Schlagwort: Fotografie

Über die Leichtigkeit in der Fotografie

Über die Leichtigkeit in der Fotografie

Auf meinen Fotospaziergängen werde ich oft gefragt, wie ich es schaffe, das meine Fotos so leicht wirken. Das ist eine gute Frage und nicht so einfach zu beantworten. Denn wie interpretieren wir „leicht sein“ bzw. Leichtigkeit? Was macht das aus? Und empfindet nicht jeder Leichtigkeit anders?

Wenn ich in mich hinein schaue, dann habe ich das Gefühl, das ich schon mein ganzes Leben lang nach der Leichtigkeit suche. Viele Dinge die passieren und die ich nicht beeinflussen kann, fühlen sich unglaublich schwer an und ich brauche viel Kraft im Alltag, diese zu bewältigen. Sicherlich liegt die Schwere darin, dass ich über vieles zu sehr nachdenke und später feststelle, das sich auch viele Probleme von ganz alleine lösen. Aber es ist immer leichter gesagt als getan und es ist gar nicht so einfach, aus seiner Haut zu schlüpfen.
Das schöne an der Fotografie ist, dass sie für mich ein Mittel im Alltag geworden ist, diesen schweren Gedanken entfliehen zu können. Wenn ich mit meiner Kamera unterwegs bin, kann ich meine Sorgen vergessen und wenn ich wieder nach Hause komme, fühle ich mich freier und habe manchmal unterwegs einen Lösungsweg gefunden.
Über die Leichtigkeit in der Fotografie

Diese Suche nach Leichtigkeit ist deswegen auch ein Thema in meiner Fotografie. Leichtigkeit hat etwas mit Loslassen, mit Reduzierung zu tun. Und ist ein Sinnbild für helles Licht, Transparenz und dem Leerraum. Gerade der Leerraum – dem sogenannten „negative Space“ – wird oft als vergeudet betrachtet. Dabei ist es genau umgekehrt, denn dieser lässt die positiven Elemente erst hervortreten. Während kein vorhandener Leerraum das Bild überladen wirken lässt und der Betrachter gar nicht weiß, was wichtig ist und wohin er gucken soll. Die Ästhetik des Bildes steigert sich, wenn man bewusst mit leeren Flächen arbeitet.

Soll die Fotografie leichter wirken, dann arbeite mit Leeräumen. Reduziere die Bildelemente und arbeite mit hellem Licht. Leerräume erzielst du, wenn du dein Element optisch freistellst. Das kann ein einfarbiger Hintergrund (z.B. weiße Wand, blauer Himmel etc.) sein. Sollte der nicht vorhanden sein, kannst du den Leerraum durch das Freistellen des Objektes mit einer geöffneten Blende bzw. mit der Verwendung eines Teleobjektives erreichen. Es gibt verschiedene Methoden, negativen Raum abzubilden. Manchmal muss man nur die Perspektive ändern, um eine optische Freistellung zu erreichen.
Über die Leichtigkeit in der Fotografie

Habe keine Angst davor, wenig zu zeigen, zu reduzieren. Ein Anschnitt, Unschärfe oder das Spiel mit Seitenlicht bzw. Nebel sorgen dafür, dass der Betrachter träumen oder interpretieren kann. Das er sich selber etwas vorstellt. Es geht nicht immer darum, die Wirklichkeit zu zeigen.

Du möchtest mehr von mir lernen?
Komm mit mir eine Woche im Dezember nach Rügen oder besuche meinen Naturfotografie Onlinekurs im Oktober.
Ich freue mich auf dich!

Über die Leichtigkeit in der Fotografie

Im Einklang mit der Natur

Fotografie Onlinekurs Im Einklang mit der Natur: Mit kreativen Motiven zu mehr Ruhe und mit friedvollen Bildern vom Alltag entspannen

Liebst du es genauso wie ich, draußen in der Natur zu sein? Für mich ist das vor allem am Morgen, wenn ich mit meiner Hündin die erste Waldrunde laufe. Dann ist alles still und man hört nur die Vögel singen. An manchen Tagen, wenn wir ganz leise sind, stehen Rehe auf dem Waldweg oder es kreuzt ein großer Feldhase. Füchse gibt es hier und, zu meinem Leidwesen, auch die eine oder andere Ringelnatter oder Kreuzotter, die sich auf dem Waldweg in der Sonne wärmt. Ich laufe diesen Waldweg fast jeden Tag und erlebe ganz hautnah alle Jahreszeiten mit. Das habe ich meiner Hündin zu verdanken, denn ich kann mich an Jahre erinnern, in denen die Jahreszeiten in meinem Büro an mir vorbei gegangen sind. Das der Winter auf einmal in den Sommer überging und ich dies nicht wahrgenommen habe.
Dabei tut es mir so gut, jeden Tag draußen zu sein. Manche Tage bin ich so in Gedanken versunken, ich kann über viele Dinge nachdenken und die meisten Ideen kommen mir auf meinen Spaziergängen. Es ist eine wunderbare Art abzuschalten, die Natur zu genießen und gleichzeitig wunderbar kreativ zu werden. Ich bin mir aber sicher, dass ich ohne meinen Hund nicht so oft rausgehen würde sondern mich zu sehr am Schreibtisch in meiner Arbeit oder, ganz profan, im Haushalt verlieren würde. Es gibt immer viel zu tun und es ist ja so einfach, die Pausen ausfallen zu lassen. Für sich etwas zu tun, eine Auszeit zu nehmen und diese auch noch ohne schlechtes Gewissen zu genießen, ist nicht selbstverständlich. Gerade in einer Zeit, in der sich alles über die Arbeit und das Einkommen definiert.

