Monat: Juni 2018

Exklusive Hotelfotografie: Die Schiffsmühle in Grimma

Schiffsmühle Grimma

Ein ganzes Hotel fotografieren? Von Innen, von Außen, von den Kellerräumen bis aufs Dach hinaus… Besser kann man ein Hotel nicht kennen lernen und ich war begeistert.

Seit vielen Jahren nun treffe ich mich mit meinen Fotoschülern an der Schiffsmühle in Grimma. Dort ist mein Treff- und Ausgangspunkt für meinen Fotospaziergang. Anschließend gehe ich dort gerne etwas Essen und Trinken, denn ich mag die Küche dort sehr. Aber das Hotel, die Tagungsräume und die Eventlocation kannte ich nicht.

Hotelfotografie mal ganz anders!

Umso mehr habe ich mich gefreut, als ich den Auftrag vom Erlebnishotel Schiffsmühle erhielt, für neue Marketingmaterialien die komplette Anlage zu fotografieren. Ein Projekt, bei dem ich insgesamt drei Tage vor Ort war. Wobei ich einen kalten Januar-Samstag als Langschläferin nie vergessen werde, weil ich schon kurz vor 5 Uhr das Frühstücksbuffet fotografiert habe. An diesem Morgen wollte einfach die Sonne nicht aufgehen und versteckte sich hinter grauen dunklen Wolken im Muldental.

Dabei kann es dort so schön sein, denn mein erster Arbeitstag fand an einem wunderschönen Sommertag im August statt. Von morgens bis abends konnte ich in einem wunderbaren Licht fotografieren. Vor allem war ich von den unterschiedlichen und sehr modernen Themenzimmern begeistert. Einige Zimmer habe so einen tollen Ausblick auf das Muldental, besser kann man keinen Urlaub verbringen. Mein Highlight war das Badezimmer mit Wannen-Ausblick – Wellness für die Seele. Ein gutes Buch, ein Glas Rotwein und der Ausblick. Schöner kann man nicht baden. Leider konnte ich dort nicht entspannen, denn die anderen Zimmer warteten schon darauf, fotografiert zu werden. Und so ging es weiter, bis hinauf aufs Dach, von wo man einen wunderbaren Ausblick auf das Muldental hat bis in den Keller, wo sich die Bowlingbahn in einer echten Natursteingrotte befindet.

Mein Angebot für Hotel- und Restaurant-Besitzer

Und wenn du ein Hotel oder Restaurant besitzt und du ebenso grandiose Hotelfotos bzw. professionelle Restaurantbilder von mir für deine Werbung haben möchtest, dann ruf mich an! Meine Fotos sind Einzigartig. Mit einem besonderen Blick fürs Detail bilde ich dein Hotel, dein Restaurant individuell ab. Gerne komme ich deine Location vorher besichtigen und wir besprechen, was an dem Fototag wichtig ist und worauf wir achten müssen.

Ein paar Punkte vorweg:

  • Sind Fenster und spiegelnde Flächen geputzt?
  • Sind die Blumen, das Obst etc. frisch?
  • Sind Tischdecken/Bettwäsche sauber und gebügelt?
  • Entferne Flaschen mit Etiketten, Werbebroschüren, Mülleimer, Plastikbecher, Kleiderbügel, alte Telefone, verstecke Kabel usw.

Jana Mänz ist eine sehr erfahrene, professionelle, kreative Hotelfotografin mit Sitz in Grimma, Leipzig, Muldental, Sachsen.

Du suchst eine außergewöhnliche Fotografin für dein Hotel? Kontaktiere mich für ein unverbindliches Angebot!

Umfrage zum neuen Fotografiebuch “Gefühl und Verstand”

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Seid ein paar Tagen ist es öffentlich: Ich schreibe ein neues Naturfotografiebuch. Ich habe viele Ideen und etliche Texte sind auch schon fertig. Bei meinem letzten Buch “Naturfotografie mal ganz anders” habe ich Kollegen gefragt, ob Sie mit ihren Themen, die ich fotografisch nicht mache, mein Buch bereichern möchten. Damals fand ich zehn ganz tolle und verschiedene Gastautoren.

