Weihnachtsaktion: Naturfotografie mit dem Smartphone

Weihnachtsaktion: Buch + E-Book Naturfotografie mit dem Smartphone

Taschenbuch + E-Book im Bundle

Suchst du nach einem Weihnachtsgeschenk? Wenn du bis zum 7.12.2020 mein Taschenbuch „Naturfotografie mit dem Smartphone“ bestellst, erhälst du das gleichnamige E-Book (PDF) kostenlos dazu.

Diese Aktion gilt nur bis zum 7.12.2020 (Nikolaus)

Podcast: Was hat Umami mit Naturfotografie zu tun?

Die Zeit vergeht so schnell, findest du nicht auch? In wenigen Wochen ist schon Weihnachten und das Jahr zu Ende. Wie für viele Menschen in diesem Land, auf dieser Welt, geht auch für mich ein hartes, komisches und sehr unkonventionelles Jahr zu Ende. Corona hat mir einerseits beruflich ziemlich viel genommen und andererseits mir Zeit für andere Dinge geschenkt.

 Was mein Buch betrifft, und auf Neuigkeiten bist du bestimmt gespannt, haben die Lockdowns meinen Zeitplan ziemlich durcheinander gewirbelt.

 Zeitgleich habe ich den Sommer und Herbst versucht, weitere Unterstützer zu finden: Intuitionen, Stiftungen, Medien etc. die mein Pilotprojekt eines plastikfreien Buches unterstützen würden – leider mit sehr mäßigem Erfolg. Dabei muss ich sehr viel Pionierarbeit leisten, denn fast niemanden ist die Kunststoffproblematik in der Buchbranche bewusst. Seit längerem versuche ich auszurechnen, wie viel Material eingespart werden könnte, wenn man zukünftig viele Bücher plastikfrei herstellen würde. 

 Ich wusste, dass dieses Projekt nicht einfach werden würde, umso mehr freue ich mich, dass es weitergeht. Im Moment, ich weiß ja nicht wie es mit Corona im Winter weiter geht, plane ich die Veröffentlichung des Buches im Frühjahr 2021.

Ich hatte den Mut im Spätsommer noch einmal die Buchbinderei wechseln, um eine 100%ige Kunststofffreie Buchproduktion zu verwirklichen. Wie sagte letztens jemand zu mir »Es ist unglaublich, wie konsequent du das plastikfreie Thema angehst« Aber ich meine es tatsächlich ernst und will mich nicht mit gekauften „Klimaneutral Sigeln“ der Buchbranche schmücken.

 Wie immer liegt der Teufel im Detail und ich war so glücklich, als die neue Buchbinderei mich freiwillig auf Kunststoffe im Verfahren hinwies, die es zu vermeiden galt und die mir überhaupt nicht bewusst waren, weil man sie am Ende auch nicht sieht. Bis dahin hatte ich das noch nicht erlebt, dass jemand auf der anderen Seite mich so unterstützt, sich Gedanken macht (denn ich bin ihre erste plastikfreie Kundin) und es genauso ernst nimmt. Sie haben extra für mein Buchprojekt eine Buchbindemaschine aus den 1950er Jahren reaktiviert, um eine Fadenheftung mit Baumwolle zu realisieren.

 Als das reine Musterbuch (unbedruckt, ohne Text und Bilder) vor ein paar Tagen aus Graspapier innen und Hanfpapier (statt Buchbinderleinen aus Kunststoff) außen kam, war ich völlig aus dem Häuschen. Es ist so schön geworden und noch einmal ganz anders, als das erste Musterbuch, welches du auf den Fotos siehst. Der Wechsel der Buchbinderei hat das Buch noch einmal um Hundertprozent aufgewertet. Durch die Fadenheftung mit Baumwolle und der passenden Laufrichtung des Graspapiers hat es so ein tolles Aufschlagverhalten, das es einfach nur Spaß macht, in dem Buch zu blättern. Ein Buch für alle Sinne: der Geruch des Graspapiers nach einer Heuwiese, die weiche Textur der Naturmaterialien. Und es ist zu 100% plastikfrei.

Das zweite Lektorat/Korrektorat ist ebenso fast durch und ich habe mich über die positiven Reaktionen und hilfreiche Kritiken meiner Testleser*innen gefreut.

 So langsam nimmt alles Form an und verbindet sich zu einem Ganzen: Die ökologische Herstellung, die Buchgestaltung, Texte und Fotografien. Wie sagte die Künstlerin Tanja Esche zu mir: »Jana, das ist ein Kunstbuch, sowohl in seiner äußeren als auch inhaltlichen Form.«

Tanja Esche, Sprecherin und Schauspielerin hat nicht nur das Manuskript begeistert gelesen, sondern spontan mit mir zusammen ein Podcast erstellt. Letzten Sonntag ist er online gegangen und ich würde mich sehr freuen, wenn du dir 15 Minuten Zeit dafür nimmst.

Tipp: https://www.instagram.com/tanja.esche/

 Der Podcast ist in zwei Teile geteilt: Im ersten Teil geht es um die plastikfreie Buchproduktion und warum mir das Thema so wichtig ist und im zweiten Teil liest Tanja aus dem 4. Teil Herbst Momjigari das Kapitel „Umami – die Essenz des Geschmacks“ vor.

