Schlagwort: Berufsfotografen

Hinter den Kulissen – Wie Naturfotografen arbeiten

Echte Mehlbeere, Frost, Makro, Schnee, Sorbus aria, Winter, beeren, blauer Himmel, rote Beeren

Welche Vorstellung hast Du, wenn du Natur- und Landschaftsfotografien von Berufsfotografen siehst? Ich habe mir letztens Gedanken darüber gemacht, als ich in einem Tierfotografieblog die Frage las:

« Wildlife Fotos? Wo haben die schon wieder dieses Tier gefunden? Bei mir sind sie sofort weg, wenn ich mich nähere. Andere Fotografen knipsen auch nur mit der Linse. Ansitzhütten, Tiere angefüttert, Models selbst mitgebracht, Klangatrappen…. oder Glück? Oftmals stundenlanges wandern mit schwerem Equipment. Stundenlanges ausharren in einem Zelt…»

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Ich selber gehörte nicht zu den Naturfotografen, die sich ein Tarnzelt und ein Objektiv in Tarnfarbe zugelegt haben und damit tagelang in der Pampa sitzen und hoffen, dass sich irgendwann mal ein Tier blicken lässt.

Ich gehöre aber auch nicht zu den Fotografen, die sich Guides anmieten und mit denen auf geführte Fotosafaries gehen, wo die Tiere meistens angefüttert werden. Erst letztens habe ich einen Bericht über Naturfotografen an der Müritz gesehen, die einen Guide buchen, der mit ihnen auf den See und bekannte Brutplätze anfährt, um dort Fischadler & Co mit Aalen anzufüttern, sodass die Fotografen zu ihren „Schuß“ kommen. Ich war ehrlich gesagt ziemlich abgetörnt davon, schon alleine die Auslösegeräusche, die sich wie Gewehrfeuer anhörten. Gruselig. Mal davon angesehen, was man mit so vielen ähnlichen Bildern machen soll. Sie sind ja in der Menge und die auf die Art und Weise nichts Besonderes.

Ich muss aber an der Stelle auch sagen, das ich mich nicht auf Tierfotografie spezialisiert habe. Sie entstehen eher zufällig, wenn ich in der Natur unterwegs bin.

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Doch wie gehen berühmte Naturfotografen vor?

In der Netflix Serie „Bildschöne Welt“ werden bekannte National Geographic Fotografen auf ihren Fotoreisen begleitet. Das die Serie in Zusammenarbeit mit National Geographic und Canon entstanden ist, habe ich erst später erfahren. Im Nachhinein wurde mir auch bewusst, warum Canon immer so plakativ ins Bild gehalten wurde. Aber das nur am Rande, denn ohne Sponsoren würden diese Fotoreisen finanziell auch nicht machbar sein.

Das ein Naturfotograf heutzutage nicht mehr als einsamer Wolf durch die Landschaften zieht, ist mir seit Andreas Kieling und seinen Naturreportagen klar. Immer wenn er dramatisch mit hoher Stimme und aufgerissenen Augen in die Kamera die Angst vor dem Grizzly im Hintergrund schürte, hätte man schon fast im Hintergrund die Waffen von seiner Crew durchladen hören.