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Das wird in meinem neuen Buch anders sein. Es wird 100% ich sein, mit all meinen Fotos und Themen, die mich ausmachen. Es ist mir aber wichtig, dass ich ein Buch schreibe, das die Themen, Fragen und Wünsche meiner Leser aufgreift. Jetzt hast du die Möglichkeit mir zu schreiben.

Mach mit bei meiner Umfrage!

Was bewegt dich? Was möchtest du im Buch inhaltlich haben?  Was berührt dich? Was möchtest du von mir lesen?

Du kannst mir auch Fragen zur Crowdfunding oder zur ökologischen Buchherstellung allgemein stellen. Vor allem wenn du mich im März 2019 bei Startnext unterstützen möchtest!

Startnext, Crowdfunding, Buchprojekt, Naturfotografie, Sachbuch, Sachbuch, Naturfoto, Landschaftsfotografie, Ökologisch, Umweltfreundlicher BuchdruckWichtig ist, mein neues Buch wird keine Fotoschule! Ich werde nicht auf Blende, Belichtungszeit und Hyperfokaldistanz eingehen – diese Themen werden sowohl in vielen Sachbüchern als auch im Internet viel besser erklärt, als ich es je könnte bzw. viele Themen sind in meinem ersten Buch von mir beschrieben. Meine Themen sind eher die weichen, die emotionalen: Es geht um Wahrnehmung, ums Sehen – aber auch Melancholie, Farben, Energie, Flow, Kreativität, Glück, Jahreszeiten, Sinne uvm.

Themen, die uns Mensch und (Hobby-)Fotograf ausmachen und die teilweise unbewusst in die Fotografie fließen. Vor allem dann, wenn wir die Technik beherrschen und nach Höherem streben.

Ich freue mich sehr auf deine Fragen, Wünsche und Vorschläge!

Schreib mir eine E-Mail…

Frisch Erschienen: Holunderelfe Sommerausgabe 2018

Komm mit! Wir lassen die Farben tanzen: Wir färben Wolle & Fasern mit Sauerampfer. Wir genießen die Farben-, Blüten- und Insektenpracht in der wilden Wiese. Es geht um selten gewordene Gemüsesorten, Nachhaltigkeit im Badezimmer und um märchenhafte Farbenpracht. Wir stellen Euch verschiedene Spindelarten vor, genauso ein fast vergessenes Heilkraut der Göttinnen – Beifuß – und dessen Ver- und Anwendungsmöglichkeiten. Es geht sehr bunt zu. Wir lassen nicht nur die Spindeln tanzen, sondern auch Dein Herz! Wie bunt traust Du Dich zu sein?

Kennst du schon die Zeitschrift Holunderelfe?

Seit dem letzten Jahr bin ich regelmäßig als Autorin dabei und versuche Naturfotografie ganz einfach zu erklären. Im aktuellen Sommerheft “Farbentanz” bin ich mit einem Artikel über Insektenfotografie dabei. In der letzten Ausgabe “Kopfsache” habe ich erklärt, wie du mit dem Smartphone bessere Naturbilder machen kannst. Jetzt gibt es beide Hefte bis Ende Juni im Angebot. Schau mal rein…

Buchprojekt Gefühl und Verstand: Satzspiegel mit goldenem Schnitt

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Den Goldenen Schnitt als Gestaltungsregel kennt in der Fotografie fast jeder. Ich bin eine Freundin dieser Gestaltungsregel, denn in den meisten Fällen gestaltet er das Foto sehr harmonisch (Ausnahmen bestätigen die Regel).

Doch wusstest du, dass es den Goldenen Schnitt auch für die Gestaltung von Buchseiten gibt?

Als ich im letzten Jahr einen meiner Fotospaziergänge an der Mulde leitete, hatte ich eine sehr nette junge Frau dabei. Wir sind ins Gespräch gekommen und es stellte sich heraus, dass Christina Schriftsetzmeisterin ist. Ungewöhnlich, dass sich eine junge Frau für diesen Ausbildungsweg entschied. Ich dachte, dass dieser Beruf in der heutigen Zeit ausgestorben ist.

