Monat: November 2018

Wie importiere ich ein Preset in Lightroom CC?

Wie importiere ich ein Preset in Lightroom CC?

Das importieren von Presets in Lightroom hat sich seit CS6 komplett verändert. Zum einen sind die Preset-Dateien heute xml-Dateien und nicht mehr lrtemplates und zum anderen liegen sie heute in einer ganz anderen Ordner-Struktur.

In dem Video erkläre ich dir, wie du viele Presets auf einmal importieren kannst und worauf du achten musst.

Aus diesem Grund habe ich meine Presets für die Version CC überarbeitet. Du erhältst in dem kostenpflichtigen Preset Download nun Presets für CS4-SC6 und einen neuen Ordner mit Presets für CC.

Wenn du Fragen hast, dann schreibe mir. Du kannst mich aber auch gerne per Skype und Teamviewer für eine ganz persönliche Schulung buchen.

NEW! Mein Youtube-Kanal ist online

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Ich habe heute mein erstes Lightroom Tutorial bei Youtube hochgeladen. Für mich absolutes Neuland und ich bin gespannt, wie sich mein Kanal entwickeln wird. Ich weiß, ich bin noch ein wenig leise, das werde ich bei meinen nächsten Videos ändern. Viel Spaß beim anschauen und ich freue mich auf einen Kommentar…

Über Gerechtigkeit und Gleichberechtigung

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Die aktuelle Themenwoche in der ARD zum Thema Gerechtigkeit beschäftigt mich seit langem sehr. Vielleicht geht es dir ähnlich, denn ich vermute, dass jeder von uns in seinem Leben aufgrund seines Geschlechtes, seiner sozialen Herkunft usw. ungleich behandelt wurde.

Gestern Abend wurde ein Spielfilm ausgestrahlt, der auf einer wahren Geschichte beruht. In ersten Moment hatte mich der Film interessiert, weil gezeigt wurde, wie früher in großen Fotofachlaboren Bilder wie am Fließband entwickelt wurden.

Die Geschichte basiert auf Beate Bergner und 29 weiteren Arbeiterinnen (Heinze Frauen) des Gelsenkirchener Fotofachlabor-Unternehmens Heinze, die 1981 vor dem Bundesarbeitsgericht die gleiche Bezahlung wie ihre männlichen Kollegen erfolgreich erstritten. Im Anschluss an den Film wurde bei Maischberger unter dem Thema: „Kaum Chefinnen, weniger Geld: Werden Frauen immer noch benachteiligt?“ diskutiert. Es hat mich erschüttert, dass es Männer gibt, die in der heutigen Zeit im Fernsehen phrasieren:

“Wohl kaum jemand würde sich von einer Ärztin operieren lassen, die ihren Job der Frauenförderung verdankt.”

Ich musste in diesem Moment an eines meiner ersten Vorstellungsgespräche nach meinem Studium denken, in der die Personalleiterin im Gespräch zu mir sagte, dass ich eh nicht für den Job in Frage komme, weil ich wegen zukünftiger Kinder ausfallen würde. Schon damals ist mir die Wut  im Nacken hochgekrochen. Ich wollte arbeiten, Berufserfahrung sammeln – eine Karriere als Hausfrau hatte ich weniger im Sinn. Doch viel schlimmer fand ich es, dass die Diskriminierung von einer Frau gekommen war. Auch wenn ich persönlich nicht für eine Frauenquote bin (was nützt sie, wenn man gegen alle Widerstände den Job erhält und dann aus denselben Gründen wieder rausgemobbt wird), hätte sie es mir vll. damals ermöglicht, den Job aufgrund meiner Qualifikation zu bekommen und nicht weil ich eventuell Kinder haben könnte.

Ostsee, Rügen

Jahre später, als ich als Projektmanagerin arbeitete, erlebte ich die nächste Benachteiligung. Für meine Projekte hatte ich ein Team mit verschiedenen Spezialisten. Mit einem Kollegen aus dem Team verband mich eine gute Freundschaft. Er arbeitete mir zu. Eines Tages, bei einem Glas Rotwein, sprachen wir über unsere Gehälter. Eigentlich ein absolutes No go und ein großes Wagnis, das war mir bewusst. So stellte es sich heraus, dass er – obwohl er keine Projektverantwortung hatte – das doppelte wie ich verdiente. Von dem Tag an fühlte ich mich von meinem Arbeitgeber getäuscht und ausgenutzt. Es waren nicht nur 21%, die statistisch gesehen Frauen in Deutschland weniger als Männer verdienen.