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Die Netflix Reportage hat mein Bild noch mal verändert. Als Richard l’Anson Schneeleoparden im Himalaya fotografieren wollte, wurde mir erstmals bewusst, was eigentlich dahinter steht. Vor Ort hatte er ein großes Team, die teilweise zu sechst mit einem Spektiv die Berge nach einem Schneeleoparden absuchten und dann dem Fotografen sagten, wohin er seine Kamera ausrichten sollte. „Leider“ war der Schneeleopard schlauer und zeigt sich nur kurz aus weiter Entfernung – so eine große Menschengruppe würde ich auch lieber meiden. Im weiteren Verlauf der Sendung ging es nach Indien zu den Tigern. Als er endlich auf die Großkatzen traf und seine Fotos machte, war ich enttäuscht. Da war fotografisch nichts Besonderes dabei, etwas was mich berührt hätte. Sicherlich ist es ein ganz tolles Erlebnis einen Tiger in der freien Natur zu sehen, welcher Naturfotograf träumt nicht davon? Doch die Fotografien die anschließend als Ergebnis gezeigt wurden, hätte man auch in einem Zoo machen können. Und ich frage mich, ob der Aufwand gerechtfertigt gewesen ist, mal davon abgesehen, dass man die Tiere in ihrem Lebensraum stört und die Flüge dorthin ebenso zur Umweltverschmutzung beitragen. Ich fühle mich gerade an diesem Beispiel zwiegespalten, wenn man als Naturfotograf und seinen Bildern etwas zum Umweltschutz tun will und gleichzeitig dazu beiträgt, dass die Natur zerstört wird.

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Island ist so ein trauriges Beispiel: Eine grandiose Landschaft die in vielen Gegenden durch den Tourismus und vor allem von Fotografen zerstört worden ist. Kerstin Langenberger (sie ist Gastautorin in meinem Buch „Naturfotografie mal ganz anders“) schreibt sehr eindrücklich über ihre Beobachtungen.

Als ich Kerstin damals anschrieb, ob sie nicht einen Gastartikel für mein Buch schreiben möchte, war ich von ihren Landschaftsfotografien aus dem hohen Norden begeistert. Tolle Fotos, die damals kaum einer kannte. Das fand ich immer sehr schade, sie hätten viel mehr Aufmerksamkeit erregen müssen. Die Medienpräsenz kam dann völlig überraschend, zu einem Foto das mir zeigt, wie kaputt unsere Welt ist: Ein fast verhungerter Eisbär. Al Gore wurde auf diese Bild aufmerksam und verwendete dieses Bild in einer Kampagne. Über Nacht wurde Kerstin berühmt: Aber nicht für ihre ursprünglich wahnsinnig guten Landschaftsbilder.

Um auf Netflix und die Fotografen-Serie zurück zu kommen: Ich weiß nicht so recht, was ich davon halten soll. Wenn ich sehe, mit welchem Manpower und Aufwand die Kollegen arbeiten, das hätte ich nicht erwartet. Aus der Modeindustrie weiß ich seit längerem, dass am Set Belichter, Stylisten, Assistenten, Praktikanten etc rumspringen und dem berühmten Fotografen nur noch die voreingestellte Kamera im perfekt eingestellten Licht in die Hand gedrückt wird. Darüber mache ich mich schon des längerem lustig, weil hier das Ureigenste des Fotografen aus der Hand genommen wird. Das würde ich für mich niemals wollen, ich möchte das schon selber alles einstellen und würde mich ungerne auf andere verlassen wollen.

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Aber das mittlerweile auch Naturfotografen mit einer großen Mannschaft durch die Gegend reisen, war mir nicht bewusst. Während ich maximal mit meinem Partner fotografieren gehe, wobei er mich vor Ort meistens alleine lässt, damit ich in Ruhe arbeiten kann und er mich nur begleitet, wenn ich seine Hilfe brauche. So kann ich mich viel besser fokussieren, alles andere würde mich nur ablenken.

Die Netflix-Serie hat einen schalen Beigeschmack bei mir hinterlassen. Einerseits war ich von den Bildern begeistert, andererseits haben mich Aufwand und teilweise die Einstellung der Fotografen zwiegespalten zurückgelassen. Ich hätte mir auch mehr Transparenz zur Partnerschaft mit Canon gewünscht. Im Vorspann hätte diese erwähnt werden müssen. Denn teilweise wurden die Kameras über Gebühr gelobt, was ich als unangenehm empfand.

Kommen wir auf die Anfangsfrage zurück

Ja, die Tierfotos die wir sehen, werden mit einem immensen Aufwand produziert. Ob angefüttert, mit großer Manpower, mit einer aufwändigen Ausrüstung bis hin das die Insekten mit Kältespray angesprüht werden – hier wird alles gemacht, um an die Fotos zu kommen.

