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Picasa stirbt zum 1. Mai 2016

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Google ist immer gut für Hiobsbotschaften. War ich schon vor ein paar Jahren sehr unglücklich darüber, das der Google Reader geschlossen wurde. Jetzt darf das Bildbearbeitungsprogramm Picasa zum 1.5.2016 sterben.

Dabei dürfte mich Picasa gar nicht weiter tangieren, da ich ja meine Fotos ausschließlich mit Lightroom verwalte und bearbeite. Beides wichtige Funktionen, die mir in Picasa nie gefallen haben und einen professionellen Workflow nicht ermöglichen. Im Internet dagegen wird vor allem die Schließung der Picasa Cloud beweint, auch ein Punkt, der mich nicht weiter stört, da ich meine RAW-Dateien nicht in einer Cloud speichern würde. Dafür habe ich ein NAS und wenn dann verwende ich für Kundenprojekte eher die Drobpox oder andere Anbieter.

Trotzdem bin ich über die Schließung nicht sehr glücklich. Denn Picasa hat eine Funktion, die ich liebe und sehr oft verwende: Die Collagenfunktion: Sie geht einfach und schnell und ist unglaublich vielfältig. Sicherlich wird nach der Schließung die Desktop-Version ohne die Cloud weiter funktionieren. Aber für die Zukunft, vll. mit einem neuen Betriebssystem wird die Software wahrscheinlich nicht mehr funktionieren. Alternativen gibt es nicht so wirklich, da sie mich nicht überzeugen. Es gibt online Collagen-Programme wie Canva. Die sind zwar ganz nett, aber sehr langsam und unkomfortabel. Im Browser stürzt Canva gerne ab, sodass aus Spaß schnell zum Frust wird.. Zumal Canva neben dem PC ausschließlich eine iPad-App anbietet und Android-User vernachlässigt.

Natürlich gibt es diverse Collagen Apps. Aber es verlangsamt meinen Workflow, wenn ich meine Fotos zwischen dem PC und meinem Smartpone hin und her schieben muss und zum anderen brauche ich die Collagen in einer hohen Druckqualität. Momentan kann das kein Smartphone mit den derzeitigen Speicher- und Rechenressourcen leisten. Wie oft ist mir schon mein LG G3 abgestürzt, wenn ich mit einem hochauflösenden Jpg arbeiten wollte.

Ich werde Picasa auch deswegen vermissen, weil ich es gerne meinen Fotoschülern empfohlen habe, die nur eine einfache unkomplizierte Bildbearbeitungsmöglichkeit brauchen. RAW-Bilder einlesen, Fotos zuschneiden, fürs Web speichern, in s/w umwandeln oder mit einem Filter bearbeiten ist selbstverständlich möglich. Und wer die Fotografie als Hobby betreibt, braucht auch oft nicht mehr.

Jetzt stellt sich die Frage, was all die Nutzer machen, die mit blogger.com bloggen und Picasa als Bildbearbeitungs- und Verwaltungsprogramm damit verknüpft haben. Jahrelang haben blogger.com und Picasa gemeinsam Werbung für diese Verbindung gemacht und jetzt?

Im ersten Schritt habe ich mir als Sicherung die letzte Picasa-Version herunter geladen. Dabei habe ich festgestellt, das man jetzt schon nicht mehr auf den offiziellen Download kommt und auf Google Fotos umgeleitet wird. So habe ich mir die letzte Version bei der Computerbild herunter geladen….

Ja, was sind gute Alternativen? Ich weiß es nicht und auch in den gleichnamigen Foren und Blogs sind die vorgeschlagenen Lösungen für mich und meine Fotoschüler nicht wirklich eine. Aber warten wir mal ab, schließt sich eine Tür, öffnet sich eine neue. Bis dahin werde ich meine Desktop-Version einfach weiter verwenden. Ein Gutes hat es ja, jetzt kommen keine weiteren Updatefunktionen.

Fünf einfache Möglichkeiten, mit der du eine Fotocollage erstellen kannst

1. Eine Bildercollage mit Picasa erstellen

Tipp 1 Picasa: Mit der kostenlosen Bildbearbeitungssoftware Picasa kannst du ganz einfach und schnell, vielfältige Collagen erstellen. Unter einem ganz unscheinbaren Icon versteckt sich die Collagenfunktion, die sehr vielfältig und einfach zu bedienen ist.Eine-Bildercollage-erstellen-Picasa1
Zum einen kannst du verschiedene Formate zum anderen Collagenarten auswählen. Du kannst Bilder in der Collage hinzufügen, aber auch wieder löschen, dann setzt sich die Collage jedesmal neu zusammen. Der einzige Nachteil ist, dass du nicht auch selber ein Collagendesign anlegen kannst.
Eine Collage mit Picasa erstellen

Hinweis: Picasa wird zum 1. Mai 2016 leider eingestellt.

2. Eine Bildercollage mit Lightroom erstellen

Tipp 2 Lightroom: Eigentlich denkt man ja, Lightroom bietet keine Collagen-Funktion an. Offiziell tut es das auch nicht, aber was wären wir, wenn wir nicht um die Ecke denken würden? Not macht bekanntlich erfinderisch. Es gibt die Buchfunktion. In der gibt es die Möglichkeit, eine Einzelseite ohne Buchcover anzulegen und dann dieser Seite zu sagen, wie viele Bilder man auf dieser anzeigen möchte. Das ist dann unsere fertige Collage und da es viele Seitenvorlagen gibt, es gibt es viele Möglichkeiten, eine Bildercollage zu erstellen. Später exportiere ich dann diese einzelne Buchseite als jpg und fertig ist die Bildercollage!
Eine Collage mit Lightroom erstellen

3. Eine Bildercollage mit Canva erstellen

Tipp 3 Canva: Canva ist eine Online-Plattform, auf der du die unterschiedlichsten Collagen, unterteilt nach Verwendungszweck z.B. Poster, Facebook-Banner, Instagram-Post etc., erstellen kannst. Log dich ein und lade deine Bilder hoch. Das schöne bei Canva ist, das die Collagen häufig noch mit schönen Schriftzügen veredelt werden. Wer kein Händchen für Schriften udn Designs hat, ist hier super aufgehoben, auch wenn manche Designs kostenpflichtig sind.
Eine Collage mit Picasa erstellen

4. Collage to go – Eine Bildercollage im Smartphone erstellen

Tipp 4 Smartphone App: Es gibt für jedes Smartphone, ob Android/IOs/Windows die unterschiedlichsten Collagen-Apps. Ein paar habe ich ausprobiert, doch da ich mein Smartphone nicht mit vielen Apps belasten möchte, habe ich es auf eine reduziert:  Photocollage (Android / IOs) Kinderleich zu bedienen, nimmt nicht viel Platz weg und läuft stabil.
Eine Collage mit der App Photocollage erstellen

5. Handmade with Love – Eine Bildercollage schneiden und kleben

Tipp 5 Eine Collage kleben: Du hast viele eigene Fotos ausgedruckt, du besitzt viele Zeitschriften oder andere Papiere, aus denen du eine Collage erstellen kannst? Dann nichts wie los, was gibt es schöneres, als mal wieder zu Schere und Kleber zu greifen und mit den Händen zu arbeiten. Eine Arbeit, in der du zur Ruhe kommst. Bilder sichten, ausschneiden, Kleber riechen, Papiere fühlen und legen, kreativ arbeiten. Eine Arbeit für alle Sinne und mit einem Ergebnis, das du gleich an die Wand hängen kannst :-)
Eine Collage ausschneiden und kleben