 Vielleicht bist du jetzt neugierig geworden, was Umami mit Naturfotografie zu tun hat. „Gefühl und Verstand“ ist ja kein Kochbuch. Den Podcast kannst du auf allen gängigen Portalen, über Spotify bis Deezer und iTunes hören.

Bzw. hier direkt anhören: https://letscast.fm/sites/hoerbar-bunt-vielseitig-sonntagsgeschichten-a7fcb235/episode/gefuehl-und-verstand-naturfotografie-von-jana-maenz-und-a-brilliant-idea-von-terrasound-dag-reinbott

Ich wünsche dir nun viel Freude beim zuhören und ich würde mich so sehr über deine Unterstützung freuen.

 Leider fehlen mir immer noch Unterstützer*innen. Aber ich weiß, das ich es mit deiner Hilfe schaffen kann, das Buchprojekt im Frühjahr 2021 zu realisieren! 

Daher hätte ich einen Wunsch an dich:

 Bitte teile mein Projekt mit Fotofreunden, Familie, Arbeitskollegen – sodass mein Buchprojekt realisiert werden kann. Denn nur mit den Einnahmen aus der Vorbestellung kann ich das Projekt verwirklichen.

Dafür habe ich verschiedene Möglichkeiten:

Meine Webseite: https://naturfotografie.jana-maenz.de/
Instagram IGTV Channel: https://www.instagram.com/janamaenz/channel/
Mein Youtube-Video: https://youtu.be/CkYYD30_taE
Auch auf Facebook kannst du es teilen: https://www.facebook.com/faszination.naturfotografie

Text: ❤ Gefühl und Verstand – Naturfotografie. Möchtest du das neue ökol. Sachbuch vorbestellen und damit die kunststofffreie Buchherstellung mit Graspapier unterstützen? http://naturfotografie.jana-maenz.de/ ❤ 

Wenn du Fragen hast, dann schreib mir bitte.

Neu: Wandkalender 2021

Wandkalender 2020 Traum vom Fliegen

Meine Calvendo Kalender für 2021

Vielleicht bist du noch auf der Suche nach einem Wandkalender 2021. Bei Calvendo habe ich unterschiedliche Kalender-Themen erstellt. Schau mal rein, vielleicht ist auch etwas für dich dabei.

Wie du sehen kannst, gehören teilweise meine qualitativ hochwertige Kalender zur exklusiven CALVENDO Gold-Edition  und wurden zusätzlich mit dem Jurypreis in der Kategorie Naturfotografie ausgezeichnet. 

Mein Vorstellungsvideo ist online: Gefühl und Verstand – Naturfotografie

Bitte unterstütze mein neues ökologisch u. nachhaltig produziertes Naturfotografie-Buch "Gefühl & Verstand" mit deiner Vorbestellung © Jana Mänz

Mitmachen und vorbestellen!

Vielleicht konnte ich dich nun überzeugen, mit deiner Vorbestellung mein Buchprojekt zu unterstützen. Dazu brauchst du dich nur in meine Liste der Vorbesteller eintragen. Momentan habe ich schon 236 Unterstützer*innen von 300 gewinnen können und ich würde mich freuen, wenn du mein Buchprojekt mit deinen Fotofreunden teilen würdest, sodass ich im Sommer Buchdruck und Binderei realisieren kann.

Bitte teile meinen Youtubelink [https://youtu.be/CkYYD30_taE] in deinen Netzwerken. Ich würde mich sehr freuen, wenn ich das Buch realisieren könnte.

Bist du dabei?

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Ein plastikfreies Buch? Eine scheinbar unlösbare Aufgabe…

Bitte unterstütze mein neues ökologisch u. nachhaltig produziertes Naturfotografie-Buch "Gefühl & Verstand" - Crowdfundingprojekt 2020

In den letzten Wochen des Lockdowns hatte ich Zeit, weiter an meinem neuen Buch „Gefühl und Verstand – Naturfotografie“ zu arbeiten. Es gab ja viele Phasen, wo ich nicht weiter kam und eine ausgewachsene Schreibblockade mich behinderte. Doch jetzt sind alle Texte überarbeitet, das letzte Kapitel geschrieben und alles ans inhaltliche Lektorat rausgeschickt.

Nachdem ein paar Lockerungen in Kraft getreten waren, konnte ich mich auch wieder der Umsetzung des Buches widmen, sprich Buchdruckerei und Buchbinderei. Meine Idee, ein kunststofffreies Buch mit Biofarben auf Graspapier gedruckt mit gut lesbaren Texten und vielen großformatigen Fotos zu realisieren, ist nicht so einfach wie man denken möchte. Ich leiste hier an vielen Stellen scheinbar Pionierarbeit, denn einen Workflow konnte ich nicht finden, wenn ich nicht zu viele Kompromisse machen wollte.