Wenn Du dich das nächste Mal fragst, wie andere es machen, dann schau mal in einige Internetseiten von den Naturfotografen die im Verband deutscher Tierfotografen sind oder schau dir gleich die Netflix-Serie an. Und dann musst Du dich entscheiden, wie weit Du gehen möchtest….

Social-Media-Hype: Lohnt sich der Kauf von Followern für Fotografen?

Wunderst du dich manchmal  über Facebook-Fanpages oder andere Social-Media-Seiten, wenn diese über Nacht berühmt werden? Und du dich fragst, wie konnte das passieren? Wo doch offensichtlich keine Marketingaktionen gestartet wurden, die in der Timeline noch einsehbar sind, noch das die Seite mediale Aufmerksamkeit in anderen Portalen hatte.

Bis vor einiger Zeit war ich noch so naiv und habe mir den Kopf darüber zerbrochen wie das wohl gehen mag. Woher stammte nur diese plötzliche Aufmerksamkeit und ich fragte mich, wie bekomme ich dies wohl auch selber hin?  Ich las viele Artikel mit dem Thema “Wie bekomme ich mehr Fans” und probierte vieles aus. Aber der Erfolg stellte sich nicht wirklich ein.

Dann allerdings lass ich eines Tages einen Artikel darüber, wie einfach es doch ist, sich für jedes soziale Netzwerk, ganz gleich ob Twitter, Facebook, Instagram oder Pinterest, Follower, Likes und Kommentare zu kaufen. So ganz einfach per ebay oder über Onlineshops.

Wer aufmerksam unterwegs ist, der merkt schnell, ob es bei der Entwicklung eines Bekanntheitsgrades mit rechten Dingen zugehen kann oder nicht (wie du gekaufte Fans erkennst, das kannst du hier nachlesen). Eine Kollegin, die beispielsweise jahrelang nicht mehr als 300 Follower hatte, wurde über Nacht zum “Facebookstar” mit über 5.000 Followern, Likes und Kommentaren. Ein Blick in die seiteneigene Statistik, die für jeden Follower einsehbar ist, offenbarte den Kauf. Dabei wurde natürlich nicht bedacht, wie unglaubwürdig die ganze Angelegenheit damit gemacht wurde.

Die Frage, die sich nämlich stellt, ist, was wir Fotografen verkaufen möchten und wie wir unser Angebot bewerben können. Die einen setzen auf Fotoshootings, andere auf ihre Fotografien (digital oder gedruckt) andere wiederum auf Workshops, Tutorials und Bücher. Alles sind Produkte, die – sofern man nicht international aufgestellt ist und auf englisch kommuniziert – wohl kaum außerhalb des deutschsprachigen Raumes verkauft werden. Kaufe ich Follower auf der ganzen Welt ein, die nun meine Produkte mit “pretty” oder “amazing” kommentieren, muss ich mich fragen, was ich effektiv davon habe. Sie bringen mir keine echten Kunden und ich weiß morgens beim Blick in den Spiegel, das ich nicht einmal über die Lobeshymnen geschmeichelt sein darf.

Hinzu kommt die Problematik, das viele Menschen Facebook und andere Social-Media-Portale wie Instagram oder Pinterest ausschließlich zum privaten Vergnügen besuchen und wenig Interesse an Werbung haben. Schnell kann es passieren, das man wieder entfolgt wird, wenn man zuviel Werbung macht und für den Leser keinen Mehrwert bietet. Für mich als Fotografin war es immer eine Gradwanderung zwischen dem zeigen an Fotografien und Unterhaltung sowie dem Bewerben meiner Dienstleistung. Ersteres hatte oft viele Likes und Kommentare während letzteres kaum Aufmerksamkeit erwarb. Und wie sagte letztens eine Kundin zu mir, nachdem ich sie über ihre Facebookgewohnheiten befragte “Wenn ich einen Fotografen suche und brauche, like ich doch keine Facebookseite sondern gehe zu Google“….