Wir fingen über mein Lieblingsthema “Schriften” an zu fachsimpeln und konnten gar nicht wieder aufhören. Neben meiner Fotosammelleidenschaft sammle ich nämlich gerne viele Fonts auf meinem Rechner, um für jedes Thema – ob von einer romantischen Schreibschrift bis hin zu einer modernen Serifenlosen Schrift eine große Auswahl zu haben.

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Der Satzspiegel

Wir blieben im Kontakt und als ich im Frühjahr mit meinem neuen Buch anfing, habe ich sie in mein Atelier eingeladen. Zusammen haben wir für mein neues Naturfotografiebuch “Gefühl und Verstand” einen klassischen Satzspiegel nach dem Goldenen Schnitt entworfen. Für mich war das Neuland, die Schnittlinien in InDesign anzulegen und danach den Satzspiegel auszurichten. Diese gemeinsame kreative Arbeit hat mir soviel Freude bereitet. Ich habe nicht nur unglaublich viel gelernt (trotz meiner Verlagsausbildung), sondern ich bin froh, dass es das Fachwissen noch gibt und ich damit mein Buchprojekt professionalisieren konnte.

Das Buchformat

Ich hatte mir lange im Vorfeld Gedanken über das Format des Buches gemacht und viele meiner Fotografie-Sachbücher miteinander verglichen. So habe ich mich für das Format 25H x 23B cm entschieden – ein sehr schönes Buchformat für große Bilder.

Wobei ich später auf eine Buchbindung mit Fadenheftung und einem geraden Rücken viel Wert lege, damit man das Buch schön aufklappen und kein Inhalt im Buchrücken schlecht lesbar verschwindet bzw. Bilder abgeschnitten werden. Viele Sachbücher mit Klebebindungen bzw. schlecht gemachte Fadenheftungen leiden darunter.

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Die Schriftenauswahl

Neben dem klassischen Satzspiegel haben wir ebenso die Schriften festgelegt. Glücklicherweise hat mich Christina dabei beraten, bei der riesigen Auswahl kann man schon den Überblick verlieren. Zumal an eine Schrift große Herausforderungen gestellt werden:

  • Besitzt sie verschiedene Schriftschnitte und stellt sie Umlaute und Sonderzeichen da (viele schöne Schriften können leider keine Umlaute darstellen)
  • Ist sie gut les- und druckbar?
  • Ist sie modern, passt sie zum Inhalt und zur Zielgruppe des Buches

Hier haben wir uns viele Gedanken gemacht und einige Entwürfe angefertigt. Am Ende haben wir uns für eine Serifenlose Überschrift und für eine Serifenschrift des Lesetextes entschieden.

Das Grundgerüst steht. In den nächsten Wochen und Monaten werde ich weiter am Inhalt arbeiten. Wenn du dich für mein Buchprojekt interessierst und es unterstützen willst, dann schau mal hier

Buchprojekt: Naturfotografie Gefühl und Verstand

 

Unterstütze mein neues Naturfotografie-Buchprojekt!

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Gefühl und Verstand – Naturfotografie

UNTERSTÜTZE MEIN ÖKOLOGISCHES & NACHHALTIGES NATURFOTOGRAFIE-BUCH

 *  Das Buchcover ist ein Entwurf und wird nach erfolgreicher Finanzierung fertiggestellt.

Als ich 2014 mein Sachbuch “Naturfotografie mal ganz anders” veröffentlichte, ahnte ich nichts von seinem Erfolg. Seitdem sind über dieses Buch viele Workshopteilnehmer zu mir gekommen und ich habe tolle Menschen kennen gelernt. Das ist nun über vier Jahre her und gerade in den letzten Monaten häuften sich die Anfragen, wann und ob ich einen 2. Teil veröffentlichen würde. Anfang des Jahres entschloss ich mich zu diesem Schritt. Doch ich wollte andere Wege gehen als bisher.

