiges Preset herstellen, um diese Biester an Flecken überhaupt sehen zu können. Wenn wir damals schon geahnt hätten, wie einfach das nun in Lightroom5 geworden ist. Aber was solls, es muss ja schließlich neue Gründe geben, auf die neuste Version umzusteigen.
Dann will ich mal in wenigen Schritten erklären, wie einfach es nun ist, Sensorflecken zu finden und zu entfernen.

Das ist mein Ausgangsbild. Die Flecken sind nicht wirklich sichtbar, aber sie sind da, wetten?
Tutorial-Lightroom5-Sensorfleck-entfernung-vorher

1. Schritt: Öffne Lightroom und gehe zum Punkt “Entwickeln”. Klicke dort auf die Funktion “Bereichsreparatur”.
Tutorial-Lightroom5-Sensorfleck-entfernung-1

2. Schritt: Stelle unten in der Menüleiste die Werkzeugüberlagung “Auto” ein. Klicke nun auf “Bereiche anzeigen”. So richtig sind die Flecken noch nicht zu sehen, nicht wahr?
Tutorial-Lightroom5-Sensorfleck-entfernung-2

3. Schritt: Jetzt kommt der Clou: Regle einfach den Regler auf 100%. Ist das nicht genial?
Tutorial-Lightroom5-Sensorfleck-entfernung-3

4. Schritt: Jetzt musst du sie nur alle entfernen. Kontrolliere ab und zu das Ergebnis, nicht das du aus versehen etwas anderes retuschierst. Deaktiviere einfach nur “Bereiche anzeigen”, Häkchen an, Häkchen aus…
Tutorial-Lightroom5-Sensorfleck-entfernung-4

Tutorial-Lightroom5-Sensorfleck-entfernung-5

Voila, fertig ist es. Dafür brauchst du keine 5 Minuten mehr. Einfach, schnell und unkompliziert. Dafür liebe ich Lightroom und die Upgradekosten habe ich schon alleine dafür gerne bezahlt.
Tutorial-Lightroom5-Sensorfleck-entfernung-nachher

Fotoaquarianertipps

Familienfotografie Kinderfotografie by Jana Mänz, Grimma

Habe ich schon erzählt, das ich Aquarien liebe? Am liebsten hätte ich ja eins zu Hause, aber wie das immer so ist mit den vielen Wünschen. Ich bin mit Aquarien aufgewachsen. Mein Vater hatte auf dem Dachboden verschieden Größen mit verschieden Fischarten und er hatte die Zeitung für Aqarianer abonniert, die zu DDR Zeit leider nur auf dem Cover schöne farbige Unterwasserfotos zeigte und Innen mit  s/w Zeichnungen ausgestattet war.

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Ich könnte mich stundenlang vor ein Aquarium setzen und einfach nur zuschauen. Die Bewegungen der Fische und das Blubbern des Wassers haben eine sehr meditative Auswirkung auf mich. Einfach nur zuschauen und gucken, was die Fische machen. Früher waren die sogenannten “Scheibenknutscher” meine Lieblingsfische. Das sind Welse, die sich an der Glasscheibe des Aquariums festsaugen und die Scheibe von den Algen befreien. Jedenfalls ist wohl meine Kindheit daran schuld, das ich heute jede Gelegenheit ergreife und die großen Aquarien der Welt besuche. Zuletzt war ich wieder im Meeresmuseum und Ozeaneum in Stralsund. Aber auch der Zoo in Leipzig hat wunderschöne Aquarien (besonders habe ich es geliebt, als in der MDR Sendung “Elefant, Tiger und Co” der pfiffige Grappa, ein Tintenfisch, gezeigt wurde. Schade, dass diese klugen Tiere nicht so alt werden).

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Jedenfalls liebe ich es, Aquarien zu fotografieren. Im Meeresmuseum und im Ozeaneum Stralsund kann man sich für einen Euro eine private Fotolizenz kaufen. Aber auch wenn man eine Fotolizenz kauft, ist es nicht ganz einfach hier zu fotografieren. Zum einen ist es meistens nicht möglich, ein Stativ zu verwenden und zum anderen ist das Blitzen verboten (Blitzen würde ja auch nichts nützen, da die Scheibe den Blitz unschön reflektieren würde). Was kann man also tun, um trotzdem schöne Fotos zu erhalten?

Das ist eigentlich gar nicht so schwer, wenn du eine ruhige Hand hast.

Mein Tipp: Stell eine große Blende ein, sodass sich die Belichtungszeit verringert. Eine Festbrennweite wie mein 50mm 1.4 mit einer sehr hohen Lichtstärke ist prädestiniert dafür. Zum anderen habe ich die Iso erhöht. Hier arbeite ich zwischen Iso 800 und 2000. Ich gehe aber nie über eine Iso von 2000, da ich das Rauschen dann nicht mehr vernünftig entfernen kann ohne dass mein Bild davon negativ beeinflusst wird.

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Achte beim Fotografieren durch die Glasscheiben auf die Reflexionen. Sie werden immer da sein, aber du kannst sie als Gestaltungsmittel in das Bild einbauen bzw. durch die Verwendung einer offenen Blende reduzieren.

Ein letzter Tipp ist, Serienbildaufnahmen zu machen. Das widerspricht zwar meiner Philosophie, so wenig wie möglich Bilder zu machen, aber manchmal umgehe ich meiner persönlichen Auflage, um ein gutes Ergebnis zu erhalten.

Ich hoffe, meine Tipps helfen dir das nächste Mal, wenn du ein Aquarium besuchst. Vielleicht hast du aber auch eins zu Hause, dann kannst du wunderbar üben und vielleicht magst du mir ein Bild im Kommentar posten? Und da die Sommerferien vor der Tür stehen, findest du hier ein Liste der zehn schönsten Aquarien in Deutschland.