Warum kauft man sich überhaupt Follower?

Wir leben in einer Welt, in der eine Vielzahl an Likes in der Öffentlichkeit definieren, wie erfolgreich man ist. Hat jemand viele Follower, so muss er natürlich zwangläufig ein “gutes Produkt” haben und so muss man ihm folgen.  Diese angenommene Gesetzmäßigkeit verleitet wiederum dazu, ebenfalls viele Likes besitzen zu müssen, um als Erfolgreich wahrgenommen zu werden.

Was denkst du, wenn du Seiten siehst, die viele Follower haben? Der erste Impuls wird bestimmt sein: “Boah ist der erfolgreich, das möchte ich mit meinem Produkt auch sein“.  Fast jeder von uns möchte erfolgreich und besser als die anderen sein. Sich diesem inneren und äußeren Drang entgegen zu stemmen, ist sehr schwer.

Natürlich gibt es auch Menschen, an denen der Social-Media-Hype gänzlich vorbei geht, die auch nicht auf Marketing angewiesen sind. Aber spätestens dann, wenn man freiberuflich Marketing für sein Produkt und Dienstleistung betreiben muss, ist man nicht mehr vor diesen Gedanken und Gefühlen gefeit. Der finanzielle Druck treibt einen immer weiter an.

Also warum dem Erfolg nicht ein kleines bisschen nachhelfen? Schließlich erzählt doch jeder Marketingratgeber, dass man heutzutage um Social-Media nicht drumherum kommt und es quasi eine Pflicht ist, täglich seine Fans mit gutem Content zu bespaßen. Da ist das Kaufen von Fans doch wesentlich einfacher und kostet nicht viel. Für 59,– Euro beispielsweise bekommt man derzeit bereits 10.000 Instagram Follower.

Warum sich das Kaufen von Likes und Followern nicht lohnt!

Da ich gerne weiß, worüber ich genau schreibe, habe ich natürlich einen Selbstversuch gestartet. Für eine unbekannte Facebookseite habe ich 1.000 Follower gekauft. Ich wollte wissen, was das eventuell für zukünftige Projekte bringt. Um auf Nummer sicher zu gehen, kaufte ich sie bei einem “Tüv-geprüften” deutschen Shop (inkl. Impressum) in Thüringen mit 100%-iger Garantie, dass die Follower alle aus Deutschland stammen und echte Profile besitzen. Also keine gefakten “indischen Kinderhände” Profile … :-)

Ich buchte und wartete, aber es geschah nichts. Nach drei Tagen fragte ich höflich nach, was denn nun mit meinen 1.000  Followern wäre, aber ich erhielt keine Antwort. Weitere Tage gingen ins Land und ich wurde ungeduldig. Erst nachdem ich damit drohte, den Banktransfer rückgängig zu machen, kam Bewegung in mein Profil. Wohlweislich hatte ich vor dem Kauf einen Screenshot gemacht, sodass ich genau wusste, wann die 1.000 Follower vollzählig werden. Es gingen zwei Monate ins Land, in denen ca. 800 Follower mein Profil bereicherten. Dabei entdeckte ich darunter viele ausländische Profile, die scheinbar eigens dafür angelegt worden waren. Die 1.000 versprochenen deutschen Follower erreichten meine Seite nie. Stattdessen machte Facebook nach ein paar Monaten eine Aufräumaktion, indem es ungenutzte Fakeprofile löschte. Mit dieser Aktion “verlor” ich 200 Follower. Am Ende hatte ich von 1.000 gekauften Followern 600 übrig, von denen mehr als die Hälfte aus Asien stammten. Doch was brachten die? Nichts! Kein Like, kein Kommentar, keine Empfehlung, kein Share – Nichts.  Nun, vielleicht hätte ich nicht so geizig sein und Shares und Kommentare gleich mitkaufen sollen.

