Konmari – Wie räume ich meine digitalen Fotos auf?

Arbeitszimmer, Laptop, PC

Kennst du das Szenario für deine Fotos: Sie liegen auf deinen Rechnern in verschiedenen Ordnern. Diese Ordner liegen auf verschiedenen Partitionen oder sogar auf verschiedenen Festplatten. Manchmal liegen auch Bilder in der Cloud und vielleicht sogar in verschiedenen Cloud-Systemen wie Dropbox, Adobe, Google Drive, Microsoft Onedrive, Amazon Drive, Strato, Magenta Cloud oder Web und GMX Cloud. Oder liegen Sie bei dir auf verschiedenen Speichermedien wie SD-Cards, USB-Festplatten, USB-Sticks, NAS oder deinem Smartphone usw.

Ich weiß aus meinen Schulungen, dass auch alles in Kombination möglich ist und hier den Überblick zu behalten, ist schier unmöglich. Doch wie macht man aus dem Wirrwarr ein einheitliches System, wo du auf Knopfdruck alle deine Fotos wiederfindest? Ich möchte dir eine Anleitung an die Hand geben. Doch bedenke, die technische Umsetzung ist nicht schwer, sie braucht aber viel Zeit und Muße.

1. Du brauchst erst einmal eine große Festplatte. Am besten eignet sich, vor allem wenn du mehrere Endgeräte benutzt, eine externe SSD Festplatte mit USB und Wlan/Netzwerk Anschluss. Z.B. von Western Digital 4TB/8TB SSD Festplatte Sie hat auch den Vorteil, das sie wie ein NAS deine Daten als Sicherung spiegelt.

2. Lege auf dieser Festplatte einen Ordner an, den du z.B. „Fotoarchiv“ nennst.

3. Hier speicherst du alle Fotos als Kopie, die du auf deinen diversen Speichermedien/Ordnern findest. Am einfachsten ist es, wenn du nicht weißt, wo deine Fotos überall liegen, dass du im Explorer/Finder nach den Bildern bzw. deren Dateiformat *.jpg/*.tif/*.png/*.raw/*.dng usw. in der Suche suchst. Das musst du pro Dateiformat machen, wenn du zum Beispiel Handyfotos im jpg-Format hast und RAW-Dateien von deiner DSLR/SLR Kamera.


Markiere alle Fotos und kopiere sie in den neuen Ordner.
Hast du deine Fotos in verschiedenen Ordnern abgelegt, kannst du natürlich auch die verschiedenen Ordner kopieren und in den neuen Ordner „Fotoarchiv“ als Kopie ablegen.

4. Im 4. Schritt wäre es wichtig, wenn du mit einer Bildverwaltungssoftware wie Lightroom arbeiten würdest. Natürlich kannst du auch mit dem Explorer/Finder arbeiten, aber bei vielen tausenden Fotos ist es kaum möglich, per Hand doppelt und dreifach abgelegte Fotos zu filtern und auszusortieren. Eine Fotobibliothek wie Lightroom hilft dir dabei, doppelte Bilddateien zu finden und zu löschen und die Dateien nach Datum in Jahres-Ordnern neu abzulegen.

Möchtest du dir ein Bildarchiv mit Lightroom aufbauen, dann biete ich dir meinen individuellen Workshop an.

Importiere nun den neuen Fotoarchiv-Ordner in deine Bildverwaltungssoftware.

5. Im nächsten Schritt solltest du kräftig aufräumen und Bilder löschen. Lösche alles was unscharf, verwackelt ist. Solltest du dich fotografisch und in deiner Bildsprache verändert haben, dann habe den Mut alte Bilder von z.B. Tulpenbilder von 2014 oder Zooaufnahmen aus dem Jahr 2009 gnadenlos zu löschen. Hebe nur die alten Bilder auf, die dir persönlich etwas bedeuten. Zoo- oder Tulpenbilder würdest du heute sicherlich ganz anders fotografieren als vor 5 oder 10 Jahren. Da in Lightroom die Bilder immer nach Jahren ablegt werden, kannst du dir die Jahresordner einzeln zum löschen vornehmen.