Fotografie Onlinekurs Im Einklang mit der Natur: Mit kreativen Motiven zu mehr Ruhe und mit friedvollen Bildern vom Alltag entspannen

Der Schriftsteller Erich Fromm hat schon in seinem Büchlein über „Die Kunst des Liebens“ geschrieben, dass der Mensch, der sich durch seine Arbeit pausenlos getrieben fühlt, kein aktiver sondern ein passiver Mensch ist. Vielmehr ist er ein Getriebener und nicht selbst aus sich heraus tätig. Im Gegensatz dazu werden Menschen, die sich der Kontemplation hingeben und dabei kein anderes Ziel verfolgen, als mit sich selbst und der Welt eins zu sein, von anderen als passiv bezeichnet werden, da sie ja nichts „tun“.
Dabei ist die Meditation das genaue Gegenteil, nämlich höchste Aktivität, „[…] eine Aktivität der Seele, deren nur der innerlich freie, unabhängige Mensch fähig ist.“ Die moderne Auffassung von Aktivität ist nämlich, dass wir zur Erreichung von äußeren Zielen Energie aufwenden müssen. Während sich eine andere Anschauung auf die Verwendung der dem Menschen innewohnenden Kräfte bezieht, egal ob man damit eine äußere Veränderung bewirkt oder nicht. So ist die Liebe eine Aktivität, die man in sich selbst entwickelt und deren Charakter es ist, dass sie in erster Linie gibt und nicht empfängt.

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So empfinde ich auch meine Liebe zur Natur, insbesondere zur Naturfotografie. Ich erlebe mich dabei voller Vitalität, lebendig und voller Freude. Naturfotografie ist für mich ein schöpferischer Akt, vor allem wenn ich mit der Natur eins werde, wenn ich mich auf sie einlasse und so nehme, wie ich sie vorfinde. Auf meinen Waldspaziergängen habe ich meistens mein Smartphone dabei, um ganz besondere Momente festzuhalten.

Es geht mir in diesen Augenblicken weniger darum, ein perfektes Foto zu erstellen, sondern diesen einzigartigen Moment, der voller Magie ist, festzuhalten. Immer öfter habe ich in letzter Zeit auch keine Kamera dabei und versuche dann, diese Lichtstimmungen tief in mir festzuhalten. Manchmal ärgere ich mich allerdings auch, wenn ich gerade an diesem Tag die Kamera zu Hause gelassen habe. Aber aus Frust entsteht dann auch oft Dankbarkeit, diesen Moment so erlebt haben zu dürfen. Auch weil ich weiß, dass viele Menschen diesen Augenblick nicht haben werden, weil sie krank sind oder einfach nicht die Möglichkeit haben, frei und selbstbestimmt ihr Leben zu gestalten.

Fotografie Onlinekurs Im Einklang mit der Natur: Mit kreativen Motiven zu mehr Ruhe und mit friedvollen Bildern vom Alltag entspannen

Spürst du auch diese Sehnsucht nach einer Auszeit in der Natur? Ich möchte dich ganz herzlich dazu einladen, 4 Wochen lang mit mir die kleinen Momente im Leben und in der Natur zu sehen und festzuhalten. Ich biete im Oktober 2016 einen neuen Onlinekurs an, in dem es um das Thema Natur, Wahrnehmung, und Kreativität geht. Ein Fotografiekurs, in dem die ästhetische Fotografie nicht außer Acht gelassen wird. Eine kreative Mischung aus Gestaltung, Fototipps, Übungen und begleitenden Texten sowie Fotospaziergängen.

Ich freue mich auf dich und natürlich gibt es bis Ende Juli einen Frühbucherrabatt für alle, die es nicht erwarten können.

Im Herbst 2016 startet ein neuer Onlinekurs

Fotografie Onlinekurs Im Einklang mit der Natur: Mit kreativen Motiven zu mehr Ruhe und mit friedvollen Bildern vom Alltag entspannen

Du hast schon auf einen neuen Onlinekurs von mir gewartet? Im Herbst 2016 ist es wieder soweit. Mit einem neuen Thema und für jeden geeignet, der gerne in der Natur ist. Ob Anfänger oder Fortgeschrittener – du bist herzlich Willkommen.

Worum geht es in meinem neuen Onlinekurs?

Im Einklang mit der Natur – Mit kreativen Motiven zu mehr Ruhe und mit friedvollen Bildern vom Alltag entspannen

Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass es manchmal sehr sehr schwer ist, aus dem hektischen und überladenen Alltag herauszubrechen, die Kamera in die Hand zu nehmen und sich eine Auszeit in der Natur zu gönnen. Einfach nur auf einer Wiese sitzen, die Sonne im Gesicht spüren, den Insekten zuzuschauen und dabei zusehen, wie am Himmel die Wolken ziehen. Gefällt dir die Vorstellung? Einfach ausspannen und dabei wunderbare Motive entdecken. Motive, die dein Herz berühren, die dich glücklich machen und Motive, die fotografisch sehr schön sind. Gerade im Herbst, wenn die Blätter sich verfärben und wir wunderbare Altweibersommertage genießen können. Wenn die Tage kürzer werden und wir den Wehmut des vergangenen Sommers spüren. Eine wunderbare Zeit um fotografieren zu gehen.

Es geht aber nicht darum, einfach nur zu knippsen. Mein Anspruch ist es, mit dir fotografische Elemente zu lernen. Ich achte auf Ästhetik und werde auch unter dem Aspekt deine Ergebnisse – wenn du magst – besprechen.

Am Montag dem 17.10.2016  geht der Onlinekurs los und geht über 4 Wochen. Wenn du bis zum 31.7.2016 buchst, erhältst du den Kurs mit einem Frühbucherrabatt für 114,- € statt 129,- € (inkl. MwSt)

Der nächste Kurs startet im Oktober 2017!

Hier geht es zur Buchung, ich freue mich auf dich!

Kreativität – Das Kind der Freiheit

Kreativität - Das Kind der Freiheit

„widewidewitt ich mach mir die Welt, widewide wie sie mir gefällt“.

am 1. Juni 2016, am internationalen Kindertag, musste ich an Pipi Langstrumpf denken, an ihre unkonventionelle, freche Art, die Welt zu betrachten. Wie frei, offen und ohne Vorurteile wäre doch die Welt, wenn wir Erwachsenen unsere kindliche Neugier und ungezwungene Kreativität im Laufe des Erwachsenenwerdens nicht verlieren würden.
Gerade für mich als Künstlerin, ist die Kreativität der Ursprung von alledem, was mich ausmacht. Ich versuche mich weiter zu entwickeln und das geht nicht ohne Kreativität. Ich habe versucht, dem Wesen der Kreativität auf den Grund zu gehen, herauszufinden, was mir daran manchmal so schwer fällt, mich im gleichen Augenblick aber wieder leicht und freudvoll werden lässt. Ich weiß immer noch nicht so richtig, wonach ich eigentlich genau gesucht habe, aber nach dem Lesen sämtlicher Literatur war ich irgendwie ernüchtert.

