Schlagwort: Fotoschule

Im Herbst 2016 startet ein neuer Onlinekurs

Fotografie Onlinekurs Im Einklang mit der Natur: Mit kreativen Motiven zu mehr Ruhe und mit friedvollen Bildern vom Alltag entspannen

Du hast schon auf einen neuen Onlinekurs von mir gewartet? Im Herbst 2016 ist es wieder soweit. Mit einem neuen Thema und für jeden geeignet, der gerne in der Natur ist. Ob Anfänger oder Fortgeschrittener – du bist herzlich Willkommen.

Worum geht es in meinem neuen Onlinekurs?

Im Einklang mit der Natur – Mit kreativen Motiven zu mehr Ruhe und mit friedvollen Bildern vom Alltag entspannen

Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass es manchmal sehr sehr schwer ist, aus dem hektischen und überladenen Alltag herauszubrechen, die Kamera in die Hand zu nehmen und sich eine Auszeit in der Natur zu gönnen. Einfach nur auf einer Wiese sitzen, die Sonne im Gesicht spüren, den Insekten zuzuschauen und dabei zusehen, wie am Himmel die Wolken ziehen. Gefällt dir die Vorstellung? Einfach ausspannen und dabei wunderbare Motive entdecken. Motive, die dein Herz berühren, die dich glücklich machen und Motive, die fotografisch sehr schön sind. Gerade im Herbst, wenn die Blätter sich verfärben und wir wunderbare Altweibersommertage genießen können. Wenn die Tage kürzer werden und wir den Wehmut des vergangenen Sommers spüren. Eine wunderbare Zeit um fotografieren zu gehen.

Es geht aber nicht darum, einfach nur zu knippsen. Mein Anspruch ist es, mit dir fotografische Elemente zu lernen. Ich achte auf Ästhetik und werde auch unter dem Aspekt deine Ergebnisse – wenn du magst – besprechen.

Am Montag dem 17.10.2016  geht der Onlinekurs los und geht über 4 Wochen. Wenn du bis zum 31.7.2016 buchst, erhältst du den Kurs mit einem Frühbucherrabatt für 114,- € statt 129,- € (inkl. MwSt)

Der nächste Kurs startet im Oktober 2017!

Hier geht es zur Buchung, ich freue mich auf dich!

Einladung „Bilderzeit für mich“

Die Welt ist voller Bilder: schöne Bilder, traurige Bilder, Bilder die mir Freude bereiten und in mir Sehnsüchte hervorrufen und leider eine ganze Menge Bilder, die ich sofort wieder vergessen habe. Vor ein paar Tagen habe ich mein eigenes „Anschau“ Verhalten bei Instagram hinterfragt. Es ist ein netter Zeitvertreib kurz vor dem Aufstehen, zwischendurch beim Frühstück, während der Hunde-Runde, abends im Restaurant und kurz vor dem Schlafen gehen, noch mal schnell die Bilderliste bei Instagram durchzuscrollen. Bilder, die mir gefallen, bekommen ein Herzchen, ganz besondere Bilder auch mal einen Kommentar und alles andere wird einfach auf dem Display weggewischt.

Das Traurige daran ist, dass ich schon nach wenigen Stunden gar nicht mehr weiß, was ich mir angeschaut habe und mich, was noch schlimmer ist, nicht entsinnen kann, wer überhaupt das Bild gemacht hat. Obwohl ich „nur“ 200 Menschen bei Instagram folge, sind mir die Wenigsten als Name geläufig und erkenne anhand der Bildsprache, wer dahinter steckt. Mein Verhalten potenziert mit über 300 Millionen Nutzern und täglich über 55 Millionen hochgeladenen Bildern ist eine nicht besonders schöne Vorstellung. Alleine der Gedanke, dass ein Bild bei Instagram nur für vier Stunden von anderen Usern als „neu“ gesehen wird, nach 24 Stunden schon veraltet ist und aus den Stream ins Archiv verschoben wird, wirkt verstörend auf mich. Vor allem, wenn ich bedenke, dass die Entstehung eines Bildes für mich nicht nur ein kleiner kurzer Druck auf den Auslöser bedeutet, sondern eine Menge an Vorbereitungs-, Durchführungs- und Nachbereitungszeit beinhaltet. Auch sehe ich diese Qualität und Leidenschaft in Bildern anderer Fotografen und weiß, dass diese nicht mal eben entstanden sind.
Vielleicht geht es dir ähnlich, wenn du dein Bild in eines der sozialen Netzwerke hoch lädst. Sicherlich kennst du dann auch das Gefühl der Enttäuschung, dass dein Bild nicht wahrgenommen wird, und nur wenige Herzchen und Likes bekommt.

