Kategorie: Aktuelles

Buchprojekt Gefühl und Verstand: Satzspiegel mit goldenem Schnitt

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Den Goldenen Schnitt als Gestaltungsregel kennt in der Fotografie fast jeder. Ich bin eine Freundin dieser Gestaltungsregel, denn in den meisten Fällen gestaltet er das Foto sehr harmonisch (Ausnahmen bestätigen die Regel).

Doch wusstest du, dass es den Goldenen Schnitt auch für die Gestaltung von Buchseiten gibt?

Als ich im letzten Jahr einen meiner Fotospaziergänge an der Mulde leitete, hatte ich eine sehr nette junge Frau dabei. Wir sind ins Gespräch gekommen und es stellte sich heraus, dass Christina Schriftsetzmeisterin ist. Ungewöhnlich, dass sich eine junge Frau für diesen Ausbildungsweg entschied. Ich dachte, dass dieser Beruf in der heutigen Zeit ausgestorben ist.

Wir fingen über mein Lieblingsthema „Schriften“ an zu fachsimpeln und konnten gar nicht wieder aufhören. Neben meiner Fotosammelleidenschaft sammle ich nämlich gerne viele Fonts auf meinem Rechner, um für jedes Thema – ob von einer romantischen Schreibschrift bis hin zu einer modernen Serifenlosen Schrift eine große Auswahl zu haben.

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Der Satzspiegel

Wir blieben im Kontakt und als ich im Frühjahr mit meinem neuen Buch anfing, habe ich sie in mein Atelier eingeladen. Zusammen haben wir für mein neues Naturfotografiebuch „Gefühl und Verstand“ einen klassischen Satzspiegel nach dem Goldenen Schnitt entworfen. Für mich war das Neuland, die Schnittlinien in InDesign anzulegen und danach den Satzspiegel auszurichten. Diese gemeinsame kreative Arbeit hat mir soviel Freude bereitet. Ich habe nicht nur unglaublich viel gelernt (trotz meiner Verlagsausbildung), sondern ich bin froh, dass es das Fachwissen noch gibt und ich damit mein Buchprojekt professionalisieren konnte.

Das Buchformat

Ich hatte mir lange im Vorfeld Gedanken über das Format des Buches gemacht und viele meiner Fotografie-Sachbücher miteinander verglichen. So habe ich mich für das Format 25H x 23B cm entschieden – ein sehr schönes Buchformat für große Bilder.

Wobei ich später auf eine Buchbindung mit Fadenheftung und einem geraden Rücken viel Wert lege, damit man das Buch schön aufklappen und kein Inhalt im Buchrücken schlecht lesbar verschwindet bzw. Bilder abgeschnitten werden. Viele Sachbücher mit Klebebindungen bzw. schlecht gemachte Fadenheftungen leiden darunter.

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Die Schriftenauswahl

Neben dem klassischen Satzspiegel haben wir ebenso die Schriften festgelegt. Glücklicherweise hat mich Christina dabei beraten, bei der riesigen Auswahl kann man schon den Überblick verlieren. Zumal an eine Schrift große Herausforderungen gestellt werden:

  • Besitzt sie verschiedene Schriftschnitte und stellt sie Umlaute und Sonderzeichen da (viele schöne Schriften können leider keine Umlaute darstellen)
  • Ist sie gut les- und druckbar?
  • Ist sie modern, passt sie zum Inhalt und zur Zielgruppe des Buches

Hier haben wir uns viele Gedanken gemacht und einige Entwürfe angefertigt. Am Ende haben wir uns für eine Serifenlose Überschrift und für eine Serifenschrift des Lesetextes entschieden.

Das Grundgerüst steht. In den nächsten Wochen und Monaten werde ich weiter am Inhalt arbeiten. Wenn du dich für mein Buchprojekt interessierst und es unterstützen willst, dann schau mal hier

Buchprojekt: Naturfotografie Gefühl und Verstand

 

Feuerwerk fotografieren leicht gemacht!

Feuerwerk fotografieren: in wenigen Schritten zum perfekten Bild

Früher hätte ich mich gefragt, warum ich im Januar einen Artikel über Feuerwerk schreiben sollte. Silvester ist doch gerade mal ein paar Tage her. Aber die Zeiten sind vorbei, dass man nur einmal im Jahr ein Feuerwerk sehen konnte. In der Hochzeitssaison kann man mittlerweile fast jedes Wochenende kleinere private Feuerwerke erleben. Dann kommen weitere Events dazu, wie Rhein in Flammen mit fünf verschiedenen Höhenfeuerwerken oder als Höhepunkt auf verschiedenen Stadtfesten oder Konzerten.

Doch was braucht man überhaupt, um ein Feuerwerk zu fotografieren? Bestimmt hast du dich einmal darin versucht, ein Feuerwerk zu fotografieren. Vielleicht warst du enttäuscht, dass es nicht so geworden ist, wie du es dir vorgestellt hast. In meinem Tutorial verrate ich dir ein paar Tipps und Tricks für gelungene Feuerwerks-Fotografien. Es ist nicht schwer, aber ein paar Einstellungen solltest du beachten.

Feuerwerk fotografieren: in wenigen Schritten zum perfekten Bild

Kamera & Objektive

Die Kamera

Feuerwerk fotografieren: in wenigen Schritten zum perfekten Bild
Fotografiert mit LG G8s Smartphone* mit den Kamera Standardeinstellungen. Technisch nicht perfekt, aber manchmal reicht auch ein schöner Schnappschuss :-)

Die Kamera ist nicht das entscheidende Kriterium. Ein höherwertiges Smartphone wie LG G8s, Huawei P30 oder ein neueres iPhone-Modell schaffen es, Feuerwerke sehr schön einzufangen, sofern man nicht auf knackscharfe Pixel angewiesen ist, technische Mängel tolerieren bzw. auf kleinere Details wie Blendensterne verzichten kann. Manchmal kommt es nur darauf an, den besonderen Augenblick festzuhalten und weniger auf die technische Brillanz. Wenn du aber mehr lernen möchtest, dann lies weiter

Hinweis: Kennst du schon mein neues Buch: „Naturfotografie mit dem Smartphone„?