Das Thema Umweltschutz liegt mir sehr am Herzen. Doch während die meisten nur auf ökologische Kleidung und Nahrung achten, schaut niemand auf Bücher, Zeitschriften und andere Publikationen – die jeden Tag tonnenweise produziert und weggeworfen werden. Die wenigsten Bücher und Zeitschriften, die in der Papiertonne landen, können weder sortiert noch recycelt werden. Niemand schaut auf die unermessliche Papierproduktion, Abholzung der Wälder in Sibirien und deren Umweltfolgen. Niemand interessiert sich für giftige Buchveredlungen: Folienkaschierungen, Heißfolienprägungen, Sonderlackierungen. Lesebändchen aus Plastik usw. Gerade im Naturfotografiebereich muss alles Hochglanz sein.

Als ich im letzten Jahr ein Buchprojekt zum Thema Wildbienensterben bei Startnext unterstützte und sah, dass das Buch nicht ökologisch hergestellt wird und es als Dankeschöns hochgiftige Alu-Dibond-Bilder angeboten wurden, war ich nicht besonders begeistert. Wie kann man sich gegen das Wildbienensterben einsetzen und gleichzeitig dafür sorgen, dass die Umwelt weiter geschädigt wird? Warum verstehen die wenigsten Menschen die Zusammenhänge?

Zu diesem Zeitpunkt war mir klar: Wollte ich jemals ein neues Buch zum Thema Naturfotografie veröffentlichen, MUSS es ökologisch und nachhaltig produziert werden. Denn Naturfotografie bedeutet auch Umweltschutz!

Mir war aber auch bewusst, wollte ich diesen steinigen und unbequemen Weg gehen, wird das wohl kaum mit einem Verlag gehen. Wie viele Verlage gibt es in Deutschland, die ökologisch und nachhaltig  –  dass heißt plastikfreie, ungiftige – Bücher produzieren? Man kann sie an einer Hand abzählen. Und es ist traurig für die gesamte Buchbranche, dass das Thema keine Rolle spielt  – Hauptsache billig in China produziert mit hohem Gewinnmargen, koste es was wolle. Wobei diese kaum beim Buchhändler vor Ort oder beim Autor hängen bleiben. Aber das ist ein anderes Thema. Die Buchhandelskette Thalia hat sogar in einem Gespräch behauptet, dass ökologische Bücher vom Kunden nicht gewünscht seien. Als ich das hörte, war ich voller Unglauben und STINKSAUER über die Bevormundung.

Liebe Thalia: Ich würde gerne ökologisch hergestellte Bücher kaufen! Bücher, die gerne irgendwann rückstandslos verrotten dürfen. Bücher, die gerne unsere Kinder in den Mund nehmen dürfen, ohne sich zu vergiften.

Seitdem ich mich für mein Buchprojekt entschlossen habe, bin ich auf der Suche nach regionalen Partnern, die mir bei meiner Buchproduktion helfen. Ich möchte im März 2019 die ökologische und nachhaltige Buchproduktion über die Crowdfunding-Plattform, Startnext finanzieren lassen.  Dafür brauche ich deine Unterstützung. 

Un weil es bis März noch ein paar Monate hin ist (auch wenn die Zeit schneller vergeht, als wir denken), eine Zeit in der ich das Buch inhaltlich weiter schreiben möchte, habe ich eine Informationsseite erstellt, indem du dich in den Buch-Newsletter eintragen kannst.

In den nächsten Wochen werde ich weiter über mein Buchprojekt “Gefühl und Verstand” berichten. Wenn du Fragen hast, melde dich bei mir.

Weitere Infos zum Buch findest du hier:

http://naturfotografie.jana-maenz.de/

Über mich – Hochsensibilität und Hochsensitivität

About me – Normalerweise fängt man in unserer Kultur eine Vorstellung damit an, wann und wo man geboren ist, was man gelernt, studiert und gearbeitet hat und welche Interessen man hat – Das sollte alles über die Person aussagen.