Ich habe mir persönlich die Frage gestellt, wie ich aus dieser Spirale, „immer mehr Fotos innerhalb kürzester Zeit zu produzieren“ und dem Druck, „gesehen“ zu werden wieder heraus komme? Ein Lösungsansatz ist für mich ist, dass ich nicht mehr als 1-2 Bilder pro Tag hochlade. Weniger ist bekanntlich mehr. Dazu kommt, dass ich diese Fotos bewusst auswähle und einen kurzen Text dazu schreibe. Gleichzeitig versuche ich meine Wertschätzung in Form von Kommentaren bei anderen Fotokünstlern zu zeigen. Zudem lasse ich mir für das Anschauen besonderer Fotos mehr Zeit und genieße die kleine Auszeit aus meinem Alltag.

Es ist schade, dass wir in die schönen Dinge im Leben oft so wenig Zeit investieren. Wie sagte letztens jemand so treffend:

Fünf Wochen für mehr Lebensfreude, Leichtigkeit und Inspiration durch geführte kontemplative PhotoZen-Spaziergänge mit Kamera oder Smartphone und vielen Kreativübungen für alle Sinne. Mit Audios, Texten und vielen schönen Fotografien bieten die Künstlerinnen Jana Mänz und Beatrix Rautenberg einen kontemplativen, inspirierenden Online-Kurs, eine Einladung, das eigene Leben durch bewusstes Sehen und kreatives Spiel zu bereichern. Auch ohne großes technisches Wissen können durch einfache Tipps und Tricks und vor allem durch sowohl bewusstes als auch intuitives Sehen Bilder für die Seele mit der eigenen Kamera (oder dem Smartphone) entstehen. Jede Woche ergänzt ein Sinn den grundsätzlich sehr visuellen Ansatz des PhotoZen-Kurses. Passend dazu gibt es einen thematischen PhotoZen-Spaziergang pro Woche (Zeitpunkt und Länge des Spaziergangs kann frei festgelegt werden). Außerdem gibt inspirierende Fotoslideshows, mit einfachen Mitteln zu gestaltende Foto- und Kreativübungen und einen Sinnesexkurs mit vielen Tipps und Ideen (z.B. herbstliche Kochrezepte für die Geschmacksknospen oder originelle Playlisten für die Ohren). Der kreative Umgang mit Fotografie und das kontemplative Sehen stehen im Vordergrund und werden durch die Verbindung zu den anderen Sinnen erweitert. Es gibt keine festen Regeln, kein Richtig oder Falsch, keine komplizierten Techniken zu erlernen. Es ist eine Einladung, die eigene Kreativität zu wecken und wie ein Kind mit neugierigem Blick die Welt um sich herum zu erleben. Der Kurs findet in einem geschlossenen virtuellen Klassenraum statt und beinhaltet die Begleitung der Teilnehmer durch den Austausch mit den Dozentinnen