Das Problem daran ist, dass wir Menschen unserer Generation alles vergessen haben, was für unsere Vorfahren normal war. Bücher ohne Kunststoffanteile waren bis in die 1960er Jahre Standard und überhaupt nichts Außergewöhnliches. Heute habe ich das Gefühl, etwas Unmögliches zu verlangen. Scheinbar funktioniert nichts mehr ohne „Plaste und Elaste“.

Der Druck mit Biofarben auf Graspapier

Das fängt damit an, dass es so gut wie keine Erfahrungen gibt, Fotos auf Graspapier mit Biofarben zu drucken. Im Gegenteil, mir wurde sogar davon abgeraten.

Ich habe eine Druckerei gefunden, die sich auf Graspapier und Biofarben spezialisiert hat und ich weiß, wie schwierig es war, die Druckmaschinen auf das Graspapier einzustellen.

Um überhaupt ein Gefühl dafür zu bekommen, wie die Fotografien gedruckt aussehen werden, habe ich einen Probedigitaldruck auf dem gewünschten Graspapier machen lassen. Hier kommt die Schwierigkeit dazu, dass man die Bilddateien mit dem Druckprofil Fogra52 in Photoshop händisch anpassen muss. Glücklicherweise habe ich hier Hilfe von der Druckerei bekommen. Am Anfang war das echt schwer für mich, denn ich hatte das Gefühl, ich würde meine Fotografien verschandeln. Der Hintergrund ist, dass Graspapier nicht nur Farbe stark aufsaugt, sondern auch noch einen Grünstich hat.

Der Probedruck hat mich positiv überrascht und ich bin zuversichtlich, dass wir ein ähnliches Ergebnis im späteren Offsetdruck mit Biofarben erreichen werden. Allen Unkenrufen zum Trotz ist es am Ende doch möglich.

Plastikfreie Buchbinderei

Zudem habe ich eine Buchbinderei gesucht, mit der ich das Thema Kunststofffrei angehen kann. Ich bin in Leipzig in einer alten traditionsreichen Buchbinderei fündig geworden.

Doch der Teufel liegt bekanntlicherweise im Detail: Buchbinderleinen, Buchbinderzwirn, Lesebändchen – alles besteht heutzutage üblicherweise aus Kunststoff. Nur in alten Buchrestaurationsverfahren werden natürliche Materialien wie Leinen usw. verwendet.

Und so habe ich die letzten Wochen recherchiert, wo ich umweltfreundliche, plastikfreie Buchbindermaterialien bestellen kann. Ursprünglich dachte ich, dass ich bei den Restauratoren fündig werden könnte, doch ich habe erfahren, dass sie ihre Materialien (Stoffe, Farben etc.) in aufwändiger Handarbeit nach alten bekannten Verfahren selber herstellen.

Und so musste ich bei meiner Suche etwas um die Ecke denken, denn viele Dinge kann man in anderen Branchen der Textilindustrie finden. Meine Lesebändchen aus Biobaumwolle stammen nun aus einer kleinen Kurzwaren-Weberei und sollten eigentlich als Bänder Kleidungsstoffe zieren.

Braune Storchschnabel, Geranium phaeum, Kloster Altzella, Muldental

Schade, dass es immer noch kein Geruchs-Video gibt. Ich würde dir so gerne zeigen, wie gut dieses Papier nach einer frisch gemähten Heuwiese, die in der Sonne trocknet, riecht.

Für den Buchbinderleinen gibt es eine kunststofffreie Lösung, nur der Buchbinderzwirn bereitet mir noch großes Kopfzerbrechen. Die neuen Maschinenheftungen sind alle auf reißfeste Kunststofffäden getrimmt und nun müssen mir die wenigen Garnhersteller, die Leinen, Flachs oder Baumwolle weiterverarbeiten, weiterhelfen…

Im Moment befinden sich die Andrucke in der Buchbinderei um ein Musterstück anzufertigen. Wenn du aber schon gerne ein Blick auf die Graspapier-Andrucke werfen möchtest, ich habe die Tage ein Video veröffentlicht.

 Keine Fotoschule: Der Inhalt

Mittlerweile ist auch das Inhaltsverzeichnis fast fertig. Nach dem Lektorat können sich sicherlich noch Überschriften und die Reihenfolge ändern, aber der Inhalt steht nun fest, sodass du auf meiner Webseite die Themen einsehen kannst.

Wichtig ist mir an dieser Stelle zu sagen: Das Buch ist kein Fotoschule. Ich werde keine Technik erläutern, noch Bildgestaltung erklären. »Gefühl und Verstand« ist ein Sachbuch mit philosophischen, ästhetischen, gesellschaftlichen Themen, die vor allem von meiner Liebe zur japanischen Kunst inspiriert worden sind. 

»Wir brauchen vor allem Fantasie in der Fotografie. Es ist nicht alles Technik oder Logik, jedoch immer voller Schönheit und Poesie.«

Ich habe es sehr persönlich geschrieben, sodass ich statt einer üblichen Einleitung eine kurze Biographie geschrieben habe. Das ist etwas ungewöhnlich, ich weiß, aber wie soll ich meine Art der Fotografie, meine Philosophie erklären, wie soll man sie verstehen, wenn man mich nicht kennt?