Das gerade erst neu erschienene Sonder-Magazin vom Spiegel „Kreativität“ war das berühmte Tüpfelchen auf dem „i“. In dem ganzen Heft ging es leider nur oberflächlich und ansatzweise um das Thema Kreativität, nämlich als einem Motor, der dazu dient, das neue Produkte entwickelt werden, die sich noch dann noch besser verkaufen sollen. Die Kreativität wird dazu missbraucht, um noch mehr zu verdienen, um noch mehr Gewinne zu erzielen.

Ich nehme mich hiervon, wenn ich ehrlich bin, nicht aus. Wann war ich eigentlich das letzte Mal kreativ, ohne abschließend eine Absicht im monetären Sinne zu verfolgen. Nur einfach so, um ein tolles Gefühl, welches Kreativität erzeugen kann, zu erleben. Einfach um ihrer Selbst willen. In meiner Kindheit? Ich kann mich nicht erinnern.

Aber ich weiß genau, wann ich anfing, Kreativität bewusst zu nutzen, um etwas zu erreichen. Da ging es im Studium um meine Diplomarbeit, spätere dann um kreative Bewerbungen in meinem Job als Produktmanagerin, als ich mir tagelang in meinem Büro die kreativsten Projekte ausgedacht habe. Immer werde ich unwahrscheinlich kreativ, wenn ich mir Arbeit ersparen will, wenn ich etwas schneller erreichen möchte. Seit fünf Jahren bin ich nun selbstständig und ich muss mich ständig neu erfinden. Immer der Zeit voraus, immer wieder der Versuch, vorhandene Dinge neu zu denken. Denn letztendlich, das weiß jeder von uns, gibt es nichts, was es nicht schon gibt. Die Frage ist, wie man es besser und anders machen kann.

Fotoreise - Fotografieworkshop - Rügen, eine WinterreiseSinnli

Ich habe an mir persönlich festgestellt, dass ich viel kreativer bin, wenn mich eine andere Person fragt, frei nach dem Motto „Jana, ich habe eine Idee, was meinst du dazu?“ Dann sprudle ich über, bin eine wahrhaftige Ideenmaschine.

Aber warum ist das so, warum fällt es mir für andere viel leichter, kreativ zu sein? Ich denke, es ist eigentlich ganz einfach. Nämlich weil ich dann vorbehaltlos, spontan und uneigennützig an die Sache gehe. Ich muss mit den Ideen nichts erzielen, ich bin frei in meinem Denken. Und nicht nur das, Kreativität lebt von der Seele. In allen Artikeln, die ich bisher gelesen habe, geht es in der Kreativität um Dinge, die materiell umgesetzt werden sollen. Aber das Essentielle, das, was die Kreativität so einzigartig und universell macht, das bleibt auf der Strecke. Das derjenige, der die Kreativität in sich spürt und sie dann nach außen umsetzt, von seiner Seele genährt wird. Die Kreativität sollte die liebevolle Hinwendung zu etwas sein. Kreativität ist ein Kind der Freiheit, des freien Fließen, das uns mit Energie auflädt und uns nährt.

Kreativität - Das Kind der Freiheit

Das habe ich begriffen, als ich einen Kurs zur intuitiven Malerei besucht habe. Egal, wie wir uns ausdrücken, ob mit der Kamera, mit Hammer und Meißel, mit dem Pinsel oder Bleistift – genährt werden wir von unserer Seele. So stand ich vor einem leeren Blatt Papier und habe angefangen, mit meiner linken ungebräuchlichen Hand Linien zu ziehen. Die rechte Hand lag still auf meinem Herzen. Während ich malte und viel Zeit mit mir selber hatte, fühlte ich tief in mich hinein. Auf einmal wurden mir Wege klar und deutlich, für die ich in letzter Zeit das Gefühl verloren hatte. Ich war unglaublich kreativ gewesen, mir Dinge zu überlegen, die ich beruflich machen könnte. Aber ich habe mich dabei zu sehr von anderen Dingen und Konventionen leiten lassen, als von denen, die meine Seele berühren. Ich spürte schon, dass sie sich nicht richtig anfühlten, aber ich war doch so kreativ gewesen, dass ich sie nicht loslassen wollte. Denn diese Kreativität hat mich viel Kraft, Zeit und Arbeit gekostet. Doch genau das sollte sie nicht. Kreativität darf nicht mühevoll und schwer sein. Sie muss von der Seele getragen werden. Das Mal-Wochenende hat mir sehr viel gezeigt und ich bin dankbar, dass ich wieder ein Stück zu mir gefunden habe und Dinge losgelassen habe, die mich nicht nähren. Gleichzeitig war es ungemein befreiend für mich, einmal wieder frei mit Farben zu malen, ohne dass es schöne Bilder werden mussten. Farbe an den Händen zu spüren und damit über das Papier zu streichen. Einfach nur fühlen ohne dabei zu denken. Es war unglaublich, was dieser einfache Prozess in mir ausgelöst hat.

Und das ist das, was ich dir heute weiter geben möchte. Nimm einfach einmal wieder ein paar Farben in die Hand, ein Blatt Papier und male wild drauf los. Ohne die Absicht, besonders kreativ sein zu müssen und ohne den Gedanken im Kopf „Ich kann doch gar nicht malen“. Es geht nicht darum, schön zu malen und der nächste van Gogh zu werden. Nein, lass los. Nimm dir die Zeit und lass die Gedanken fließen. Du wirst dann merken, wie wunderbar sich dieser Prozess auf deine Fotografie auswirkt und welche kreativen Ideen du entwickeln wirst, die deine Seele berühren. Das Bild dient als Tor zur Seele.

In diesem Sinn wünsche ich dir eine wunderbare Woche.

Frisch erschienen: C’t Fotografie Spezial Meisterklasse

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Ich freue mich so. Die neue C’t  Fotografie Spezial “Meisterklasse“ 2016  ist erschienen und ich bin mit zwei Artikeln dabei. Du findest von mir in diesem Heft einen Artikel zum Thema „Der eigene Look mit Texturen S. 152 und den Artikel „Zen – die Leichtigkeit der Fotografie“ S. 180.

Ein sehr schönes Heft, indem es mal nicht um Kameratechnik geht, sondern um Fotografie, Bildgestaltung und Kreativität.