PhotoZen – Bilder für die Seele Dein Online-Fotokurs für mehr Leichtigkeit und Freude Fünf Wochen für mehr Lebensfreude, Leichtigkeit und Inspiration durch geführte kontemplative PhotoZen-Spaziergänge mit Kamera oder Smartphone und vielen Kreativübungen für alle Sinne. Mit Audios, Texten und vielen schönen Fotografien bieten die Künstlerinnen Jana Mänz und Beatrix Rautenberg einen kontemplativen, inspirierenden Online-Kurs, eine Einladung, das eigene Leben durch bewusstes Sehen und kreatives Spiel zu bereichern. Auch ohne großes technisches Wissen können durch einfache Tipps und Tricks und vor allem durch sowohl bewusstes als auch intuitives Sehen Bilder für die Seele mit der eigenen Kamera (oder dem Smartphone) entstehen. Jede Woche ergänzt ein Sinn den grundsätzlich sehr visuellen Ansatz des PhotoZen-Kurses. Passend dazu gibt es einen thematischen PhotoZen-Spaziergang pro Woche (Zeitpunkt und Länge des Spaziergangs kann frei festgelegt werden). Außerdem gibt inspirierende Fotoslideshows, mit einfachen Mitteln zu gestaltende Foto- und Kreativübungen und einen Sinnesexkurs mit vielen Tipps und Ideen (z.B. herbstliche Kochrezepte für die Geschmacksknospen oder originelle Playlisten für die Ohren). Der kreative Umgang mit Fotografie und das kontemplative Sehen stehen im Vordergrund und werden durch die Verbindung zu den anderen Sinnen erweitert. Es gibt keine festen Regeln, kein Richtig oder Falsch, keine komplizierten Techniken zu erlernen. Es ist eine Einladung, die eigene Kreativität zu wecken und wie ein Kind mit neugierigem Blick die Welt um sich herum zu erleben. Der Kurs findet in einem geschlossenen virtuellen Klassenraum statt und beinhaltet die Begleitung der Teilnehmer durch den Austausch mit den Dozentinnen

Wir leben in einer komplexen Welt, die uns jeden Tag vor unzählige Entscheidungen stellt. Zusätzlich sind wir in unserer Gesellschaft von einem ständigen “Zuviel” an Informationen, Bildern und Produkten aller Art konfrontiert. Wir sehnen uns nach mehr Einfachheit, Leichtigkeit und Zufriedenheit. Wie schön wäre es, wenn uns unsere Leidenschaft, das Fotografieren, helfen könnte, diese Sehnsucht nach Einfachheit, Leichtigkeit und kreativer Freiheit zu stillen?

Wie fotografiere ich?

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Bei dem Wort “Fotoschule” denkt jeder sofort an die technischen Grundelemente, wie Blende, Belichtungs etc. pp, die es zu lernen und zu verinnerlichen gilt. Als ich vor zwei Jahren meine erste Fotoschule im Internet veröffentlichte, folgte ich diesem ausgetretenen Pfad, schien er doch von allen Lehrmeistern der Fotografie als der richtige gepriesen zu sein. Und richtig, die Kenntnisse über die Technik sind zentrale Bestandteile und der sachverständige Umgang mit dieser sind – neben Komposition und einer Portion Kreativität – der Schlüssel zum Erfolg.

Doch wie kommt es, dass sehr häufig, obwohl der sichere Umgang mit der Technik vorhanden ist, die Fotografie nicht so wird, wie wir es uns wünschen? Was passiert, wenn ich mein Motiv gefunden habe? Wie verhalte ich mich? Diese Frage stand in unserem letzten virtuellen Meet and Greet im Raum und ich merkte, so einfach wie die Frage war, umso wichtiger empfand ich sie.

Habt ihr euch schon einmal die Frage gestellt, wie ihr euch beim Fotografieren verhaltet? Seid ihr eher der Typ, der von einem Motiv 10 minimal unterschiedliche Aufnahmen macht, möglichst schnell hintereinander, auf dem Sprung zum nächsten Motiv, das hinter der nächsten Ecke schon auf euch wartet? Seid ihr der Typ, der erst einmal nur schaut, die Umgebung wahrnimmt und dann erst fotografiert? Seid ihr der Typ, der über das Display der Kamera die Umgebung scannt oder eher jemand, der mit dem Sucher komponiert? Seid ihr der Typ, der am liebsten im Stehen fotografiert und sich dabei möglichst nicht bewegt oder seid ihr eher sportlich veranlagt und liegt auch schon mal mit der guten Hose im Dreck? Reflektiert an dieser Stelle eure Fotografier-Gewohnheiten und versucht beim nächsten Mal, etwas zu verändern. Fragt ihr euch an dieser Stelle, wieso ihr das machen solltet?