Dabei kommt die Ungleichbehandlung nicht nur durch Männer, sondern genauso durch Frauen. So führte ich eine Diskussion zum Thema Urheberrecht mit einer Kundin. Ich habe mich als Berufsfotografin immer wieder mit dem Thema beschäftigen müssen und habe mit Anwälten, die sich auf das Thema Urheberrecht spezialisiert haben, verschiedene Seminare moderiert. In dem Gespräch kam es zu einer Diskussion, die damit endete, das zu mir gesagt wurde: „Wem glaubt man mehr, einem Anwalt oder dir als Frau?“ Bis heute sitzt der Satz tief, aber im Laufe meiner Berufstätigkeit musste ich immer wieder erleben, dass Frauen Sachverstand, Expertise nicht zugetraut, ja sogar negiert werden.

Ostsee, Rügen

So machte ich vor ein paar Jahren bei einem SEO-Wettbewerb mit. Es ging darum, Inhalte für eine Webseite zu optimieren, mit dem Ziel innerhalb weniger Wochen bei Google auf Seite eins mit diesem Inhalt platziert zu werden. Ich war die einzige Frau, die bei diesem IT-Contest mitmachte und freute mich sehr, als ich diesen Contest gewann. Ich hatte dabei Algorithmen herausgefunden, die bis heute Grundlage meiner Suchmaschinenoptimierung (SEO) sind und die damals umstritten waren. Meine Erfahrungen veröffentlichte ich in einem Artikel in der c’t. Im dazugehörigen Forum las ich später von einem Herren: „Ein toller Artikel, bei dem er viel gelernt hätte. Aber wenn er SEO für seine Firma bräuchte, würde er nur mit einer renommierten Agentur zusammen arbeiten.“ Wieder ein Punkt, an dem meine Arbeit als Frau nicht gleichwertig behandelt wurde. Was würde eine Agentur besser machen? Zumal ich von meinen Wettbewerbs-Kollegen nach meinem Gewinn beschimpft und beleidigt wurde. Nach dem Motto: „Wie konnte den eine Frau gewinnen?“.

Mir ist bewusst, dass Gleichberechtigung – egal ob Mann, Frau, Ost- oder Westdeutscher, Arbeiter oder Akademiker, Christlich oder Muslimisch, Deutscher oder Ausländer wichtig ist für ein soziales Miteinander.  Artikel 3 des Grundgesetzes garantiert die Gleichheit vor dem Gesetz, die Gleichberechtigung der Geschlechter und verbietet Diskriminierung und Bevorzugung aufgrund bestimmter Eigenschaften. Doch die Realität sieht leider anders aus und ich habe das Gefühl, das wir in Bezug auf Gleichberechtigung rückwärts gerichtet sind.

Ostsee, Rügen

Wir haben leider vergessen, wie viele Frauen und Männer in den letzten Jahrhunderten für Gleichberechtigung gekämpft haben. Vor 100 Jahren hätte ich noch nicht einmal wählen gehen können. Der Film gestern Abend hat gezeigt, mit welchen Konsequenzen Frauen leben mussten, die für ihre Ideale und Werte einstanden.

Ich bin von meiner Familie in der DDR tolerant und weltoffen erzogen wurden. Meine Großeltern und Eltern haben gleichberechtigte Partnerschaften geführt. Niemand wäre auf die Idee gekommen, neben Kinder und Haushalt nicht arbeiten zu gehen. Noch weniger, das die Frauen meiner Familie jemals ihren Mann haben fragen müssen, ob sie arbeiten gehen dürfen. Etwas, was es nicht gab und für mich unvorstellbar ist. Im Gegenteil, ich wurde von meinem Vater immer dazu ermutigt, um die Dinge zu kämpfen, die ich gerne machen wollte – und das ist bis heute so geblieben. Es wird nicht einfacher als Frau, nur weil man Älter wird.  Um so schlimmer, das es heute immer noch viele Paare gibt, bei denen die Frau finanziell vom Mann abhängig ist und dementsprechend ungerecht behandelt werden.

