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Handwerk und Internet miteinander verbinden

Aufregende Wochen und Monate liegen hinter mir und ich kann es kaum glauben, dass ich eine neue Wohnung mit Atelier gefunden habe, dabei bin, die letzten Kartons auszupacken und es wieder vertraut und gemütlich zu gestalten.
Ich bin voller Hoffnung, dass die neue Wohnung für die nächsten Jahre unser Zuhause wird. Eigentlich wollte ich nicht in die Altstadt von Grimma ziehen, das letzte Hochwasser hat mich doch sehr beeindruckt. Andererseits habe ich hier alles gefunden, wonach ich viele Monate lang gesucht habe und es ist gleichzeitig traurig anzuschauen, wie sehr die Stadt seit dem letzten Hochwasser leidet.

Es fehlt vor allem an jungen Leuten, die der Stadt wieder Leben schenken. Schräg gegenüber von meinem Atelier gibt es eine alte Fahrradwerkstatt. Der Inhaber ist schon 76 Jahre alt und betreibt diese Werkstatt aus Passion. Zu ihm habe ich mein verstaubtes Fahrrad gebracht, um es wieder Frühjahrstauglich zu machen und habe mich lange mit ihm unterhalten. Wenn er aus gesundheitlichen Gründen seine Türen schließt, gibt es in der Altstadt von Grimma niemanden mehr, wohin ich mein Fahrrad zur Reparatur bringen könnte. Ebenso nebenan die alte Bäckerei. Der Bäckermeister hätte schon längst in den Ruhestand gehen können. Er gehört zu den letzten in der Stadt, die jeden Morgen per Hand und ohne fertige Backmischungen Brot, Brötchen und leckere Blechkuchen traditionell backen. Auch er hat keinen Nachfolger. Das Handwerk stirbt aus und nicht nur in Grimma. Wenn ich mich mit anderen darüber unterhalte, wird oft dem Internet die Schuld gegeben. Der Satz „Das Internet macht alles kaputt“ höre ich oft.

Fotospaziergang, Frühling, Höfgen, Mulde, Ulme, Ulmus, laubbaum, ulmenblüte

Aber ist das wirklich so? Ich denke nicht, Handwerk, Tradition und Internet kann man wunderbar miteinander verbinden. Vor kurzem habe ich gelesen, das jemand gesucht wurde, der das alte Handwerk des Kaschierens von Globen erlernen wollte. Ich habe mich dort gemeldet, da ich als Geographin handkaschierte Globen liebe und gleichzeitig es liebe, meine Bilder auf Holz aufzuziehen. Ich hatte dabei den Instagram Account von Bellerby & Co Globemakers in London im Kopf, den ich seit einiger Zeit abonniert habe, weil ich diese alte Handarbeit und die Art der Präsentation unglaublich faszinierend finde. Die Realität vor Ort sah aber ganz anders aus, es fehlte die Verbindung zwischen altem Handwerk und neuen Medien. Gleichzeitig hatte ich das Gefühl mit meinen modernen Ideen dort so gar nicht hinzupassen.

Das altes Handwerk und das Internet zusammen gehören zeigt Franz Keilhofer auf eine ganz besondere Art. Franz seinen Instagram Account habe ich vor ein paar Jahren ganz zufällig gefunden und ich habe mich in seine Holzarbeiten verliebt. Sie sind unglaublich schlicht, einfach, modern und trotzdem strahlen sie ein feines Handwerk, etwas Bodenständiges aus.