Alle Bilder die du behältst, solltest du verschlagworten und in thematisch sortieren Sammlungen ablegen. Das gute an einer Bildverwaltungssoftware ist, dass die Bilder nicht mehr physisch doppelt und dreifach abgelegt werden, sondern nur Referenzen. So kannst du ein Blumenbild, das du auf einer Reise fotografierst hast, in die Sammlung Reise als auch Blume ablegen und du musst es nicht wie früher physisch in zwei verschiedenen Ordnern abspeichern.


Für meine fünf Schritte wirst du je nach Umfang deiner Bildersammlung mehrere Tage oder Wochen brauchen. Das hängt davon ab, wie viel Zeit und Muße du hast. Vor zwei Jahren, als ich um diese Zeit krank war, habe ich innerhalb einer Woche aus meinem Bildarchiv, das mehr als 100.000 Fotos umfasst hat, eine Sammlung von 25.000 gemacht. Das war harte Arbeit, aber danach konnte ich wieder befreit fotografieren gehen.

Wenn ich heute von einem Fotoshooting, einer Fotoreise wieder komme und meine Fotos in mein Bildarchiv ablegen, dann lösche ich zeitnah. Sodass sich nicht wieder tausende von schlechten Fotos in meinem Archiv ansammeln. Jetzt fällt es mir auch viel leichter, gleich zu löschen.

Wenn du Panik vor deinem Archiv hast oder du dich scheust, das Thema alleine anzugehen, dann wäre es mir eine Freude dir zu helfen. Komm gerne zu mir (oder online per Skype und Teamviewer) und in 2-3 Tagen machen wir aus deiner Fotomessisammlung ein ansehnliches, gut sortiertes Archiv. Stelle dir vor, mit welcher Freude und Leichtigkeit du danach wieder fotografieren gehen magst. Dafür lohnt sich all die Mühe.

Und – ich weiß der Gedanke ist nicht so schön und tut weh – was soll mit deinen Fotos mal passieren, wenn du nicht mehr bist? Was wäre, wenn man seinen Lieblingsmenschen ein Archiv mit Fotos hinterlässt, das für die Familie wichtig ist? Wie schnell gehen Fotos unwiderruflich verloren und das wäre doch schade oder?

Ich freue mich auf dich!

Keiner ist wie Du!

Selbstständigkeit, Erfahrung, Künstlerisch, Workshop, Hilfe, Mentor

Bist du auf der Suche nach Hilfe, jemand der deine Gedanken und Ideen spiegelt, sie aufgreift, analysiert und praktisch umsetzen kann? Aber wo findet man diesen Menschen, mit dem sich offen und ehrlich austauschen kann. Der nicht gleich kritisch sagt »Das ist doch Mist, laß es lieber!« Jemand der schaut, was lässt sich von den Vorstellungen in der Praxis umsetzen, wo könnten Fallstricke und Stolperfallen lauern. Jemand der einfühlsam ist und viel Praxiserfahrung hat.

Ich möchte gerne diese Person für dich sein. Meine 10-jährige Selbstständigkeit hat mich sehr geprägt. Höhen und Tiefen, die sich immer wieder unerwartet abwechseln. In dieser Zeit habe ich ebenso nach Hilfe gesucht. Ich habe diverse Kurse belegt, die versprachen, dass man super erfolgreich wird. Doch ich merkte schnell, das man, wenn man die 20. Frage zu seinen Zielen, Vision, Geld, Lebensqualität, Vergangenheit usw. beantwortet hat, das es nicht weiterhilft, wenn man niemanden zum reden hat. Wenn man sich nicht austauschen kann, wenn es keine Anregungen von Außen gibt. Videos, Texte können sehr hilfreich sein, doch sie ersetzen kein persönliches Gespräch.

Mein Vision ist es, meine Erfahrungen mit anderen zu teilen. Ich möchte gerne der Wegbegleiter für Menschen werden, die etwas erreichen, schaffen möchten. Die Ideen haben, aber nicht wissen, wo sie Anfangen sollen. Die den Wald vor lauter Bäumen nicht sehen – dann fange ich an zu analysieren, zu ordnen, zu strukturieren und zu überlegen, passt das zu meinem Gegenüber überhaupt.

Ich hatte letztens eine junge Frau in meinem Coaching, die als selbstständige Fotografin unglücklich war und jede Freude an ihrer Arbeit verloren hat. Aufträge, die nicht zu ihr passten, haben sie leidenschaftslos werden lassen. In dem Coaching haben wir Ursachen und Auswirkungen ausgearbeitet. Wir hatten zwei ganz intensive Tage gearbeitet. Ihr Fazit kannst du auf meiner Workshop-Seite „Keiner ist wie Du!“nachlesen.