Inspiriert zu diesem Schritt haben mich Künstler wie Sebastião Salgado, Emil Nolde oder Alanis Morissette, die ich erst verstand, als ich einen Teil ihrer Persönlichkeit kennen lernte. Zu fast allen Themen gibt es eine Kreativ- oder Fotoübung, die dich in deiner Fotografie weiterbringen soll. 

Mitmachen und vorbestellen!

Vielleicht konnte ich dich nun überzeugen, mit einer Vorbestellung mein Buchprojekt zu unterstützen. Dazu brauchst du dich nur in meine Liste der Vorbesteller eintragen. Momentan habe ich schon 220 Unterstützer*innen von 300 gewinnen können und ich würde mich freuen, wenn du mein Buchprojekt mit deinen Fotofreunden teilen würdest, sodass ich im Sommer Buchdruck und Binderei realisieren kann.

Anders als bei meinem letzten Buchprojekt „Naturfotografie mit dem Smartphone“ möchte ich aus Kostengründen gerne auf eine Crowdfunding-Kampagne verzichten und das Projekt direkt mit meinen Unterstützern umsetzen.

Bist du dabei?

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Eine Wanderung durch ein Blütenmeer

Naturfotografie: Bärlauchblüte im Auwald, Leipzig

Frühling ist die schönste Zeit. Jetzt blüht der Bärlauch in den Leipziger Auenwäldern in dichten Teppichen. Wer diese Pracht noch nicht gesehen hat, kann sich nicht vorstellen, welche eine sinnliche Erfahrung es ist, durch die wilden Blütenteppiche zu wandern. Soweit das Auge reicht, blüht es. Sogar an den unscheinbarsten Stellen.

Naturfotografie: Bärlauchblüte im Auwald, Leipzig

Dann ist es ein Fest für die Nase: Weiße, wunderschöne Blüten die einen feinen Knoblauchgeruch verströmen. Dazu kommen die Gesänge unterschiedlichster Vogelarten. Einer sticht besonders heraus: Der ZilpZalp, der laut durch das Unterholz schallt. Sein Lied so einzigartig und unverkennbar.

Mit allen Sinnen kann man nun durch den Bärlauchwald wandern. Am schönsten ist es, sich irgendwo eine geheime Stelle zu suchen und einfach nur inne zuhalten. Zu genießen. Die Umgebung auf sich wirken zu lassen. Das Spiel aus Licht und Schatten zu beobachten.

Naturfotografie: Bärlauchblüte im Auwald, Leipzig

Gerade in den dunkleren Stellen des Auwaldes, wo nur wenig Licht hinkommt. Wo das so lebendige Totholz fantastische Figuren bildet, ein geheimnisvoller Wald, der seine Geschichten nur durch langes Beobachten preis gibt.

Naturfotografie: Bärlauchblüte im Auwald, Leipzig

Die Fotos sind alle mit dem Vintage Objektiv Trioplan 100 f2.8 entstanden. Das Video mit dem LG G8s Thinq

Wilde Orchideen – die wahren Königinnen unter den Blumen

Grünliche Waldhyazinthe

Als junge Jenaer Studentin der Geographie gehörte es zum guten Ton, während der Studienzeit mindestens einmal eine Orchideenwanderung in den Muschelkalkhängen im Leutratal besucht zu haben. Das ist nun weit über 20 Jahre her und was mir am deutlichsten in Erinnerung geblieben ist, ist folgende Geschichte:

Vor vielen Jahren habe ich im Frühling eine geführte Orchideenwanderung im Leutratal bei Jena besucht. Die zum Teil sehr seltenen Orchideen wachsen an den Muschelkalkhängen innerhalb des Naturschutzgebietes. Sie sind teilweise so klein und unscheinbar, dass man sie ohne fachkundliche Führung nicht finden würde. Wir waren in einer größeren Gruppe unterwegs, und sobald eine Orchidee gefunden war, wurde sie ausführlich erklärt. Alle hielten Abstand und bildeten einen Kreis um die Blüte. Und dann passierte das Unglaubliche: Nachdem die Erklärung zu Ende war und es weiterging, trampelten einige aus der Gruppe die Orchidee nieder. Sicherlich nicht aus Bösartigkeit, sondern eher aus Gedankenlosigkeit.“ Aus „Naturfotografie mal ganz anders“, S.13

Orchideenwiese NSG Leutratal mit Blick auf die Leuchtenburg
Orchideenwiese NSG Leutratal mit Blick auf die Leuchtenburg

Wann blühen Orchideen?

Nachdem ich Jena verlies, vergaß ich die Orchideen. Wieder entdeckt habe ich sie, als ich durch Zufall eine wilde Orchideenwiese auf der Insel Rügen fand. Hier fotografierte ich das Breitblättrige Knabenkraut auf einer Feuchtwiese. So erinnerte ich mich an die wilden Orchideen in Thüringen und seitdem lassen sie mich nicht mehr los. Denn das Naturschutzgebiet Leutratal bei Jena ist nicht der einzige Standort in meiner Region. Nur wenige Kilometer weiter, im Unstrut-Tal bei Naumburg (Sachsen-Anhalt) befindet sich das Naturschutzgebiet „Tote Täler“, in dem eine Vielzahl an wilden Orchideen wachsen.