Ob die Kamera eine Bridge, DSLM oder DSLR ist, das spielt ersteinmal keine Rolle, wichtig ist grundsätzlich, dass du die Belichtungszeit und Blende manuell einstellen kannst. Und das können die einfachsten Kameras.

Solltest du Anfänger sein, dann fotografiere mit der Kamera, die du hast! Fang erst einmal an, bevor du dich in den technischen Details verlierst, den je mehr du fotografierst, um so mehr werden sich deine Ansprüche verändern…

Bist du aber beim nächsten Feuerwerk auf technische Perfektion angewiesen, ist eine höherwertige Kamera mit einem guten Sensor sehr wichtig. Micro Four Thirds Kameras wären nicht meine erste Wahl, APS-C oder Kleinbild (Vollformat) sind die besseren Alternativen. Die Unterschiede siehst du, wenn du in die Details hineinzoomst. Doch noch wichtiger ist neben dem Sensor das verwendete Objektiv…

Meine Bilder habe ich mit DSLR Nikon D750, eine Vollformatkamera gemacht.

Das Objektiv

Grundsätzlich hängt die Wahl das Objektives davon ab, wie und wo du das Feuerwerk fotografieren möchtest. Bist du weiter weg und möchtest du es optisch heranholen, ist ein Teleobjektiv die richtige Wahl.

Stehst du in der richtigen Entfernung zum Feuerwerk und möchtest du die Landschaft mit einfangen, ist ein Normal (50mm) oder Weitwinkelobjektiv (20/35mm) die bessere Wahl (bedenke bei APS-C Kameras den Cropfaktor, der aus einem 50mm ein 75mm Objektiv macht!).

Solltest für den Anfang ein Standard Zoomobjektiv 18-55mm besitzen, dann übe damit. Auch ich habe damit angefangen. Aber vielleicht solltest du versuchen, weniger zu zoomen und dich auf eine Brennweite fokussieren. Später, wenn du dich sicher mit der Fotografie fühlst, kannst du auf hochwertigere Festbrennweiten umsteigen.

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Ausschnitt 50mm Schärfe der Blendensterne

Ich persönlich würde nämlich aufgrund der Schärfe immer eine Festbrennweite favorisieren und statt zu zoomen, lieber meinen Standort wechseln.

Wer schon länger bei mir liest oder meine Artikel kennt, weiß, dass ich mein Nikkor 50mm 1.4 Objektiv* aufgrund der hervorragenden Abbildungsqualität über alles liebe. Aus diesem Grund habe ich mein letztes Feuerwerk auch mit diesem Objektiv aufgenommen. Nicht nur die Schärfe ist einmalig, sondern auch die Details der Blendensterne. Mit einer einfachen Kamera und einem preiswerten Zoomobjektiv ist diese Qualität leider nicht erreichbar. Wenn du keine Sterne in deinen Fotos abbilden kannst und sie nur als verschwommener Punkt dargestellt werden, wird es an deinem Objektiv im Zusammenspiel mit dem Kamerasensor liegen. Nicht alle Objektive sind dazu in der Lage. Daher ist die Wahl des Objektives für mich das wichtigste Kriterium.

Zubehör

Du brauchst: Wechselakku, Stativ, eventuell Fernauslöser, Handschuhe in kalten Nächten, Taschenlampe (bzw. Smartphone mit Taschenlampenfunktion)

Feuerwerk fotografieren: in wenigen Schritten zum perfekten Bild

Kameraeinstellungen

Die Kameraeinstellungen sind ganz einfach. Du weißt, Feuerwerke sind nur in einer dunklen Nacht schön zu sehen. Eine dunkle Nacht bedeutet für die Kamera eine lange Belichtungszeit. Da die Feuerwerke in einiger Entfernung zu deiner Kamera zu sehen sind, brauchst du Tiefenschärfe, das heißt, du musst du Blende schließen. Schließt du die Blende, musst du auch die Belichtungszeit verlängern. Aus diesem Grund ist ein Stativ unerläßlich!

Ein weiterer Aspekt ist die Iso. Wenn du in der Nacht lange belichtest, verrauschen schnell die Bilder. Daher solltest du eine ganz geringe Iso einstellen. Ausgedrückt in Zahlen sieht das so:

  • Blende: f8
  • Belichtungszeit: zwischen 6-10 Sekunden (musst du ausprobieren!)
  • Iso: 100 (Iso-Automatik ausschalten!)
  • Programm: Manuell „M“
  • Autofokus: Aus

Stell deine Kamera am besten auf den Manuellen Modus (M) ein, sodass du Blende und Belichtungszeit selber korrigieren kannst.

Schalte ebenso den Autofokus an deinem Objektiv aus. In der Nacht hat es die Technik schwer, zu fokussieren – also scharf zu stellen. Optimale Ergebnisse erzielst du, wenn du den Fokus manuell an deinem Objektiv auf „Unendlich ∞ “ stellst.

Ganz wichtig ist, dass du bei Nachtaufnahmen, den Bildstabilisator ausschaltest, sofern dein Objektiv es zulässt. Den Weißabgleich stellst du auf Automatik und verwende kein Weißabgleichsprogramm. Wenn deine Kamerasoftware die Möglichkeit bietet, bei Langzeitbelichtungen die Rauschunterdrückung einzustellen, dann aktiviere diese bitte.

