Kategorie: Fotografie

Einladung „Bilder für die Seele“

Einladung Fotograuppe "Bilder für die Seele" Naturfotografie

Ich war heute nach einer schönen frühlingshaften Wanderung im Wald auch kurz in der Stadt unterwegs, um ein bisschen frisches Gemüse zu kaufen. Der Wald mit all seinen Frühjahrsblühern, die über Nacht erblüht sind, haben mir richtig viel Kraft gegeben. Ich traue mich die Tage schon gar nicht den Fernseher anzuschalten, überall gibt es nur ein Thema.

Als ich dann in der Stadt bei meinem Gemüsehändler frisches Grün kaufte, kam ich ins Gespräch mit einer weiteren Kundin. Sie erzählte mir, dass sie seit drei Tagen alle Supermärkte in der Region nach Toilettenpapier aufgesucht hätte und alles – sogar Küchenpapier, Taschentücher, Hygiene-Artikel für Frauen komplett ausverkauft seien. Oh welche Hysterie. Ich habe das nicht mitbekommen, da ich möglichst Orte mit vielen Menschen meiden möchte und die Unvernunft vieler Menschen nicht verstehe. Auch wenn vieles bestimmt aus Unwissenheit oder Langeweile passiert. Gegen letzteres können wir etwas tun: Alleine in der Natur spazieren gehen, solange wir nicht in Quarantäne sein müssen oder eine Ausgangssperre kommen wird. Aus diesem Grund habe ich eine Online Fotogruppe gegründet. Ich habe die Tage gegrübelt und vieles ausprobiert (z.B. Teams von Microsoft), wie ich die technisch möglichst barrierefrei umsetzte, doch egal was ich ausprobiert habe: Die Facebook Gruppe ist die, die immer noch technisch am einfachsten für alle Teilnehmer ist. Und so habe ich mich nach jahrelanger Abstinenz spontan angemeldet und eine Fotogruppe unter dem Namen „Bilder für die Seele“ erstellt. Alle 3 bis 4 Tage werde ich dort zusätzlich eine kreative Fotoaufgabe posten. Mir geht es in der ersten Linie darum, auf andere, positive Gedanken zu kommen und das wir uns mit dem beschäftigen, was wir lieben: Die Fotografie und im besonderen die Naturfotografie. Wenn du magst, lade Fotofreunde ein. Poste dort deine Lieblingsbilder, schöne Gedanken und Gefühle – Kommentare zu Politik, Virus usw. sollten draußen bleiben, davon gibt es im Moment schon mehr als genug.

Alles weitere steht in den Gruppenregeln und in der Begrüßung. Meine liebe Kollegin Petra aus Berchtesgaden wird die Gruppe mit moderieren. Wenn du Fragen oder Probleme in der Gruppe hast, dann kannst du dich an Petra oder mich wenden.

Das erste kreative Thema habe ich heute schon gepostet, am Sonntag kommt ein neues Thema. Es wäre schön, wenn du für die Aufgaben neue Bilder machen würdest.

Dann freue ich mich auf dich und deine Fotos.

Sinnesrausch: Wenn man Gerüche hören und Klänge riechen kann

Synästhesie - Sinnesrausch Wenn man Gerüche hören und Klänge riechen kann

Die letzten Winterwochen habe ich dazu genutzt, weiter an meinem Manuskript „Gefühl und Verstand“ zu arbeiten. Mir hatten zuvor zwei Kollegen ein Feedback gegeben und ich habe mir ihre Kritiken sehr zu Herzen genommen, sodass ich dabei bin, einige Kapitel noch mal komplett zu überarbeiten. Je länger ich an den Themen arbeite, umso mehr finde ich weiterführende Artikel im Netz oder neue Bücher. Das fliegt mir teilweise von alleine zu und dann habe ich das Gefühl, dass meine Buchkapitel noch nicht vollständig sind und das noch dieser oder jener Aspekt aufgegriffen werden muss.

Synästhesie - Sinnesrausch Wenn man Gerüche hören und Klänge riechen kann

So bin ich bei meiner Recherche über den Begriff Synästhesie gestolpert. Irgendwie klang das zwar etwas esoterisch, aber ich wurde sehr neugierig als ich erfuhr, dass viele Künstler (Kandinsky, Goethe, List oder der Filmmusik-Komponist Hans Zimmer) mit ihrer eigenen Synästhesie künstlerisch arbeiten. Je mehr ich darüber las, umso mehr stellte ich fest, das ich auch zwei Formen der Synästhesie habe und meine synästhetischen Formen schon länger künstlerisch verarbeite.

 Ich dachte bzw. hatte mir nie Gedanken darüber gemacht, das nicht jeder so denkt – es wäre völlig normal, Zeiteinheiten wie z.B. Wochentage, Monate, das Jahr räumlich vor dem inneren Auge anzuordnen (Sequenz-Raum-Synästhesie). Doch als ich mit meinen Partner darüber sprach, stellte sich heraus, dass er das nicht tut bzw. es auch für mich schwierig war zu erklären, wie ich mir „Zeit“ vorstelle.

Synästhesie - Sinnesrausch Wenn man Gerüche hören und Klänge riechen kann

Andere typische Beispiele für synästhetische Wahrnehmungen sind das farbiges Hören, also das Visualisieren von Tönen in Farbe oder auch das Zuordnen von Farben zu bestimmten Zeichen wie Zahlen oder Buchstaben. Bei anderen Menschen können Wörter nach etwas schmecken oder ein Geruch kann eine Farbwahrnehmung hervorrufen usw. Du musst dir vorstellen, dass sämtliche Verknüpfungen zwischen den Sinnen denkbar sind. Vielleicht hörst du heute auch zum ersten Mal davon und spürst, dass du vielleicht auch eine Form der Synästhesie hast.  

Du kannst mir gerne dazu schreiben.

Linktipp: Spannender BR2 Radio Podcast
Synästhesie – Gerüche hören und Klänge riechen

Fotospaziergang im Muldental

Natur- und Landschaftsfotografie ist keine Frage der teuersten Fotoausrüstung und einer aufwendigen Fernreise. Viel wichtiger ist das Sehen und Wahrnehmen eines ganz besonderen Motivs. Das kann direkt vor deiner Haustür liegen und noch so klein und unscheinbar sein. Mit ein wenig Kreativität und der Anwendung von Komposition, Licht und Blende machst du aus einem langweiligen Bild ein ganz besonderes Foto. Ich möchte dir meine Herangehensweise zur Naturfotografie gerne vermitteln. Dabei gehe ich ganz individuell auf deine fotografischen Vorkenntnisse ein und verrate bei einem gemeinsamen Fotospaziergang Übungen, kreative Bildgestaltung und persönliche Tipps. Dabei geht es nicht nur um die Kameratechnik, sondern auch um das Sehen, Wahrnehmen und die Inspiration, die du in der Natur zu jeder Jahreszeit finden kannst. Ich werde dich nicht mit grauer Theorie langweilen, sondern vielmehr vor Ort auf deine  Fragen eingehen. Individuell und persönlich. Komm mit mir auf einen Naturfotografie-Spaziergang an einem der schönsten Orte im Muldental: Die Mulde bei Grimma, der romantische Jutapark und das Fachwerkdorf Höfgen laden zu jeder Jahreszeit zu einem Naturfotografie-Workshop ein.