Jetzt, Ende April blühen schon die ersten Orchideen. Aufgrund der warmen Temperaturen hat die Orchideenblüte zwei bis drei Wochen eher begonnen. Das wäre an sich nicht weiter tragisch, wenn nicht der Regen fehlen würde. So vertrocknen die Blüten und Blätter, bevor sie sich vollständig entwickelt haben. Die Hauptzeit der Orchideenblüte ist im Mai, Juni und es gibt vereinzelt Arten die Ende August, Anfang September blühen.

Wilde Orchideen – die wahren Königinnen unter den Blumen
Orchideenpfad NSG „Tote Täler“ mit Blick auf das Unstrut-Tal

Wo genau wachsen die Orchideen?

Ich kann verstehen, dass du an dieser Stelle wissen möchtest, wo genau die Orchideen zu finden sind. Doch ich möchte die Stellen nicht verraten. Obwohl viele Arten vom Aussterben bedroht sind, werden sie nach wie vor ausgegraben oder beim fotografieren zertrampelt. Dabei bringt das Ausgraben für den heimischen Garten gar nichts. Denn das Gedeihen der jeweiligen Flora hängt von der Bodenbeschaffenheit, den Temperatur- sowie Lichtverhältnissen sowie dem Wasserhaushalt ab. Daher wachsen einige Orchideenarten im schattigen, kühlen Wald, andere auf Trockenrasen in der direkten Sonne und andere auf Feuchtwiesen.

Zudem haben Orchideen eine Besonderheit: Sie gehen eine lebenswichtige Symbiose mit Pilzen (Mykorrhiza) ein. Diese ist für Orchideen deshalb lebenswichtig, da diese viele winzige Samen produzieren, die jedoch kein Nährgewebe enthalten. Daher sind Orchideen zur Keimung auf einem Wurzelpilz angewiesen.

Ich möchte dich darum bitten, eine offizielle Orchideenführung zu buchen (in diesem Jahr fallen sie leider wegen Corona aus, aber im nächsten Jahr bestimmt). In Jena möchte ich dir Dr. Matthias Müller, Orchideenführer ans Herz legen. Im Naturschutzgebiet „Tote Täler“ bei Freyburg führt Geo-Naturpark Gästeführerin Gisela Röder durch das Orchideengebiet.

Beiden Naturschutzgebieten (teilweise ehemalige Truppenübungsplätze) ist gemein, dass sie sehr groß sind und man unterwegs, vor allem an warmen Tagen, ganz viel zu Trinken mitnehmen sollte. Unterwegs gibt es keine Möglichkeit, Lebensmittel zu kaufen. Die Wege sind nicht beschwerlich und auch für ungeübte Wanderer zu laufen, aber man muss viele Kilometer gehen. Gute Wanderschuhe, Sonnenschutz und viel Wasser sind daher Pflicht!

Wilde Orchideen – die wahren Königinnen unter den Blumen
Purpur-Knabenkraut

Zur Fotografie von Orchideen

Orchideenblüten zu fotografieren ist – ich sag es mal so salopp – an sich keine Kunst. Was die fotografische Arbeit erschwert, sind die Standorte. Man kann nicht einfach zu den Pflanzen gehen. Man würde dabei weitere Orchideenpflanzen oder andere Wildblumen und Pflanzen zertrampeln. Auch, wenn du dir nichts dabei denkst und nichts Böses im Schilde führst – jegliches Betreten einer Wiese richtet unermesslichen Schaden an. Und Schutzgebiete werden einzig und allein zum Schutz, zur Erhaltung der Natur eingerichtet. Es ist daher gar nicht so einfach, Standorte zu finden, an denen man die Blüten ungehindert fotografieren kann. Viele Arten wachsen im Schatten anderer Pflanzen, sodass das optische Freistellen nicht so einfach ist.

Noch schwieriger wird es, wenn die Witterungsverhältnisse, als Licht, Wind usw. nicht passen. Aus diesem Grund habe ich es auch noch nicht geschafft, alle Orchideenarten, die in meiner Region wachsen, zu portraitieren. Zugern würde ich eine Bienen-Ragwurz sehen. Die Bedingungen und Standorte wechseln von Jahr zu Jahr. In diesem Jahr wird die Trockenheit, die nun schon ins dritte Jahr geht, den Orchideen sehr zu schaffen machen.

Wilde Orchideen – die wahren Königinnen unter den Blumen
Fliegen-Ragwurz

Zudem sind Orchideen nicht immer in ihrer Blüte perfekt. Gerade bei den Knabenkräutern muss man suchen, bis man eine Pflanze in voller Blüte findet. Oft sind schon Teile verblüht. Einige Orchideenarten, wie die Vogel-Nestwurz sind nicht besonders fotogen. Andere wiederum so unauffällig, das man kaum vermuten würde, dass diese unscheinbare Pflanze eine Orchidee sein sollte.

Tipp: An dieser Stelle möchte ich auf Marco Klüber in der Rhön verweisen, der ein Buch zum gleichnamigen Thema veröffentlicht hat und auf seiner Webseite alle einheimischen Orchideen mit wunderschönen Orchideenfotos erklärt.