PS: Wenn du das Heft vor Ort nicht kaufen kannst, es ist auch online als PDF bestellbar :-)

18 Tipps für bessere Naturfotos

Einfache Tipps für beeindruckende Naturaufnahmen

Einfache Tipps für beeindruckende Naturaufnahmen

Wie gehst du bei der Naturfotografie vor? Auf meinen Fotospaziergängen und Wanderungen in der Natur habe ich oft die Möglichkeit, Menschen beim fotografieren zu beobachten. Das ist oft ganz interessant, dabei zuzuschauen, wie Fotos entstehen. Meistens kann ich nur verwundert den Kopf schütteln, wenn ganz schnell der Apparat aus der Tasche gezogen wird, das Foto mit einer weit entfernten Armhaltung geschossen und weitergegangen wird. Dabei wird weder nach links und rechts geguckt – noch durch den Sucher, es wird keine Perspektive angeschaut und noch weniger wird sich körperlich bewegt – der Zoom wird es schließlich richten.

Einfache Tipps für beeindruckende Naturaufnahmen

Auf meinen Fotospaziergängen an der Mulde werde ich deswegen auch oft gefragt, wie ich denn mit einer Festbrennweite überhaupt fotografieren könnte. Ich muss dann oft schmunzeln und sage „ich bewege mich viel“. Lege mich auf den Boden, klettere auf Mauern und vor allem schaue ich genau hin und nehme mir Zeit – spricht ich mache alles um vll. die Perspektive und das Motiv zu finden, das mir vorschwebt.

An dieser Stelle bemerke ich auch immer wieder einen Widerspruch in mir selber. Zum einen behaupte ich, das es egal ist, welche Ausrüstung man besitzt, auch mit einem einfachen Smartphone, einer einfachen Kompaktkamera kann man ein schönes Foto machen, wenn man auf das Motiv, Licht und Komposition achtet. Grundsätzlich ist das auch nicht verkehrt.

Einfache Tipps für beeindruckende Naturaufnahmen

Aber spätestens dann, wenn ich Übungen zur Blende mache und meinen Teilnehmern die Blende als Gestaltungsmittel erkläre, spielt die Ausrüstung eine wichtige Rolle. Wenn ich an meiner Kamera keine Blende einstellen kann oder nur ganz rudimentär (z.B. Objektive, deren Blende nicht weit zu öffnen gehen), dann kann ich mein Bild nicht so gestalten wie ich es möchte. Dank günstiger Preise auf dem Fotomarkt, ist die Anschaffung einer besseren Technik aber nicht das Problem. Zum Problem werden die fehlenden Technikkenntnisse (und oft auch die Verweigerung sich damit auseinanderzusetzen) und was noch viel entscheidender ist, die innere Haltung zur Fotografie.

Mit 18 einfachen Schritten zum besseren Naturfoto

Ich habe die Tipps zusammen gefasst, die mir im Laufe der Jahre dabei geholfen haben, besser zu werden.

1. Habe deine Kamera, auch wenn die Kamera dein Smartphone ist, täglich dabei und mache ein Foto. Naturfotos kannst du auch mitten in der Stadt machen.

2. Gehe mit offenen Augen durch deine Umgebung, ob mitten in der Natur oder im urbanen Raum. Die schönsten Motive findest du im Verborgenen, im Kleinen, im Unscheinbaren. Schau genau hin.

3. Versuche das „Sehen“ zu lernen. Oft laufen wir durch unsere Umgebung und sehen nur das, was wir erwarten und nicht das was tatsächlich da ist. Schenke dem Motiv deine völlige Achtsamkeit. Verlass dich nicht auf deine Gedanken, die das Motiv bewerten und beurteilen. Lasse dich auf den Moment ein und schau dir das Motiv so an wie es ist.

4. Warte nicht darauf, die schönsten Fotos zu machen, wenn du erst eine neue Kamera hast oder der atemberaubende Urlaub in der Ferne anbricht. Mach heute ein Foto und warte nicht auf den besonderen Moment, der dann nämlich nie eintreten wird.

5. Gehe vor die Tür, auch wenn mieses Wetter ist. Das Wetter kann sich schnell ändern. Oder du arrangierst dich mit dem Nebel, dem Regen, dem Sturm und machst Fotos, die ganz anders sind.

6. Achte auf deine Gedanken beim fotografieren und beim durchsichten. Bewerte nicht und beschimpfe dich nicht selber, wie misslungen die Bilder mal wieder sind. Mache deine Fotos vor dir selber nicht schlecht und vor allem nicht, wenn du deine Bilder Freunden oder deiner Familie zeigst.

7. Vergleiche dich nicht ständig mit anderen. Andere machen Fotos so wie sie es können und du machst deine Fotos so, wie du es kannst.

8. Versuche nicht andere zu kopieren, außer zu Übungszwecken. Suche dir deine Motive und deine Art der Bildbearbeitung, versuche deine eigene Handschrift zu entwickeln.

9. Freue dich über deine Fotos. Freue dich darüber, dass du dir die Zeit für dein liebstes Hobby genommen hast. Genieße die Zeit mit dir.

Einfache Tipps für beeindruckende Naturaufnahmen

10. Nimm dir Zeit für deine Fotografie. Mach es nicht mal eben schnell. Setz dich mit dem Motiv auseinander und überlege, warum du das Foto machen möchtest, was dir daran gefällt, was es dir persönlich bedeutet.

11. Mach kein Foto für andere oder weil es gerade Mode ist. Mach sie für dich persönlich. Wenn du anfängst, dich ausschließlich nach anderen zu richten, wirst du nie die Fotos machen, die dir etwas bedeuten.

12. Wenn du keine Lust hast zum fotografieren oder dir die Ideen fehlen, dann lege die Kamera in die Ecke. Lies ein Buch, zeichne, schaue einen schönen Film. Oder gehe in den Garten, jäte Unkraut oder genieße die Sonne. Entspann dich und du wirst merken, wie schnell du wieder Lust dazu bekommst Fotos zu machen.

13. Setzte dich mit der Technik deiner Kamera auseinander. Erst wenn man die Technik gut beherrscht, sind die Gedanken frei für die Kreativität. Wenn ich erst überlegen muss, wie ich die Blende einstellen muss, ist u.U. das Motiv schon wieder verschwunden. Wenn ich die Bedienung meiner Kamera im Schlaf beherrsche, kann ich auch schnell agieren und Momentaufnahmen einfangen.