Neue Termine 2020

Samstag 28.3.2020 14:00 Uhr Ausfall wegen Corona-Virus
Samstag 23.5.2020 17:00 Uhr

Kuhschellenblüte im Muldental

Achtung Sondertermin Samstag 25.4.2020 15:00 Uhr – 17:00 Uhr Kuhschellenblüte im Muldental 40,- Euro pP.
Der Kurs findet in Wurzen und nicht in Grimma statt!
Bitte anmelden unter post@janamaenz.photography
Kurs findet nur statt, wenn 6 Teilnehmer zusammen kommen.

Für alle Fotointeressierte Naturlieber*Innen. Für Anfänger, für Fotolaien, mit Spiegelreflexkamera oder Smartphone

Infos und Anmeldung unter https://janamaenz.photography/fotokurs-naturfotografie-im-muldental/

Buchprojekt Gefühl und Verstand – Update Februar 2020

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Im Laufe des letzten Frühjahres 2019 habe ich beschlossen, den Druck aus meinem Buchprojekt rauszunehmen und mir die Zeit zu lassen, die das Buch einfach braucht. Die Inhalte sind nicht so einfach und ich muss sie vielfach überdenken, die Bildauswahl eine innere Qual für mich als Künstlerin, die ökologische Produktion des Buches nach meinen Vorstellungen trotz der großen Klima- und Umweltprobleme nicht so einfach zu realisieren. Aber ich bin weiter gekommen …

Hier ein kleiner Abriss:

  • Die Texte sind im inhaltlichen Lektorat und ich habe schon viele Ideen und Anregungen meines Lektors umgesetzt
  • Die Struktur des Buches steht, die Reihenfolge der Kapitel ist festgelegt
  • Ich habe einen Hersteller für plastikfreie Lesebändchen aus Bio-Baumwolle gefunden und die Muster sind wirklich schön
  • Mein ursprünglicher Graspapier-Hersteller ist insolvent, nun muss ich Probedrucke mit einem neuen Hersteller organisieren und habe neue Graspapiermuster bekommen
  • Führe Gespräche mit einer kleinen Buchbinderei Manufaktur in Leipzig, die meinen Ansatz einer plastikfreien Buchproduktion unterstützen würde.
  • Ich habe für eines meiner Lieblingskapitel, welches mit einem längeren Zitat aus einem der wichtigsten Bücher der letzten Jahre beginnt, die Abdruckgenehmigung des Verlages bekommen. Ich dachte, ich kann es mir nicht leisten, doch jetzt bin ich glücklich, das ich den Text verwenden darf.
  • Die Fotografien sind nach den neuen Druckprofilen Fogra52 in Photoshop bearbeitet. Da Graspapier ein ungestrichenes, leicht grünliches Papier mit hoher Saugkraft (Tonwertzunahme) ist, müssen die Farbsättigung und die Schärfe deutlich erhöht werden. Während schwarze Farbanteile reduziert werden müssen. Das sieht zwar am Bildschirm nicht schön aus (ich musste mich sehr überwinden, die Fotos anzupassen) aber es wird später einen Andruck geben, bei dem ich daneben stehen werden 🙂 Aber zwischen Bildschirm-Ansicht und Offsetdruck liegen Welten…

Vielfach werde ich nach einem Inhaltsverzeichnis gefragt. Auch wenn die Kapitel stehen brauche ich noch Überarbeitungszeit. Wenn alles steht, dann werde ich mich melden.

Ein wichtiger Hinweis: Es kommen schon direkte Bestellungen. Aber das Buch ist noch nicht fertig und ich werde wie bei meinem letzten Buchprojekt ein Crowdfunding Kampagne zur Finanzierung der Produktionskosten initiieren.

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Wenn du an meinem Buch interessiert bist und es vorbestellen möchtest, dann trage dich in meine Buchliste ein. Unter dem Link findest du auch weitere Informationen und das Anmeldeformular.

https://naturfotografie.jana-maenz.de/

Buchprojekt Gefühl und Verstand: Satzspiegel mit goldenem Schnitt

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Den Goldenen Schnitt als Gestaltungsregel kennt in der Fotografie fast jeder. Ich bin eine Freundin dieser Gestaltungsregel, denn in den meisten Fällen gestaltet er das Foto sehr harmonisch (Ausnahmen bestätigen die Regel).

Doch wusstest du, dass es den Goldenen Schnitt auch für die Gestaltung von Buchseiten gibt?

Als ich im letzten Jahr einen meiner Fotospaziergänge an der Mulde leitete, hatte ich eine sehr nette junge Frau dabei. Wir sind ins Gespräch gekommen und es stellte sich heraus, dass Christina Schriftsetzmeisterin ist. Ungewöhnlich, dass sich eine junge Frau für diesen Ausbildungsweg entschied. Ich dachte, dass dieser Beruf in der heutigen Zeit ausgestorben ist.

Wir fingen über mein Lieblingsthema „Schriften“ an zu fachsimpeln und konnten gar nicht wieder aufhören. Neben meiner Fotosammelleidenschaft sammle ich nämlich gerne viele Fonts auf meinem Rechner, um für jedes Thema – ob von einer romantischen Schreibschrift bis hin zu einer modernen Serifenlosen Schrift eine große Auswahl zu haben.

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Der Satzspiegel

Wir blieben im Kontakt und als ich im Frühjahr mit meinem neuen Buch anfing, habe ich sie in mein Atelier eingeladen. Zusammen haben wir für mein neues Naturfotografiebuch „Gefühl und Verstand“ einen klassischen Satzspiegel nach dem Goldenen Schnitt entworfen. Für mich war das Neuland, die Schnittlinien in InDesign anzulegen und danach den Satzspiegel auszurichten. Diese gemeinsame kreative Arbeit hat mir soviel Freude bereitet. Ich habe nicht nur unglaublich viel gelernt (trotz meiner Verlagsausbildung), sondern ich bin froh, dass es das Fachwissen noch gibt und ich damit mein Buchprojekt professionalisieren konnte.