RAW oder jpg?

Wenn du mich fragst, ich würde immer das RAW-Format einstellen, schon alleine um im Nachgang das Bild besser bearbeiten zu können. Selbst an meinem Smartphone fotografiere ich immer öfter im RAW-Modus, damit ich das Bild in der Lightroom App auf dem Handy optimieren kann.

Feuerwerk fotografieren: in wenigen Schritten zum perfekten Bild

Die Fotografie

Vor Ort

Bevor du ein Feuerwerk fotografieren kannst, musst du herausfinden, von welcher Stelle aus, du eine perfekte Sicht auf das Feuerwerk hast. Du solltest den Ort bei Tageslicht kennen, damit du weißt, wo du Parken kannst, wo du hingehen musst, welche Hindernisse dort auf dich warten könnten. Ungünstig wäre es, wenn du dein Feuerwerk unter einer Straßenlampe oder einer anderen künstlichen Lichtquelle fotografieren würdest. Oder die Sicht durch große Häuser oder Bäume behindert wird. Das heißt: Ortskenntnisse sind für ein gelungenes Feuerwerksfotos immens wichtig, denn im Dunkeln sieht alles ganz anders aus.

Sei schon eine halbe Stunde eher vor Ort, sodass du genügend Zeit hast, dein Stativ aufzubauen und Testfotos zu machen. Du hast während des Feuerwerkes, welches manchmal nur wenige Minuten geht, keine Zeit mehr dafür. Indem Moment, in dem das Feuerwerk startet, musst du dich auf die Aufnahmen konzentrieren und deine Einstellungen an der Kamera solltest du im Schlaf beherrschen. Übe also vorher im hellen, sodass die Handgriffe sitzen. Später, wenn die Kamera auf dem Stativ steht, hast du im Dunkeln auch die Möglichkeit, mit einer Taschenlampe zu leuchten und die Einstellungen vorzunehmen oder zu verändern.

Denke unbedingt vorher an einen vollen Akku und an einen Wechselakku. Nachtfotografie mit langen Belichtungszeiten verschlingt viel Energie.

Wann auf den Auslöser drücken?

Ein gutes Feuerwerksfoto hängt natürlich auch ein bisschen von Glück und Zufall ab, im richtigen Moment auf den Auslöser zu drücken. Ich persönlich habe bei meinem letzten Feuerwerk auf die zischenden Abschußgeräusche gehört und schon ausgelöst, als die Rakete abgeschossen wurde. Wenn du Glück hast, kannst während der Belichtungszeit von 8 Sekunden ein, zwei unterschiedliche Feuerwerksblumen fotografieren, während andere Bilder wenig oder gar nichts aufzeichnen. Das hängt davon ab, wie groß das Feuerwerk ist, wie viel abgeschossen wird. Ob es eine Choreographie hat oder ein kleineres privates Feuerwerk ist. Das sind Faktoren, die du nicht beeinflussen kannst.

Feuerwerk fotografieren: in wenigen Schritten zum perfekten Bild

Die Bildgestaltung

Denke daran, den Ausschnitt in deiner Bildgestaltung etwas größer zu wählen. Es ist wirklich schwierig, vorab zu kalkulieren, wie hoch die einzelnen Feuerwerke steigen werden. Du würdest dich ärgern, wenn die wirklich schönen Lichtblumen außerhalb oder angeschnitten deines Bildes liegen würden.

Noch bildgestalterisch besser wäre es, wenn du das Feuerwerk über einem spiegelnden Gewässer zu fotografieren.

Möchtest du Personen einbinden, musst du dich entscheiden: Entweder sie bewegen sich und werden bei der langen Belichtungszeit unscharf bzw. erhalten eine Bewegungsunschärfe (mit der du bildgestalterisch auch schön spielen kannst) oder du verdonnerst deine Personen dazu, sich 6 oder 8 Sekunden langen auf keinen Fall zu bewegen. Wenn du dich für letzteres entscheidest, kannst du mit der Taschenlampe die Gesichter der Personen gezielt ausleuchten, sodass man später auch die Gesichter erkennt.

Achso, die Technik…

Bedenke ebenso, dass die Fotografie mehr Zeit benötigt, als eine normale Fotografie bei Tageslicht. Nicht nur, das die Belichtung 8 Sekunden oder länger dauert, auch wenn die Aufnahme beendet ist, braucht deine Kamera einige Zeit, um das Bild zu rechnen. An dieser Stelle werde ich immer ganz nervös, wenn die Rechenzeit gefühlt zu lange dauert, bis ich die nächste Aufnahme starten kann, während das Feuerwerk weitergeht. Versuche ruhig bleiben und deinen Flow zu finden.

Feuerwerk fotografieren: in wenigen Schritten zum perfekten Bild

Meine Bildbearbeitung

Für die Bearbeitung habe ich Adobe Lightroom und Photoshop verwendet.

In Lightroom

In Lightroom habe ich zuerst die Lichter reduziert, dafür die Tiefen erhöht. Zudem habe ich den Kontrast erhöht und nachgeschärft. Die Bearbeitung ist kein Hexenwerk, ich wollte nur die Farben etwas herausarbeiten.

In Photoshop

Mein letztes Feuerwerk war kein großes Event und die Raketen wurden überwiegend an einer Stelle in den Nachthimmel geschossen. Um das Feuerwerk in seiner ganzen Schönheit darzustellen, habe ich in der Bildbearbeitung zwei oder drei Bilder in Photoshop übereinander gelegt. So wird ein Feuerwerk von einer halben oder ganzen Minute sichtbar, die Einzelbilder hatten alle eine Belichtungszeit von 8 Sekunden. Da ich die Bilder nacheinander auf dem Stativ aufgenommen habe, war es einfach, sie in Photoshop in Ebenen zu überlagern. Bei der Bildgestaltung habe ich darauf geachtet, dass ich verschiedene Feuerwerkstypen bzw. Höhen miteinander kombiniert habe.