Wenn Du auf der Suche nach Hilfe bist, jemanden brauchst zum reden und arbeiten, dann bin ich gerne für dich da. Lies dir meine Inhalte zum Workshop durch.

Weihnachtsaktion: Naturfotografie mit dem Smartphone

Weihnachtsaktion: Buch + E-Book Naturfotografie mit dem Smartphone

Taschenbuch + E-Book im Bundle

Suchst du nach einem Weihnachtsgeschenk? Wenn du bis zum 7.12.2019 mein Taschenbuch „Naturfotografie mit dem Smartphone“ bestellst, erhälst du das gleichnamige E-Book (PDF) kostenlos dazu.

Diese Aktion gilt nur bis zum 7.12.2019 (Nikolaus)

Herbst-Winter Familienfotoshooting

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Wie heißt es so schön:

Es gibt kein schlechtes Wetter, es gibt nur ungeeignete Kleidung!

Nach diesem Motto, finden bei mir Familienfotoshootings zu jeder Jahreszeit in der Natur statt. Natürlich sollte es nicht regnen und der Fotoshooting findet je nach Jahreszeit auch zu unterschiedlichen Tageszeiten an. Im Sommer eher am späten Nachmittag oder frühen Abend, im Winter schon zur Mittagszeit.

Aus meinem letzten Winter-Fotoshooting habe ich ein paar sehr schöne Fotos mitgebracht, die ich mit freundlicher Genehmigung meiner Familie zeigen darf. Für mich war es ein ganz besonderes Fotoshooting. Es kam ein bisschen internationaler Flair nach Grimma. Ein Deutsch-Australisches Fotoshooting mit einem lustigen Englisch-Deutschen-Sprachengewirr. Für das Fotoshooting haben wir einen historischen Ort ausgewählt, der für die Familie viele Kindheitserinnerungen birgt.

Und so hatten wir an diesem kalten Wintertag auch ein bisschen Glück mit dem Wetter, als zum Ende des Fotoshootings neben der Wintersonne ein wenig Schnee fiel.

Wenn du mit deiner Familie zu einem Fotoshooting vorbei kommen möchtest, dann ruf mich an oder schreibe mir. Zwischenzeitlich kannst du dir hier mein Familienjournal (PDF) herunter laden. Hier findest du neben meiner Philosophie zur Kinder- und Familienfotografie auch meine Preisliste.

Nachts in Grimma

Mulde, Muldental, Nebel, November, natur

Ein später Novemberspaziergang an der Mulde

Wahnsinn, wie früh es dunkel wird. Als ich heute Nachmittag mit meiner Hündin im feuchten Novembernebel an die Mulde gelaufen bin, wusste ich nicht, wie wenig Zeit mir bleiben würde. Kurz nach 16 Uhr setzte die Dunkelheit ein, der Nebel tat sein übriges.

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Und so kam ich in den Genuss, Grimmas Hängebrücke in der blauen Stunde zu fotografieren. Ich hatte nur mein leichtes Vintage-Objektiv, das Trioplan100, dabei. Der Abendnebel hat die Brücke in ein mystisches Licht eingehüllt. Ich hörte nur das Rauschen des Flusses und die vielen Enten, die in der Abenddämmerung laut vor sich hin schnatterten. Es waren kaum Menschen unterwegs, nur ein einsamer Angler versuchte sein Glück beim Nachtangeln an der Mulde. Seine Anwesenheit wurde vom Nebel fast verschluckt.

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In der einsetzenden Dunkelheit gingen die Flutlichter an, die Nachts das Wahrzeichen von Grimma, die Hängebrücke beleuchten. Auch die Gattersburg wird angestrahlt.

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Ich freue mich über die Fotografien, die ich mit dem Vintage-Objektive Trioplan100 in der Dunkelheit und mit künstlichen Licht machen konnte. Zum ersten Mal habe ich es in dieser Art eingesetzt.

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Doch es gibt so viele unterschiedliche Vintage Objektive. Wer sich dafür interessiert, dem möchte ich das neue Buch von Bernd Kieckhöfel „Vintage Objektive“  empfehlen. Nach einer unglücklich verlaufenen Crowdfunding-Kampagne zu diesem Buch (vielleicht erinnerst du dich an meinen Newsletter im Frühjahr ) ist es trotzdem oder besser gesagt, glücklicherweise in der DOCMAtischen Gesellschaft erschienen.

