Frühjahrsputz für deine WordPress Webseite

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Endlich ist es Frühling geworden und es ist Zeit für deinen Webseiten-Frühjahrsputz. Besitzt Du so wie ich einen WordPress-Blog? Egal wie alt dieser Blog ist, einmal im Jahr solltest Du aufräumen und alte Daten löschen.

Doch wie geht man besten vor? Bevor Du überhaupt anfängst, mache bitte unbedingt eine Datensicherung deiner Datenbank. Bist Du so wie ich bei dem Provider All-Inkl, dann kannst Du mithilfe von Cronjobs nicht nur täglich deine Datenbank sichern, sondern auch per Link “http://www.ihreDomain.de/backup/db_backup.php”

Ansonsten brauchst Du ein Plugin wie BackUpWordPress. Wie man das einrichtet, hier findest Du weitere Infos.

Mein Tipp: Richte möglichst täglich ein Datenbackup ein. Nicht alle Provider halten Sicherungen vor, sodass Du im Notfall oft keine Datenbanksicherung einspielen kannst und deine mühevoll erstellten Inhalte leider verloren sind.

Hast Du deine Datenbank gesichert, kann es loslegen.


1. Räume deine Bilder auf!

Natürlich musst Du das nicht per Hand tun. Es geht vor allem darum, die Bilder zu finden, die keine Referenz mehr zu einem Artikel haben, weil der vor langer Zeit gelöscht wurde. Dafür brauchst Du das Plugin Image Cleanup Nicht mehr verwendete Bilddaten verbrauchen viel Speicherplatz auf deinem Server und stehen als Referenz in der Datenbank, die dadurch immer größer wird. Lösche aber nicht alle auf einmal. Schau ob nicht doch das ein oder andere Bild im Header genutzt wird und nach dem Löschen verschwunden sein könnte. Ein bisschen Handarbeit gehört leider dazu…

2. Aktualisiere deine Plugins!

Jetzt wird es Zeit, alle deine Plugins zu aktualisieren. Schau mal, welche zur Aktualisierung angezeigt werden. Im Übrigen solltest Du das regelmäßig tun, denn veraltete Plugins sind gerne ein Einfallstor für Viren und Trojaner. Vergiß auch nicht deine WordPress-Installation upzudaten!

Ein Hinweis: Aktualisiere nicht sofort nach Erscheinen, warte ein paar Tage bis andere die Fehler gemeldet haben. Manchmal sind Aktualisierungen fehlerbehaftet, sodass es zu Fehlermeldungen auf deiner Webseite kommt. Daher habe ich auf meiner Festplatte immer eine ältere Version liegen, sollte es zu diesem Problem kommen. Dann kann ich die Aktualisierung rückgängig machen. Ein anderes Problem ist, dass eine Plugin-Aktualisierung manchmal eine andere nach sich zieht. So habe ich unlängst mein Woocommerce-Shop-Plugin aktualisiert, woraufhin ich eine neue Version meines Themes benötigte. Daher ist es wichtig, ein Theme zu haben, das weiterhin vom Hersteller aktualisiert wird.

Wenn Du diese Hinweise berücksichtigst und Du eine aktuelle Datenbanksicherung hast, sollte dem Aktualisieren der Plugins nichts im Wege stehen!

3. Lösche Plugins bzw. deren Reste in der Datenbank!

Es kommt schnell vor, das man mal eben ein Plugin installiert, testet und wieder löscht. Manche Plugins kommen auch in die Jahre und werden dann gelöscht. Bei jeder Installation werden die Daten in die Datenbank gespeichert. Bei jedem Löschen bleiben Reste in der Datenbank bestehen. Diese gilt es nun zu löschen und die Datenbank zu bereinigen. Dafür gibt es das Plugin WP-Optimize sowie das Plugin WP-Sweep Ich habe bei meinem Aufräumen auch beide hintereinander verwendet, weil jedes Plugin noch andere Datenreste gefunden hat. Bevor Du aber bereinigst, hast Du deine Datenbank-Sicherung erstellt? Denn beim löschen können dir auch WP-Funktionen kaputt gehen. Sei vorsichtig und gehe immer in kleinen Schritten vor.

Der Vorteil dieser Plugins ist, dass sie nicht nur Pluginreste entfernen, sondern auch Spam-Kommentare und Artikel-Revisionen. Revisionen sind in WordPress die letzten Artikelversionen. Hast Du einen Artikel mehrfach überarbeitet, hat er auch mehrfache Revisionen. Diese vergrößern unnötig deine Datenbank und können gelöscht werden, sofern es nicht für dich wichtig ist, diese als “Beweismittel” aufzuheben, vor allem wenn Du mit mehreren Redakteuren und Autoren arbeitest.

4. Lösche bzw. repariere Deadlinks!

Im Internet kommt es täglich vor, das Webseiten gelöscht und geändert werden. Hast Du darauf in einem Artikel gelinkt, dann kommt es zu Fehlermeldungen. Das ist nicht schön für deine Leser. daher solltest Du überprüfen welche Links noch gehen und welche nicht. Dabei hilft dir die Webseite http://validator.w3.org/checklink oder das Plugin Download Broken Link Checker Hier kannst Du tote Links aufstöbern und eventuell in deinen Artikel reparieren, wenn Du über Google herausfindest, ob die verlinkte Seite eventuell umgezogen ist.

5. Lösche alte ungenutze Themes!

Du kannst deine Datenbank noch weiter verschlanken, wenn Du ungenutzte WordPress-Themes löschst. Behalte nur dein Aktuelles.

Und wie geht es weiter?

Nach dem Aufräumen ist vor dem Aufräumen. Jetzt heißt es, die oben genannten und installierten Plugins wieder zu deaktivieren und eventuell zu löschen. Schreibe dir eine Info zum nächsten Jahr, welche Plugins Du beim nächsten Frühjahrsputz benötigst.

Wenn Du ein bisschen Zeit hast, dann kontrolliere ob deine Informationen über dich, deine Kontaktdaten etc. noch aktuell sind. Wie geht es deinem Impressum und deinem Datenschutz – alles aktuell?

Und wenn Du schon mal dabei bist, sind deine Artikel aktuell oder gibt es welche die Du überarbeiten oder löschen solltest?

Hast Du noch ein bisschen mehr Zeit? Überlege mal wo Du überall im Internet registriert bist und Du die Webseiten schon seit gefühlten Ewigkeiten nicht mehr besucht hast. Ich habe mich überall abgemeldet (z.B. Xing, LinkedIn etc.), was ich schon lange nicht mehr genutzt habe und nie gebraucht habe. Manchmal weiß ich schon gar nicht mehr, wo ich überall registriert bin. So kam es schon vor, das ich mich neu registrieren wollte und die Webseite vermeldete, dass es einen Nutzer mit meiner E-Mail schon gibt. Ehrlich? Ich konnte mich nicht daran erinnern…

Ich hoffe, ich konnte dir ein wenig mit deinem Frühjahrsputz helfen… und denke daran, nur eine gepflegte Seite mit aktuellen Inhalten wird gerne besucht und gelesen!

Bei Fragen rund um WordPress

… speziell wenn es sich um Updates, BackUps, Überarbeitungen, Schulungen, akute Probleme, laufende Betreuung oder ähnliches handelt, empfehle ich mich gerne bei dir… Ruf mich an oder schreibe mir eine E-Mail

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