Wenn du mehr über meine Bearbeitung in Lightroom und Photoshop wissen möchtest, dann kannst du mich gerne für einen Workshop online per Skype und Teamviewer oder vor Ort in meinem Atelier buchen.


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Welcome 2020

Ein neues Jahr heißt neue Hoffnung, neues Licht, neue Gedanken und neue Wege… Ich wünsche dir viel Glück und das Herz immer am rechten Fleck!

„Wenn’s alte Jahr erfolgreich war, dann freue dich aufs neue. Und war es schlecht, ja dann erst recht.“

Albert Einstein

Ein Jahrzehnt geht zu Ende und ich spüre, das viele Herausforderungen im neuen Jahrzehnt vor uns liegen werden. 2019 haben mich viele Themen sehr beschäftigt: Klimawandel, Hass im Netz, Soziale Ungleichheiten. Themen die wir nicht mehr aussitzen können und bei denen jeder etwas tun kann. Packen wir es an. Wir haben so eine wunderbare Welt, eine unvergleichbare Natur, jeder Mensch und jedes Tier ist in seiner Schöpfung einmalig. Lassen wir uns 2020 die Welt ein bisschen schöner und besser machen. Schauen wir nicht weg bei Ungerechtigkeiten und lass uns mehr Zeit für die schöne Dinge im Leben nehmen. Wir haben nur diese eine Erde und nur ein Leben.

Ich persönlich bin keine Freundin von guten Vorsätzen für das neue Jahr, spätestens Mitte Januar sind sie vergessen. Aber ich wünsche mir für das kommende Jahrzehnt, dass wir alle unsere Natur wieder anfangen mehr zu achten und zu schützen. Das wir nicht achtlos an ihr vorbei leben und wirtschaftliche Interessen vor Flora und Fauna stehen. Ich wünsche mir so sehr, das wir umdenken und nichts an dem alten 1980er Jahre Spruch ist ungültig:

„Erst wenn der letzte Baum gerodet, der letzte Fluss vergiftet, der letzte Fisch gefangen ist, werdet ihr merken, dass man Geld nicht essen kann.“

Ich wünsche dir ein glückliches, gesundes neues Jahr voller schöner, intensiver Momente mit ganz viel Wärme, Frieden und Liebe im Herzen sowie ein tolles Fotojahr mit vielen spannenden Motiven. Und vielleicht lernen wir uns im neuen Jahr persönlich kennen. Ich freue mich auf dich!

10 Tipps für wunderbare Weihnachtsbilder

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Weihnachten ist das Fest der Liebe und der Familie. In diesem Fotografie-Tipp erfährst du, wie du an Weihnachten wunderschöne romantische Weihnachtsbilder fotografierst.

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1. Nimm dir Zeit

Weihnachten ist das Fest der Liebe und Besinnlichkeit. Wenn du gute Fotos machen möchtest, sind das genau die richtigen Zutaten. Wenn du Weihnachtsfotos nur unter Stress und Druck machst, wird das nichts. Nimm dir die Zeit und habe Freude an dem, was du tust. Es kommt nicht auf die Quantität, sondern auf die Qualität an.

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2. Fang Stimmungen ein

Was ist Weihnachten für dich? Vielleicht denkst du dabei an Weihnachtsdüfte wie Weihrauch oder Mandeln. Oder die romantischen Lichter von Kerzen, Schwibbögen oder Herrnhuter Sterne? Freust du dich auf deine Familie, auf Freunde, auf das Weihnachtsessen? Jedes Weihnachtsfest hat seine eigene Stimmung. Damit deine Fotos bei schlechten Lichtverhältnissen wie Kerzenlicht auch scharf werden, öffne weit die Blende (f2.8 ist meine Lieblingsblende) und erhöhe den Iso-Wert. Achten immer auf Licht und Spitzlichter, sie verleihen deinen Bildern eine wunderbare Stimmung.

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3. Romantischer Weihnachtslook

Einen romantischen Weihnachtslook erreichst du mit viel Unschärfe, so genannten Bokehs. Bleibe bei der geöffneten Blende und je nach Objektiv entstehen runde oder eckige Bokehs, also Lichtkreise, in deinen Bildern. Fotografierst du mit dem Smartphone, dann wechsle in den Makromodus. Dann entstehen auch kleine Bokehs im Hintergrund ihres Bildes.

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4. Details, Details, Details

Weihnachtsmotive bestechen durch ihre Details. Gehe ganz nah ran und blende alles Störende aus. Konzentriere dich auf ein Motiv, weniger ist mehr. Wenn du die Blende öffnest, kannst du das Motiv wunderbar freistellen. Der Hintergrund verschwimmt und der Fokus richtet sich auf dein weihnachtliches Motiv.

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5. Familienbilder unterm Weihnachtsbaum

Familienbilder unterm Weihnachtsbaum ist der Klassiker zum Weihnachtsfest. Aber warte nicht bis es Dunkel wird. So romantisch es auch ist, nur die Weihnachtsbaumbeleuchtung als Lichtquelle zu nutzen, ist das für deine Kamera zu wenig Licht. Mache die Weihnachtsbilder noch bei Tageslicht. Stelle die Kamera auf ein Stativ und nutze den Selbstauslöser oder eine Fernbedienung. Verzichte möglichst auf einen Blitz. Damit vermeidest du erschrockene Gesichter oder rote Augen. Mach mehrere Fotos, vielleicht mit der Serienbildfunktion. Denn bei mehreren Personen hat immer einer die Augen geschlossen und die Wahrscheinlichkeit ist höher, das alle ins Bild schauen, wenn du ein paar Bilder in Serie aufnimmst.