Heute ist die Vereinbarkeit von Beruf und Familie ein Drahtseilakt, den die meisten Frauen verlieren. Auch ich habe ihn verloren, als ich mein Kind geboren habe. Dank meiner Selbstständigkeit kann ich beides vereinbaren, auch wenn ich dadurch meine finanzielle Sicherheit verloren habe. Mir ist es wichtig, dass mein Sohn, als zukünftiger Vater, Ehepartner mit einem Verständnis für Gleichberechtigung, Selbstbestimmung und Toleranz aufwächst. Auch unter dem Aspekt, dass Mobbing aus den vielfältigsten Gründen ein tägliches Thema in der Schule ist. Gleichberechtigung ist nicht nur ein Problem zwischen Männer und Frauen. Es betrifft alle Geschlechter, Religionen, Nationalitäten und es wichtig, dafür zu streiten und zu kämpfen.

Es gibt auch heute sehr mutige Menschen, wie Seyran Ates, die unter dem Einsatz ihres Lebens vor einem Jahr die liberale Ibn-Rushd-Goethe-Moschee in Berlin eröffnete, in der Frauen und Männer gleichberechtigt nebeneinander beten dürfen, in der eine Frau auch Imam sein darf und die Moschee offen für Homosexuelle ist. In der Paare unterschiedlicher Religionen getraut werden können. Werte, die vielerorts auch in unseren Kirchen nicht selbstverständlich sind.

Es lohnt sich, für diese Werte zu kämpfen.

Juchu, Geiz ist Geil! Fotos waren noch so billig zu haben!

Was ist dir ein Foto wert? Was bist du bereit für ein Foto zu bezahlen? Was möchtest du gerne pro Foto verdienen? Und was bist du bereit für eine Kamera + Zubehör zu bezahlen?

Letztens schrieb ich über die Kamerapreise, die von Jahr zu Jahr gestiegen sind und das man sich als Künstler und Berufsfotograf die Kameras kaum noch leisten kann, weil sie sich nicht amortisieren.
Ich stelle mir gerade vor, ich wäre eine Fotografin, die ausschließlich für Bildagenturen arbeiten würde. Eine Vorstellung, die dir auch gefallen würde? Den ganzen Tag nur Bilder zu machen und davon leben zu können? Nun die Realität sieht leider anders aus.

Zu einem kleinen Prozentsatz arbeite ich für Bildagenturen. In meinem Bildagentur-Portfolio stehen seit 2013 rund 2.345 Bilder zum Verkauf. Zum einen Teil habe ich die Bilder exklusiv für die Agentur entwickelt, zum anderen Teil sind die Fotos neben meiner anderen Arbeit entstanden.

Dabei hatte ich mich am Anfang meiner Arbeit extra für eine Makrostockagentur und gegen eine Mikrostockagentur entschieden, weil ich wusste, dass ich keine Fotografin für die Masse bin. Im Schnitt biete ich der Agentur keine tausend Bilder im Jahr an. Davon geht ungefähr die Hälfte in den Verkauf. Auch wenn die hohe Ablehnungs-Quote im ersten Moment weh tut, umso mehr wirkt sie sich positiv auf die Qualität des Gesamtportfolios aus. Seit 2013 bin ich nun dabei und die letzten Jahre stiegen die Umsätze.

Doch die positiven Trends meiner Anfangsjahre sind seit 2017 für mich nicht mehr wahrnehmbar. Bis vor einigen Tagen dachte ich noch, dass ich in diesem Jahr viel weniger Bilder als die letzten Jahre verkauft hätte. Statistisch gesehen ist dem nicht so, im Gegenteil. Die verkauften Einzellizenzen nähern sich schon dem Vorjahr bzw. liegen über den Vorjahren.

Doch eines hat sich signifikant verändert zu den letzten Jahren: Der Verkaufspreis eines Bildes. Mittlerweile erhalte ich immer öfter einen Erlös von nur 0,04 Euro pro verkaufter Lizenz! 2014 lag der niedrigste Umsatz bei 12,- Cent pro Bild.

Bilder wurden noch nie für so niedrige Preise verkauft wie heute. Doch was bedeutet das für die Künstler?

Wie soll man als Berufsfotograf davon leben? Wie soll man davon eine neue Kameraausrüstung finanzieren?
Die Tage wird in den Medien vielfach über die Erhöhung des Mindestlohnes auf 12,- Euro diskutiert. Ich finde das bei den steigenden Lebenshaltungskosten gerechtfertigt. Leider kann ich diesen als Freiberuflerin nicht einfordern.

Mindestlohn für Fotos!