Da ich keine Botanikerin bin, war es mir auch nicht wichtig, die Orchideen in ihrer Gesamtheit darzustellen. Mir persönlich geht es nicht darum, dass man die Orchideen-Pflanzen anhand ihrer Blätter und Blüten in ihrer Ausprägung bestimmen kann (Hier findest du alle Orchideenarten in Deutschland im Überblick). Vielmehr war es mir ein Anliegen, die Orchideen in ihrer Schönheit, in ihrer einzigartigen Ästhetik darzustellen.

Fotografiert habe ich die Pflanzen mit einem 100mm Makroobjektiv 2.8 von Tokina*. Dabei liebe ich es, mit der geöffneten Blende und einem Wechselspiel zwischen Schärfe und Unschärfe zu experimentieren. Fotografieren tue ich immer ohne Blitz, Stativ und ohne optische Aufheller. Nur in der Bildbearbeitung habe ich Bereiche des Bildes aufgehellt oder abgedunkelt. Dabei stelle ich die Orchideen nicht farbgetreu dar, da ich die Farbstimmung eher meinem Bauchgefühl anpasse und weniger an die Botanische Exaktheit.

Frauenschuh
Frauenschuh

Wenn ich auf den Pfaden der Orchideen unterwegs bin, dann habe ich wenig Technik dabei. Ich mag es so puristisch wie möglich, zumal meine Fotoausrüstung in ihrer Gesamtheit sehr schwer ist. Die Naturfotografie ist nur ein Teil, viel wichtiger ist mir das Genießen der Natur. Das Abschalten. Ich setze mich unwahrscheinlich gerne einfach hin und schaue in die Landschaft. Genieße die Naturgeräusche, halte Ausschau nach Sing- und Greifvögeln, Wildtiere, Schmetterlinge und anderen Insekten. Es geht mir nicht darum, das Naturschutzgebiet in einem schnellen Tempo zu durchqueren, immer auf der Suche nach dem „Besten Schuss“.

Ich bin immer verwundert, wenn andere Besucher an mir vorbei rennen und sich vielmals dabei lautstark unterhalten. Wie will man dabei die Schönheit der Natur aufnehmen? Gerade weil manche Orchideen-Arten so klein und unscheinbar sind, laufen viele an ihnen vorbei. Die Spinnen-Ragwurz ist so klein, auch ich habe sie auf den Wiesen erst auf den dritten oder vierten Blick wahrgenommen. Das Bleiche Waldvöglein wächst im schattigen Wald, an Stellen, wo man keine Orchideen vermuten würde. Daher ist so wichtig auf den Wegen zu bleiben, denn aus Unwissenheit und Unachtsamkeit würde man schnell diese kleinen Orchideen niedertrampeln.

Daher nimm dir auf deinen ersten Orchideen-Wanderungen unbedingt einen kundigen Orchideenführer mit. Die Wanderungen sind lehrreich und kurzweilig und es bleibt – wenn man sich vorher mit den Orchideenführern abspricht – auch genügend Zeit Fotos zu machen. Viele Freude bei deiner nächsten Fotowanderung und wenn du Fragen hast, dann schreib mir.


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Makrofotografie mit dem LG G8s Thinq Smartphone

Makrofotografie mit dem LG G8s Thinq Smartphone

Makrofotografie mit dem Smartphone ist gar nicht so trivial, wie man annehmen möchte. Einfach nur draufhalten und die Kamera fokussiert automatisch – leider ist dem nicht so, vor allem wenn man im Makromodus arbeitet. Die größte Schwierigkeit ist vor allem das exakte Fokussieren. Häufig verschiebt sich der Fokus entweder auf den Hintergrund oder auf ein anderes Objekt im Motiv – und meistens dann, wenn man gerade auf den Auslöser drückt. Das heißt, das verschieben geht so schnell, dass man als Fotograf*in nicht mehr gegenwirken kann. Das einzige was hier hilft, ist Geduld und Spucke und das mehrfache wiederholen der Aufnahme. Auch wenn das Smartphone-Display groß ist, kann man oft bei Makroaufnahmen die Schärfe im Detail nicht wirklich beurteilen, sodass ich die Bilder am großen Bildschirm begutachte und dann die Fehlaufnahmen lösche.

Makrofotografie mit dem LG G8s Thinq Smartphone
Das Buschwindrösschen habe ich im Makromodus im Schatten fotografiert,
sodass die weißen Blüten nicht „ausgefressen“ dargestellt werden

Fotografische Probleme mit Wind und Wetter

Makrofotografie mit dem Handy unterliegt auch den selben Tücken der Makrofotografie mit einer DSLR und einem Makroobjektiv: Dem Wind. Auch hier werden die Fotos bei Windbewegungen ganz schnell unscharf. Daher muss man auch hier auf ruhige, windstille Momente warten und das Smartphone so ruhig wie möglich halten. Damit sich der Fokus nicht in diesem Moment noch verstellt, arbeite ich gerne mit Sprachauslöser.