Das Buchformat

Ich hatte mir lange im Vorfeld Gedanken über das Format des Buches gemacht und viele meiner Fotografie-Sachbücher miteinander verglichen. So habe ich mich für das Format 25H x 23B cm entschieden – ein sehr schönes Buchformat für große Bilder.

Wobei ich später auf eine Buchbindung mit Fadenheftung und einem geraden Rücken viel Wert lege, damit man das Buch schön aufklappen und kein Inhalt im Buchrücken schlecht lesbar verschwindet bzw. Bilder abgeschnitten werden. Viele Sachbücher mit Klebebindungen bzw. schlecht gemachte Fadenheftungen leiden darunter.

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Die Schriftenauswahl

Neben dem klassischen Satzspiegel haben wir ebenso die Schriften festgelegt. Glücklicherweise hat mich Christina dabei beraten, bei der riesigen Auswahl kann man schon den Überblick verlieren. Zumal an eine Schrift große Herausforderungen gestellt werden:

  • Besitzt sie verschiedene Schriftschnitte und stellt sie Umlaute und Sonderzeichen da (viele schöne Schriften können leider keine Umlaute darstellen)
  • Ist sie gut les- und druckbar?
  • Ist sie modern, passt sie zum Inhalt und zur Zielgruppe des Buches

Hier haben wir uns viele Gedanken gemacht und einige Entwürfe angefertigt. Am Ende haben wir uns für eine Serifenlose Überschrift und für eine Serifenschrift des Lesetextes entschieden.

Das Grundgerüst steht. In den nächsten Wochen und Monaten werde ich weiter am Inhalt arbeiten. Wenn du dich für mein Buchprojekt interessierst und es unterstützen willst, dann schau mal hier

Buchprojekt: Naturfotografie Gefühl und Verstand

 

Feuerwerk fotografieren leicht gemacht!

Feuerwerk fotografieren: in wenigen Schritten zum perfekten Bild

Früher hätte ich mich gefragt, warum ich im Januar einen Artikel über Feuerwerk schreiben sollte. Silvester ist doch gerade mal ein paar Tage her. Aber die Zeiten sind vorbei, dass man nur einmal im Jahr ein Feuerwerk sehen konnte. In der Hochzeitssaison kann man mittlerweile fast jedes Wochenende kleinere private Feuerwerke erleben. Dann kommen weitere Events dazu, wie Rhein in Flammen mit fünf verschiedenen Höhenfeuerwerken oder als Höhepunkt auf verschiedenen Stadtfesten oder Konzerten.

Doch was braucht man überhaupt, um ein Feuerwerk zu fotografieren? Bestimmt hast du dich einmal darin versucht, ein Feuerwerk zu fotografieren. Vielleicht warst du enttäuscht, dass es nicht so geworden ist, wie du es dir vorgestellt hast. In meinem Tutorial verrate ich dir ein paar Tipps und Tricks für gelungene Feuerwerks-Fotografien. Es ist nicht schwer, aber ein paar Einstellungen solltest du beachten.

Feuerwerk fotografieren: in wenigen Schritten zum perfekten Bild

Kamera & Objektive

Die Kamera

Feuerwerk fotografieren: in wenigen Schritten zum perfekten Bild
Fotografiert mit LG G8s Smartphone* mit den Kamera Standardeinstellungen. Technisch nicht perfekt, aber manchmal reicht auch ein schöner Schnappschuss :-)

Die Kamera ist nicht das entscheidende Kriterium. Ein höherwertiges Smartphone wie LG G8s, Huawei P30 oder ein neueres iPhone-Modell schaffen es, Feuerwerke sehr schön einzufangen, sofern man nicht auf knackscharfe Pixel angewiesen ist, technische Mängel tolerieren bzw. auf kleinere Details wie Blendensterne verzichten kann. Manchmal kommt es nur darauf an, den besonderen Augenblick festzuhalten und weniger auf die technische Brillanz. Wenn du aber mehr lernen möchtest, dann lies weiter

Hinweis: Kennst du schon mein neues Buch: „Naturfotografie mit dem Smartphone„?

Ob die Kamera eine Bridge, DSLM oder DSLR ist, das spielt ersteinmal keine Rolle, wichtig ist grundsätzlich, dass du die Belichtungszeit und Blende manuell einstellen kannst. Und das können die einfachsten Kameras.

Solltest du Anfänger sein, dann fotografiere mit der Kamera, die du hast! Fang erst einmal an, bevor du dich in den technischen Details verlierst, den je mehr du fotografierst, um so mehr werden sich deine Ansprüche verändern…

Bist du aber beim nächsten Feuerwerk auf technische Perfektion angewiesen, ist eine höherwertige Kamera mit einem guten Sensor sehr wichtig. Micro Four Thirds Kameras wären nicht meine erste Wahl, APS-C oder Kleinbild (Vollformat) sind die besseren Alternativen. Die Unterschiede siehst du, wenn du in die Details hineinzoomst. Doch noch wichtiger ist neben dem Sensor das verwendete Objektiv…

Meine Bilder habe ich mit DSLR Nikon D750, eine Vollformatkamera gemacht.

Das Objektiv

Grundsätzlich hängt die Wahl das Objektives davon ab, wie und wo du das Feuerwerk fotografieren möchtest. Bist du weiter weg und möchtest du es optisch heranholen, ist ein Teleobjektiv die richtige Wahl.

Stehst du in der richtigen Entfernung zum Feuerwerk und möchtest du die Landschaft mit einfangen, ist ein Normal (50mm) oder Weitwinkelobjektiv (20/35mm) die bessere Wahl (bedenke bei APS-C Kameras den Cropfaktor, der aus einem 50mm ein 75mm Objektiv macht!).

Solltest für den Anfang ein Standard Zoomobjektiv 18-55mm besitzen, dann übe damit. Auch ich habe damit angefangen. Aber vielleicht solltest du versuchen, weniger zu zoomen und dich auf eine Brennweite fokussieren. Später, wenn du dich sicher mit der Fotografie fühlst, kannst du auf hochwertigere Festbrennweiten umsteigen.

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Ausschnitt 50mm Schärfe der Blendensterne

Ich persönlich würde nämlich aufgrund der Schärfe immer eine Festbrennweite favorisieren und statt zu zoomen, lieber meinen Standort wechseln.