Gewinne ein Buch-Exemplar: Vintage-Objektive

Für alle, die sich an der Crowdfunding Kampagne von Bernd beteiligt haben, habe ich heute eine gute Nachricht: Bernd hat mir ein Exemplar geschickt, dass ich unter meinen Lesern verschenken kann. Schreibe mir einen Kommentar und unter allen Einsendungen bis zum 20.11.2019 wird das Los entscheiden.

Ein praktischer Führer durch die Welt alter und manuell fokussierender Objektive für digital arbeitende Fotografen. Autor: Bernd Kieckhöfel. Als Hardcover-Ausgbe und Tablet/iPad-optimiertes ePaper erhältlich. 164 Seiten. 34,95 € inkl. 7 % MwSt. ISBN: 978-3-9816712-3-0
Erhältlich hier: https://shop.docma.info/produkt/vintage-objektive/

Mulde, Muldental, Nebel, November, natur

Ich wünsche dir eine wunderbare Novemberwoche.

Neu: Wandkalender 2020

Wandkalender 2020 Traum vom Fliegen

Meine Calvendo Kalender für 2020

Vielleicht bist du noch auf der Suche nach einem Wandkalender 2020. Bei Calvendo habe ich unterschiedliche Kalender-Themen erstellt. Schau mal rein, vielleicht ist auch etwas für dich dabei.

Wie du sehen kannst, gehören teilweise meine qualitativ hochwertige Kalender zur exklusiven CALVENDO Gold-Edition  und wurden zusätzlich mit dem Jurypreis in der Kategorie Naturfotografie ausgezeichnet. 

Erste Buchrezension „Naturfotografie mit dem Smartphone ist erschienen

Dass das Smartphone als Kamera die Fotografenwelt spaltet, ist bereits ein alter Hut. Für die einen ist die Immer-dabei-Kamera das Mittel für kreative Fotografie schlechthin, für die anderen ist schon allein die erzielbare Qualität indiskutabel. Ich habe mich für die kreative Seite entschieden und zeige, wie du dein Smartphone für Natur- und Landschaftsfotografie einsetzen kannst. Die Frage ist, wie kannst du mit den Schwächen der Smartphone-Kamera kreativ umgehen? Trotz der Einschränkungen macht das Fotografieren mit dem Handy viel Spaß. Es ist fast immer zur Hand und dabei leicht und handlich zu bedienen. Das Buchbesteht aus 98 Kapiteln, die du quer lesen kannst. Anhand vieler Naturbilder gebe ich dir zahlreiche praktische Tipps und Tricks an die Hand.© Jana Mänz ISBN-13 978-3-00-061166-7

Ich freue mich, in der aktuellen Ausgabe 05/2019 der c’t digitale Fotografie ist die erste Rezension zu meinem Sachbuch „Naturfotografie mit dem Smartphone“ erschienen.

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Buchrezension Naturfotografie mit dem Smartphone

Workshop: Wie fotografiere ich glitzernden, funkelnden Schmuck

Schmuckfotografie für Künstler, Hersteller, Handwerker. Professionelle Fotoshootings & Workshops

Ich werte gerne meine Suchanfragen aus. So suchte letztens jemand danach, wie man funkelnden, glitzernden Schmuck fotografieren könnte. Damit meine ich nicht, wie man mit Photoshop und einem Sternchen-Stempel Glitzerpunkte alá Otto-Katalog in den Schmuck hineinmontiert. Das ist 1980er Jahre old school. Viel besser sieht es aus, wenn der Glitzereffekt echt ist.
An sich ist das gar nicht so schwer, den Sterncheneffekt zu fotografieren.

Was brauchst zu für den Glitzer-Effekt?