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6. Leuchtende Kinderaugen

Fotografiere deine Kinder aus der Situation heraus. Verzichte auf „Guck mal her, stell dich mal hier hin“. Das funktioniert bei Kindern nicht, dann verweigern sie entweder das Foto oder zeigen Ihnen Grimassen. Kinder müssen auch nicht immer in die Kamera schauen, oft sind Fotos in der sie spielen viel schöner. Damit die Fotos auch scharf werden, benutze den Autofokus und versuche diesen möglichst immer auf die Augen zu legen, vor allem wenn du die Blende weit öffnest. Fotografiere mit der Belichtungsautomatik „A“, denn wenn du dich mit dem Kind in der Bewegung mitdrehst, können sich die Lichtverhältnisse schnell ändern. Und begebe dich auf Augenhöhe mit deinem Kind und fotografiere es nicht von oben herab.

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7. Spielerische Effekte

Wenn du Spaß am Experimentieren hast, dann fotografiere deine Weihnachtsmotive durch eine altmodische CD hindurch. Hier entstehen wunderbare kreative Effekte. Aber achte auf den Fokus, dass der sich nicht beim fokussieren vom Motiv auf die CD verschiebt. Im Übrigen funktioniert dieser Effekt auch wunderbar mit dem Smartphone. Einfach die CD ganz dicht vor das Objektiv halten.

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8. Weihnachtsmotive in Stadt und Land

Motive findest überall – ob in der Großstadt oder mitten in der Natur. Halte die Augen offen, manchmal finden sich unerwartet Motive. Nicht selten findet man einen mit Lichtern bestückten Baum mitten in der Natur. Manchmal sind Häuser ganz wunderbar geschmückt. Diese Motive eignen sich später als Hintergründe in deinem Familienalbum, wenn du ein Fotobuch gestaltest.

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9. Schneezauber

Wer träumt nicht von Weihnachten im Schnee? Manche Jahre haben wir Glück und wenn es soweit sein sollte, dann nichts wie raus mit der Kamera und den Schnee einfangen. Besonders schön ist es, Lichter und Schnee einzufangen. Doch bedenke bei Schnee den Weißabgleich. Schnell bekommt die weiße Winterlandschaft einen Gelb- oder Blaustich. Den solltest du möglichst vermeiden. Da die Kamera mit den Weißabgleichsmodi auch manchmal spinnt, ist es manchmal besser, den Weißabgleich auf „Automatik“ zu stellen und diesen später im Bildbearbeitungsprogramm zu korrigieren. Möchtest du, dass es vor Ort perfekt wird, dann arbeite am besten mit einer Graukarte. Dann wird dein Schnee auch wirklich schön weiß.

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10. Weihnachten in Motion

Binde für authentische Weihnachtsbilder unbedingt Bewegungen ein oder zeige das Motiv in Benutzung. Da kann auch eine Hand oder ein Arm zu sehen sein. Zeige Lichtreflexe, Spiegelungen usw. Sei kreativ. Weihnachten ist nicht umsonst das schönste Fest im Jahr. Und es kommt nicht auf die Menge der Geschenke an oder wie viel es gekostet hat. Wenn du aus allen Weihnachtsbildern ein schönes Fotoalbum erstellst und es handschriftlich beschriftest – ein schöneres Geschenk kannst du deinen Liebsten nicht machen.

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🎄 Gutschein als Weihnachtsgeschenk 🎄

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PS: Wenn du noch vor Weihnachten unbedingt ein schönes Familienbild haben möchtest, dann ruf mich schnell an. Ich freue mich auf dich und deine Familie. Oder vielleicht magst du einen Gutschein verschenken? Entweder für ein Fotoshooting oder einen Fotografie-Kurs. Melde dich bei mir.
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Konmari – Wie räume ich meine digitalen Fotos auf?

Arbeitszimmer, Laptop, PC

Kennst du das Szenario für deine Fotos: Sie liegen auf deinen Rechnern in verschiedenen Ordnern. Diese Ordner liegen auf verschiedenen Partitionen oder sogar auf verschiedenen Festplatten. Manchmal liegen auch Bilder in der Cloud und vielleicht sogar in verschiedenen Cloud-Systemen wie Dropbox, Adobe, Google Drive, Microsoft Onedrive, Amazon Drive, Strato, Magenta Cloud oder Web und GMX Cloud. Oder liegen Sie bei dir auf verschiedenen Speichermedien wie SD-Cards, USB-Festplatten, USB-Sticks, NAS oder deinem Smartphone usw.

Ich weiß aus meinen Schulungen, dass auch alles in Kombination möglich ist und hier den Überblick zu behalten, ist schier unmöglich. Doch wie macht man aus dem Wirrwarr ein einheitliches System, wo du auf Knopfdruck alle deine Fotos wiederfindest? Ich möchte dir eine Anleitung an die Hand geben. Doch bedenke, die technische Umsetzung ist nicht schwer, sie braucht aber viel Zeit und Muße.

1. Du brauchst erst einmal eine große Festplatte. Am besten eignet sich, vor allem wenn du mehrere Endgeräte benutzt, eine externe SSD Festplatte mit USB und Wlan/Netzwerk Anschluss. Z.B. von Western Digital 4TB/8TB SSD Festplatte Sie hat auch den Vorteil, das sie wie ein NAS deine Daten als Sicherung spiegelt.