Wer schon länger bei mir liest oder meine Artikel kennt, weiß, dass ich mein Nikkor 50mm 1.4 Objektiv* aufgrund der hervorragenden Abbildungsqualität über alles liebe. Aus diesem Grund habe ich mein letztes Feuerwerk auch mit diesem Objektiv aufgenommen. Nicht nur die Schärfe ist einmalig, sondern auch die Details der Blendensterne. Mit einer einfachen Kamera und einem preiswerten Zoomobjektiv ist diese Qualität leider nicht erreichbar. Wenn du keine Sterne in deinen Fotos abbilden kannst und sie nur als verschwommener Punkt dargestellt werden, wird es an deinem Objektiv im Zusammenspiel mit dem Kamerasensor liegen. Nicht alle Objektive sind dazu in der Lage. Daher ist die Wahl des Objektives für mich das wichtigste Kriterium.

Zubehör

Du brauchst: Wechselakku, Stativ, eventuell Fernauslöser, Handschuhe in kalten Nächten, Taschenlampe (bzw. Smartphone mit Taschenlampenfunktion)

Feuerwerk fotografieren: in wenigen Schritten zum perfekten Bild

Kameraeinstellungen

Die Kameraeinstellungen sind ganz einfach. Du weißt, Feuerwerke sind nur in einer dunklen Nacht schön zu sehen. Eine dunkle Nacht bedeutet für die Kamera eine lange Belichtungszeit. Da die Feuerwerke in einiger Entfernung zu deiner Kamera zu sehen sind, brauchst du Tiefenschärfe, das heißt, du musst du Blende schließen. Schließt du die Blende, musst du auch die Belichtungszeit verlängern. Aus diesem Grund ist ein Stativ unerläßlich!

Ein weiterer Aspekt ist die Iso. Wenn du in der Nacht lange belichtest, verrauschen schnell die Bilder. Daher solltest du eine ganz geringe Iso einstellen. Ausgedrückt in Zahlen sieht das so:

  • Blende: f8
  • Belichtungszeit: zwischen 6-10 Sekunden (musst du ausprobieren!)
  • Iso: 100 (Iso-Automatik ausschalten!)
  • Programm: Manuell „M“
  • Autofokus: Aus

Stell deine Kamera am besten auf den Manuellen Modus (M) ein, sodass du Blende und Belichtungszeit selber korrigieren kannst.

Schalte ebenso den Autofokus an deinem Objektiv aus. In der Nacht hat es die Technik schwer, zu fokussieren – also scharf zu stellen. Optimale Ergebnisse erzielst du, wenn du den Fokus manuell an deinem Objektiv auf „Unendlich ∞ “ stellst.

Ganz wichtig ist, dass du bei Nachtaufnahmen, den Bildstabilisator ausschaltest, sofern dein Objektiv es zulässt. Den Weißabgleich stellst du auf Automatik und verwende kein Weißabgleichsprogramm. Wenn deine Kamerasoftware die Möglichkeit bietet, bei Langzeitbelichtungen die Rauschunterdrückung einzustellen, dann aktiviere diese bitte.

RAW oder jpg?

Wenn du mich fragst, ich würde immer das RAW-Format einstellen, schon alleine um im Nachgang das Bild besser bearbeiten zu können. Selbst an meinem Smartphone fotografiere ich immer öfter im RAW-Modus, damit ich das Bild in der Lightroom App auf dem Handy optimieren kann.

Feuerwerk fotografieren: in wenigen Schritten zum perfekten Bild

Die Fotografie

Vor Ort

Bevor du ein Feuerwerk fotografieren kannst, musst du herausfinden, von welcher Stelle aus, du eine perfekte Sicht auf das Feuerwerk hast. Du solltest den Ort bei Tageslicht kennen, damit du weißt, wo du Parken kannst, wo du hingehen musst, welche Hindernisse dort auf dich warten könnten. Ungünstig wäre es, wenn du dein Feuerwerk unter einer Straßenlampe oder einer anderen künstlichen Lichtquelle fotografieren würdest. Oder die Sicht durch große Häuser oder Bäume behindert wird. Das heißt: Ortskenntnisse sind für ein gelungenes Feuerwerksfotos immens wichtig, denn im Dunkeln sieht alles ganz anders aus.

Sei schon eine halbe Stunde eher vor Ort, sodass du genügend Zeit hast, dein Stativ aufzubauen und Testfotos zu machen. Du hast während des Feuerwerkes, welches manchmal nur wenige Minuten geht, keine Zeit mehr dafür. Indem Moment, in dem das Feuerwerk startet, musst du dich auf die Aufnahmen konzentrieren und deine Einstellungen an der Kamera solltest du im Schlaf beherrschen. Übe also vorher im hellen, sodass die Handgriffe sitzen. Später, wenn die Kamera auf dem Stativ steht, hast du im Dunkeln auch die Möglichkeit, mit einer Taschenlampe zu leuchten und die Einstellungen vorzunehmen oder zu verändern.

Denke unbedingt vorher an einen vollen Akku und an einen Wechselakku. Nachtfotografie mit langen Belichtungszeiten verschlingt viel Energie.

Wann auf den Auslöser drücken?

Ein gutes Feuerwerksfoto hängt natürlich auch ein bisschen von Glück und Zufall ab, im richtigen Moment auf den Auslöser zu drücken. Ich persönlich habe bei meinem letzten Feuerwerk auf die zischenden Abschußgeräusche gehört und schon ausgelöst, als die Rakete abgeschossen wurde. Wenn du Glück hast, kannst während der Belichtungszeit von 8 Sekunden ein, zwei unterschiedliche Feuerwerksblumen fotografieren, während andere Bilder wenig oder gar nichts aufzeichnen. Das hängt davon ab, wie groß das Feuerwerk ist, wie viel abgeschossen wird. Ob es eine Choreographie hat oder ein kleineres privates Feuerwerk ist. Das sind Faktoren, die du nicht beeinflussen kannst.

Feuerwerk fotografieren: in wenigen Schritten zum perfekten Bild

Die Bildgestaltung

Denke daran, den Ausschnitt in deiner Bildgestaltung etwas größer zu wählen. Es ist wirklich schwierig, vorab zu kalkulieren, wie hoch die einzelnen Feuerwerke steigen werden. Du würdest dich ärgern, wenn die wirklich schönen Lichtblumen außerhalb oder angeschnitten deines Bildes liegen würden.

Noch bildgestalterisch besser wäre es, wenn du das Feuerwerk über einem spiegelnden Gewässer zu fotografieren.

Möchtest du Personen einbinden, musst du dich entscheiden: Entweder sie bewegen sich und werden bei der langen Belichtungszeit unscharf bzw. erhalten eine Bewegungsunschärfe (mit der du bildgestalterisch auch schön spielen kannst) oder du verdonnerst deine Personen dazu, sich 6 oder 8 Sekunden langen auf keinen Fall zu bewegen. Wenn du dich für letzteres entscheidest, kannst du mit der Taschenlampe die Gesichter der Personen gezielt ausleuchten, sodass man später auch die Gesichter erkennt.