Viele Jahre habe ich mich an dieses Schema gehalten, weil ich es so gelernt habe. Auszubrechen und es anders zu machen, habe ich mich nicht wirklich getraut, ich wollte es ja „richtig“ machen und nicht negativ auffallen. Wenn ich meine eigene Beschreibung lese, denke ich: „Bin ich das? Was sagt das über mich aus?”: 

Im Nachhinein bereue ich es, dass ich mir nicht länger Zeit bzw. richtige Auszeiten genommen habe. Das ich alles im Turboflug absolviert habe. Ein Scheitern gab und gibt es nicht, denn ich musste es ja allen meinen Kritikern und Zweiflern beweisen, dass ich es kann. Und davon gab es immer mehr als Unterstützer, wobei ich innerlich mein größter Kritiker bin.

Doch die Medaille hat immer zwei Seiten: Was niemand von außen sieht, ist, dass ich seit meiner Teenagerzeit mit Panik- und Angstzuständen lebe. Das sie mich überall hinbegleiten, ob privat oder beruflich. Nach der Geburt meines Sohnes ging gar nichts mehr und ich erinnere mich an meinen Therapeuten, der zu mir sagte: „Jana, wenn du endlich das machst, was du (beruflich) machen willst, werden auch deine Panikattacken weniger werden oder gehen ganz weg.

In den letzten 25 Jahren war ich immer auf der Suche nach den Ursachen für diese lähmende Angst. Ich wollte sie verstehen und wissen, warum sie kommt. Denn was am schlimmsten für mich war: immer wenn ich mir ein Herz fasste und versucht habe zu erklären, warum ich so komisch/anders bin, wollte mich keiner verstehen. Oft kamen dann so Sätze wie: „Hier ist doch nichts“, „Versuche es auszuhalten“, „Reiß dich mal zusammen“… doch diese machten alles nur noch schlimmer, sodass ich jahrelang niemanden davon erzählte.

Über die Leichtigkeit in der Fotografie

Tatsächlich sind seit meiner Selbstständigkeit die Angstzustände weniger geworden. Sie sind nicht weg und es gibt Tage, wo sie unerwartet ausbrechen. Denn es sind nicht nur Angstgefühle, sondern gewaltige körperliche Schmerzen die mich beherrschen und nach denen ich anschließend mehrere Tage brauche, um wieder in Ordnung zu sein.
Aber ich habe die Möglichkeit gefunden, mit ihnen besser umzugehen, mir Freiräume zu schaffen und das zu machen, was ich kann und liebe: Bücher/Artikel zu schreiben, Bilder zu bearbeiten, Fotospaziergänge in der Natur, Einzelcoachings, Webseiten gestalten – das sind die Dinge, die mich zufrieden machen. Die meine Vielseitigkeit unterstützen.

Denn ich gehöre zu den Menschen, die an vielen Dingen interessiert sind, die viel ausprobieren. Dafür gibt es die Ausdrücke wie Multitalent oder Vielbegabte(r). 
So ist es mir immer schwer gefallen, nach außen zu kommunizieren, dass ich zum einen schreibe, romantische, melancholische Naturbilder mache und zum anderen Geoinformatik studiert habe und heute WordPress & SEO unterrichte. Oft wurde ich in der Art gefragt: „Jana, du bist doch Fotografin. Wieso kannst du WordPress?, Wieso kannst du Bücher auch gestalten?“

Einfach deswegen, weil ich mich dafür interessiere, weil mir die technische Seite genauso viel Spaß macht. Ich beschreibe mich gerne als einen Menschen mit einer weichen weiblichen und technischen männlichen Seite. Beide kämpfen oft innerlich gegeneinander. Was aber vielmehr daran liegt, dass man in der heutigen Gesellschaft wenig Akzeptanz findet, wenn man nicht nur auf eine Sache spezialisiert ist und darin auch noch ein Zertifikat vorweisen kann. Und, noch schlimmer: Weil man laut KSK, Finanz- bzw. Gewerbeamt bestimmte Sachen als Künstler nicht machen darf, da sie nicht zu den künstlerischen Tätigkeiten gehören usw.