2. Lege auf dieser Festplatte einen Ordner an, den du z.B. „Fotoarchiv“ nennst.

3. Hier speicherst du alle Fotos als Kopie, die du auf deinen diversen Speichermedien/Ordnern findest. Am einfachsten ist es, wenn du nicht weißt, wo deine Fotos überall liegen, dass du im Explorer/Finder nach den Bildern bzw. deren Dateiformat *.jpg/*.tif/*.png/*.raw/*.dng usw. in der Suche suchst. Das musst du pro Dateiformat machen, wenn du zum Beispiel Handyfotos im jpg-Format hast und RAW-Dateien von deiner DSLR/SLR Kamera.


Markiere alle Fotos und kopiere sie in den neuen Ordner.
Hast du deine Fotos in verschiedenen Ordnern abgelegt, kannst du natürlich auch die verschiedenen Ordner kopieren und in den neuen Ordner „Fotoarchiv“ als Kopie ablegen.

4. Im 4. Schritt wäre es wichtig, wenn du mit einer Bildverwaltungssoftware wie Lightroom arbeiten würdest. Natürlich kannst du auch mit dem Explorer/Finder arbeiten, aber bei vielen tausenden Fotos ist es kaum möglich, per Hand doppelt und dreifach abgelegte Fotos zu filtern und auszusortieren. Eine Fotobibliothek wie Lightroom hilft dir dabei, doppelte Bilddateien zu finden und zu löschen und die Dateien nach Datum in Jahres-Ordnern neu abzulegen.

Möchtest du dir ein Bildarchiv mit Lightroom aufbauen, dann biete ich dir meinen individuellen Workshop an.

Importiere nun den neuen Fotoarchiv-Ordner in deine Bildverwaltungssoftware.

5. Im nächsten Schritt solltest du kräftig aufräumen und Bilder löschen. Lösche alles was unscharf, verwackelt ist. Solltest du dich fotografisch und in deiner Bildsprache verändert haben, dann habe den Mut alte Bilder von z.B. Tulpenbilder von 2014 oder Zooaufnahmen aus dem Jahr 2009 gnadenlos zu löschen. Hebe nur die alten Bilder auf, die dir persönlich etwas bedeuten. Zoo- oder Tulpenbilder würdest du heute sicherlich ganz anders fotografieren als vor 5 oder 10 Jahren. Da in Lightroom die Bilder immer nach Jahren ablegt werden, kannst du dir die Jahresordner einzeln zum löschen vornehmen.

Alle Bilder die du behältst, solltest du verschlagworten und in thematisch sortieren Sammlungen ablegen. Das gute an einer Bildverwaltungssoftware ist, dass die Bilder nicht mehr physisch doppelt und dreifach abgelegt werden, sondern nur Referenzen. So kannst du ein Blumenbild, das du auf einer Reise fotografierst hast, in die Sammlung Reise als auch Blume ablegen und du musst es nicht wie früher physisch in zwei verschiedenen Ordnern abspeichern.


Für meine fünf Schritte wirst du je nach Umfang deiner Bildersammlung mehrere Tage oder Wochen brauchen. Das hängt davon ab, wie viel Zeit und Muße du hast. Vor zwei Jahren, als ich um diese Zeit krank war, habe ich innerhalb einer Woche aus meinem Bildarchiv, das mehr als 100.000 Fotos umfasst hat, eine Sammlung von 25.000 gemacht. Das war harte Arbeit, aber danach konnte ich wieder befreit fotografieren gehen.

Wenn ich heute von einem Fotoshooting, einer Fotoreise wieder komme und meine Fotos in mein Bildarchiv ablegen, dann lösche ich zeitnah. Sodass sich nicht wieder tausende von schlechten Fotos in meinem Archiv ansammeln. Jetzt fällt es mir auch viel leichter, gleich zu löschen.

Wenn du Panik vor deinem Archiv hast oder du dich scheust, das Thema alleine anzugehen, dann wäre es mir eine Freude dir zu helfen. Komm gerne zu mir (oder online per Skype und Teamviewer) und in 2-3 Tagen machen wir aus deiner Fotomessisammlung ein ansehnliches, gut sortiertes Archiv. Stelle dir vor, mit welcher Freude und Leichtigkeit du danach wieder fotografieren gehen magst. Dafür lohnt sich all die Mühe.

Und – ich weiß der Gedanke ist nicht so schön und tut weh – was soll mit deinen Fotos mal passieren, wenn du nicht mehr bist? Was wäre, wenn man seinen Lieblingsmenschen ein Archiv mit Fotos hinterlässt, das für die Familie wichtig ist? Wie schnell gehen Fotos unwiderruflich verloren und das wäre doch schade oder?

Ich freue mich auf dich!

Nachts in Grimma

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Ein später Novemberspaziergang an der Mulde

Wahnsinn, wie früh es dunkel wird. Als ich heute Nachmittag mit meiner Hündin im feuchten Novembernebel an die Mulde gelaufen bin, wusste ich nicht, wie wenig Zeit mir bleiben würde. Kurz nach 16 Uhr setzte die Dunkelheit ein, der Nebel tat sein übriges.

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Und so kam ich in den Genuss, Grimmas Hängebrücke in der blauen Stunde zu fotografieren. Ich hatte nur mein leichtes Vintage-Objektiv, das Trioplan100, dabei. Der Abendnebel hat die Brücke in ein mystisches Licht eingehüllt. Ich hörte nur das Rauschen des Flusses und die vielen Enten, die in der Abenddämmerung laut vor sich hin schnatterten. Es waren kaum Menschen unterwegs, nur ein einsamer Angler versuchte sein Glück beim Nachtangeln an der Mulde. Seine Anwesenheit wurde vom Nebel fast verschluckt.