Workshop: Wie fotografiere ich Blendensterne?
Beispiel für den Glitzereffekt, wenn sich Wassertropfen im Sonnenlicht brechen und mit Blende 16 Blendensterne entstehen. So sollten deine Sternchen auch aussehen und nicht verschwommen bzw. nur als weißer Punkt.
  1. Ein Objektiv, dass mit einer geschlossenen Blende ausgeprägte Sternenförmige Lichtpunkte aufnimmt. Preiswerte Zoom-Objektive als auch moderne DSLM Objektive für Spiegellose Systemkameras tun sich da oft schwer. Wie weit der Sternchen-Effekt bei deinem Objektiv ausgeprägt ist, kannst du nur testen. Der einfachste Test ist, wenn du die Blende soweit wie möglich schließt (f16, f22 etc.) und gegen die Sonne an einem strahlend blauen Himmel oder wie in meinem Beispiel gegen die Sonne am Wasser fotografierst. Entsteht ein exakter Sonnenstern, dann kann dein Objektiv auch glitzernden Schmuck fotografieren. Ich selber arbeite gerne mit einem Nikkor 50mm 1.4 oder dem Tokina 100Makro (das gibt es für Canon, Nikon und Sony).
  2. Eine weit geschlossene Blende (große Blendenzahl). Bei einem 50mm ist das f16, bei dem 100mm Makro f32. Bei einer geschlossenen Blende entsteht ganz viel Tiefenschärfe, sodass dein kleiner Schmuck auch von vorne bis hinten richtig scharf ist. Der Nachteil ist, die Belichtungszeit wird bei einer geschlossenen Blende ziemlich lang, sodass du hier mit einem Stativ arbeiten solltest, sodass dein Bild nicht verwackelt.
  3. Eine externe Lichtquelle. Für meinen Schmuck habe ich eine LED-Taschenlampe mit Spot Funktion verwendet. Damit konnte ich gezielt auf den Schmuck leuchten. Am besten ist, du hast einen Assistenten, der für dich die Lampe ausrichtet. Beides – fokussieren, auslösen und Taschenlampe halten – kann anstrengend werden (nicht, das es nicht geht, aber besser ist es zu zweit) . Wie du die Taschenlampe hältst, dass sich das Licht in den Kristallen bzw. Metall des Schmuckes bricht, musst du testen. Bei meinem Schmuck habe ich die Taschenlampe von schräg oben gehalten.
  4. Und natürlich brauchst du Schmuck der glitzert. Ob das Metall mit Swarovskisteinchen sind, echte Diamanten oder Glassteinchen – das spielt keine Rolle. Der Schmuck sollte im Licht, in der Sonne funkeln – dann tut er das auch unter einer künstlichen Lichtquelle.
  5. Besser kommt der Glitzereffekt bei einem dunklen Hintergrund heraus. Ich habe ein Beispiel mit einem weißen Hintergrund (Papier) und einem schwarzen, spiegelnden Hintergrund. Der Schmuck glitzert natürlich auch auf einem schlichten weißen Hintergrund, aber viel besser sieht es mit einem Schwarzen aus.

Ich hoffe, ich konnte dir mit meinem Fototipps weiterhelfen. Wenn du mehr über Produktfotografie und Schmuckfotografie lernen möchtest, dann schau mal in mein Fotografie-Sachbuch „Bilder die verkaufen“ (Achtung: Das gibt es nur noch gebraucht) oder du kommst in meinen individuellen Workshop „Produktfotografie leicht gemacht“. Ich freue mich auf dich!

Von verschwommenen Wildblumen & meditativer Vergänglichkeit

Blumenfotografie mit dem Smartphone von Maja Zenz

Was macht deine Sommerferienplanung? Vielleicht hast du eine besondere Reise vor. Aktuell habe ich ein wunderbares Buch über den japanischen Jakobsweg gelesen. Lena Schnabl erzählt, dass sie am Anfang eine DSLR mit 50mm Objektiv dabei hatte und diese in einem Sandsturm am Strand kaputt ging. Im Laufe der über Tausend Kilometer langen Reise fotografierte sie auf dem buddhistischen Shikoku-Pilgerweg ausschließlich mit ihrem Smartphone.
Leider wurden in dem Buch nur wenige Bilder abgedruckt, aber ich möchte dir heute eine wunderbare Künstlerin vorstellen, die mit ihrem Smartphone einzigartige Blumenportraits fotografiert: Maja Zenz
Lass dich überraschen, wozu Folien in der Smartphone-Fotografie verwenden kann. Ohne zusätzliche Bearbeitung in diversen Apps, versprochen!

Liebe Maja, stell dich bitte kurz vor.