Ich bin Autodidakt. Ich liebe es, mir Inhalte  selber beizubringen, zu tüfteln, auszuprobieren, zu lesen usw. – bis ich es kann. Manchmal breche ich ab und wende mich neuen Dingen zu. Aber sie haben alle eines gemeinsam: Sie ergänzen meine Arbeit als Künstlerin, sie bilden eine Einheit. Das eine geht nicht ohne das andere.

Über die Leichtigkeit in der Fotografie

Am Anfang meiner Beschreibung fragte ich danach, woher meine Panikzustände kommen. Warum ich mich damit so bestraft fühlte, allein gelassen, einsam. Wenn andere Spaß auf einem großen Konzert hatten, wäre ich am liebsten schreiend davon gerannt bzw. bin erst gar nicht mitgegangen. Dinge, woran viele Menschen Freude und Spaß haben, sind für mich der Horror und wenn ich es gemacht habe, weil ich dabei sein wollte, weil ich genauso wie die anderen sein wollte, wurde ich von schlimmen Angstzuständen heimgesucht, die in früheren Jahren auch schon mal aus Unkenntnis anderer heraus in der Notaufnahme endeten. Aber sie behinderten mich vor allem beruflich: Immer wenn andere mir sagten, warum ich nicht das so wie meine Kollegen anbieten könnte. Oder ich Sachen absagen musste, weil sie immense Angstzustände in mir hervorgerufen haben. Oft waren es nur Gerüche, Stimmungen, Gedanken, die diese Gefühle ausgelöst haben.

Vor ein paar Jahren fand ich dann einen Namen: Hochsensibilität  und Hochsensitivität. Mit einem Schlag wurde mir klar, warum ich anders bin als andere, warum ich mich zurück ziehen muss, warum ich so viele Dinge so extrem wahrnehme, dass sie mir emotional als auch körperlich wehtun. Warum ich Dinge wahrnehme, über die ich gar nicht sprechen mag, weil sie von den meisten Menschen als „spinnert“ bezeichnen würden.

Warum schreibe ich öffentlich darüber?

Ich habe lange mit mir gerungen, ob ich es tue oder nicht. Denn ich bin nicht besser oder schlechter als andere und ich will auch nicht in irgendeine Schublade gesteckt werden. Zumal ich seit meiner Entdeckung mit niemanden darüber reden konnte und gleichnamige Foren im Internet gemieden habe, weil ich mich dort nicht wohl fühle.
Mut hat mir der Film „Sensitive – The Untold Story“ mit Dr. Elaine Aron und Alanis Morissette gemacht (nur auf englisch mit deutschem Untertitel). Ich hatte Tränen in den Augen, als ich das Interview mit Alanis sah. Denn ich fühle und erlebe es genauso.

Auszug aus dem Interview in The Untold Story

Dr. Elaine Aron: Jetzt wo ich Alanis Morissette kenne, halte ich sie für ein gutes Beispiel. Sie schreibt Songs, seit sie neun Jahre alt ist. So wie sie als Songwriterin wuchs, wuchs auch die Reizüberflutung. So verkaufte sich ihr Album „Jagged Little Pill“ weltweit über 30 Millionen Mal. Sie wurde absolut vergöttert.

Alanis Morissette: Auf der einen Seite wurden meine Eigenschaften als positiv und als Segen angesehen, und als etwas, dass einige Menschen unbedingt ausnutzen wollten. Und dann, im selben Atemzug war es etwas wie ein Fluch meines Daseins und eine Herausforderung für die Leute.

Dr. Elaine Aron: Die Leute wollen also die positive Seite deiner Sensibilität und sie wollen gleichzeitig, dass du die negative Seite loswirst. Aber du wirst sie nicht los.