Häufig sind die Fotografiergewohnheiten am Anfang auf mangelnde Erfahrung zurückzuführen. Leider ist es später sehr schwierig, schlechte Gewohnheiten wieder abzulegen, sobald sie sich eingefahren haben. Ob ihr einer schlechten Gewohnheit nachhängt, kannst du nur selber beurteilen: Machst du viele Fotos, die Ausschuss sind? Bist du unzufrieden mit deinen Fotos? Werden sie so, wie du dir das erhofft hast? Wenn nicht, kann es, trotz intensiven und langjährigen Fotografieren, daran liegen, dass du noch nicht deine Methode zum Fotografieren gefunden hast, sondern in eingefahrenen Wegen festhängt.

Wie oft habe ich in diversen Fotoschulen den kleinen Satz gelesen, dass man Kinder immer auf Augenhöhe fotografieren sollte. Das heißt im Normalfall, dass ich als Erwachsener in die Hocke gehe oder mich hinknie. Doch wie oft habe ich das schon gesehen? Selten. Die allermeisten knippsen von oben herab, bewegen sich keinen Schritt und drehen wie wild an ihrem Zoomobjektiv herum. Und an dieser Stelle muss ich gestehen, dass ich mich am Anfang meiner Fotografie ähnlich verhalten habe. Teilweise habe ich 100 Bilder von ein und dem selben Motiv in 100 minimalen Varianten geknipst. War es nur Faulheit oder weil ich es nicht besser wusste? Was waren die Gründe für mein Verhalten? Und warum sehe ich mein damaliges Verhalten auf meinen Fotoexkursionen wie einen Spiegel immer wieder bei anderen, meist gepaart mit den teuersten Kameramodellen und größten Zoomobjektiven?

Und warum muss jeder dieses andere Verhalten erst erlernen bzw. reflektieren? Aus eigener Erfahrung kann ich heute sagen, dass ich damals viel bessere Fotos hätte machen können, wenn ich mich bewegt hätte. Wenn ich so neugierig gewesen wäre, um mich auch auf den Boden zu legen und einen anderen Blickwinkel gesucht hätte. Fotografie ist mehr, als nur auf Augenhöhe ein Motiv abzulichten. Fotografie bedeutet zu klettern, zu robben, nass und schmutzig zu werden, zu frieren – und leider nicht umgänglich – von anderen angegafft und blöd angesprochen zu werden.

Ich erinnere mich an das letzte Frühjahr, als ich im Schneematsch die ersten Schneeglöckchen liegend wie ein Käfer fotografiert habe und ich von einer älteren Dame sehr skeptisch beobachtet wurde. Es gehört auch dazu, auf Mauern zu klettern und den Mut zu haben, auch mal verbotene Dinge zu machen. Was ich in der Zeit, in der ich nun schon fotografiere, gelernt habe ist der Blick des Suchers. Das Kameraauge sieht anders als unser Auge. Und je mehr ich fotografiere, desto mehr lerne ich, wie die Kamera sieht, was mir hilft, schon vorher zu beurteilen, ob ein Motiv funktioniert oder nicht. Bevor ich heute fotografiere (außer es muss schnell gehen) betrachte ich ohne Kamera das Motiv, bewege mich und suche eine gute Stelle. Und erst wenn ich im Sucher genau das sehe, drücke ich den Auslöser. Während ich früher hektisch und unter selbstauferlegten Zeitdruck wie wild knippste, versuche ich heute zu entschleunigen, runter zu kommen und mir zu überlegen: Was sagt mir das Foto? Wie oft habe ich schon die Kamera wieder zurückgelegt, ohne ein Foto gemacht zu haben. Das was ich schreibe, war ein Prozess von Jahren und es gehört auch Mut dazu, das Foto nicht zu machen oder es, wenn es nichts geworden ist, auch gleich wieder zu löschen.