Achso, die Technik…

Bedenke ebenso, dass die Fotografie mehr Zeit benötigt, als eine normale Fotografie bei Tageslicht. Nicht nur, das die Belichtung 8 Sekunden oder länger dauert, auch wenn die Aufnahme beendet ist, braucht deine Kamera einige Zeit, um das Bild zu rechnen. An dieser Stelle werde ich immer ganz nervös, wenn die Rechenzeit gefühlt zu lange dauert, bis ich die nächste Aufnahme starten kann, während das Feuerwerk weitergeht. Versuche ruhig bleiben und deinen Flow zu finden.

Feuerwerk fotografieren: in wenigen Schritten zum perfekten Bild

Meine Bildbearbeitung

Für die Bearbeitung habe ich Adobe Lightroom und Photoshop verwendet.

In Lightroom

In Lightroom habe ich zuerst die Lichter reduziert, dafür die Tiefen erhöht. Zudem habe ich den Kontrast erhöht und nachgeschärft. Die Bearbeitung ist kein Hexenwerk, ich wollte nur die Farben etwas herausarbeiten.

In Photoshop

Mein letztes Feuerwerk war kein großes Event und die Raketen wurden überwiegend an einer Stelle in den Nachthimmel geschossen. Um das Feuerwerk in seiner ganzen Schönheit darzustellen, habe ich in der Bildbearbeitung zwei oder drei Bilder in Photoshop übereinander gelegt. So wird ein Feuerwerk von einer halben oder ganzen Minute sichtbar, die Einzelbilder hatten alle eine Belichtungszeit von 8 Sekunden. Da ich die Bilder nacheinander auf dem Stativ aufgenommen habe, war es einfach, sie in Photoshop in Ebenen zu überlagern. Bei der Bildgestaltung habe ich darauf geachtet, dass ich verschiedene Feuerwerkstypen bzw. Höhen miteinander kombiniert habe.

Wenn du mehr über meine Bearbeitung in Lightroom und Photoshop wissen möchtest, dann kannst du mich gerne für einen Workshop online per Skype und Teamviewer oder vor Ort in meinem Atelier buchen.


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10 Tipps für wunderbare Weihnachtsbilder

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Weihnachten ist das Fest der Liebe und der Familie. In diesem Fotografie-Tipp erfährst du, wie du an Weihnachten wunderschöne romantische Weihnachtsbilder fotografierst.

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1. Nimm dir Zeit

Weihnachten ist das Fest der Liebe und Besinnlichkeit. Wenn du gute Fotos machen möchtest, sind das genau die richtigen Zutaten. Wenn du Weihnachtsfotos nur unter Stress und Druck machst, wird das nichts. Nimm dir die Zeit und habe Freude an dem, was du tust. Es kommt nicht auf die Quantität, sondern auf die Qualität an.

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2. Fang Stimmungen ein

Was ist Weihnachten für dich? Vielleicht denkst du dabei an Weihnachtsdüfte wie Weihrauch oder Mandeln. Oder die romantischen Lichter von Kerzen, Schwibbögen oder Herrnhuter Sterne? Freust du dich auf deine Familie, auf Freunde, auf das Weihnachtsessen? Jedes Weihnachtsfest hat seine eigene Stimmung. Damit deine Fotos bei schlechten Lichtverhältnissen wie Kerzenlicht auch scharf werden, öffne weit die Blende (f2.8 ist meine Lieblingsblende) und erhöhe den Iso-Wert. Achten immer auf Licht und Spitzlichter, sie verleihen deinen Bildern eine wunderbare Stimmung.

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3. Romantischer Weihnachtslook

Einen romantischen Weihnachtslook erreichst du mit viel Unschärfe, so genannten Bokehs. Bleibe bei der geöffneten Blende und je nach Objektiv entstehen runde oder eckige Bokehs, also Lichtkreise, in deinen Bildern. Fotografierst du mit dem Smartphone, dann wechsle in den Makromodus. Dann entstehen auch kleine Bokehs im Hintergrund ihres Bildes.

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4. Details, Details, Details

Weihnachtsmotive bestechen durch ihre Details. Gehe ganz nah ran und blende alles Störende aus. Konzentriere dich auf ein Motiv, weniger ist mehr. Wenn du die Blende öffnest, kannst du das Motiv wunderbar freistellen. Der Hintergrund verschwimmt und der Fokus richtet sich auf dein weihnachtliches Motiv.

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5. Familienbilder unterm Weihnachtsbaum

Familienbilder unterm Weihnachtsbaum ist der Klassiker zum Weihnachtsfest. Aber warte nicht bis es Dunkel wird. So romantisch es auch ist, nur die Weihnachtsbaumbeleuchtung als Lichtquelle zu nutzen, ist das für deine Kamera zu wenig Licht. Mache die Weihnachtsbilder noch bei Tageslicht. Stelle die Kamera auf ein Stativ und nutze den Selbstauslöser oder eine Fernbedienung. Verzichte möglichst auf einen Blitz. Damit vermeidest du erschrockene Gesichter oder rote Augen. Mach mehrere Fotos, vielleicht mit der Serienbildfunktion. Denn bei mehreren Personen hat immer einer die Augen geschlossen und die Wahrscheinlichkeit ist höher, das alle ins Bild schauen, wenn du ein paar Bilder in Serie aufnimmst.

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6. Leuchtende Kinderaugen

Fotografiere deine Kinder aus der Situation heraus. Verzichte auf „Guck mal her, stell dich mal hier hin“. Das funktioniert bei Kindern nicht, dann verweigern sie entweder das Foto oder zeigen Ihnen Grimassen. Kinder müssen auch nicht immer in die Kamera schauen, oft sind Fotos in der sie spielen viel schöner. Damit die Fotos auch scharf werden, benutze den Autofokus und versuche diesen möglichst immer auf die Augen zu legen, vor allem wenn du die Blende weit öffnest. Fotografiere mit der Belichtungsautomatik „A“, denn wenn du dich mit dem Kind in der Bewegung mitdrehst, können sich die Lichtverhältnisse schnell ändern. Und begebe dich auf Augenhöhe mit deinem Kind und fotografiere es nicht von oben herab.

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7. Spielerische Effekte

Wenn du Spaß am Experimentieren hast, dann fotografiere deine Weihnachtsmotive durch eine altmodische CD hindurch. Hier entstehen wunderbare kreative Effekte. Aber achte auf den Fokus, dass der sich nicht beim fokussieren vom Motiv auf die CD verschiebt. Im Übrigen funktioniert dieser Effekt auch wunderbar mit dem Smartphone. Einfach die CD ganz dicht vor das Objektiv halten.