Alanis Morissette: Gott weiß, ich habe es versucht. Ich dachte: „Also gut, ihr mögt den empfindsamen Teil nicht, die intensiven Gefühle die ich habe? Okay. Ich bin der bedürfnislose Roboter den ihr gerne hättet.“ Aber es gab eine große Fehlwahrnehmung, was meinen Lebensstil anging… Ich war zu anspruchsvoll, zu emotional, von allem zu viel, zu anstrengend. Daher verbrachte ich den Großteil meines Lebens damit, zu denken, dass ich ein Problem für die Menschen bin. Gleichzeitig bekam ich das Gefühl, dass das, was meine Hochsensibilität hervorbrachte, genau das war, was die Menschen wollten. Sie wollten das Ergebnis und die Früchte meiner Sensibilität. Aber sie wollten die Sensibilität selber nicht. Das war eine interessante Mischung: zum einen dafür geliebt und zum anderen dafür abgelehnt zu werden.

Nach dem Film und einem wunderbaren E-Mail Austausch mit Sue, die Anfang des Jahres einen Newsletter über Hochsensibilität verschickt hatte, habe ich mich dazu entschlossen, mein Anderssein nicht mehr zu verheimlichen. Denn spätestens wenn man in meine Kurse kommt, spürt man, dass ich anders bin. Was nicht immer einfach ist.

Ich möchte meine Kurse verändern. Ich möchte nicht mehr Workshops anbieten, bei denen ich denke, dass man es so tun muss, weil der Mainstream es verlangt. Viele Menschen möchten von mir lernen wie ich fotografiere, wie ich meine Bilder bearbeite. Und ich möchte das so gerne weitergeben. Doch einige sind nicht an mir interessiert, sie wollen einen schnellen messbaren Erfolg. Sie sind der Technik verhaftet und oder kommen aus ihrem Verhalten wie man lernt, nicht heraus und verlangen manchmal unbewusst Dinge, die ich nicht geben kann oder wollen einfach nur unterhalten werden. Doch das bin nicht ich.

Vergänglichkeit, Schwermut, Melancholie, Stille, Natur, Kontemplation, Erinnerung, Sensibilität, Romantik

Wer meine dunklen Fotografien mag, muss auch meine dunkle, melancholische Seite verstehen. Denn aus diesen Stimmungen heraus, entstehen meine Bilder und nicht weil ich einfach nur ein paar Regler zu Helligkeit und Kontrast verschiebe. Oft entstehen diese Bilder schon auf meinen Spaziergängen, weil ich mich gedanklich  zwischen philosophischen und metaphysischen Themen bewege oder einen intensiven Traum hatte und aus diesen Gefühlen heraus Dinge anders wahrnehme und fotografiere. Doch wie soll ich das vermitteln, wenn man mit vielen Menschen nicht darüber reden kann. Wenn man immer an der technischen, seichten Oberfläche bleibt. Wenn man nicht offen mit seinem Gegenüber reden kann. Ich bin dann zutiefst unglücklich, weil ich das, was ich liebe, nicht weitergeben kann.

An dieser Stelle komme ich an meine Grenzen, weil alles, was ich mache, meiner Hochsensibilität und hochsensitiven Art entspringt. Wie kann ich das besser vermitteln? Vor allem, indem ich Menschen anspreche, die ebenso sensibel sind, es vielleicht noch nicht wissen, aber fühlen. Menschen, die mehr suchen als einen Fotokurs, die auch den zwischenmenschlichen Austausch wünschen.

In den nächsten Wochen und Monaten werde ich weiter daran arbeiten. Jetzt wo ich den ersten Schritt gegangen bin und mich nicht mehr verstecken will.

Ein erster Schritt in die Richtung ist ein neues Buchprojekt mit dem Titel „Gefühl und Verstand“ – Naturfotografie. Es steckt noch in den Anfängen und wenn ich meine Idee umsetzten will, dann brauche ich viele Unterstützer. Bist du dabei, ein außergewöhnliches Fotografie-Sachbuch zu unterstützen?

Ich freue mich sehr, wenn du mir schreibst. Gerne auch persönlich in einer E-Mail. Denn ich weiß, dass es nicht einfach ist, öffentlich darüber zu reden.