Aber ich kann einen Mindestanteil pro verkauftem Bild fordern, der mir als Fotograf/in ausgezahlt wird. Der sollte mindestens bei einem Euro pro Bild liegen – egal in welchem Land der Fotograf lebt und arbeitet. Oder anders gesagt, statt nur 20-40% sollte der Künstler mindestens 70% aus den Einnahmen erhalten. Vielfach wird nicht bedacht, dass der Bildverkauf nicht direkt zwischen Kunde, Agentur und Fotograf verläuft, sondern das sich in der Kette zwei oder mehrere Agenturen befinden, die alle ihren Anteil von 80-60% einbehalten, sodass am Ende eben nur noch 4 Cent für den Künstler übrig bleiben.

Der wiederum nicht nur die Kosten der Freiberuflichkeit wie Miete, Krankenversicherung, Steuerberater usw. zu tragen hat, sondern auch Arbeitszeit und Investitionskosten des Fotoshootings einberechnen muss. Vom künstlerischen einmaligen Prozess ganz abgesehen, der eh unbezahlbar ist :-)

Gerade bei Fotos, bei denen ich vorweg viel Geld investiert habe und sich dieses dann nur für vier Cent verkauft (ohne das ich Einfluss darauf habe), weiß ich, dass sich der Einsatz auch in 10 Jahren nicht rechnen wird.

Kosten für Naturfotos
Auch die Erstellung von Naturfotos kostet Geld!
Fahrtkosten, Übernachtungskosten, Eintrittsgelder oder Tourismusabgabe, Verpflegung, Abnutzung Fotoausrüstung. Hier kommen schnell mehrere hundert Euro zusammen.

Denn es kommt die Verfallszeit eines Fotos hinzu. Nach ungefähr drei Jahren sind Fotos veraltet und verkaufen sich nur noch marginal. Egal wie gut das Foto ist. Das ist insbesondere bei Landschaftsaufnahmen und Naturfotos ärgerlich, da sie nicht an Aktualität verloren haben. Doch das spielt keine Rolle. Eines meiner Landschaftsbilder, das in den ersten Jahren zu meinen Bestsellern gehörte, ist seit dem letzten Jahr kaum noch in den Verkaufsstatistiken zu finden. Ein Bild, das ich heute nicht besser machen würde.

Wie wird sich der Markt weiter entwickeln?

Das Problem ist, dass ich als deutsche Fotografin mit hohen Lebenshaltungskosten mit Fotografen auf der ganzen Welt konkurriere. Wir alle produzieren für globale Agenturen wie iStock/getty images, bei denen es egal ist, woher die Bilder kommen und wie sie produziert werden. Ich kann weder in Masse produzieren noch so preiswert wie Kollegen in anderen Ländern dieser Welt.

Mein Credo “Klasse statt Masse” funktioniert so nicht mehr für mich. Zumal ich bei Kollegen erleben musste, wie Bildideen geklaut und in Masse billig im Ausland kopiert wurden. Wenn ich die Verkaufsstatistiken der letzten 5 Jahre auswerte, sehe ich, dass die Bildpreise immer mehr fallen und gleichzeitig die Beteilung der Künstler an den Umsätzen reduziert werden.

Gibt es eine Möglichkeit, diesen Preisverfall zu stoppen? Wie können wir Fotografen gemeinsam dagegen wirken? Nicht nur Berufsfotografen, sondern auch die vielen Hobbyfotografen, die sich mit Stockfotografie ein Taschengeld verdienen, um sich neue Technik kaufen zu können.

Eine neue Fotoausrüstung, die von den Agenturen technisch vorausgesetzt wird, kostet ca. 4.000 – 6.000,– Euro. Wie viele Bilder muss man verkaufen, um sich diese leisten zu können? Und wie viele Bilder muss man verkaufen, um als Stockfotograf von seiner Arbeit leben zu können?

Ich weiß im Moment keinen Rat. Keine Bilder mehr in Agenturen zu verkaufen, kann keine Lösung sein. Aber noch preiswerter kann man nicht produzieren.

Am Ende komme ich doch wieder auf das Thema Werte und Nachhaltigkeit zurück. Das die Arbeit als Fotograf und die Fotografien Wert haben. Das Fotos im Sinne der Nachhaltigkeit keinem generellem Verfallsdatum unterliegen dürfen. Und das wir die Arbeit jedes einzelnen Menschen gleichermaßen wert schätzen – egal ob Agenturinhaber, Arzt, Anwalt, Landwirt, Pfleger, Verkäufer oder Fotograf – und gleichwertig honorieren.