Fotospaziergang, Frühling, Höfgen, Mulde

Als ich meinen Fotokurs im Berchtesgadener Land organisierte, verabredete ich mich mit Barbara in Berchtesgaden. Barbara und ich kennen uns virtuell schon seit gefühlten Ewigkeiten. Sie ist ebenso eine begeisterte Blümchenknippserin wie ich und wir haben uns vor vielen Jahren über unsere privaten Fotoblogs kennen gelernt. Vor Ort erzählte ich ihr von dem jungen Mann und seinen Holzschalen. Sie lachte daraufhin ganz herzlich und sagte: „du meinst aber nicht meinen Sohn Franz oder?“

Doch, natürlich und so lernte ich im Februar diesen Jahres auch Franz in seiner Werkstatt kennen. Er schenkte mir sein Buch „Mit Holz, Herz und Hand“ mit einer persönlichen Widmung, welches ich abends in unserer verschneiten Pension im Zauberwald im Nationalpark Berchtesgaden, sprichwörtlich verschlungen habe.

Es hat das Bild von Franz, wie er mir seine Werkstatt zeigt und wir über das Holz gesprochen haben, auf eine wunderbare Weise ergänzt. Er schreibt ganz offen über seine Zeit, als er ganz stark unter Depressionen litt und wie das Handwerk ihn aus dem Teufelskreis herausgeholt hat. Ein sehr sensibles Buch, das man – wenn man sich Franz mit seinem Holzfällerbart und Tattoos anschaut – nicht erwarten würde. Wie heißt es so schön, raue Schale, weicher Kern. Das Buch ist eine Mischung aus persönlicher Geschichte und gleichzeitig vermittelt er viel Wissen über die verschiedenen Holzarten, wie sie riechen, wie sie sich anfühlen und was man aus ihnen machen kann. In jeder Zeile des Buches spürt man seine Liebe zum Leben, zum Handwerk, zu seiner Familie und zur Natur. Die Lage seines Wohnhaus, ein über 400 Jahre altes Bauernhaus ist unglaublich. Der Watzmann liegt ihnen zu Füßen. Auch ich war vor Ort der Versuchung erlegen, ein Foto vom Watzmann zu machen – egal wie oft dieser schon fotografiert wurde.

Der Besuch bei Franz hat mir noch mal deutlich gezeigt, wie wichtig es ist, dass die Arbeit, die wir im Laufe unseres Lebens ausüben, uns ausfüllt. Es geht dabei gar nicht so sehr um glücklich zu sein. Es geht um Erfüllung, um Ausgeglichenheit, um das Gefühl mit beiden Beinen mitten im Leben zu stehen und etwas wunderbares mit den Händen zu schaffen.

Meine Leidenschaft ist die Fotografie, die Arbeit mit Bildern und Worten. Mir ist es aber auch wichtig, nicht nur digital zu arbeiten, sondern auch mit den Händen zu arbeiten. In meinem neuen Atelier habe ich mir die Möglichkeit erschaffen, Kurse zu geben, in denen wir nicht nur auf den Auslöser drücken, sondern dabei gemeinsam mit den Händen arbeiten. Mir ist wichtig, meinen Schülern und vielleicht auch dir liebe Jana diese Leidenschaft für meine Arbeit, mein Handwerk der Fotografie, näher zu bringen.

Workshop Küchenexperimente

In meinem Food- und Produktfotografie-Workshop „Experimente in der Küche“ werden wir all unsere Kreativität mit Wasser, Feuer und Trockeneis ausleben können. Wir arbeiten mit Bewegung, Langzeitbelichtung, dem sogenannten Einfrieren, gehen Gemeinsam in die Natur um die Dinge die wir brauchen, zu sammeln. Ein wunderbarer Workshop, wo wir mit allen Sinnen arbeiten: Riechen, Fühlen, Schmecken – mit dem Ergebnis von Fotografien die zeigen, das Food- und Produktfotografie nicht nur langweilige, statische weiße Freisteller sind.

Der Kurs findet statt von:
Termin 1: Fr. 9.06. – So. 11.06.2017
Termin 2: Fr. 13.10. – So. 15.10.2017

Workshop: Vom Foto zum Gemälde

Eine weitere Leidenschaft von mir ist das Bearbeiten von Fotos mit Texturen bzw. das digitale Arbeiten mit Composings. In diesem Wochenend-Workshop werden wir aber nicht nur vor dem PC sitzen. Wir werden vorab rausgehen und das Material für unsere Bilder selber fotografieren. Ebenso werden wir mit den Händen arbeiten, wenn die fertigen Bilder ausgedruckt und aufgezogen werden. Ein Workshop in dem wir uns bewegen und mit den Händen arbeiten. Holz und Fineart-Papiere spüren und sie zu einer Einheit verschmelzen lassen.