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In der einsetzenden Dunkelheit gingen die Flutlichter an, die Nachts das Wahrzeichen von Grimma, die Hängebrücke beleuchten. Auch die Gattersburg wird angestrahlt.

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Ich freue mich über die Fotografien, die ich mit dem Vintage-Objektive Trioplan100 in der Dunkelheit und mit künstlichen Licht machen konnte. Zum ersten Mal habe ich es in dieser Art eingesetzt.

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Doch es gibt so viele unterschiedliche Vintage Objektive. Wer sich dafür interessiert, dem möchte ich das neue Buch von Bernd Kieckhöfel „Vintage Objektive“  empfehlen. Nach einer unglücklich verlaufenen Crowdfunding-Kampagne zu diesem Buch (vielleicht erinnerst du dich an meinen Newsletter im Frühjahr ) ist es trotzdem oder besser gesagt, glücklicherweise in der DOCMAtischen Gesellschaft erschienen.

Gewinne ein Buch-Exemplar: Vintage-Objektive

Für alle, die sich an der Crowdfunding Kampagne von Bernd beteiligt haben, habe ich heute eine gute Nachricht: Bernd hat mir ein Exemplar geschickt, dass ich unter meinen Lesern verschenken kann. Schreibe mir einen Kommentar und unter allen Einsendungen bis zum 20.11.2019 wird das Los entscheiden.

Ein praktischer Führer durch die Welt alter und manuell fokussierender Objektive für digital arbeitende Fotografen. Autor: Bernd Kieckhöfel. Als Hardcover-Ausgbe und Tablet/iPad-optimiertes ePaper erhältlich. 164 Seiten. 34,95 € inkl. 7 % MwSt. ISBN: 978-3-9816712-3-0
Erhältlich hier: https://shop.docma.info/produkt/vintage-objektive/

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Ich wünsche dir eine wunderbare Novemberwoche.

Erste Buchrezension „Naturfotografie mit dem Smartphone ist erschienen

Dass das Smartphone als Kamera die Fotografenwelt spaltet, ist bereits ein alter Hut. Für die einen ist die Immer-dabei-Kamera das Mittel für kreative Fotografie schlechthin, für die anderen ist schon allein die erzielbare Qualität indiskutabel. Ich habe mich für die kreative Seite entschieden und zeige, wie du dein Smartphone für Natur- und Landschaftsfotografie einsetzen kannst. Die Frage ist, wie kannst du mit den Schwächen der Smartphone-Kamera kreativ umgehen? Trotz der Einschränkungen macht das Fotografieren mit dem Handy viel Spaß. Es ist fast immer zur Hand und dabei leicht und handlich zu bedienen. Das Buchbesteht aus 98 Kapiteln, die du quer lesen kannst. Anhand vieler Naturbilder gebe ich dir zahlreiche praktische Tipps und Tricks an die Hand.© Jana Mänz ISBN-13 978-3-00-061166-7

Ich freue mich, in der aktuellen Ausgabe 05/2019 der c’t digitale Fotografie ist die erste Rezension zu meinem Sachbuch „Naturfotografie mit dem Smartphone“ erschienen.

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Buchrezension Naturfotografie mit dem Smartphone

Ein Sommernachtstraum – Mohnblütenfeld im Muldental

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In den letzten zwei Wochen habe ich im Muldental und im Leutratal verzweifelt nach Mohn- und Kornblumenfeldern gesucht. Aber es waren bis auf ein paar vereinzelte Blüten an den Feldrainen nichts zu sehen. Die Kulturlandschaft ist in vielen Teilen Sachsens und Thüringen einfach nur grün – bunte Ackerwildkräuter scheinen völlig ausgerottet. Vielerorts fehlen Feldraine oder Windschutzhecken.
Vor Pfingsten kam mein Partner von der Arbeit und erzählte er mir von einem riesigen Mohnblumenfeld. Ich machte mich noch darüber lustig und fragte ihn, wie viele Blüten er gezählt hätte.

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Nachdem ich in den letzten Jahren im Muldental nur winzige Mohnblumenflächen gesehen hatte, konnte ich ihm kaum glauben. Und so fuhren wir bei einem wunderschönen Mittsommernachts-Abendlicht los. Wenige Kilometer vorher konnte ich mich fotografisch schon kaum von einem blauen Kornblumenfeld lösen und mein Partner drängelte: „Komm, du musst es dir anschauen„. Und dann kam es, wie aus dem nichts leuchtete das rote Feld kilometerweit in der Abendsonne. Das größte Mohnblumenfeld, dass ich je in meinem Leben gesehen habe. Nicht einmal im Norden Deutschlands.

Dabei wunderte ich mich: Wieso ist die Umgebung grün, warum keine einzige Mohnblüte? Und dann entdeckte ich ein kleines Schild am Feldrain. Das Gerstenfeld ist eine Bioland-Ackerfläche.

Vor Ort habe ich fotografisch einen Fotoherzkasper bekommen. Das perfekte Abendlicht, die Farben des Mohns. Selten habe ich mich von der Schönheit so ergriffen gefühlt. Es war kaum Straßenverkehr zu hören, stattdessen zwitscherten hunderte von Vögeln im angrenzenden Wald. Ein kleines Weg führt mitten auf das Feld, sodass ich keine Blume zertreten musste. Und dann stand ich mittendrin: Überall summte und brummte es. Für einen kurzen Moment schloss ich die Augen und versuchte mir den Moment mit all meinen Sinnen aufzusaugen.