Es passiert heute immer noch oft, dass mir das Motiv hinterher nicht mehr gefällt oder die Komposition nicht ganz sitzt, doch sind heute nur noch wenige Fotos für den Papierkorb, weil sie technische Fehler aufweisen, weil sie unscharf oder verwackelt oder über-/unterbelichtet sind. Es war ein Prozeß, der in meinen Augen – auch wenn manche das nicht hören mögen – viel mit der Beherrschung der Technik zusammenhängt. Ich fotografiere zu 98% im manuellen Modus und weiß inzwischen einigermaßen, was herauskommt, wenn ich diese oder jene Einstellung wähle. Ich brauche nicht großartig darüber nachzudenken, sondern kann mehr Zeit für die Gestaltung aufwenden. Ich habe mir die Fotografie im manuellen Modus angewöhnt, weil ich es nicht mag, Kontrolle über mein Bild an die Maschine abzugeben, doch das ist eine rein persönliche Entscheidung, mit der ich mich wohl fühle und die für mich die richtige ist.

Die Überbewertung der Technik und die Reduzierung der Fotografie auf die Technik ist, meiner Meinung nach, der Fehler, der häufig hinter den vielen Fotoschulen, die auf dem Markt sind, steckt. Dabei wird übersehen, dass die Technik lediglich das Mittel zum Zweck ist: Sie ist nicht mehr als die Beherrschung eines Werkzeugs. Wir machen Fotos nicht, um eine bestimmte Blende zu verwenden, sondern wir verwenden eine bestimmte Blende, um genau das Foto zu gestalten, das wir im Sinn haben. Ob die Technik sitzt, hängt nicht davon ab, ob ich die Blendenreihe fehlerfrei aufsagen kann oder ob ich weiß, wie ein Objektiv konstruiert ist, sondern allein davon, dass ich weiß, was passiert, wenn ich auf diesen oder jenen Knopf, an diesem oder jenem Rädchen drehe. Das Schwierige an der Fotografie ist nicht die Technik in der Kamera… daher wollen wir heute damit anfangen, dass wir unser Fotoverhalten reflektieren und überdenken, bevor wir weiter in die Materie “Fotoschule” eintauchen. Denn alles fängt damit an, dass wir uns bewußt werden, was wir eigentlich tun.

Hausaufgabe

Ich möchte dir eine  “Hausaufgabe” mit auf den Weg geben. Wenn du genug Zeit hast, dann lass zwischen den beiden Teilen der Aufgabe einen Tag vergehen und vergleiche am Ende die Fotos:

Geh in die Stadt und fotografiere ein Wahrzeichen. Fotografiere es einmal so, wie du es von Postkarten her kennst und wie du sonst auch fotografiert. Denkt gar nicht weiter nach, wie du das anders machen könntest, sondern fotografier so wie immer.

Wenn du fertig bist, dann geht einen anderen Weg und schau dir das Wahrzeichen noch einmal an: Gibt es interessante Details an dem Wahrzeichen? Wie sieht es von unten aus? Versuche andere Perspektiven zu finden. Bewege dich um das Motiv. Probiere dabei verschiedene Blenden aus, bleibe aber bei einem Objektiv. Mach dir bewußt, was du da eigentlich tust. Überlege dir vorher, was genau du zeigen wolltest.

Wichtig: Du darfst nur 10 Fotos mit nach Hause bringen. Vergleiche zu Hause, was hinterher anders ist.