Der Kurs findet statt von:
Termin 1: Fr. 12.05. – 14.05.2017
Termin 2: Fr. 10.11. – 12.11.2017

Fluch & Segen – Die Google Bildersuche

Fluch & Segen - Die Google Bildersuche

Wusstest Du, das die Mehrheit aller Suchenden über die Bildersuche sucht?  Ich schließe mich davon nicht aus, denn ein Bild sagt mehr als 1000 Worte und ich sehe auf Anhieb, ob es das ist, was ich gesucht habe. Vor allem dann, wenn ich nicht wusste, wie das Gesuchte aussehen sollte.

Vor einiger Zeit habe ich nach einer Idee zu einer modernen Hexe für ein Kinderfotoshooting gesucht. Ich selber hatte Bilder im Kopf, die aus meiner Kindheit stammten. Warzen übersäte Omas mit krummen Rücken – dank russischer Defa-Märchen war dieses Bild sehr ausgeprägt. Die modernen Hexen sehen eher aus wie Julia Roberts oder Charlize Theron – von außen schön anzusehen und innen schwarz wie die Nacht.

Aber gibt es noch ein Bild dazwischen? Ein Mittelding aus russischer Oma und amerikanischer Schönheit? Ich wurde fündig und stellte fest, dass ein Teil der Ausstattung vorhanden ist und ein anderer neu gekauft werden musste. Und so suchte ich über die Bildersuche weiter nach passenden Requisiten und es ist angenehm, wenn man dann gleich in den entsprechenden Shop kommt, wo man das Produkt erwerben kann.

Bis zu dieser Stelle ist die Google Bildersuche eines der wichtigsten Hilfsmittel. Doch wenn man aus der Bildersuche heraus das Bild anklickt, kommt man zwar auf die entsprechende Webseite. Aber was man schnell übersieht, man hat die Bildersuche nicht verlassen. Das Problem an der Stelle ist, dass die meisten Funktionen – wie z.B. die Bestellfunktionen – dann nicht funktionieren. Die Checkout-Seiten sind leer oder gehen mit einer Fehlermeldung auf.

Woran erkennt man das, dass man die Bildersuche nicht verlassen hat?

Zum einen, dass der Browser in zwei Fenster geteilt ist und zum anderen an der Browserzeile. Diese enthält noch die Referenz zur Google Bildersuche und sieht so aus:

http://images.google.de/imgres?imgurl=http%3A%2F%2Fjanamaenz.photography%2Fwp-content%2Fuploads%2F2016%2F04%2FMonatskalender-2017-mit-Foto%25C3%25BCbungen-Sinnliche-Naturfotografie-an-der-Ostsee-3.jpg&imgrefurl=http%3A%2F%2Fjanamaenz.photography%2Fp

google-bildersuche

Wie verlässt man die Bildersuche?

google-bildersuche-verlassenIndem man im rechten Fenster auf den Link “Webseite mit diesem Bild” anklickt. Erst wenn der angeklickt wurde, ist auch die Browserzeile mit dem Link http://images.google.de/imgres?imgurl= bereinigt. Schau immer mal wieder in die Browserzeile, sie zeigt Dir, wo Du dich befindest.
Da ich auch gerne mit dem Smartphone surfe, ist dieser Klick noch wichtiger als am PC. Während am PC noch viele Seite funktionieren, geht auf dem Smartphone die Seite überwiegend nicht mehr auf.

Sollte sich in Zukunft eine Webseite nicht öffnen oder Bestellfunktionen nicht gehen, dann schaue in die Browserzeile. Vielleicht befindest Du dich immer noch in der Bildersuche…

Wie kannst du mit WordPress dieses Problem umgehen?