14. Schaue dir jeden Tag Fotos an. Ob in Zeitschriften, auf Fotoplattformen, in Modekatalogen oder Tageszeitungen. Schaue dir wenn du magst Fotoausstellungen in Galerien oder Museen an. Wie sind die Bilder aufgebaut, woher kommt das Licht? Wie sieht die Komposition aus?

15. Beschäftige dich mit Kompositionsregeln, mit Farben und mit dem Licht. Kombiniere diese.

16. Wenn du keine Zeit hast, dann lass es mit dem fotografieren. Entweder du machst es mit Liebe und Muße oder gar nicht.

17. Wenn jemand dein Foto kritisiert, höre es dir an und überlege, was du davon für dich annimmst und was nicht. Kritik kann sehr weh tun, aber wenn sie ehrlich ist, kannst du viel daraus mitnehmen. Unterbrich denjenigen aber nicht, du weißt nicht, was er noch sagen will. Erkläre dich nicht und schon gar nicht dein Foto. Wenn du anfängst mit Begründungen, warum du dies oder jenes nicht gemacht hast und warum, davon wird es auch nicht besser. Speichere die Kritik für dich ab und denke bei der nächsten Umsetzung daran.

18. Gebe nicht auf. Mach weiter. Jeden Tag ein bisschen. Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen…

Erkennst du dich in manchen Punkten wieder? Wo siehst du deine Schwächen und Stärken? Woran möchtest du arbeiten?

Wenn du mehr über Naturfotografie lernen möchtest, empfehle ich dir mein Buch „Naturfotografie mal ganz anders“ oder ich freue mich, dich in meinem Workshop Naturfotografie oder in einem meiner monatlichen Fotospaziergänge im Muldental begrüßen zu können.

Einfache Tipps für beeindruckende Naturaufnahmen

Kartoffelsalat!

Kreativer Landschafts- und Naturfotografie-Kurs [2 Tage] – Von der Inspiration zum fertigen Kunstwerk – Natur- und Landschaftsfotografie ist keine Frage der teuersten Fotoausrüstung und einer aufwendigen Fernreise. Viel wichtiger ist das Sehen und Wahrnehmen eines ganz besonderen Motivs. Das kann direkt vor deiner Haustür liegen und noch so klein und unscheinbar sein. Mit ein wenig Kreativität und der Anwendung von Komposition, Licht und Blende machst du aus einem langweiligen Bild ein ganz besonderes Foto. Wir möchten dir unsere Herangehensweise zur Naturfotografie vermitteln. Dabei gehen wir ganz individuell auf deine fotografischen Vorkenntnisse ein und verraten dir bei gemeinsamen Fotospaziergängen Übungen, kreative Bildgestaltung und persönliche Tipps. Dabei geht es nicht nur um die Kameratechnik, sondern auch um das Sehen, Wahrnehmen und die Inspiration, die du in der Natur in jeder Jahreszeit finden kannst. Wir werden dich nicht mit grauer Theorie langweilen, sondern vielmehr vor Ort auf deine Fragen eingehen. Individuell und persönlich. Der Kurs geht 2 Tage (2x8h) und kann ganz individuell von dir zu einem Zeitpunkt deiner Wahl gebucht werden. Der Kurs ist keine Gruppenveranstaltung, sondern wir sind ganz persönlich für dich da. Wir gehen auf deine Fragen sehr intensiv ein.

Letzten Sonntag habe ich mich bei der TV Sendung Kitchen Impossible  wunderbar amüsiert. Es war herrlich anzuschauen, wie Meta Hiltebrand Tim Mälzer „die Hosen runtergezogen hat“. Für denjenigen, der die Sendung nicht kennt, will ich sie ganz kurz beschreiben: Jede Woche kämpft Tim Mälzer in einem Kochduell gegen einen bekannten, meist sternedekorierten Koch. Meta ist bisher die einzige Frau in diesem Wettkampf gewesen. Jeder der Köche vergibt zwei Aufgaben, die darin bestehen, den Kontrahenten in ein fremdes europäisches Restaurant zu schicken und dort ein unbekanntes Gericht nachkochen zu lassen. Es wird Ihnen aber nicht gesagt, was gekocht wurde, sondern sie müssen das Gericht rein durch ihren Geruchs-, Tast- und Geschmackssinn analysieren. Danach wird einkaufen gegangen und nachgekocht. Tim dachte nun, er könnte Meta damit bezwingen, indem er ihr ein brutales Gericht als Aufgabe gab: Sie musste alle Bestandteile eines Lammkopfes verarbeiten. Ob Gehirn, Zunge oder Auge, alles wurde in verschiedenen Gerichten verarbeitet. Im ersten Augenblick erschien das ziemlich eklig und der Einkauf von Lammköpfen gehört sicherlich nicht zu den Shoppinghighlights einer Frau. Das Konzept des dänischen Restaurants in Kopenhagen, das diese Gerichte zubereitet, ist es aber, das komplette Tier zu verarbeiten und nichts davon wegzuwerfen. Eine Einstellung, die mir sehr gefällt. Während sich Meta wacker bei dem brachialen Zerhacken der Schädel hielt und für das Gericht eine gute Punktzahl der Jury (Stammgäste des jeweiligen Restaurants) einheimste, kam Tim im Gegenzug bei der Herstellung von ganz zarten süßen Pralinen in der Schweiz wesentlich schlechter davon und verlor in der zweiten Runde (zu meiner Freude) den Wettkampf.