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8. Weihnachtsmotive in Stadt und Land

Motive findest überall – ob in der Großstadt oder mitten in der Natur. Halte die Augen offen, manchmal finden sich unerwartet Motive. Nicht selten findet man einen mit Lichtern bestückten Baum mitten in der Natur. Manchmal sind Häuser ganz wunderbar geschmückt. Diese Motive eignen sich später als Hintergründe in deinem Familienalbum, wenn du ein Fotobuch gestaltest.

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9. Schneezauber

Wer träumt nicht von Weihnachten im Schnee? Manche Jahre haben wir Glück und wenn es soweit sein sollte, dann nichts wie raus mit der Kamera und den Schnee einfangen. Besonders schön ist es, Lichter und Schnee einzufangen. Doch bedenke bei Schnee den Weißabgleich. Schnell bekommt die weiße Winterlandschaft einen Gelb- oder Blaustich. Den solltest du möglichst vermeiden. Da die Kamera mit den Weißabgleichsmodi auch manchmal spinnt, ist es manchmal besser, den Weißabgleich auf „Automatik“ zu stellen und diesen später im Bildbearbeitungsprogramm zu korrigieren. Möchtest du, dass es vor Ort perfekt wird, dann arbeite am besten mit einer Graukarte. Dann wird dein Schnee auch wirklich schön weiß.

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10. Weihnachten in Motion

Binde für authentische Weihnachtsbilder unbedingt Bewegungen ein oder zeige das Motiv in Benutzung. Da kann auch eine Hand oder ein Arm zu sehen sein. Zeige Lichtreflexe, Spiegelungen usw. Sei kreativ. Weihnachten ist nicht umsonst das schönste Fest im Jahr. Und es kommt nicht auf die Menge der Geschenke an oder wie viel es gekostet hat. Wenn du aus allen Weihnachtsbildern ein schönes Fotoalbum erstellst und es handschriftlich beschriftest – ein schöneres Geschenk kannst du deinen Liebsten nicht machen.

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🎄 Gutschein als Weihnachtsgeschenk 🎄

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PS: Wenn du noch vor Weihnachten unbedingt ein schönes Familienbild haben möchtest, dann ruf mich schnell an. Ich freue mich auf dich und deine Familie. Oder vielleicht magst du einen Gutschein verschenken? Entweder für ein Fotoshooting oder einen Fotografie-Kurs. Melde dich bei mir.
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Workshop: Wie fotografiere ich glitzernden, funkelnden Schmuck

Schmuckfotografie für Künstler, Hersteller, Handwerker. Professionelle Fotoshootings & Workshops

Ich werte gerne meine Suchanfragen aus. So suchte letztens jemand danach, wie man funkelnden, glitzernden Schmuck fotografieren könnte. Damit meine ich nicht, wie man mit Photoshop und einem Sternchen-Stempel Glitzerpunkte alá Otto-Katalog in den Schmuck hineinmontiert. Das ist 1980er Jahre old school. Viel besser sieht es aus, wenn der Glitzereffekt echt ist.
An sich ist das gar nicht so schwer, den Sterncheneffekt zu fotografieren.

Was brauchst zu für den Glitzer-Effekt?

Workshop: Wie fotografiere ich Blendensterne?
Beispiel für den Glitzereffekt, wenn sich Wassertropfen im Sonnenlicht brechen und mit Blende 16 Blendensterne entstehen. So sollten deine Sternchen auch aussehen und nicht verschwommen bzw. nur als weißer Punkt.
  1. Ein Objektiv, dass mit einer geschlossenen Blende ausgeprägte Sternenförmige Lichtpunkte aufnimmt. Preiswerte Zoom-Objektive als auch moderne DSLM Objektive für Spiegellose Systemkameras tun sich da oft schwer. Wie weit der Sternchen-Effekt bei deinem Objektiv ausgeprägt ist, kannst du nur testen. Der einfachste Test ist, wenn du die Blende soweit wie möglich schließt (f16, f22 etc.) und gegen die Sonne an einem strahlend blauen Himmel oder wie in meinem Beispiel gegen die Sonne am Wasser fotografierst. Entsteht ein exakter Sonnenstern, dann kann dein Objektiv auch glitzernden Schmuck fotografieren. Ich selber arbeite gerne mit einem Nikkor 50mm 1.4 oder dem Tokina 100Makro (das gibt es für Canon, Nikon und Sony).
  2. Eine weit geschlossene Blende (große Blendenzahl). Bei einem 50mm ist das f16, bei dem 100mm Makro f32. Bei einer geschlossenen Blende entsteht ganz viel Tiefenschärfe, sodass dein kleiner Schmuck auch von vorne bis hinten richtig scharf ist. Der Nachteil ist, die Belichtungszeit wird bei einer geschlossenen Blende ziemlich lang, sodass du hier mit einem Stativ arbeiten solltest, sodass dein Bild nicht verwackelt.
  3. Eine externe Lichtquelle. Für meinen Schmuck habe ich eine LED-Taschenlampe mit Spot Funktion verwendet. Damit konnte ich gezielt auf den Schmuck leuchten. Am besten ist, du hast einen Assistenten, der für dich die Lampe ausrichtet. Beides – fokussieren, auslösen und Taschenlampe halten – kann anstrengend werden (nicht, das es nicht geht, aber besser ist es zu zweit) . Wie du die Taschenlampe hältst, dass sich das Licht in den Kristallen bzw. Metall des Schmuckes bricht, musst du testen. Bei meinem Schmuck habe ich die Taschenlampe von schräg oben gehalten.
  4. Und natürlich brauchst du Schmuck der glitzert. Ob das Metall mit Swarovskisteinchen sind, echte Diamanten oder Glassteinchen – das spielt keine Rolle. Der Schmuck sollte im Licht, in der Sonne funkeln – dann tut er das auch unter einer künstlichen Lichtquelle.
  5. Besser kommt der Glitzereffekt bei einem dunklen Hintergrund heraus. Ich habe ein Beispiel mit einem weißen Hintergrund (Papier) und einem schwarzen, spiegelnden Hintergrund. Der Schmuck glitzert natürlich auch auf einem schlichten weißen Hintergrund, aber viel besser sieht es mit einem Schwarzen aus.

Ich hoffe, ich konnte dir mit meinem Fototipps weiterhelfen. Wenn du mehr über Produktfotografie und Schmuckfotografie lernen möchtest, dann schau mal in mein Fotografie-Sachbuch „Bilder die verkaufen“ (Achtung: Das gibt es nur noch gebraucht) oder du kommst in meinen individuellen Workshop „Produktfotografie leicht gemacht“. Ich freue mich auf dich!