Die Lösung habe ich nicht so schnell gefunden, weil ich nicht so recht wusste, wonach ich eigentlich suchen sollte. Erst David hat mir den entscheidenden Hinweis gegeben. Unter dem Stichwort “iFrame” konnte ich eine Lösung erarbeiten. Im Grunde genommen geht es darum, das Einbinden von Inhalten mittels iFrame zu verhindern. Google Images benutzt iFrames, um Bilder in der Bildersuche anzuzeigen. Das ist ja noch ok, viel dramatischer wird es, wenn andere Internetseiten die Inhalte fremder Webseiten auf ihrer Eigenen mittels iFrame einbinden und somit Inhalte “produzieren” die nicht ihre sind.

Die Lösung – Das Einbinden von Texten und Bildern mittels iFrame verhindern

Einbinden von Inhalten per iFrame verhindernDazu braucht man einen kleinen Javascript Code, der in die header.php eingebunden wird. Das ist ganz einfach, indem du ihn vor dem abschließenden „</head>“ einfügst. Den Javascript-Code kannst du dir bei Selfhtml herunterladen.

Beachte, dass du bei einem Update deines WordPress-Themes diese Änderungen verloren gehen, sofern du nicht mit einem Child-Theme arbeitest.

 

Wie finde ich meine Passwörter wieder?

Schmuckfotografie - Produktfotografie

Immer wieder erlebe ich es, ob in Schulungen aber auch an mir selber, das ich nicht mehr weiß, welche Passwörter ich verwendet habe. Zwar habe ich wie viele andere auch 3-4 Standard-Passwörter, doch oft muss man diese alle paar Wochen ändern oder mit Zusatzzeichen versehen, die man schon eine Stunde später vergessen hat.

Und mal Hand aufs Herz, wer schreibt sich alle Passwörter auf? Im Grunde genommen braucht man am Arbeitsplatz ein Passwort Heftchen, indem man jede Seite im Internet, jedes E-Mail Passwort, jede Serienummer  einträgt. Aber wer macht das schon?

Wie komme ich  an meine Passwörter heran, wie kann ich die auslesen?

Vor allem dann, wenn die Funktion “Passwort an E-Mail zusenden” versagt, weil man auch schon vergessen hat, mit welcher E-Mail man eingetragen ist. Jeder Browser, ob Chrome, Firefox, Safari oder Internet-Explorer erlauben es dem Anwender, die Passwörter auszulesen. Meine Erfahrung ist aber, das ich meistens eine Stunde lang suchen muss, bis ich die entsprechende Funktion gefunden habe. Das liegt daran, das Screenshots aus der Hilfe oder im Internet veraltet sind und die Funktion nun woanders und unter einem anderen Namen zu finden ist. Das ist häufig nervig.

Wer mit dem PC unter Windows arbeitet, hat nun die viel einfachere Möglichkeit, sich ein kostenloses Programm herunter zu laden, mit dem du in den unterschiedlichsten Browsern nach Passwörtern suchen kann. Wenn du deine Passwörter für E-Mails (z.B. Windows Mail) verloren hast, auch hierfür gibt es eine kostenlose Software – ebenso für die Produktkeys für Windows und Office.

Mein Tipp:

Lade dir die Software herunter, sodass du im Notfall schnell und einfach deine Passwörter auslesen und speichern kannst. Wichtig: Druck dir die Liste auch aus und hefte sie in einem Ordner ab, sodass du nach einem Computer-Absturz und Neuinstallation des Betriebssystems auf deine Passwörter zugreifen kannst bzw. speichere die Listen als *.txt Datei auf einen externen Speicher, aber so, das Fremde keinen Zugriff darauf haben (Die Dropbox wäre z.B. ein schlechter Ort, da diese gerne mal von außen geknackt und ausgelesen wird)!

Jetzt muss ich das auch mal endlich machen, immer diese klugen Reden :-)