Kreativer Landschafts- und Naturfotografie-Kurs [2 Tage] – Von der Inspiration zum fertigen Kunstwerk – Natur- und Landschaftsfotografie ist keine Frage der teuersten Fotoausrüstung und einer aufwendigen Fernreise. Viel wichtiger ist das Sehen und Wahrnehmen eines ganz besonderen Motivs. Das kann direkt vor deiner Haustür liegen und noch so klein und unscheinbar sein. Mit ein wenig Kreativität und der Anwendung von Komposition, Licht und Blende machst du aus einem langweiligen Bild ein ganz besonderes Foto. Wir möchten dir unsere Herangehensweise zur Naturfotografie vermitteln. Dabei gehen wir ganz individuell auf deine fotografischen Vorkenntnisse ein und verraten dir bei gemeinsamen Fotospaziergängen Übungen, kreative Bildgestaltung und persönliche Tipps. Dabei geht es nicht nur um die Kameratechnik, sondern auch um das Sehen, Wahrnehmen und die Inspiration, die du in der Natur in jeder Jahreszeit finden kannst. Wir werden dich nicht mit grauer Theorie langweilen, sondern vielmehr vor Ort auf deine Fragen eingehen. Individuell und persönlich.  Der Kurs geht 2 Tage (2x8h) und kann ganz individuell von dir zu einem Zeitpunkt deiner Wahl gebucht werden. Der Kurs ist keine Gruppenveranstaltung, sondern wir sind ganz persönlich für dich da. Wir gehen auf deine Fragen sehr intensiv ein.

Jetzt wirst du dich sicherlich fragen, was meine Kochgeschichte mit der Fotografie zu tun hat? Im ersten Augenblick natürlich gar nichts, denn es ging ja nicht um dieses Thema dabei. Doch die Sendung hat mich bis in den nächsten Tag hinein stark beschäftigt. Es ging nämlich unter anderem auch um den typischen Geschlechterkampf und dem damit zusammenhängenden beruflichen Erfolg. Immer wieder wurde in der Sendung die Geschlechterolle thematisiert. Meta wurde gefragt, warum es so wenige Küchenchefinnen und noch weniger „berühmte“ Köchinnen gibt. Sie wusste nicht wirklich eine Antwort darauf und vermutete, dass es wohl daran läge, dass wir Frauen irgendwann gerne Kinder möchten und uns dann zwischen Kinder und Beruf entscheiden müssten.
Tim wurde diese Frage ebenso gestellt und seine Antwort hat mir die Augen geöffnet. Wäre er ein Fotograf, ich glaube nicht, dass ich ihn besonders leiden könnte. Er ist schon sehr überzeugt von sich. Selbst wenn er verliert oder etwas nicht besonders gut gemacht hat, so ist er doch immer noch der Beste. Er antwortete sinngemäß auf die Frage so: Wenn Frauen einen einfachen Kartoffelsalat zubereiten, dann ist es nach ihrem Verständnis immer ein Kartoffelsalat. Auch wenn es noch so lecker ist, es bleibt ein Kartoffelsalat. Wenn er dagegen einen Kartoffelsalat zubereitet, dann ist das mehr. Dann ist das eine Offenbarung, ein Gedicht. Egal wie schlecht oder gut dieser gemacht wurde.

Kreativer Landschafts- und Naturfotografie-Kurs [2 Tage] – Von der Inspiration zum fertigen Kunstwerk – Natur- und Landschaftsfotografie ist keine Frage der teuersten Fotoausrüstung und einer aufwendigen Fernreise. Viel wichtiger ist das Sehen und Wahrnehmen eines ganz besonderen Motivs. Das kann direkt vor deiner Haustür liegen und noch so klein und unscheinbar sein. Mit ein wenig Kreativität und der Anwendung von Komposition, Licht und Blende machst du aus einem langweiligen Bild ein ganz besonderes Foto. Wir möchten dir unsere Herangehensweise zur Naturfotografie vermitteln. Dabei gehen wir ganz individuell auf deine fotografischen Vorkenntnisse ein und verraten dir bei gemeinsamen Fotospaziergängen Übungen, kreative Bildgestaltung und persönliche Tipps. Dabei geht es nicht nur um die Kameratechnik, sondern auch um das Sehen, Wahrnehmen und die Inspiration, die du in der Natur in jeder Jahreszeit finden kannst. Wir werden dich nicht mit grauer Theorie langweilen, sondern vielmehr vor Ort auf deine Fragen eingehen. Individuell und persönlich.  Der Kurs geht 2 Tage (2x8h) und kann ganz individuell von dir zu einem Zeitpunkt deiner Wahl gebucht werden. Der Kurs ist keine Gruppenveranstaltung, sondern wir sind ganz persönlich für dich da. Wir gehen auf deine Fragen sehr intensiv ein.

Eine Offenbarung – das saß bei mir. Bei mir ist ein Kartoffelsalat auch immer nur ein Kartoffelsalat. Und nicht nur das, ich frage mich dabei noch, ob er auch wirklich gut genug ist und was ich hätte wissen müssen, um ihn noch besser machen zu können. Ich denke, ich kann im übertragenen Sinn vielmehr, als nur einen Kartoffelsalat zu machen.
In meinen Strandspaziergängen grübelte ich, was eine Offenbarung ausmacht, woraus sie besteht. Dabei fiel mir ein Freund und Kollege ein, der im letzten Jahr leider verstarb. Mit ihm konnte ich wunderbare Gespräche über die Fotografie und Selbstständigkeit führen. Immer wieder bestätigte er mich in dem was ich machte. Aber er war auch ehrlich und kritisierte gerne. So sagte er einmal, dass das was ich mache viel zu lieb und nett (langweilig) wäre.
Ist Tim Mälzer lieb und nett? Nein, er ist sogar manchmal ein richtiges Arschloch. Trotzdem ist er für mich persönlich ein sympathisches Arschloch. Jemand der sagt was er denkt und sehr authentisch ist. Und dabei auch gerne mal übertreibt und aus einem schnöden Kartoffelsalat eine Offenbarung macht. Wir Frauen sollten zeigen was wir können und nicht so sehr daran zweifeln, ob wir auch wirklich gut genug sind. In diesem Sinn, lasst uns aus einem einfachen Kartoffelgericht eine Offenbarung machen. Was haben wir zu verlieren?

5 Tipps wie deine Fotos besser gefunden werden

Suchmaschinenoptimierung (SEO)* für deine Fotografie-Webseite ganz einfach

Du hast eine schöne Fotografie-Seite mit WordPress erstellt? Die Diashows sehen schön aus und du hast viel Mühe in den Slider deiner Startseite gesteckt, aber deine Fotos bzw. deine Seite wird nicht gefunden? Wusstest du, das die meisten Menschen über die Bildersuche gehen? Daher solltest du nicht vergessen, deine Fotos für Google auffindbar zu machen.