Ich heiße Maja, bin 44 Jahre alt, komme ursprünglich aus Ludwigshafen am Rhein und wohne nun seit fast zwei Jahren im wunderschönen Zürich. Beruflich bin ich als Biologin im Bereich Krebsforschung tätig. Meine freie Zeit verbringe ich am liebsten mit Fotografie, Kunst und Pferden.

Wie würdest du die Philosophie deiner Fotografie beschreiben? Was bedeutet Fotografie dich persönlich?

Ich fotografiere eigentlich immer und überall. Ausschließlich mit meiner Smartphone-Kamera, die ich meistens dabei habe und die praktisch zu handhaben ist.
Ich sehe fast überall spannende Motive und versuche diese im Moment einzufangen, so wie ich sie gerade sehe und wahrnehme.
Zudem ist die Fotografie auch nur der Ausgangspunkt für meine Kunst. Ich bearbeite die Fotos weiter, in dem ich sie auf Papier ausdrucke, falte und auf Leinwand collagiere und anschließend mit Acrylfarben, Ölkreiden und Graffiti überarbeite. Dadurch entfremden und verschwimmen die Motive und aus einer digitalen, realistischen Momentaufnahme entsteht etwas Haptisches und unwirkliches.

Ich habe das innere Bedürfnis meine Fotos weiter zu bearbeiten und auch zu verändern. Sie nur auf dem Bildschirm zu betrachten reicht mir nicht aus. Durch das Zuschneiden, Falten, Kleistern und Arbeiten mit Farben beschäftige ich mich nochmals auf einer ganz anderen Weise mit den Fotos. Zudem mag ich große Bildformate. Durch das collagieren auf ein bis zu zwei Meter große Leinwände, entfalten die Motive noch mal eine ganze andere Wirkung. Dieses künstlerische Werken mit meinen Händen entspannt mich und hilft mir meinen Kopf zu leeren.

Du hast eine wunderbare Blumenserie unter dem Titel “Blurred” veröffentlicht. Vor einiger Zeit habe ich sie bei Instagram entdeckt und mich sofort verliebt. Sie haben eine ganz wunderbare Ausstrahlung. Auch wenn ich von den Möglichkeiten der Smartphonekamera weiß, war ich überrascht, dass du ausschließlich mit dem Smartphone fotografierst.

Du schreibst, dass du sie unscharf fotografierst. Für mich haben sie eine einzigartige Magie, als wenn du sie durch eine verblichene alte Fensterglasscheibe hindurch fotografiert hast. Wie bist du darauf gekommen, was macht für dich den Reiz aus? Ist der Effekt fotografisch oder mithilfe von Bildbearbeitung entstanden?

Bei vielen meiner Motive stehen die Vergänglichkeit und das Augenblickliche im Vordergrund. So fasziniert mich zum Beispiel der allmähliche Zerfall vergessener Bauwerke (LOST PLACES). Hier hat es mir vor allem der abblätternde Putz von alten Wänden angetan. Das Farbenspiel und die Struktur der sich lösenden Farbschichten finde ich einfach wunderschön.

Auch bei meiner Blumenfotografie geht es viel um Vergänglichkeit und den Übergang von Perfektion zu Imperfektion.
Ich habe lange gebraucht, um Blüten und Blumen für mich ansprechend darzustellen. Die Schönheit der Blumen erscheint mir oft zu perfekt und dadurch irgendwie auch langweilig, wie ein Kunstdruck aus dem Kaufhaus. In meiner Serie TRANSIENCE habe ich dann einen Weg gefunden. Ich fotografiere hier verwelkte Blütenblätter auf Asphalt. Die zufälligen Muster der Blüten, z.B. nach einem Gewittersturm auf der Strasse, haben für mich etwas Malerisches. Oft sammele ich auch Blütenblätter und arrangiere diese zu „Blütenpuzzles“. Das hat dann fast etwas Meditatives für mich: die Blüten immer wieder aufzunehmen und fallen zu lassen, bis sich für mich eine schöne An- oder Unordnung ergibt.