Fotografisch fühlte ich mich fast zerrissen: 20mm für ein Landschaftsfoto, das 50mm für den kleineren aber superscharfen Ausschnitt und das Makro für die Details. Und zu guter Letzt, mein Vintage-Objektiv Trioplan100. Selten habe ich alle vier Objektive eingesetzt, aber ich wollte die Schönheit des Mohnfeldes in all seinen Facetten festhalten.

Fotografisch habe ich wie immer so pur und schlicht wie möglich gearbeitet. Ich habe weder Stativ, noch Pol- oder Grauverlaufsfilter verwendet. Da die Belichtung im Gegenlicht schwierig ist, belichte ich generell gegen den Himmel und speichere den Wert mit der AEL/AFL Taste (* Taste Canon). Den unterbelichteten Vordergrund kann ich in Lightroom wieder hervorholen, während ein überbelichteter Himmel ohne Struktur auch im RAW-Format nicht heilbar ist.

Daher mein Tipp: Belichte immer auf den Himmel und belichte damit unter als wenn du den Himmel überbelichtest. Später in der Bildbearbeitung kannst du eine Unterbelichtung immer reparieren. Eine andere Variante ist ein HDR aus 3-5 Aufnahmen oder die Verwendung eines Grauverlaufsfilters mit Stativ.

Wenn du wissen möchtest, wie ich fotografieren oder wie ich meine Bilder bearbeite, dann kannst du mich für einen individuellen Workshop/Einzelcoaching jederzeit buchen. Ich freue mich auf deine Anfrage!

Mit dem Smartphone unterwegs im Duvenstedter Brook

Duvenstedter Broock, Hamburg, Landschaft, Moor, Naturschutzgebiet, Schleswig-Holstein, Smartphonefotografie

Am Wochenende waren wir seit langem mal wieder in Hamburg. Die Familie meines Partners wohnt nördlich von Hamburg, direkt am Duvenstedter Brook. Für viele Hamburger ist das Naturschutzgebiet ein beliebtes Ausflugsziel. Dank Hafengeburtstag war aber nicht viel los im Brook, sodass wir ganz entspannt eine große Rundwanderung machen konnten. Das Wetter war perfekt: viel Sonne, blauer Himmel und ein erfrischender Seewind.

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Rundwanderweg im Duvenstedter Brook, Start Parkplatz Bültenkrug

Wir sind den großen Wanderweg von knapp 9km gelaufen. Der ist leicht zu gehen, doch da ich zum fotografieren und genießen immer mal wieder anhalte, ist daraus eine dreistündige Wanderung geworden. Vor allem habe ich mich gefreut, meine Schreihälse, die Kraniche sehen zu können. Mitten im Brook gibt es eine große Kranichgruppe, deren Rufe bis ins Haus zu hören sind. Wenn man Abends im Bett liegt eine wunderbare Einschlafmusik. Sie erinnert mich an meine Auszeit auf Rügen, als ich dort zum Einschlafen den Singschwänen im Winter lauschte. Fotos konnte ich leider nicht machen. Um die Kraniche gut fotografieren zu können, braucht man schon ein 600er Tele, am besten mit einer Cropkamera um noch mehr Brennweite zu haben.

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Einer der Aussichtspunkte im Brook

Ich hatte aber nur mein Smartphone dabei, weil ich zusammen mit meinem Partner die Wanderung genießen wollte. Es wird für mich – vor allem als Berufsfotografin – immer wichtiger, mir Auszeiten zu nehmen und ohne große Fotoausrüstung die Natur zu genießen. Zumal es am frühen Nachmittag im Frühling wenig bringt, im Moor Tiere oder eine mystische Landschaft fotografieren zu wollen. Ich komme dann lieber im Herbst wieder, wenn der Nebel aus den Wiesen stiegt und die Brunftzeit beginnt.

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Für meinen Partner ist es immer wieder etwas Besonderes, im Brook unterwegs zu sein. In seiner Kindheit hat er viele Sommerferien bei seinem Opa im Brook verlebt, der dort Revierförster gewesen ist und in der alten Försterei gelebt hat. So haben wir uns auf seine Spuren begeben, auch wenn heute vieles anders aussieht, als noch in den 1970er Jahren.

Im Brook gibt es an vielen Stellen Aussichtspunkte, für alle die gerne mit Fernglas oder Kamera die Natur beobachten möchten. Ich konnte aus der Ferne die Kraniche beobachten, aber auch auch echte Feldhasen und Eidechsen, die sich in der Sonne gesonnt haben. Im Moor leben auch Kreuzotter und Ringelnatter, doch zu meinem Glück haben sie sich dieses Mal nicht blicken lassen (hier im Muldental begegne ich ihnen leider öfter als mir lieb ist). Bald fangen auch die Orchideen an zu blühen, doch jetzt Anfang Mai blühen noch nicht so viele Pflanzen. Wunderschön ist das zarte Maigrün der Bäume, vor allem wenn man auf dem alten Grenzwall wandert.

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Buchprojekt „Gefühl und Verstand – Naturfotografie“ … Wie geht es weiter?

Startnext, Crowdfunding, Biotinten, Graspapier, ökologischer Druck

Du möchtest wissen, was sich an meinem anderen Buchprojekt tut? Ich war im Februar in meiner Buchdruckerei in Bayern. Dort habe ich nicht nur das aktuelle Buch „Naturfotografie mit dem Smartphone“ besprochen, sondern auch mein großes Buchprojekt „Gefühl und Verstand“. Lies weiter, wenn du mehr wissen willst…

Besuch in der Druckerei

Ich habe meine Buchdruckerei in Bayern besucht. Im Alpenvorland hat sich die Familien-Druckerei Leonhart auf ökologische Druckverfahren spezialisiert. Aktuell wird sie mein kleineres Buchprojekt „Naturfotografie mit dem Smartphone“ drucken…