 

Wasserbokehs & Glitzer

Fotografie Tutorial Wie entstehen Blendensterne

Wie es scheint, hat sich der Sommer nun endgültig dem Ende zugeneigt. Von Tag zu Tag geht es immer mehr auf den Herbst zu.  Auf der einen Seite bedaure ich das Ende des Sommers. Auf der anderen Seite hingegen bietet der Herbst fotografisch mehr Möglichkeiten als der Sommer. Das Licht wird weicher und das Grün des Sommers weicht dem berauschenden Farbenfeuerwerk des Herbstes. Besonders das weichere Licht lockt fotografisch: Es lässt das Wasser verführerisch glitzern. Natürlich glitzert es im Sommer auch, doch ist das Licht irgendwie greller, härter. Ich konnte nicht wiederstehen und habe versucht, das Herbstglitzern des Wassers auf meine Speicherkarte zu bannen.

Was ist das Geheimnis, glitzernde Wasserflächen fotografisch festzuhalten?
Die Schwierigkeit liegt darin,  gegen die Sonne zu fotografieren und trotzdem keine weißen, ausgebrannten Flecken auf dem Bild zu haben. Weniger eine Schwierigkeit, aber unbedingt nötig ist die Verwendung des richtigen Objektivs. Mit einem Standard 24-50mm Zoom-Objektiv habe ich Schwierigkeiten, die Bildqualität zu erreichen, die ich mir wünsche. Ich verwende daher für diese Art auf der Aufnahmen ausschließlich mein 50mm 1.4D Festbrennweite.

Mit einer kleinen Blende, in diesem Beispiel Blende 8, kann ich das Glitzern der Wasseroberfläche sehr schön einfangen. Jeder kleine Lichtbrechung auf dem Wasser wird als kleines Sternchen dargestellt.
Fotografie Tutorial Wie entstehen Blendensterne

Diese Sternchen haben sogar einen Fachbegriff: Man nennt sie Blendensterne. Sie entstehen durch eine ungleichmäßige Brechung des Lichts im Objektiv bei relativ geschlossener Blende. Die Anzahl der Strahlen hängt wiederum von der Anzahl der Lamellen in dem verwendeten Objektiv ab. Das hier verwendete 50mm Objektiv besitzt 7 Lamellen. Da das eine ungerade Zahl, werden sie doppelt dargestellt, sprich 14 Strahlen (Objektive mit einer geraden Anzahl an Lamellen z.B. 8, zeigen auch nur 8-armige Sterne) Damit die Sterne schön gleichmäßig dargestellt werden bedarf es einer punktförmigen Lichtquelle. Leider kann man nicht mit jedem Objektiv diese Art der Sterne erzielen. Die Ursache hierfür ist, dass neuere Objektive zugunsten weicherer und runderer Bokehs abgerundete Lamellen haben. Erst wenn die Lamellen spitz sind, entstehen auch schöne spitze Strahlen.  Natürlich kann man diesen Effekt auch mit Sternenfiltern erzielen, aber ich persönlich finde die überflüssig.

Kleiner Tipp: Auch wenn es lästig ist, ist es in diesem Falle nützlich, ein Stativ zu verwenden, da sich durch die kleine Blende die Belichtungszeiten verlängern und die Gefahr des Verwackelns immer größer wird.

Ich wollte mit dem Glitzerlicht ein wenig spielen und dachte, dass es sich sicherlich auch wunderbar als Bokeh eignen würde. Dafür musste ich mir einen Vordergrund suchen, den ich in den Gräsern am Ufer fand.
Um das Bild so einzufangen, wie ich es mir gewünscht habe, musste ich mich ins Gras legen und mit der Blende spielen. Ich habe dabei die Blende immer weiter geöffnet.

Mit Blende 3.5 habe ich diese Wasserbokehs erzielt:
Fotografie Tutorial Wie entstehen Blendensterne

Mit einer weiteren Öffnung der Blende verändern sich die Bokehs noch einmal. Hier Blende 2.5
Fotografie Tutorial Wie entstehen Blendensterne

Jetzt verschwimmen die Bokehs regelrecht ineinander.
Eine ganz einfach Übung zum nachmachen. Vielleicht magst du uns deine Fotos zu dem Thema schicken? Welche Erfahrungen hast du gemacht, auf welche Schwierigkeiten bist du gestoßen?