Fünf Tipps wie du mehr Besucher erhältst:

1. Schreibe in deinem Artikel eine Überschrift, die nicht nur interessant für deine Leser ist, sondern auch die Begriffe enthält, unter denen deine Bilder gefunden werden sollen. Das betrifft natürlich auch den Text deines Artikels

2. Lade keine Bilder hoch, die den Dateinamen 0815.jpg oder dsc_2412.png enthalten. Benenne deine Bilder mit den Worten, was auch auf den Bildern zu sehen ist. Zum Beispiel Landschaftsfotografie-Ostsee-Strand-Binz.jpg Eine Ortsangabe kann oft für den Suchenden hilfreich sein.

3. Trage die wichtigsten Begriffe in die Exif deiner Bilddatei ein. Wie das geht, erfährst du in meinen Bildbearbeitungs- oder WordPress Schulungen.

4. Trage beim Hochladen der Bilder einen Titel, Bildbeschreibung in die WordPress Bibliothek etc. ein. Denke immer daran, Begriffe zu verwenden, unter denen später deine Bilder gefunden werden sollen.

5. Vergiss nicht im WordPress Artikel eine Kategorie z.B. Landschaftsfotografie anzulegen und die Schlagwörter im Artikel anzulegen. Ein Seo Plugin (z.B. WP Seo) ist sehr nützlich.

Wenn du diese 5 Tipps beherzigst, werden deine Fotos schnell gefunden. Wichtig ist, diese Tipps nicht nur einmal umzusetzen, sondern immer. Bei jedem Post, bei jeder Seite, bei jedem Artikel, ob bei einem Foto oder bei einer Diashow. Suchmaschinenoptimierung für deine Fotografie Webseite ist nicht schwierig, aber Fleißarbeit!

Schulungen WordPress und Suchmaschinenoptimierung

* SEO heißt Search Engine Optimization, auf deutsch Suchmaschinenoptimierung oder besser gesagt, wie finden deine Leser deine Webseite und deine Bilder.

 

Suchanfrage: Mit welcher Belichtungszeit kann ich Palmen im Sonnenuntergang fotografieren?

Ich dachte, ich mache eine neue Rubrik auf, indem ich auf die Fragen antworte, mit denen Leser auf meine Seite kommen, aber sicherlich keine Antwort gefunden haben.

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Sonnenblumen im Sonnenuntergang 100er Makro f36 1/60s Iso 200 – belichtet auf die Blüte

In dieser Woche wurde gefragt, mit welcher Belichtungszeit Palmen im Sonnenuntergang fotografiert werden können. Die Frage ich nicht so einfach zu beantworten, da ich nicht weiß, welches Endergebnis derjenige sehen möchte. Möchte er schwarze Palmen wie eine Art Scherenschnitt vor orange-roten Himmel fotografieren oder soll das Bild so aussehen, das die Palmen bzw. der Vordergrund belichtet sind?  Von entscheidender Bedeutung ist, worauf fokussiert und gleichzeitig die Belichtungszeit ermittelt  und welche Blende genommen wird.

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Sonnenblumen im Sonnenuntergang 100er Makro f3.5 1/8000s Iso 200

Soll das Bild mit einer kleineren Blende und Tiefenschärfe aufgenommen werden, ist ein Stativ nötig, denn die Belichtungszeit wird sich so verlängern, dass es Freihand sicherlich verwackelt. Dieses Sonnenuntergangsbild mit Palmen wurde mit einer Blende 8 und 1/25 sek belichtet, während dieses Silhouettenfoto “Strand mit Palmen” mit einer 11er Blende und 1/200sek. belichtet wurde. Die gleiche Belichtungszeit aber eine größere Blende von 5 (ISO 200) belichtet dafür das Bild in allen Details. Hat man dagegen kein Stativ zur Hand und muss Freihand belichten, dann kann es helfen, die Iso von 200 auf 800 oder höher zu stellen. Die Belichtungszeit verringert sich dadurch deutlich, aber Achtung, je nach Kameratyp und Rauschverhalten kann man sich das Bild mit höheren Iso-Werten mit einem unschönen Rauschen versauen. Da hilft u.U. auch kein Bildbearbeitungsprogramm mehr, um das Rauschen so zu entfernen, sodass das Bild nicht zermatscht. Ebenso ist es wichtig zu beachten, welches Objektiv du benutzt. Die Lichtempfindlichkeit spielt dabei ein wichtige Rolle.

Mein Fazit: Eine Belichtungszeit auf die Komastelle genau anzugeben, ist schier unmöglich. Aber man kann in den Fotocommunitys sich die Exifdateien anschauen und  die Werte aufschreiben. Vor Ort kann man dann experimentieren und die Werte den jeweiligen Lichtverhältnissen anpassen. Und wer sich unsicher ist, sollte sich den internen Belichtungsmesser in der Kamera anschauen. Je nach Geschmack, kann man sich daran orientieren und ggf. die Werte nach oben oder nach unten anpassen.

An dieser Stelle keine Palmen im Sonnenuntergang sondern Sonnenblumen. Aber das Prinzip bleibt das gleiche :-)

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Sonnenblumen mit Blendensternchen  100er Makro f36 1/100s Iso 200 

Du siehst an meinem Sonnenblumenbeispiel, wie ein und die selbe Blüte vom selben Standpunkt aus mit unterschiedlichem Fokus, Belichtungszeit und Blende ganz unterschiedlich aussehen. So macht doch das experimentieren Spaß und ich finde, es gibt kein richtig oder falsch, alle Fotos sind auf ihre Art gelungen bzw. welches dir besser gefällt ist Geschmackssache.

 

 

Wabi-Sabi – Die Schönheit der Fotografie

Im Dezember 2012 habe ich ein Experiment gewagt: Ich habe meine Familie nebst Kamera und PC geschnappt und bin mit Ihnen einige Wochen lang auf die Insel Rügen gezogen. Mit diesem winterlichen Ortswechsel habe ich mir einen lang ersehnten Traum erfüllt, nämlich einmal einen einsamen Winter am Meer zu verbringen.

Vor Ort hatte ich natürlich nicht nur viel Zeit zum fotografieren, sondern konnte auch stundenlang vor dem Kamin lesen und über neue Projekte nachdenken. Just zu diesem Zeitpunkt erschien meine Lieblingszeitschrift “Sensa”, in der ich einen interessanten Artikel zum Thema Wabi-Sabi fand.

Wabi-Sabi, was ist das?