Von verschwommenen Wildblumen & meditativer Vergänglichkeit

Blumenfotografie mit dem Smartphone von Maja Zenz

Was macht deine Sommerferienplanung? Vielleicht hast du eine besondere Reise vor. Aktuell habe ich ein wunderbares Buch über den japanischen Jakobsweg gelesen. Lena Schnabl erzählt, dass sie am Anfang eine DSLR mit 50mm Objektiv dabei hatte und diese in einem Sandsturm am Strand kaputt ging. Im Laufe der über Tausend Kilometer langen Reise fotografierte sie auf dem buddhistischen Shikoku-Pilgerweg ausschließlich mit ihrem Smartphone.
Leider wurden in dem Buch nur wenige Bilder abgedruckt, aber ich möchte dir heute eine wunderbare Künstlerin vorstellen, die mit ihrem Smartphone einzigartige Blumenportraits fotografiert: Maja Zenz
Lass dich überraschen, wozu Folien in der Smartphone-Fotografie verwenden kann. Ohne zusätzliche Bearbeitung in diversen Apps, versprochen!

Liebe Maja, stell dich bitte kurz vor.

Ich heiße Maja, bin 44 Jahre alt, komme ursprünglich aus Ludwigshafen am Rhein und wohne nun seit fast zwei Jahren im wunderschönen Zürich. Beruflich bin ich als Biologin im Bereich Krebsforschung tätig. Meine freie Zeit verbringe ich am liebsten mit Fotografie, Kunst und Pferden.

Wie würdest du die Philosophie deiner Fotografie beschreiben? Was bedeutet Fotografie dich persönlich?

Ich fotografiere eigentlich immer und überall. Ausschließlich mit meiner Smartphone-Kamera, die ich meistens dabei habe und die praktisch zu handhaben ist.
Ich sehe fast überall spannende Motive und versuche diese im Moment einzufangen, so wie ich sie gerade sehe und wahrnehme.
Zudem ist die Fotografie auch nur der Ausgangspunkt für meine Kunst. Ich bearbeite die Fotos weiter, in dem ich sie auf Papier ausdrucke, falte und auf Leinwand collagiere und anschließend mit Acrylfarben, Ölkreiden und Graffiti überarbeite. Dadurch entfremden und verschwimmen die Motive und aus einer digitalen, realistischen Momentaufnahme entsteht etwas Haptisches und unwirkliches.

Ich habe das innere Bedürfnis meine Fotos weiter zu bearbeiten und auch zu verändern. Sie nur auf dem Bildschirm zu betrachten reicht mir nicht aus. Durch das Zuschneiden, Falten, Kleistern und Arbeiten mit Farben beschäftige ich mich nochmals auf einer ganz anderen Weise mit den Fotos. Zudem mag ich große Bildformate. Durch das collagieren auf ein bis zu zwei Meter große Leinwände, entfalten die Motive noch mal eine ganze andere Wirkung. Dieses künstlerische Werken mit meinen Händen entspannt mich und hilft mir meinen Kopf zu leeren.

Du hast eine wunderbare Blumenserie unter dem Titel “Blurred” veröffentlicht. Vor einiger Zeit habe ich sie bei Instagram entdeckt und mich sofort verliebt. Sie haben eine ganz wunderbare Ausstrahlung. Auch wenn ich von den Möglichkeiten der Smartphonekamera weiß, war ich überrascht, dass du ausschließlich mit dem Smartphone fotografierst.

Du schreibst, dass du sie unscharf fotografierst. Für mich haben sie eine einzigartige Magie, als wenn du sie durch eine verblichene alte Fensterglasscheibe hindurch fotografiert hast. Wie bist du darauf gekommen, was macht für dich den Reiz aus? Ist der Effekt fotografisch oder mithilfe von Bildbearbeitung entstanden?

Bei vielen meiner Motive stehen die Vergänglichkeit und das Augenblickliche im Vordergrund. So fasziniert mich zum Beispiel der allmähliche Zerfall vergessener Bauwerke (LOST PLACES). Hier hat es mir vor allem der abblätternde Putz von alten Wänden angetan. Das Farbenspiel und die Struktur der sich lösenden Farbschichten finde ich einfach wunderschön.

Auch bei meiner Blumenfotografie geht es viel um Vergänglichkeit und den Übergang von Perfektion zu Imperfektion.
Ich habe lange gebraucht, um Blüten und Blumen für mich ansprechend darzustellen. Die Schönheit der Blumen erscheint mir oft zu perfekt und dadurch irgendwie auch langweilig, wie ein Kunstdruck aus dem Kaufhaus. In meiner Serie TRANSIENCE habe ich dann einen Weg gefunden. Ich fotografiere hier verwelkte Blütenblätter auf Asphalt. Die zufälligen Muster der Blüten, z.B. nach einem Gewittersturm auf der Strasse, haben für mich etwas Malerisches. Oft sammele ich auch Blütenblätter und arrangiere diese zu „Blütenpuzzles“. Das hat dann fast etwas Meditatives für mich: die Blüten immer wieder aufzunehmen und fallen zu lassen, bis sich für mich eine schöne An- oder Unordnung ergibt.

Seitdem ich in der Schweiz – mit ihren wunderschönen Landschaften und traumhafter Natur – lebe, habe ich mich in Wildblumen verliebt. Ihre Grazilität ist einfach bezaubernd, lieblich und so leicht. Aber auch hier erscheint mir die bloße Fotografie dieser kleinen Naturkunstwerke zu langweilig. Zudem ist meine Smartphone-Kamera hier mit dem Detail einfach überfordert. Irgendwann habe ich dann – inspiriert durch den Bokeh-Effekt – angefangen durch Folien (manchmal in mehreren Schichten) zu fotografieren. Dadurch verschwimmen die Blumen im Hintergrund, während die Blumen ganz nah an der Folie sich fast aus dem Bild herauszulösen scheinen und schweben. Alles erscheint ganz weich und verschwommen, fast wie eine Blumenunterwasserwelt. Diese Fotoserie heißt daher auch BLURRED (englisch für verschwommen). Diese unscharfe und abstrahierte Darstellung finde ich faszinierend. Beim Betrachten der Fotos kann man sich in den verschiedenen Ebenen und Auflösungen fast ein bisschen verlieren. Anders als bei meinen anderen Motiven und Serien steht bei BLURRED für mich die Fotografie viel mehr im Vordergrund. Ich spiele hier lange mit den Folien, Blumen und Lichtverhältnissen. So entstehen manchmal Serien von 50-100 Bildern vom gleichen Motiv. 

Blumenfotografie mit dem Smartphone von Maja Zenz
© Maja Zenz www.instagram.com/majazenz/ | www.majazenz.com

Wie würdest du anderen beschreiben, wie du deine Motive siehst bzw. findest?