Seitdem ich in der Schweiz – mit ihren wunderschönen Landschaften und traumhafter Natur – lebe, habe ich mich in Wildblumen verliebt. Ihre Grazilität ist einfach bezaubernd, lieblich und so leicht. Aber auch hier erscheint mir die bloße Fotografie dieser kleinen Naturkunstwerke zu langweilig. Zudem ist meine Smartphone-Kamera hier mit dem Detail einfach überfordert. Irgendwann habe ich dann – inspiriert durch den Bokeh-Effekt – angefangen durch Folien (manchmal in mehreren Schichten) zu fotografieren. Dadurch verschwimmen die Blumen im Hintergrund, während die Blumen ganz nah an der Folie sich fast aus dem Bild herauszulösen scheinen und schweben. Alles erscheint ganz weich und verschwommen, fast wie eine Blumenunterwasserwelt. Diese Fotoserie heißt daher auch BLURRED (englisch für verschwommen). Diese unscharfe und abstrahierte Darstellung finde ich faszinierend. Beim Betrachten der Fotos kann man sich in den verschiedenen Ebenen und Auflösungen fast ein bisschen verlieren. Anders als bei meinen anderen Motiven und Serien steht bei BLURRED für mich die Fotografie viel mehr im Vordergrund. Ich spiele hier lange mit den Folien, Blumen und Lichtverhältnissen. So entstehen manchmal Serien von 50-100 Bildern vom gleichen Motiv. 

Blumenfotografie mit dem Smartphone von Maja Zenz
© Maja Zenz www.instagram.com/majazenz/ | www.majazenz.com

Wie würdest du anderen beschreiben, wie du deine Motive siehst bzw. findest?

Seitdem ich fotografiere habe ich einen sehr starken Blick für das Detail entwickelt. So finde ich eigentlich überall Motive, die ich spannend finde: ein Blümchen am Wegrand, ein kleines Streetart-Motiv oder Spruch in der Stadt oder das Farbspiel von abblätterndem Putz einer alten Mauer. Manchmal muss ich mich fast darauf konzentrieren auch mal das ganze, große Bild einer Landschaft und meiner Umgebung wahrzunehmen. Momentan bin ich sehr inspiriert durch meine Blumenfotografie, so dass ich in meiner Umgebung fast nur noch Blumen sehe, wo ich gehe und stehe sozusagen- das ist doch irgendwie schön. Zum Glück ist Zürich eine wunderbar grüne Stadt und bietet viele Motive.

Blumenfotografie mit dem Smartphone von Maja Zenz
© Maja Zenz www.instagram.com/majazenz/ | www.majazenz.com

Was machst du, wenn du ein kreatives Loch hast?

Tatsächlich passiert mir dies recht selten. Außerdem ist es ja auch gut, wenn sich die Kreativität mal eine Pause nimmt. Dann gehe ich viel im Wald reiten, in den Garten oder wandern. Gerade kürzlich habe ich das Arbeiten mit Ton für mich entdeckt. Ich komme gerade aus einer Keramikwoche im Tessin zurück. Eine Woche in einem romantischen Bergdorf, abseits von allem, Vasen aus der Hand formen und nach der Raku Methode glasieren uns brennen, einmalig schön und kreativ.

Zudem entwickelt sich das Fotografieren von Pferden – ihrer Eleganz und Schönheit, der Kraft ihrer Bewegungen und ihrer anmutigen Ausstrahlung – sich gerade als eine neue Leidenschaft von mir. Hier kommt meine Smartphone-Kamera wirklich nicht mehr mit, so dass ich mich gerade nach einer Fotoausrüstung und Kursen umschaue. Und Siebdruck lernen will ich auch……(m)ein kreatives Loch ist also erst mal nicht zusehen.


Ich hoffe, dir hat der kleine Einblick in Majas Smartphone-Fotografie gefallen. Vielleicht magst du ihr bei Instagram folgen und dich von ihren Fotos inspirieren lassen.

10% Sommerspezial August 2019

Du möchtest bei mir – ob mit hochwertiger Fotoausrüstung oder Smartphone – einen individuellen Workshop zur Natur- und Landschaftsfotografie im Muldental buchen?

Für Coachings im August 2019 biete ich einen Sommerrabatt von 10 Prozent an und du bekommst mein neues Buch „Naturfotografie mit dem Smartphone“ geschenkt.

Möchtest du einen Fotofreund*in oder deine Partner*in mitbringen, erhalten sie ebenfalls eine 10-prozentige Ermäßigung.  Ruf mich an oder schreib mir für die Vereinbarung eines individuellen Termins im August. Ich freue mich auf dich. 

* Der 10% Rabatt Gutschein gilt nur für einen Workshop der vom 1.8. – 30.8.2019 stattfindet

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