Bis dato hatte ich von diesem Begriff noch nie etwas gehört und fast hätte ich ihn mit meiner geliebt-gefürchteten höllich-scharfen Wasabi-Meerrettich-Paste verwechselt *lach*, bei derem ersten Verzehr ich in Neuseeland vor vielen Jahren fast gestorben wäre, während der japanische Kellner sein Grinsen nicht verkneifen konnte. Heute bin ich weniger forsch, wenn ich schöne grüne Schmetterlinge auf japanischem Essen sehe.

Nach dem Artikel [der aus heutiger Sicht bis auf die Überschrift wenig mit Wabi-Sabi gemein hat] war ich sofort begeistert von dem Thema und die Idee zu einem neuen eBook war geboren. Denn ich konnte auch sofort Susan begeistern, als wir auf unserem Rügener Redaktionstreffen neue Projekte diskutierten.

Wie zu jedem neuen eBook steht am Anfang jeder Idee die Recherche zu dem Thema: Internet, Bücher und sonstige Quellen. Leider gibt es zu dem Thema Wabi-Sabi in Deutschland nicht sehr viele Quellen und wenn, dann stützen sich die meisten auf ein einziges Buch von L. Koren “Wabi-Sabi für Künstler, Architekten und Designer”.

Das Werk wäre auch fast zu unserer “Bibel” geworden, wenn ich nicht bei meiner Recherche Natsuko kennen gelernt hätte. Mein Plan war es gewesen, einen in meiner Umgebung ansässigen Japaner zu finden, der mir Wabi-Sabi aus japanischer Sicht erklärt. Ich nenne es manchmal Schicksal, wenn man zu einem Zeitpunkt einen Menschen trifft, der die Einzigartigkeit des Moments ausfüllt. Wenige Tage nach meiner Recherche fuhr ich nach Dresden, um mich mit Natsuko bei einer Tasse Tee über Wabi-Sabi zu unterhalten.
Im Nachhinein denke ich, dass ich bei dieser Aktion mehr Glück als Verstand hatte, denn man muss das so vergleichen, als wenn du im Großraum Tokio einen Deutschen ausfindig machen und besuchen würdest, der dir die Kunstgeschichte Deutschlands aus dem Mittelalter erklärt. Aber das wurde mir erst sehr viel später bewusst, wie viel Glück ich in diesem Moment hatte, wie naiv ich war und wie bizarr die Situation. Ich fuhr also nach Dresden und aus einer ursprünglich geplanten Teestunde wurde ein ganzer Teetag mit intensiven Gesprächen über Japan, Kultur und natürlich Wabi-Sabi.

Heute bin ich unglaublich glücklich, Natsuko kennen gelernt zu haben. Zum einen weil mir Natsuko als japanische Künstlerin viel zur Kultur, Ästhetik und Philosophie Japans erzählen kann und ich sie sofort als Co-Autorin für unser Buchprojekt begeistern konnte und zum anderen weil Sie mir als Mensch in den wenigen Wochen sehr ans Herz gewachsen ist. Die Gespräche mit ihr sind unglaublich wertvoll und gleichzeitig für mich und meine fotografische Entwicklung sehr inspirierend.

Ohne Sie wäre das Buch in seiner heutigen Form nicht möglich gewesen. Denn Sie wies uns auf fachliche Fehler hin, die wir aus der Literatur 1:1 übernommen hätten [Die Wikipedia-Einträge zum Thema Shintō, Zen und Wabi-Sabi sind in einigen Teilen fachlich falsch. Auch sind einige Fehler im Buch “Wabi-Sabi für Künstler, Architekten und Designer” enthalten, wobei hier nicht klar ist, ob es Übersetzungsfehler sind oder weil man versucht, mit westlicher Sicht Wabi-Sabi zu erklären.]

Es gibt so viel zu lernen, zu begreifen. Dieses Wissen bereichert unsere abendländische Kultur ungemein und wie hat Natsuko so schön gesagt: “vielleicht ermöglicht dieses Wissen eine Entwicklung einer europäischen Wabi-Sabi-Ästhetik”.

Ich musste lernen, das Wabi-Sabi für uns Europäer wirklich schwer zu verstehen ist. Das man Wabi-Sabi nicht als Monolith innerhalb einer Kultur betrachten darf. Wenn man Wabi-Sabi in seiner Ganzheit begreifen möchte, muss man sich ebenso mit Shintō, Buddhismus, Zen, Yūgen und der Religions- und Kulturgeschichte Japans beschäftigen. Dafür bräuchten wir wahrscheinlich ein ganzes Leben und es wäre vermessen zu behaupten, wir würden in unserem eBook die Welt des Wabi-Sabi in seiner Komplexität erfassen.

 

Mithilfe von Natsuko war es uns aber möglich, das Thema aus fotografischer Sicht zu beleuchten. Wabi-Sabi in der Fotografie ist ein äußerst spannendes Thema, dass dazu einlädt, europäische (erlernte) Sichtweisen zu durchbrechen und Neues zu wagen. Ein Konzept, das andere Sichtweisen zulässt und Raum bietet, sich fotografisch weiter zu entwickeln. Mich hat das Thema Wabi-Sabi in den letzten Monaten unglaublich beeinflusst. Sowohl bei der Motivauswahl als auch bei den Fotobesprechungen mit Natsuko, die die Fotografische Arbeit und die anschließende Bildauswahl maßgeblich geprägt hat.

Heute freue ich mich unglaublich darüber, dass wir das Buch in wenigen Tagen veröffentlichen können. Ein Buch, welches mir thematisch sehr am Herzen liegt und voller Stolz und ganz unbescheiden möchte ich behaupten, dass es inhaltlich eines der besten Bücher geworden ist, die wir bisher geschrieben haben (nein, nein, alle sind gut :-) ).

Wenn man bedenkt, dass ich für die Fotografien, für die Texte und vor allem für das Layout über meinen Schatten springen musste, um etwas zu machen was so gar nicht “mir” entspricht: Minimalistisch, bescheiden, wenige Farben, schlichte Motive, serifenlose Schrift.

Kurz: Wabi-Sabi.

Ich möchte euch einladen, mit uns in die japanische Welt des Wabi-Sabi einzutauchen. In wenigen Tages ist es soweit…

Domo Arigatō Susan und Natsuko

PS: Das eBook ist bilingual deutsch-englisch erschienen.