Seitdem ich fotografiere habe ich einen sehr starken Blick für das Detail entwickelt. So finde ich eigentlich überall Motive, die ich spannend finde: ein Blümchen am Wegrand, ein kleines Streetart-Motiv oder Spruch in der Stadt oder das Farbspiel von abblätterndem Putz einer alten Mauer. Manchmal muss ich mich fast darauf konzentrieren auch mal das ganze, große Bild einer Landschaft und meiner Umgebung wahrzunehmen. Momentan bin ich sehr inspiriert durch meine Blumenfotografie, so dass ich in meiner Umgebung fast nur noch Blumen sehe, wo ich gehe und stehe sozusagen- das ist doch irgendwie schön. Zum Glück ist Zürich eine wunderbar grüne Stadt und bietet viele Motive.

Blumenfotografie mit dem Smartphone von Maja Zenz
© Maja Zenz www.instagram.com/majazenz/ | www.majazenz.com

Was machst du, wenn du ein kreatives Loch hast?

Tatsächlich passiert mir dies recht selten. Außerdem ist es ja auch gut, wenn sich die Kreativität mal eine Pause nimmt. Dann gehe ich viel im Wald reiten, in den Garten oder wandern. Gerade kürzlich habe ich das Arbeiten mit Ton für mich entdeckt. Ich komme gerade aus einer Keramikwoche im Tessin zurück. Eine Woche in einem romantischen Bergdorf, abseits von allem, Vasen aus der Hand formen und nach der Raku Methode glasieren uns brennen, einmalig schön und kreativ.

Zudem entwickelt sich das Fotografieren von Pferden – ihrer Eleganz und Schönheit, der Kraft ihrer Bewegungen und ihrer anmutigen Ausstrahlung – sich gerade als eine neue Leidenschaft von mir. Hier kommt meine Smartphone-Kamera wirklich nicht mehr mit, so dass ich mich gerade nach einer Fotoausrüstung und Kursen umschaue. Und Siebdruck lernen will ich auch……(m)ein kreatives Loch ist also erst mal nicht zusehen.


Ich hoffe, dir hat der kleine Einblick in Majas Smartphone-Fotografie gefallen. Vielleicht magst du ihr bei Instagram folgen und dich von ihren Fotos inspirieren lassen.

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Für Coachings im August 2019 biete ich einen Sommerrabatt von 10 Prozent an und du bekommst mein neues Buch „Naturfotografie mit dem Smartphone“ geschenkt.

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Von der Schwangerschaft, über die Geburt bis zum ersten Geburtstag

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Ich habe das Glück, eine sehr nette Familie aus dem Muldental über einen längeren Zeitraum fotografisch begleiten zu dürfen. Zum ersten Mal haben wir uns zur Babybauch-Fotografie kennen gelernt. Wenige Wochen später trafen wir uns zur Neugeborenen-Fotografie wieder. Ein Jahr später habe ich mich sehr gefreut, als ich zum Kinderfotoshooting am ersten Geburtstag eingeladen wurde. In dieser Zeit sind viele wunderbare Erinnerungsbilder entstanden, die sehr familiär und auch intim sind. Um so mehr freue ich mich, das ich die Erlaubnis bekommen habe, ein paar Familienbilder auf meinem Blog präsentieren zu dürfen

Neugeborenen-Fotografie: Wenige Tage alt

Kinderfotografie: Juchu, ich bin schon ein Jahr alt!

Babybauch-, Neugeborenen- oder Kinderfotografie – das hört sich für viele ganz einfach an. Doch das ist es nicht. Daher nehme ich mir für jedes einzelne Fotoshooting zwischen zwei und drei Stunden Zeit. Die schönsten Bilder entstehen erst, wenn alle Familienmitglieder Vertrauen zu mir aufgebaut haben. In der ersten halbe Stunde mache ich meistens keine Bilder und die Kamera bleibt in der Tasche. Ich möchte meine Familien kennen lernen, welche Bilder sie sich wünschen. Auch ist die Umgebung wichtig, vor allem wenn ich bei der Familie vor Ort bin. Wie sieht sie aus, woher kommt das Licht, wo finde ich einen schönen Hintergrund. Das braucht Zeit und um so entspannter meine Familien sind, umso authentische Bilder kann ich machen.

Natürliche und moderne Familienfotos in Grimma, Leipzig und Umgebung, fotografiert von mobilder Fotografin Jana Mänz. Natürliche Familien-Fotografie! Kinder- und Familienotografin zu sein, gehört für mich zu den schönsten Berufen überhaupt - darum bin ich aus ganzem Herzen dabei. Den einen Moment festzuhalten, wenn das Baby zum ersten Mal lächelt, wenn die Schulanfänger stolz mit ihren Zahnlücken zeigen „Seht her, ich werde groß“, bis hin zu dem Moment, wenn aus Kindern Jugendliche werden und die Pubertät in den Gesichtern für alle zu erkennen ist. Dafür ist mir wichtig, ihre Kinder bzw. die Familie vor die Kamera zu zwingen und zu sagen: „Schau in die Kamera. Bleib stehen! Lächle doch mal!“. Es geht vielmehr darum, den einen unbeobachteten Moment zu erfassen, indem die Kinder uns sie als Familien ganz sie selbst sind. Dafür braucht es aufseiten des Fotografen viel Zeit und Geduld, vor allem, wenn man ausschließlich mit natürlichem Licht arbeitet. Diese Herangehensweise ist jedoch vielen Menschen noch nicht geläufig und muss vielfach erklärt werden. Kinder- und Familien-Fotografie ohne Studio und aufwendige Blitzanlage? Nein, das ist kein Mythos … Ich liebe es, in der Natur zu sein, ich liebe es, mir Zeit zu nehmen und mit Menschen einen einzigartigen Tag zu verbringen. Weit weg von Hektik und Stress, in einer anderen, stimmungsvollen Umgebung. Die Natur gibt uns alles dafür: Wunderschöne Farben und ein einmaliges Licht. Kinder- und Familienfotografie im Studio kann auch schön sein, aber es ist nicht vergleichbar mit Aufnahmen in der Natur. Ich kann als Fotografin mit dem Licht, mit der Landschaft spielen. So enstehen natürliche Familienbilder, die nicht gestellt und gewzungen sind. Sie als Familie können sich entspannen und den Tag genießen. Sie müssen nicht ständig in die Kamera gucken oder still stehen. Die Bilder entstehen aus dem Spiel heraus, bei einem gemeinsamen Spaziergang. Warum finden die Fotoshootings sin der

Wenn Du mehr über meine Familienfotografie und Kinderfotografie wissen möchtest, dann lade dir meine Broschüre herunter. Ich freue mich auch auf deinen Anruf!