Neben dem Wind spielt natürlich auch die Sonne bzw. die Lichtverhältnisse eine große Rolle. Gerade weiße Blüten werden schnell überstrahlt dargestellt, wenn sie direkt in der Sonne fotografiert werden. Während ich in RAW-Dateien meiner DSLR noch ein bisschen korrigieren könnte, ist das bei Smartphonefotos kaum noch möglich. Hier hat man das unschöne grelle, weiße Flecken, die das Bild zerstören.

Großes Windröschen, Leutratal

Die Makrofunktion im LG G8s Thinq

Neben dem Sprachauslöser hilft mir beim LG G8s Thinq auch die manuelle Makrofunktion. Diese versteckt sich ein bisschen. Gehe dazu in dein Kameramenü auf den Punkt „Automatisch“ oder auf „Kamera manuell“.

Drücke im Modus „Automatisch“ etwas länger auf den Bildschirm. Jetzt öffnet sich ein Regler, mit dem du die Helligkeit des Bildes bestimmen kannst. Links neben dem Regler befindet sich ein Icon „MF“ (Makrofokus). Aktiviere diesen und du kannst nunden Regler so verschieben, dass dein gewünschtes Detail scharf wird.

Im Modus „Kamera manuell“ findest du in der unteren Menüleiste den Punkt „Fokus“ und den kannst du von AF (Autofokus) auf MF (Manueller Fokus) umstellen.

Die Makrofunktion funktioniert aber auch nicht ganz kompromisslos, denn je nach Abstand zum Objekt stellt diese nicht scharf. So muss man mit dem Abstand immer ein bisschen spielen und herausfinden, wann der Fokus wieder greift und wo die Naheinstellungsgrenze liegt. In meinen persönlichen Tests mit dem LG G8s Thinq hat sich herausgestellt, das ich ungefähr einen Abstand von 5-6 Zentimeter zum Objekt einhalten muss, damit die Kamera scharf stellt.

Orchideen Knabenkraut Leutratal Jena
Makrofotografie Orchideen im Leutratal Jena

Bildgestaltung

Schau bei deiner Bildgestaltung vor allem auf einen ruhigen Hintergrund. Hier muss man eigentlich noch viel sorgfältiger arbeiten, da man nicht so gut die Blende öffnen und den Hintergrund verschwimmen lassen kann, wie bei einem Makroobjektiv mit großer Blendenöffnung. Wenn es geht, räume ein bisschen den Hintergrund auf und entferne störende Äste oder ähnliches. Zerstöre dabei aber keine Pflanzen!!!!

Ein weiterer wichtiger Punkt ist: Achte auf deinen eigenen Schatten. Gerade wenn du die Sonne im Rücken hast, wirfst du ganz schnell einen dunklen Schatten auf dein Motiv. Das sieht vor allem dann unschön aus, wenn du damit das Bild in einen dunklen und hellen Bereich optisch unterteilst.

Fazit

Makrofotografie mit dem Smartphone funktioniert gut, aber man braucht auch hier viel Geduld. Die Qualität der Fotos, sprich die Schärfe, ist für ein Handyfoto ausgezeichnet und auch das Bokeh, die Unschärfe im Hintergrund hat eine schöne Ausprägung. Trotzdem ist das eigene Sehen das wichtigste Kriterium, auch wenn das Smartphone heute mit künstlicher Intelligenz fotografiert und die Hersteller suggerieren, dass die Kamera das Foto quasi von alleine macht . Und ganz wichtig…

… Das Smartphone und seine Makrofunktion ist kein wirklicher Ersatz für ein echtes Makroobjektiv. Das Handy setzte ich dann ein, wenn ich auf meiner täglichen Hunderunde bin und die große Kamera zu Hause bleibt und ich eher ein paar Fotos für mich alleine machen möchte. Wenn ich aber gezielt zum fotografieren in die Natur gehe, ist meine DSLR mit dem Makroobjektiv meine erste Wahl. Nicht nur wegen der Abbildungsleistung, sondern auch, weil ich künstlerisch ganz anders mit einem Makroobjektiv arbeiten kann.

Du möchtest mehr lernen über Naturfotografie mit dem Smartphone? Dann schau mal in mein neues Buch…

Siehe auch…

Künstler, Freiberufler und Coronahilfe in Sachsen

Künstler, Freiberufler und Coronahilfe in Sachsen

Puh, das war eine schwierige Geburt. Seit Mitte März war ich in Gesprächen mit meiner Steuerberaterin und einer Mitarbeiterin des Landesverbands „Kreatives Sachsen“ zur Beantragung der Coronahilfe in Sachsen. Lange war unklar, welche Kosten man ansetzen durfte. Leider ist es in Sachsen nicht möglich, die Kosten zur Lebensführung mit einzurechnen, was für uns Künstler*innen die Krise doppelt erschwert.