Hätte ich an dieser Stelle mein Geschäft als Fotografin auf diese Kampagne aufgesetzt, dann wäre ich unweigerlich baden gegangen. Und wenn man einmal ehrlich zu sich selbst ist, was erwartet man eigentlich von asiatischen Fake-Profilen? Das sie die Dienstleistung kaufen? Ein Produkt empfehlen? Und wenn sie es empfehlen, was sollen die Nutzer in Asien damit?

Warum man mit Likes kein Geld verdient!

Parallel dazu recherchierte ich auf der anderen Seite des Geschäftes. Ich meldete mich mit meinem Test-Facebookprofil bei verschiedenen Portalen an, die versprachen, richtig viel Geld mit Likes verdienen zu können. Es war unglaublich, was mich dort erwartete! Pro Like gab es 0,001 Cent. Anfänglich dachte ich noch, dass ich mal eben 1000 Facebookseiten an einem Tag like und das einen ganzen Monat lang machen werde, damit der Rubel so richtig rollt. Doch ich hatte die Rechnung nicht mit den Portalen gemacht. Diese waren reglementiert auf max. 10 Likes pro Tag. Dann war das Kontingent erschöpft und man durfte erst einen Tag später weiter machen. Wenn man aber Pech hatte, dann gab es am nächsten Tag nur 5 Seiten zum Liken oder manchmal auch gar keine. In den zwei Wochen, indem ich diesen Selbstversuch unternahm, kam ich nicht einmal in Sichtweite der Auszahlungsuntergrenze  von 50,– Euro. Diese hätte ich auch nie erreicht … ich habe einmal hochgerechnet, dass ich auf 3,60 Euro in 12 Monaten gekommen wäre… unglaublich nicht?

Mein Fazit

Meine Selbstversuche habe mir gezeigt, dass die Vielzahl an Likes und Followern nicht ausschlaggebend darüber ist, wie erfolgreich man ist. Vor allem wenn man Social-Media beruflich nutzt. Erst letztens habe ich mich mit einem Handwerker unterhalten, der auf Instagram so viele Follower hat, dass man glatt neidisch werden könnte. Das Traurige daran ist jedoch, dass zwar seine Bilder geliked werden, er aber von seinem Geschäft nicht leben kann und auf finanzielle Unterstützung angewiesen ist. Er verkauft Nichts über Instagram, obwohl er wunderbare Produktfotos veröffentlicht. Erst ein Blick hinter die Kulissen zeigt, wie es wirklich aussieht. Nämlich das Likes etwas vorgaukeln, was real nicht existent ist.

Lass dich also nicht von den vielen Likes verunsichern. Frag dich immer, was es dir bringt. Wie viel Zeit du investieren möchtest und wo es sich wirklich für dich lohnt, Energie aufzubringen. Frage dich vor allem, wer dein Zielkunde ist und ob er überhaupt in den sozialen Medien zu finden ist. Probiere dich aus und wenn du nach zwei bis drei Jahren (ja, das dauert mindestens so lange) merkst, das es nichts bringt, dann lass es. Ich habe meine berufliche Facebookfanpage nach vielen Jahren auf Eis gelegt. Vielleicht aktiviere ich sie irgendwann mal wieder oder auch nicht. Aber für mich war sie in den letzten drei Jahren ein nutzloser Zeitfresser, der mich letztlich nicht zu meinen Lieblingskunden geführt hat. Diese kamen letztlich, ganz banal und konservativ, über das Lesen meines Blogs, meinem Newsletter und über die Mundpropaganda.

“Ganz oldschool” magst du vielleicht denken. Aber das ist doch egal oder? Hauptsache, deine Lieblingskunden finden dich….

Und auch aus der Sicht des Konsumenten: Schau nicht nur hin, wie viele Likes eine Social-Media-Seite hat. Wie du jetzt weißt, sind viele Likes gekauft, um das Produkt zu bewerben. Es sagt aber nichts über die Qualität des Produktes aus. Hinterfrage und schau dir die Qualität der Inhalte und Kommentare an.