Ich habe eine Liste der Betriebsausgaben zugeschickt bekommen, die man ansetzen darf:

  • Abfallentsorgung  (laufende vertraglich gebundene Kosten)
  • Beiträge (IHK, Handwerkskammer etc.)
  • Beratungsausgaben (laufende Rechtsanwalts-, Unternehmensberaterkosten)
  • Betriebliche Versicherungen (BG, Betriebshaftpflicht, Kfz…)
  • Abo: Literatur, Zeitschriften
  • Buchführungskosten/Steuerberatung  (laufende vertraglich gebundene Kosten)
  • Büro- und Verpackungsmaterial (laufende vertraglich gebundene Kosten)
  • Kraftfahrzeugausgaben (laufende vertraglich gebundene Kosten)
  • Kontoführungs- und GEMA-Gebühren
  • Leasinggebühren (Raten inklusive Tilgung)
  • Mieten (inklusive Nebenkosten und Energie)
  • Rundfunkbeitrag
  • Reparatur/Instandhaltungsverträge (laufende vertraglich gebundene Kosten)
  • Sonstige Ausgaben (laufende vertraglich gebundene Kosten)
  • Telefon, Fax, Handy, Internet (laufende vertraglich gebundene Kosten)
  • Werbung und Vertriebsausgaben (laufende vertraglich gebundene Kosten)
  • Zinszahlungen für Kredite

Einfaches Rechenbeispiel für Betriebskosten

Wie bin ich vorgegangen, um meine Betriebskosten zu berechnen? Ich habe aus meinem Buchhaltungsprogramm Debitoor die Betriebsausgaben der letzten 2 Jahre herausgesucht und in einer Exceltabelle auf addiert. Diese Summe habe ich durch 24 Monate geteilt und mit drei Monaten multipliziert. So konnte ich meine Betriebsausgaben für die nächsten 3 Monate ermitteln.

Wichtig ist: Die Soforthilfe wird versteuert. Aber nicht wie ich ursprünglich dachte, nämlich als Umsatzsteuer. Dann hätte ich diese mit der nächsten Vorsteueranmeldung (ich muss das vierteljährlich machen) abrechnen müssen. Doch das ist nicht richtig. Der Zuschuss ist eine steuerfreie Einnahme, die auf das Jahreseinkommen dazu gerechnet und hinsichtlich der Einkommenssteuer einberechnet wird. Aus den Hinweisen des BMWi ergibt sich u. a. Folgendes:

»Zwar ist der Zuschuss grundsätzlich steuerpflichtig, aber das wirkt sich erst dann aus, wenn die Steuererklärung für 2020 eingereicht werden muss, also frühestens im nächsten Jahr. Nur wenn im Jahr 2020 ein positiver Gewinn erwirtschaftet wurde, wird dann auf den Zuschuss der individuelle Steuersatz fällig.«

Soforthilfe in Sachsen beantragen

In Sachsen muss man die Corona-Soforthilfe bei der SAB beantragen. Beachte, dass das nur noch bis zum 31.5.2020 möglich ist, während es in anderen Bundesländern noch zum 31.12.2020 möglich ist. Seit einigen Tagen ist der Antrag auch nur noch über das Portal erlaubt, Anträge per Post und E-Mail werden wegen der Betrugsfälle nicht mehr angenommen. Hier den Bundeszuschuss in Sachsen beantragen: https://www.sab.sachsen.de

Künstler, Freiberufler und Coronahilfe in Sachsen

Beratung Künstler*innen in Sachsen

Wenn du Künstler*in in Sachsen bist, kannst du dich für eine kostenfreie Beratung beim Verband „Kreatives Sachsen“ anmelden. An dieser Stelle möchte ich mich ganz herzlich bei Claudia Muntschick vom Kreativen Sachsen in Dresden bedanken, die mir viele Fragen beantworten konnte und sehr weitergeholfen hat.

Der Verband hat auf seiner Webseite auch ganz viele Informationen für Künstler*innen zusammen gestellt:

Künstlersozialkasse

Da ich in der KSK versichert bin, habe ich auch dort einen Änderungsantrag gestellt. Normalerweise kann man bei der KSK alle Anträge nur per Post einreichen. Doch jetzt war es möglich den Änderungsantrag per E-Mail zu verschicken und er wurde innerhalb von 14 Tagen bearbeitet. Die KSK hat einen Hinweis erstellt, wie man seine Einkünfte neu berechnet. Alle Infos findet man dazu hier: https://www.kuenstlersozialkasse.de/die-ksk/meldungen.html#collapse559

Hilfe in anderen Bundesländern

Das Problem ist, das wir in einem föderalistischen Staat leben. Was für Sachsen gilt, gilt leider nicht unbedingt für alle Bundesländer. Gerade in den Foren sind die Auskünfte oft falsch und hier durchzublicken, ist wahrlich nicht einfach. Aus diesem Grund habe ich auch so lange gebraucht, meinen Antrag zu stellen, da ich alles richtig machen wollte. Wende dich daher unbedingt an deinen Steuerberater und an den Verband „Kultur Kreativ Wirtschaft (auf dieser Seite findest du für dein Bundesland den zuständigen Verband).

Corona Soforthilfe Rechner für Selbstständige & Freiberufler

Unter https://www.corona-selbsthilfe.org/ findest du einen Corona Soforthilfe Rechner und alle dazugehören Informationen (unterteilt nach Bundesland), die ständig aktualisiert werden.